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Friday, 24 Apr 2009

Starker Dollar bestimmt heute Ölpreise

Während der Dollar im gestrigen Handel gegenüber einem Großteil seiner Währungspaare Verluste einstecken musste, erreichten die Ölpreise beträchtliche Gewinne. Dementsprechend besteht kürzlich ein entgegen gesetztes Verhältnis zwischen Dollar und dem schwarzen Gold. Somit ist es heute besonders wichtig, die wirtschaftlichen Daten aus den USA genau zu verfolgen, da eine schwache US-Wirtschaft voraussichtlich zu fallenden Ölpreisen führen wird. Andererseits könnten eine verbesserte konjunkturelle Situation in den USA sowie ein starker Dollar die Ölpreise in die Höhe treiben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzdowndowndownupupup
Resistance1.31941.469997.601.15800.71690.9015
1.31701.467797.451.15580.71460.8999
1.31571.466097.271.15310.71280.8978
Support1.31221.462996.771.15050.71070.8956
1.31081.461296.551.14890.69800.8940
1.29881.458596.431.14600.69640.8925

Wirtschafts News

USD - Bärenhafter Börsengang für US-Dollar erwartet

Gestern setze die US-Währung ihre Talfahrt gegenüber dem EUR fort und rutschte um 1,1% bis auf 1,3150 ab. Auch gegenüber dem Großteil der übrigen Hauptwährungen verlor der Dollar an Boden. Die Unsicherheit über das tatsächliche Ausmaß des Konjunkturabschwungs in den USA hält die Sorgen der Anleger um ihre Dollar-Investitionen weiterhin aufrecht.

Die gestrige Veröffentlichung der Zahlen zu den US-Eigenheimverkäufen aus dem Bestand verstärkte den Abwärtsdruck des USD zusätzlich. Der Bericht verdeutlichte, dass die Eigenheimverkäufe um 3% im Monat März auf eine Jahresrate von 4,57 Mio. verkaufter Häuser gesunken waren. Wieder einmal wurde bestätigt, dass der US-Immobilienmarkt nach wie vor schwach bleibt. Die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA ist in der vergangenen Woche überraschend deutlich gestiegen. Die Zahl sei um 27.000 auf 640.000 geklettert. Auch die gesamten Unterstützungszahlungen erreichten ein neues Rekordhoch und markieren ein Fortsetzen der sich verschlechternden Situation auf dem US-Arbeitsmarkt.

Im weiteren heutigen Tagesverlauf werden wichtige Datenveröffentlichungen aus der US-Wirtschaft erwartet. Bedeutendste Zahlen werden die Auftragseingänge langlebiger Wirtschaftsgüter des Monats März um 14:30 Uhr sein. Laut Prognose sollen die Zahlen im Vergleich zum Vormonat zurückgehen, was ein Fortdauern des USD-Abwärtstrends für heute bedeuten könnte. USD-Anleger sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnte sich eine gute Gelegenheit bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der vorgenannten Wirtschaftsdaten ergeben werden.

EUR - EUR steigt gegenüber Dollar an

Der EUR erholte sich am gestrigen Handelstag gegenüber dem Dollar. Dies konnte überwiegend auf einige ermutigende Wirtschaftsdaten aus Europa zurückgeführt werden, die Hoffnungen entfachten, dass die Eurozone mit ihren 16 Mitgliedsstaaten die schwerste Phase ihrer Rezession schon bald überwinden könnte. Der EUR erreichte somit einen neuen Rekordwert der Woche und schloss bei 1,3150. Gegenüber dem JPY legte Europas Währung 100 Punkte zu und beendete die gestrige Börsensitzung bei 128,00.
Der EU-Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen des Monats März erreichte seine Bestleistung der letzten 6 Monate, während die Auftragseingänge der Industrie des Euroraums schwächer zurückgingen als von Analysten erwartet. Der Bericht zeigte eine deutliche Verbesserung und verstärkte die Hoffnung der Ökonomen, dass sich der Grad des konjunkturellen Abschwungs in der Eurozone nun, nach der schweren Dürreperiode des 4. Quartals 2008 und des 1. Quartals 2009, mäßigen könnte. Insbesondere der überraschend abgeschwächte Einbruch bei den Auftragseingängen in der Industrie verstärkte die Hoffnungen auf eine Stabilisierung der Konjunktur.
Für die Eurozone und Großbritannien werden heute einige wichtige Wirtschaftsdaten erwartet. Eurozone: ifo Institut für Wirtschaftsforschung, deutscher Geschäftsklimaindex Dienstleistungen April, 10:00 Uhr sowie Frankreichs Privater Verbrauch (Käufe industrieller Güter) März, 08:45 Uhr. Großbritannien: Einzelhandelsumsatz März um 10:30 Uhr. Wie gewöhnlich werden die Ergebnisse dieser Daten die Tendenzen des EUR sowie des Pfund heute bestimmen.

JPY - Japans Wirtschaft und Yen gehen stark zurück

Japans Konjunkturabschwung hat sich im 1. Quartal des Jahres verschärft, nachdem die größten Automobilhersteller des Landes Toyota, Honda und Nissan ihre Produktion im vergangenen Monat gekürzt hatten. Japans Autohersteller hatten ihre betriebliche Leitung, angesichts der globalen Rezession sowie der steigenden Arbeitslosigkeit, beides Faktoren, die die Nachfrage nach Kraftfahrzeugen derzeit untergraben, deutlich eingeschränkt. Nach Zurückführung von Lagerbestände und regierungspolitischen Maßnahmen zur Wiederbelebung der Nachfrage haben sich einige Automobilhersteller nun zur Lockerung der Kürzungen entschlossen.

Als Ergebnis der negativ ausgefallenen Wirtschaftsdaten in Japan, beendete der JPY den Börsentag gestern mit Verlusten gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Deutlich wurde dies insbesondere gegenüber dem EUR. Das EUR/JPY erreichte die 128,55-Marke. Ähnlich verhielt sich der JPY gegenüber dem GBP - das Paar rutschte bis auf 0,8960 ab.

Für heute könnte der Yen seinen Abwärtstrend gegenüber seinen Währungspaaren fortsetzen, während japanische Investoren kurzzeitige Gewinne am japanischen Aktienmarkt erreichen könnten.

Rohöl - Rohöl hat $50-Marke pro Barrel im Visier

Gestern stiegen die Rohölpreise um 1,6%, als der Dollar gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern verlor und den Anreiz für Rohstoffe stärkte. Darüber hinaus ergaben sich Kursgewinne für Rohöl, obwohl die US-Lagerbestände weiter steigen, nachdem sie erst in der vergangenen Woche einen neuen Rekordhöchststand erreichten. Das Barrel Rohöl kletterte um $1 auf $49,70, lag jedoch unter dem Hoch bei $52 pro Barrel der letzten Woche. Die Energie-Informations-Agentur EIA meldete, dass die Rohölvorräte in der Woche bis zum 17. April um 3,9 Mio. Barrel gestiegen waren, was eine Zunahme von sechs Wochen infolge verdeutlicht.

In den letzten vier Wochen hatten die US-Bürger durchschnittliche 18,5 Mio. Barrel an Mineralölerzeugnissen pro Tag verbraucht. Verglichen mit den Vorjahreszahlen bedeutet dies einen Rückgang von 6,5%, unabhängig vom dramatischen Sturz der Ölpreise, der sich nach dem Rekordpreis von über $147 pro Barrel im Monat Juli 2008 ergeben hatte. Sollte sich die Abnahme der Rohölnachfrage derzeit fortsetzen, wird dies den Druck auf die Ölpreise kurz- bzw.- mittelfristig erhöhen.

Technische News

EUR/USD

Aktuell bewegt sich der Preis dieses Paares im "überkauften" Bereich auf der Stunden-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtskorrektion hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Für heute könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich für GBP/USD fort. Sowohl RSI als auch Slow Stochastic der Stunden-Chart schwanken im neutralen Bereich. Ein neues Cross, Tendenz fallend, hat sich für den Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart herausgebildet, das eine rückläufige Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft vermuten lässt. Demnach sollten Anleger bei diesem Kurspaar vorerst einen Durchbruch abwarten.

USD/JPY

Dieses Paar hat seine Kursschwankungen schlussendlich überwunden und jüngst einen Abwärtstrend eingeschlagen. Dennoch bewegt sich der Preis aktuell im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung ist nicht unwahrscheinlich. Auch hier könnte es heute eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF

Das Abwärtsmomentum, das sich für dieses Paar seit dem Durchbruch seiner Handelsspanne auf der Tages-Chart eingestellt hat, setzt sich fort. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend, während die Stunden-Chart ebenfalls negativ geneigt ist. Verkaufen könnte die richtige Strategie für heute lauten.

Die Wild-Card

Silber

Allem Anschein nach ist das zinsbullische Momentum nach wie vor von Bedeutung und der Aufwärtstrend des Rohstoffs Silber trägt voraussichtlich weiteres Potenzial in sich. Die zinsbullische Korrektion, die vor vier Tagen stattgefunden hat, scheint größeren Einfluss zu nehmen als alle Oszillatoren der Tages-Chart. Die Stunden-Chart weist ein sich fortsetzendes zinsbullisches Momentum aus. Forex -Anlegern könnte sich eine exzellente Handelsgelegenheit bieten, sich dieser Aufwärtsbewegung zu einem sehr frühen Zeitpunkt und bei einem äußerst günstigen Einstiegspreis anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 19:54 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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