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Monday, 28 Jun 2010
Start in eine neue Non-Farm Payroll-Woche in den USA
Nach einer eher ruhigen Handelswoche erwarten die Marktteilnehmer für den heutigen Montag einen volatilen Handel. In der Woche zum 25. Juni hatten schwache Immobiliendaten die US-Währung belastet. Der Abwärtstendenz des Dollar könnte bereits in den kommenden Tagen ein Ende gesetzt werden. Händler sollten die Märkte im Vorfeld der am Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden US-Arbeitsmarktdaten NFP gut im Auge behalten. Aufmerksamkeit ist bereits am Mittwoch gefragt. Zur Wochenmitte wird die ADP-Prognose zum Arbeitsmarktbericht ausgegeben. Kann der US-Dollar die Kursverluste der letzten Woch ausgleichen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.2475 | 1.5140 | 90.40 | 1.1025 | 0.8845 | 0.8315 |
| 1.2440 | 1.5110 | 90.10 | 1.0990 | 0.8815 | 0.8280 | |
| 1.2410 | 1.5080 | 89.75 | 1.0960 | 0.8785 | 0.8250 | |
| Support | 1.2340 | 1.5010 | 89.10 | 1.0890 | 0.8720 | 0.8190 |
| 1.2310 | 1.4975 | 88.80 | 1.0860 | 0.8690 | 0.8160 | |
| 1.2275 | 1.4940 | 88.50 | 1.0825 | 0.8655 | 0.8125 |
Wirtschafts News
USD - Dollar fällt aufgrund gedämpftem Erholungstempo
In der vergangenen Handelswoche wertete der US-Dollar gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab. Dabei verlor die US-Währung nahezu 400 Punkte gegen das Pfund Sterling sowie 200 Punkte gegen den japanischen Yen.
Am Markt spekulierten die Teilnehmer darüber, dass die Erholung der Wirtschaftlage sich doch langsamer einstelle, als zuvor gedacht. Ausgelöst wurden die Mutmaßungen von enttäuschenden US-Konjunkturdaten. Beispielsweise gingen die US-Verkäufe bestehender Häuser um 2,2% von 5,79 Mio. im April auf 5,66 Mio. Einheiten im Mai zurück und lagen damit weit unter den Erwartungen von 6,17 Mio. verkauften Eigenheimen aus dem Bestand. Darüber hinaus fielen die US-Neubauverkäufe äußerst schwach aus. Hier ist die Zahl der US-Neubauverkäufe im Monat Mai auf 300.000 zurückgegangen. Damit stürzte das Ergebnis auf ein Rekordtief. Experten hatten bis zu 450.000 verkaufte Einheiten erwartet. Im Vormonatsvergleich wurde damit ein Rückgang um 32,7% gemessen.
Ferner setzten sich die enttäuschenden Konjunkturdaten mit dem Auftragseingang langlebiger Wirtschaftsgüter in den USA fort. Dieser war im Mai ebenfalls gesunken. Die Orders sanken im Vormonatsvergleich um 1,1% auf $192,01 Mrd. Dies war der erste Rückgang des Auftragseingangs innerhalb der letzten 6 Monate. Entsprechend ergaben sich für den US-Dollar nach einer von Aufwärtstendenzen geprägten Phase von nahezu 2 Monaten, Kurskorrekturen nach unten.
In dieser Woche stehen wieder einige wichtige Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft auf der Agenda. Als wichtigster Indikator, der den größten Einfluss auf die Märkte nehmen könnte, gelten dabei die für Freitag erwarteten NFP-Arbeitsmarktdaten. Der NFP-Bericht wird unter Experten als äußerst zuverlässige Wirtschaftsstatistik eingestuft, der aufgrund ihrer Genauigkeit, die grösste Aufmerksamkeit zuteil wird. Analysten gehen für Juni von einem Anstieg der Arbeitslosigkeit in den USA aus. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, könnte dies den USD zusätzlich schwächen.
EUR - Schwache Konjunkturdaten aus der Eurozonen belasten Euro
Auch der Euro verzeichnete in der letzten Handelswoche überwiegend Verluste gegenüber den Hauptwährungen. Zum US-Dollar konnten zwischenzeitlich Aufwärtstendenzen beobachtet werden. Gegen Pfund Sterling und japanischen Yen musste die Gemeinschaftswährung jedoch herbe Verluste einstecken. Dabei wertete der EUR um 400 Punkte gegen den JPY ab - das Cross EUR/JPY fiel auf die Marke von 109,52.
Die starke Abwertung führten Händler auf abermals schwache Konjunkturdaten aus dem Euroraum zurück. Beispielsweise drehte die europäische Leistungsbilanz, die die Differenz zwischen Export und Import von Waren und Dienstleistungen misst, im April unerwartet ins Minus und wurde mit -5,1 Mrd. bekannt gegeben. Des Weiteren hat sich das belgische Geschäftsklima laut Belgischer Nationalbank (BNB) im Juni unerwartet verschlechtert. Der entsprechende Index fiel um 2,8 Punkte auf -7,7 Zähler, nachdem der Index im Vormonat bei -4,9 Zähler notierte. Weitere Enttäuschung lieferte der Auftragseingang in der Industrie der Eurozone, der sich im April deutlich schwächer entwickelt hat als von Experten erwartet. Laut Eurostat stiegen die Aufträge im Verarbeitenden Gewerbe im Vormonatsvergleich zwar um 0,9%, Volkswirte hatten jedoch einen Anstieg um 1,8% erwartet, nachdem der Ordereingang für März bei +5,1% lag.
Gegenwärtig gehen die Marktteilnehmer davon aus, dass sich die europäische Einheitswährung ohne solide Konjunkturdaten nicht stabilisieren kann.
In der anstehenden Woche sollten Händler ihr Augenmerk auf wichtige Indikatoren aus Deutschland richten: Die vorläufigen Zahlen zu Deutschlands Verbraucherpreisindex sowie deutsche Arbeitsmarktdaten stehen auf der Agenda. Liefert Deutschland als stärkste Wirtschaftsnation der Eurozone aussichtsreiche Zahlen, kann dies als Erholungszeichen gedeutet werden. Darüber hinaus wird eine Ansprache von EZB-Chef Trichet am Mittwoch erwartet. Trichet wird über die Geld- und Währungspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) sprechen. Marktbeobachter gehen zum Zeitpunkt seiner Ansprache von einer erhöhten Volatilität an den Märkten aus.
JPY - Yen klettert mit steigender Risikobereitschaft
Der japanische Yen wurde in der vergangenen Woche gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen fester gehandelt. Dabei verbuchte der JPY ein Plus von 200 Punkten gegen den USD. USD/JPY handelt aktuell um 89,30. Des Weiteren wertete der JPY gegen den EUR auf.
Händler verweisen auf enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und der Eurozone als Hauptursache für den Aufwärtstrend. Insbesondere die Immobilienbranche in den USA, die als einer der Katalysatoren der Finanzkrise gilt, lieferte in der vergangenen Woche äußerst schwache Zahlen. Händler befürchten, dass das gedämpfte Erholungstempo der Wirtschaft in den Vereinigten Staaten nun den konjunkturellen Aufschwung in die Ferne rückt. Insgesamt bleibt die ohnehin bereits geringe Risikobereitschaft am Markt niedrig, so dass Anleger sich wiederholt an Safe-Havens orientieren. Der Safe-Haven-Status des Yen behält also seine Gültigkeit am internationalen Markt. Entsprechend begannen Investoren in den letzten Handelstagen, auf Yen-Long-Positionen zu setzen. Als Ergebnis dessen kletterte der Kurs des Yen erneut in die Höhe.
Auch Japan veröffentlicht in der anstehenden Woche einige wichtige Indizes: Als wichtigster Indikator dabei gilt der für Mittwoch zur Veröffentlichung ausstehende Bericht zum Tankan Manufacturing Index. Dieser Indikator misst das Vertrauen japanischer Unternehmen in die wirtschaftliche Entwicklung in Japan. Experten erwarten, dass sich die Erwartungen der 1.200 befragten Firmen für die kommenden drei Monate verschlechtert haben. Sollte diese Prognose annähernd eintreten, wird der Yen seine Kursgewinne voraussichtlich nicht behaupten können.
Rohöl - Rohöl erreicht über $79-Marke pro Barrel
Für Rohöl verlief der Handel in der vergangenen Handelswoche äußert volatil. Gleich zu Wochenbeginn ergab sich ein heftiger Kursrutsch von 400 Punkten. Rohöl handelte entsprechend bei unter $76 pro Barrel. Am Freitag stiegen die internationalen Ölpreise jedoch sprunghaft an. Das Barrel kostet mittlerweile wieder mehr als $79.
Die deutlichen Kursgewinne am Freitag führen Händler unter anderem auf den Tropensturm Alex im Golf von Mexiko zurück. Aufgrund der Wetterverhältnisse mussten einige Ölplattformen evakuiert und die Förderung reduziert werden. Am Montagmorgen präsentierten sich die Ölpreise im asiatischen Handel kaum verändert zum Freitagsniveau. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI zur Auslieferung im August kostete $78,82. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent zur Auslieferung im August stieg auf $78,20.
Der Tropensturm Alex erreichte am Wochenende den Golf von Mexiko und führte zur Schließung von zwei der wichtigsten Öl-Ports in Mexiko. Darüber hinaus ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, der sich zum Teil direkt auf den Rohölhandel auswirkt.
Technische News
EUR/USD
Für dieses Paar könnten sich heute im Anschluss an die Aufwärtstendenzen der letzten Woche Kurskorrekturen nach unten ergeben. Auf der Stunden-Chart hat der RSI in den überkauften Bereich gedreht, während der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart abwärts kreuzt. Darüber hinaus ist das Abwärtskreuzen des MACD auf der Stunden-Chart nicht zu übersehen. Verkaufen könnte bei EUR/USD eine gute Entscheidung sein.
GBP/USD
Für GBP/USD könnte sich heute eine längst überfällige Kurskorrektur nach unten ergeben. Auf der Stunden- sowie 8-Stunden- und Tages-Chart hat sich der RSI im überkauften Bereich eingefunden. Darüber hinaus kreuzt der Slow Stochastic auf der 4-Stunden, 8-Stunden- und Tages-Chart deutlich nach unten. Gleiches ist für den MACD der Stunden-Chart zu beobachten. Verkaufen könnte bei GBP/USD heute ebenfalls von Vorteil sein.
USD/JPY
Möglicherweise ergeben sich für dieses Währungspaar heute Erholungstendenzen nach den jüngsten Kursverlusten. Auf der 4-Stunden-Chart ist das Aufwärtskreuzen des MACD eindeutig zu sehen. Gleiches gilt für den Slow Stochastic auf der 8-Stunden-Chart. Auf der 8-Stunden- und auf der Tages-Chart bewegt sich der RSI mittlerweile im überverkauften Bereich. Anleger könnten bei USD/JPY heute auf steigende Kurse setzen.
USD/CHF
Auf der 4- und 8-Stunden-Chart kann man ein Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic beobachten. Ähnlich verhält sich der MACD auf der Stunden-Chart. Auf der 2-, 4- und 8-Stunden-Chart sowie auf der Tages-Chart hat der RSI bereits in den überverkauften Bereich gedreht, während eine Überwindung der unteren Bollinger Bands auf der Tages-Chart offensichtlich ist und auf eine bevorstehende Aufwärtsbewegung deutet. Bei USD/CHF könnte es sich heute auszahlen, auf steigende Kurse zu setzen.
Die Wild-Card
AUD/NZD
Auf der 2-Stunden-Chart wird eine Überwindung der oberen Bollinger Bands offensichtlich. Der RSI der Stunden-Chart schwankt hier ebenfalls im überkauften Bereich. Darüber hinaus ist das Abwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart nicht zu übersehen. Forex -Anleger könnten bei AUD/NZD heute auf fallende Kurse setzen, um aus den aktuellen Tendenzen Profit schlagen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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