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Thursday, 23 Jun 2011

Steht der US Immobilienmarkt vor dem Aufschwung?

Die US Immobiliendaten übertrafen gestern alle Erwartungen als die Bundesaufsichtsbehörde für das Wohnungswesen, das Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO), einen Bericht veröffentlichte der auswies, dass Fannie Mae and Freddie Mac im vergangenen Monat einen Hypothekenanstieg um etwa 0,8% verzeichneten. Am Tag zuvor hatte die US-Immobilienmaklerlobby, die National Association of Realtors, bekannt gegeben, dass die Eigenheimverkäufe aus Bestand ebenfalls den Erwartungen entsprachen. Hier könnte sich möglicherweise abzeichnen, dass der US Immobilienmarkt vor einem Wendepunkt steht, falls sich die derzeitige Wachstumsentwicklung so fortsetzen sollte.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnoup
Wochentendenzupdowndowndownupno
Resistance1.45781.653580.960.85711.07660.9122
1.44781.633380.590.84791.06810.9016
1.44141.620180.430.84331.06280.8972
Support1.43141.599980.060.83411.05430.8865
1.42771.592879.850.82941.05110.8802
1.41761.572579.480.82011.04260.8695

Wirtschafts News

USD - Dollar handelte flach nachdem die US Notenbank den Leitzinssatz unverändert beließ

Der US Dollar verzeichnete gestern einen relativ schwachen Handel als Händler sich nach riskanteren Anlagen umsahen, nachdem die US Notenbank ihr Leitzins-Statement veröffentlicht hatte, ohne dabei allerdings Hinweise auf zukünftige Konjunkturimpulse oder Verschärfung der Geldmarktpolitik zu geben. Die EUR/USD-Paarung bewegte sich gestern folgerichtig um den Unterstützungswert von 1,4450. Analysten erwarten, dass der USD Kurs weiter sinken könnte, da die Leitzinsunterschiede zwischen den USA und Europa wieder in den Vordergrund des Interesses treten.

Auf ein anderes Thema übergehend, die US Immobiliendaten übertrafen gestern alle Erwartungen als die Bundesaufsichtsbehörde für das Wohnungswesen, das Office of Federal Housing Enterprise Oversight (OFHEO), einen Bericht veröffentlichte der auswies, dass Fannie Mae and Freddie Mac im vergangenen Monat einen Hypothekenanstieg um etwa 0,8% verzeichneten. Am Tag zuvor hatte die US-Immobilienmaklerlobby, die National Association of Realtors, bekannt gegeben, dass die Eigenheimverkäufe aus Bestand ebenfalls den Erwartungen entsprachen. Hier könnte sich möglicherweise abzeichnen, dass der US Immobilienmarkt vor einem Wendepunkt steht, falls sich die derzeitige Wachstumsentwicklung so fortsetzen sollte.

Da heute wieder viele bedeutsame Wirtschaftspublikationen erwartet werden, können sich Händler auf gesteigerte Volatilität einstellen. Am wichtigsten dürften wohl die weiteren Wohnungsmarktinformationen sein, die dazu beitragen könnten, dass sich der Trend der letzten beiden Tage weiter verstärkt. Weitere Veröffentlichungen sind heute Nachmittag der Bericht über Arbeitslosenunterstützung, sowie der Bericht über die Erdgas-Lagerbestände, Angesichts der jüngsten Ergebnisse scheint es, als würden viele Händler Short-Positionen beim Dollar bevorzugen.

EUR - Euro-Händler bewerten die Situation in Griechenland

Nach dem gestrigen Leitzins-Statement der US Notenbank verzeichnete der Euro unterschiedliche Ergebnisse zu den anderen Währungen. Obwohl der recht zahme Bericht den Schluss zuließ, dass der niedrige US Leitzinssatz noch für geraume Zeit Bestand haben wird zeigten sich Händler mehr besorgt darüber, dass die griechische Wirtschaft komplett zusammenbrechen könnte, während das Land sich noch nach Kräften bemüht sich eine weitere Tranche aus dem Rettungspaket zu sichern. Die Vertrauensfrage der griechischen Regierung vor dem Parlament mag zwar nur ein weiteres Kapitel in der griechischen Tragödie gewesen sein, allerdings könnte sich das in den kommenden Wochen als ausschlaggebend erweisen.

Dieweil die graue Schuldenwolke immer noch über der Eurozone hängt sind die höhere Erträge erzielenden Anlagen wie das GBP und der EUR in der Lage Kursgewinne zu verzeichnen, während Händler zwischen Schuldenbedenken und unterschiedlichen Leitzinssätzen hin und her gerissen sind. Die Zunahme der Risikofreudigkeit mag dazu beigetragen haben, dass Händler das letztere als richtungweisende Meßlatte erkoren.

Am heutigen Donnerstag scheinen dem Euro wieder unterschiedliche Ergebnisse zu den anderen Haupt-Währungen bevorzustehen, allerdings mit leichter Aufwärtstendenz. In der Eurozone werden heute eine ganze Reihe unterschiedlicher Wirtschaftspublikationen veröffentlicht. Händler sollten hier besonders auf die verschiedenen Berichte zu Fertigung und Dienstleistungen aus Frankreich, Deutschland und der Gesamtregion achten. Die Daten dürften Aufschluss darüber geben wie die Region im zweiten Quartal abschneiden wird.

AUD - AUD handelt im Plus nachdem der griechische Ministerpräsident die Vertrauensfrage für sich entscheiden konnte

Der australische Dollar handelte gestern zu den meisten anderen Währungen im Plus, nachdem aufgrund der jüngsten Nachrichten viele Händler sich wieder riskanteren Anlagen zuwandten. Der AUD erwies sich in den vergangenen Monaten als Leistungsträger, wobei Händler aufgrund der gestiegenen chinesischen Nachfrage für australische Rohmaterialien auf einen immer stärker werdenden AUD setzten.

Zum jüngsten Aufschwung des AUD trug auch die Vertrauensfrage der griechischen Regierung am Dienstagabend bei. Die Nachricht, dass die Eurozone schon bald in der Lage sein wird der Schuldenkrise auf effektivere Weise zu begegnen, ließ die höhere Erträge erzielenden Anlagen an Boden gewinnen, wobei der AUD ganz vorne rangierte. Hinwendungen zu riskanteren Währungen scheinen Volkswirtschaften mit hoher Wachstumsrate, wie Australien, China und Indien zu favorisieren. Die heute Morgen erfolgte Veröffentlichung des führenden Indexes des Australian Conference Board's (CB) dürfte Händlern eine neuerliche Portion guter Nachrichten verpassen, was den Kurs des AUD noch weiter in die Höhe treiben könnte.

Rohöl - Der Rohölpreis findet Unterstützung bei $ 92,50 pro Barrel

Nachdem sich die Stimmungslage offenbar zugunsten riskanterer Anlagen und Rohstoffe gewandelt hatte stieg der Rohölpreis leicht an und fand Unterstützung nahe dem Wert von $ 92,50 pro Barrel. Die unterschiedlichen Leitzinssätze sind wieder ins Spiel gekommen, und das führte bislang dazu, dass mehrere Großinvestoren und Analysten eine neuerliche Hinwendung zum EUR und zu physischen Anlagewerten anstelle des USD in Erwägung zogen.

Während Investoren das Risiko suchten stieg der Rohölpreis, der die ganze Woche über gesunken war, auf ein neues Wochen-Hoch von $ 93,45 pro Barrel. Der plötzliche Kursrückgang des Dollar aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage in dieser Woche ließ viele Investoren sich nur zögerlich wieder Anlagen wie dem Rohöl zuwenden. Sollte sich die Stimmung beim Rohöl die Woche über halten, könnte der Rohölpreis weiterhin einen Aufschwung verzeichnen und bis Freitag sogar wieder bis auf $ 95 pro Barrel ansteigen.

Technische News

EUR/USD

Die Tatsache, dass diese Paarung die vergangene Woche nicht unterhalb dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt beenden konnte, sollte Euro-Verkäufe nicht entmutigen. Der spät in der Woche einsetzende Aufschwung konnte allerdings nicht über den 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt ansteigen, was auch daran lag, dass einige Händler den Euro verkauften. Der Slow Stochastic sowohl auf dem Monats- als auch auf dem Wochen-Chart ist rückläufig und deutet auf mögliche weitere Abwärtsbewegung hin. Unterstützung findet sich bei 1,4075, gefolgt vom Mai-Tief von 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt könnte ein wahrscheinliches Ziel sein, und darunter liegt die steigende Trendlinie vom Tief im Mai 2010, welches diese Woche bei 1,3610 liegt. Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,4340, gefolgt von 1,4500 und dem Hoch von Anfang Juni bei 1,4690.

GBP/USD

Diese Paarung steht kurz davor den Kreuzwiderstand zu überwinden, der heute bei 1,6120 liegt. Ein Durchbruch dieses Werts und eine maßvolle Bewegung der Chart-Muster könnte die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5370 sinken lassen. Das möglichste Ziel auf den Charts ist das Dezember-Tief von 1,5350. Auf dem Weg nach unten könnte die Paarung Unterstützung beim Mai-Tief von 1,6050 und dem März-Tief von 1,5940 finden. Andererseits könnte die Paarung Widerstand beim Hoch der vergangenen Woche von 1,6440 finden, wie auch dem Hoch vom Mai bei 1,6550.

USD/JPY

Diese Paarung konnte oberhalb 81 Yen keinen Brückenkopf bilden und sinkt weiter. Dieser Wert dient als ursprünglicher Widerstand gefolgt vom Hoch am 31. Mai bei 81,75, sowie von 82,20 und 82,57. Ein Absinken des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit hin. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 79,50, gefolgt vom Rekordtief von 76,11.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung stieg auf den Mai-Unterstützungswert, der sich in den Widerstandswert von 0,8550 gewandelt hat. Dieses Phänomen findet sich öfter bei technischen Analysen. Ein Durchbruch darüber könnte auf den 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt treffen, der mit der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8640 übereinstimmt. Das dürfte Händlern einen guten Wert bieten, bei dem sie bei einem langfristigen Abwärtstrend eine Short-Position beziehen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Tief von Mitte Mai bei 0,8750 und dem Mai-Hoch von 0,8950. Andererseits könnte sich das Rekordtief von 0,8325 als unterstützend erweisen.

Die Wild-Card

Gold

Gestern versuchte der Goldpreis über den Unterstützungswert von $ 1.553 pro Feinunze anzusteigen, konnte jedoch die Zugewinne nicht halten und fiel dann wieder auf den Eröffnungspreis des Tages zurück. Die gestrige Zusage der US Notenbank den Leitzinssatz noch für eine längere Zeit auf dem außerordentlich niedrigen Stand zu belassen könnte dem Rohstoff möglicherweise weiteres Preisanstiegspotential verleihen. Forex-Händler sollten darauf achten, ob der Goldpreis den kurzzeitigen Widerstands durchbrechen kann und sich am Rekordhoch von $ 1.576 pro Feinunze versucht. Unterstützung für den Goldpreis findet sich bei der steigenden Trendlinie des Tiefs von Ende Januar, das heute bei $ 1.528 liegt, gefolgt von einem weiteren Unterstützungswert von $ 1.5150. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 19:55 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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