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Thursday, 26 Nov 2009
Steigende Aktienkurse erhöhen Risikobereitschaft der Händler
Angesichts der steigenden globalen Aktienkurse am gestrigen Handelstag, wertete der USD gegen andere Hauptwährungen ab. Dies veranlasste die Händler wiederum, in Währungen und Rohstoffe anzulegen, die höhere Erträge abwerfen und dazu, sich vom USD abzuwenden. Der jüngst entstandene Marktoptimismus drückt den Dollar-Kurs weiter nach unten. USD-Abwärtstendenzen könnten auch heute wieder beobachtet werden.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.5175 | 1.6760 | 87.45 | 1.0030 | 0.9315 | 0.9130 |
| 1.5155 | 1.6740 | 87.25 | 1.0010 | 0.9295 | 0.9110 | |
| 1.5135 | 1.6710 | 86.95 | 0.9980 | 0.9265 | 0.9080 | |
| Support | 1.5075 | 1.6650 | 86.35 | 0.9920 | 0.9205 | 0.9020 |
| 1.5045 | 1.6620 | 86.05 | 0.9890 | 0.9175 | 0.8990 | |
| 1.5025 | 1.6600 | 85.75 | 0.9870 | 0.9155 | 0.8970 |
Wirtschafts News
USD - US-Dollar fällt auf 15-monatiges Tief
Der US-Dollar fiel im gestrigen Handel auf ein neues 15-monatiges Tief gegenüber den Hauptgegenwährungen. Überwiegend positive US-Wirtschaftsdaten sowie steigende Aktienkurse verringerten die Attraktivität des Dollars als Safe-Haven-Währung. Bis Handelsschluss rutschte der USD zum JPY um 1,4% bis auf 87,35 ab und markierte hier den niedrigsten Stand seit Januar. Auch zum EUR ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Hier notierte der USD bei 1,5130.
Gestern veröffentlichte Konjunkturdaten deuten im US-Arbeitsmarkt auf Stabilisierung und positive Tendenzen im Konsum- und Immobiliensektor. Die erhöhte Risikobereitschaft unter den Marktteilnehmern spiegelte sich im Handel gewinnträchtiger Währungen, wie beispielsweise dem Australischen Dollar wider, der deutlich aufwertete. Nach wie vor belasten die Protokolle des letzten Treffens des US-Offenmarktausschusses am Dienstag den USD, in denen der Kursabfall des Dollars als „planmäßig“ bewertet wurde. Wahrscheinlich bleibt es, dass die US-Notenbank ihre Niedrigzinspolitik weit bis in das Jahr 2010 aufrecht erhalten wird.
Heute bleibt es in den USA überwiegend ruhig. Aufgrund des US-Feiertags „Thanksgiving“ werden keine US-Fundamentaldaten veröffentlicht. Das Gegenteil gilt für die Eurozone und Japan. Hier steht jeweils eine Reihe wichtiger Indikatoren auf der Agenda. Dementsprechend erwartet die Marktteilnehmer ein Handelstag mit geringer Liquidität bei erhöhter Volatilität. Tageshändler könnten ihren Vorteil aus den kommenden intensiven Handelstagen mit außergewöhnlich hohen Kursschwankungen ziehen.
EUR - EUR schließt aufgrund steigender Aktienmärkte fester
Der EUR verzeichnete gestern einen zinsbullischen Handelstag mit Kursgewinnen gegenüber einem Großteil der Währungsgegner. Die Währung der 16 Nationen setzte ihren Aufwärtstrend gegen den USD gestern fort. Angesichts eines umfassenden USD-Verkaufs zu Handelsschluss notierte der EUR hier bei über 1,5130. Gegen den GBP schloss die europäische Gemeinschaftswährung mit plus 60 Punkten bei 0,9060.
Der EUR stand am gestrigen Handelstag wiederholt unter dem Einfluss der steigenden globalen Aktienmärkte sowie des bärischen US-Dollar. Der deutliche Kursanstieg von US-Aktien veranlasste die Investoren im Mittwochshandel, sich an Titeln mit Rohstoffbezug sowie gewinnträchtigen Positionen zu orientieren und wieder vermehrt in EUR anzulegen.
Die konjunkturelle Stimmung in der Eurozone hat sich in den letzten Wochen aufgrund positiver Konjunkturdaten stark verbessert. Für den EUR werden trotz Volatilität der Nicht-EUR-Crosse erste Anzeichen von Stabilität deutlich. Für EUR-Anleger ist es momentan von größter Bedeutung, die Zeichen der Indizes aus den USA, Japan und weiteren wichtigen Wirtschaftsnationen richtig zu deuten, um ihre Investitionen korrekt zu tätigen.
Als wichtigster Indikator der Eurozone heute gelten Deutschlands vorläufige Verbraucherpreise für November. Experten erwarten leicht rückläufige Zahlen im Vergleich zur Vormessung. Anleger sollten hier aufmerksam bleiben. Übertreffen die Ergebnisse die Erwartungen, könnte dies dem EUR im heutigen Handel Aufschwung verleihen.
JPY - Yen zieht gegen Hauptwährungen an
Der japanische Yen verzeichnete gestern einen Kursanstieg gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen und bewies damit, dass Japans Währung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Dabei weitete der Yen seinen Aufwärtstrend gegen den US-Dollar auf 87,25 am Mittwoch aus. Gegen den GBP wurden ebenfalls zinsbullische JPY-Tendenzen deutlich. Japans Yen schloss hier bei 145,80.
Ein erneuter Kursanstieg könnte sich bereits ergeben, sobald die übrigen Wirtschaftsnationen beginnen werden, ihre Leitzinssätze zur Abwendung von Inflation wieder anzuheben. Dies könnte sich jedoch verheerend auf die japanische Wirtschaft auswirken, indem sich Japans Export im Vergleich zu ausländischen Ausfuhren verteuert. Im vergangenen Jahr wurde ein JPY-Kursanstieg von 14% zum US-Dollar beobachtet, der die exportabhängigen japanischen Unternehmensgewinne im Ausland deutlich minderte.
Rohöl - Rohöl steigt aufgrund USD-Schwäche
Bereits zum frühen Morgenhandel ergaben sich für Rohöl Kursgewinne, nachdem der US-amerikanische Dollar gestern ein neues 15-monatiges Tief gegen den EUR erreichte. Laut US-Energiebehörde EIA ist die US-Nachfrage nach Öl zur zweiten Woche in Folge gestiegen. Insgesamt zogen die Ölpreise um 2,6% an, seitdem der USD, angesichts jüngster Anmerkungen der US-Notenbank Fed, nach denen die aktuelle USD-Schwäche zunächst toleriert werde, nachgibt.
Die Hoffnung, dass der Ölbedarf wieder steigt, sobald die Rezession ihren Tiefstand erreicht, trieb die Preise weiter an. Händler richten ihr Augenmerk derzeit verstärkt auf die globalen Aktienmärkte. Voraussichtlich wird sich der zinsbullische Trend für Rohöl auch in der kommenden Woche fortsetzen und somit die wirtschaftliche Erholung in den führenden Wirtschaftsnationen stützen.
Technische News
EUR/USD
In den letzten Handelstagen zeigte sich dieses Währungspaar äußerst zinsbullisch. Die technischen Indikatoren deuten jedoch auf eine baldige Korrektur hin. Der RSI der 4-Stunden-Chart lässt erkennen, dass EUR/USD inzwischen in den „überkauften“ Bereich dreht. Demnach ist hier eine rückläufige Ausrichtung jederzeit möglich. Verkaufen könnte heute die richtige Strategie sein.
GBP/USD
Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Sollte GBP/USD die 1,6700-Marke überwinden, kann eine rückläufige Kurskorrektur in nächster Zukunft erwartet werden. Verkaufen ist heute möglicherweise eine sichere Strategie.
USD/JPY
In den letzten Handelstagen ergaben sich für USD/JPY äußerst rückläufige Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch darauf schließen, dass sich schon bald eine Trendwende einstellen könnte. Beispielsweise verdeutlicht der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart einen sich ankündigenden zinsbullischen Umschwung. Ein heutiger Aufwärtstrend wird ebenfalls vom RSI der Tages-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.
USD/CHF
Die Tages-Chart gibt für USD/CHF gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur einsetzt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte heute die richtige Entscheidung sein.
Die Wild-Card
Gold
Angesichts der stark zinsbullischen Bewegungen in den letzten Handelstagen, könnte sich laut technischer Analyse in Kürze eine Kurskorrektur für den Gold ergeben. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich der Rohstoff seit einiger Zeit im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier von einer rückläufigen Trendwende auszugehen. Forex -Anlegern empfiehlt es sich möglicherweise, heute auf fallende Kurse setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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