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Thursday, 14 Apr 2011
Steigende Risikofreudigkeit sorgt für wechselnde Volatilität an den Devisenmärkten
Die grundlegenden Daten der Eurozone weisen in letzter Zeit auf zunehmende Wirtschaftsschwäche in der Region hin, während die weltweite Industrieproduktion, aufgrund der nuklearen Krise in Japan und steigender Ölpreise, anfängt nachzugeben. Geldpolitische Angleichungen bewirken, dass viele Währungen sehr viel volatiler handeln, als das jüngst der Fall war. Das britische Pfund Sterling verzeichnete erhebliche Kursschwankungen, und das Hin und Her bei den Carry Trades machte den Handel mit dem Schweizer Franken, dem japanischen Yen und sogar dem US Dollar ziemlich unberechenbar.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4672 | 1.6415 | 85.36 | 0.9086 | 1.0712 | 0.8996 |
| 1.4565 | 1.6343 | 84.60 | 0.9023 | 1.0601 | 0.8943 | |
| 1.4504 | 1.6304 | 84.20 | 0.8993 | 1.0554 | 0.8910 | |
| Support | 1.4397 | 1.6232 | 83.44 | 0.8930 | 1.0444 | 0.8858 |
| 1.4351 | 1.6198 | 83.09 | 0.8897 | 1.0380 | 0.8837 | |
| 1.4244 | 1.6125 | 82.33 | 0.8835 | 1.0270 | 0.8785 |
Wirtschafts News
USD - Einzelhandelverkaufsdaten unterstützen USD
Der US Dollar machte gestern an Boden gut, als positive Einzelhandelverkaufsdaten und schwache grundlegenden Daten aus Europa Investoren in die Arme des Dollar trieben. Die mehr volatilen Daten der allgemeinen Einzelhandelsumsätze, einschließlich Automobile; zeigten einen Anstieg um nur 0,4%, wohingegen die Kernrate ein Wachstum von 0,8% aufzeigte. Die Einzelhandelverkaufsdaten wurden vom besser als erwarteten Warenbestandsbericht unterstützt, der eine Zunahme um lediglich 0,5% aufwies.
Der Einfluss dieser Daten zeigte sich fast augenblicklich bei den USD-Paarungen, da der Dollar Kursanstiege zu einer Reihe seiner Währungsrivalen notieren konnte. Der Bericht über die Einzelhandelsverkäufe misst die Verbraucherausgaben und ermöglicht Investoren ein frühzeitiges Einschätzen des Verbrauchervertrauens. Folglich hat er einen schnell sichtbaren Einfluss auf die Dollar-Paarungen, und gestern bildete da keine Ausnahme.
Diese Verkaufsdaten in Verbindung mit den Daten der Industrieproduktion für Europa, die ein langsameres Wachstum als erwartet aufwiesen, sorgten für einen Rückgang der EUR/USD-Paarung nach den Kursgewinnen vom Dienstag. Händler sollten sich auf einen weiteren Rückgang bei dieser Paarung einrichten, da die Grundlagen sich mehr und mehr zum Dollar neigen. Nach den Daten des US Erzeugerpreisindexes besteht die Möglichkeit, dass bei gleich bleibendem inflationärem Wachstum sich der jüngste Trend an den Märkten fortsetzen könnte.
EUR - Enttäuschende Industrieproduktionsdaten lassen EUR-Kurs sinken
Der Euro verzeichnete gestern einen Kursrückgang, nachdem der Bericht über europäische Industrieproduktion nicht den Erwartungen entsprach. Die EUR/USD-Paarung fiel vom Widerstandswert von 1,45 ab und handelt derzeit nahe dem Wert von 1,4440. Es liegen kaum technische Informationen vor, die auf eine Kursbewegung schließen ließen, jedoch scheinen sich die Grundlagen zugunsten des Dollar zu neigen.
Die grundlegenden Daten der Eurozone weisen in letzter Zeit auf zunehmende Wirtschaftsschwäche in der Region hin, während die weltweite Industrieproduktion, aufgrund der nuklearen Krise in Japan und steigender Ölpreise, anfängt nachzugeben. Geldpolitische Angleichungen bewirken, dass viele Währungen sehr viel volatiler handeln, als das jüngst der Fall war. Das britische Pfund Sterling verzeichnete erhebliche Kursschwankungen, und das Hin und Her bei den Carry Trades machte den Handel mit dem Schweizer Franken, dem japanischen Yen und sogar dem US Dollar ziemlich unberechenbar.
Die Eurozone wird heute größtenteils vom Wirtschaftskalender abwesend sein, während sich die meisten Wirtschaftsnachrichten um die amerikanischen Inflationszahlen und Arbeitslosendaten sowie den kanadischen Fertigungssektor drehen. Im Vorfeld zu dem G20-Gipfel am Wochenende und dem Treffen des IWF findet heute die Tagung der G7-Staaten statt. Das Thema wird die jüngste weltweite wirtschaftliche Entwicklung sein, mit besonderem Augenmerk auf die nukleare Krise in Japan. Als Folge dieser Treffen werden die Haupt-Währungen voraussichtlich heftige Volatilität verzeichnen.
JPY - Erneute Risikofreudigkeit lässt japanischen Yen auf Widerstand stoßen
Dem Gerede in dieser Woche über Risikovermeidung wurde gestern ein Ende gesetzt, als die amerikanischen Einzelhandelverkaufsdaten auf wachsenden Verbraucher-Optimismus hinwiesen, gestiegene Rohöllagerbestände Widerstand für überkauftes Rohöl signalisierten und die britische Arbeitslosenquote unerwarteterweise um 0,2% sank. Das wirkte sich so aus, als würde den Safe-Hafen-Anlagen, wie den japanischen Yen, der Boden unter den Füßen weggezogen.
Der Yen verzeichnete seit gestern Kursrückgänge zu den meisten seiner Währungsrivalen. Die USD/JPY-Paarung stieg von 83,47 gestern Nachmittag auf 83,93 heute Morgen. Zum britischen Pfund Sterling konnten Händler einen Nivellierungs-Effekt beobachten, als die Paarung sich um den Wert von 136,40 konsolidierte. Da es sich beim heutigen Wirtschaftskalender hauptsächlich um amerikanische Wirtschaftsnachrichten handelt, dürften beim Yen keine großen Änderungen zu erwarten sein, es sei denn, es werden weitere positive Daten aus der US Wirtschaft veröffentlicht. In diesem Fall dürften Händler eine neuerliche Zunahme der Risikofreudigkeit erleben, da sich Investoren höhere Erträge erzielenden Währungen zuwenden werden.
Rohöl - Unerwartete Zunahme bei den Lagerbeständen lässt Rohölpreis ansteigen
Nachdem er seit Dienstag um fast 3,3% gesunken war, scheint der Rohölpreis etwas Unterstützung erfahren zu haben, obwohl Händler sich wegen des steigenden Ölpreises besorgt zeigen. Die US Rohöllagerbestände stiegen vergangene Woche um 1,6 Mio. Barrel und übertrafen damit bei weitem die Erwartungen für einen Anstieg von nur 0,9 Mio. Barrel.
Der Rohölpreis stieg innerhalb von 24 Stunden von $ 105,20 auf $ 107,00 pro Barrel. Technische Käufer scheinen Käufe bei $ 105,30 in Erwägung gezogen zu haben, was, wenn auch nur schwach, den Rohstoffpreis wieder in eine Aufwärtsposition versetzte. Da heute viele Nachrichten aus der amerikanischen Wirtschaft erwartet werden, könnte der Ölpreis erhebliche Volatilität erfahren, während Händler anfangen den Einfluss von Kursschwankungen beim US Dollar zu bemessen.
Technische News
EUR/USD
Diese Paarung versucht sich weiterhin am kurzzeitigen Widerstandswert von 1,4520. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt sich rückläufig, was auf einen bevorstehenden Abschwung hindeutet. Der Unterstützungswert von 1,4245 könnte ein guter Einstiegswert sein, da er mit der steigenden Trendlinie von dem Januar-Tief und dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Eine zinsbullische Strategie besteht nach wie vor mit der Zielsetzung von 1,4850.
GBP/USD
Nachdem ein Durchbruch des Wertes von 1,6425 nicht erfolgte fand eine leichte Konsolidierung statt. Jedoch weist der ansteigende Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart auf einen eventuellen Durchbruch dieses Werts hin. Wie zuvor schon geschehen, steigt die Paarung wenn sie auf die Trendlinie des Hochs von 2007 zurückgeführt wurde. Dieser Wert könnte das Wochen-Tief sein. Der nächste Widerstand findet sich bei 1,6460, gefolgt von 1,6880. Weiterführend dürfte sich die Zielsetzung dem Hoch von 2009 bei 1,7040 annähern, einem Wert der mit dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt.
USD/JPY
Diese Paarung verfehlte den Durchbruch des Werts von 85,50, einem Kurs der mit der Trendlinie von dem Hoch in 2007 übereinstimmt. Vergangene Nacht fand die Paarung Widerstand beim März-Hoch von 83,30. Ein Schluss unterhalb dieses Werts auf dem Wochen-Chart könnte eine Bewegung unter den Wert von 81,00 vorbereiten und gegebenenfalls bis auf 76,60 abfallen. Andererseits könnte ein Durchbruch zum Wert von 85,50 einen weiteren Anstieg bis zum Wert von 88 zu Folge haben.
USD/CHF
Nachdem es der Paarung nicht gelungen war überhalb dem 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt zu schließen hat wieder ein Abwärtstrend eingesetzt. Das 14-Tage-Momentum fällt kräftig ab, und die Paarung dürfte sich wohl am Rekord-Tief vom März bei 0,8904 versuchen.
Die Wild-Card
Silber
Nachdem der Preis am Montag von $ 42 pro Feinunze abgesunken ist zeigt ein Candlestick-Pattern eine Umkehr, die auf einen Anstieg bei diesem Rohstoffpreis hindeutet. Die gestrige Docht-lose Kerze zeigt, dass das Momentum aufwärts umgeschwungen ist. Forex -Händler sollten sich darauf einstellen, dass der Preis von $ 42 pro Feinunze erneut getestet werden könnte.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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