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Wednesday, 20 Apr 2011

Tauziehen um die Schuldenlage verursacht Unsicherheit an den Märkten

Der heutige Bericht über die US Eigenheimverkäufe aus Bestand dürfte kaum dazu beitragen dem USD, nach dem gestrigen Rückgang zum Euro, wieder nach vorne zu bringen, da auch Risikovermeidung wieder Einzug zu halten scheint, was den Dollar begünstigt. Die Sorgen über die Schuldenlage in beiden Regionen bewegt Investoren dazu Safe-Hafen-Anlagen zu bevorzugen, gegenüber höhere Erträge erzielenden Anlagewerten. Händler sollten sich heute auf einen Handel nach dem Geben-und-Nehmen-Prinzip einstellen, da viele Schwierigkeiten haben dürften die Marktrichtung abzuwägen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupupupup
Wochentendenzdowndowndowndownnodown
Resistance1.44701.642083.700.90601.06600.8885
1.44501.640083.500.90401.06400.8865
1.44201.637083.200.90101.06100.8835
Support1.43601.631082.600.89501.05500.8775
1.43301.628082.300.89201.05200.8745
1.43101.626082.100.89001.05000.8725

Wirtschafts News

USD - Ungeachtet der Bedenken über die Schuldenlage notiert der Dollar rückläufig zum Euro

Die kurzzeitige Aufwärtsbewegung des US Dollar scheint gestern auf Widerstand gestoßen zu sein. Die EUR/USD-Paarung sank bis Dienstagmittag auf 1,4310, da Risikovermeidung in den weltweiten Wirtschaften eigentlich für Wachstum beim USD und JPY sorgen sollte. Jedoch verursachten Berichte aus Europa, die positives Wachstum auf dem Fertigungssektor aufweisen, dass die Aufwärtsbewegung des Dollar gestoppt wurde und die EUR/USD-Paarung den Handel bei 1,4380 schloss.

Die an den Märkten vorherrschende Risikovermeidung sorgte gestern Morgen ursprünglich für einen Kursanstieg beim USD. Zum Börsenschluss verhielt sich der Dollar jedoch wieder rückläufig, wohingegen andere Safe-Hafen-Währungen, wie der Schweizer Franken und der japanische Yen, weiterhin Kursanstiege verzeichneten. Technischer Druck scheint auch auf dem Dollar zu lasten, da viele Investoren dem jüngsten Abwärtstrend zusätzliches Momentum verliehen haben.

Der heutige Bericht über die US Eigenheimverkäufe aus Bestand dürfte kaum dazu beitragen dem USD, nach dem gestrigen Rückgang zum Euro, wieder nach vorne zu bringen, da auch Risikovermeidung wieder Einzug zu halten scheint, was den Dollar begünstigt. Die Sorgen über die Schuldenlage in beiden Regionen bewegt Investoren dazu Safe-Hafen-Anlagen zu bevorzugen, gegenüber höhere Erträge erzielenden Anlagewerten. Händler sollten sich heute auf einen Handel nach dem Geben-und-Nehmen-Prinzip einstellen, da viele Schwierigkeiten haben dürften die Marktrichtung abzuwägen.

EUR - Trotz der Sorgen über die Schuldenlage in Griechenland notiert der EUR zinsbullisch

Trotz der wahrscheinlich bevorstehenden Umschuldung Griechenlands verzeichnete der Euro Kursanstiege zu seinen Währungsrivalen. Die gestrigen Fertigungsdaten aus Frankreich, Deutschland und der weiteren Region lagen erheblich über den Prognosen, was Marktbeobachter optimistisch stimmte.

Angesichts dieser positiven Daten stieg der EUR zum britischen Pfund (GBP) bis auf 0,8916 und setzte sich heute Morgen bei 0,8906. Zum US Dollar notierte der Euro heute Morgen bei 1,4380. Auch was die Inflation betrifft scheint die Eurozone auf dem richtigen Weg zu sein, was den anhaltenden Kursanstieg der 17-Nationen-Währung erklären könnte.

Die deutschen Inflationsdaten von heute Morgen könnten dazu beitragen, dass der Euro seine jüngsten Kursgewinne halten dürfte, obwohl die zusätzliche Gewichtung für Tages-Händler unerheblich sein dürfte. Viele Investoren machen sich Sorgen über die Industrieproduktionszahlen wegen der anhaltenden nuklearen Krise in Japan und dem rasch steigenden Rohölpreis. Sollten die Zahlen nicht den Erwartungen entsprechen, dürfte der EUR einen geringfügigen korrigierenden Impuls erfahren, obwohl allerdings nur wenige schon bald eine Kursumkehr erwarten.

JPY - Abwicklung von Carry Trades beschleunigt JPY Wachstum

Aufgrund der zunehmenden Risikovermeidung an den Weltmärkten scheint der japanische Yen seinen Kursanstieg von gestern beizubehalten. Der gestrige Einbruch an den US Aktienbörsen trug dazu bei, dass viele Investoren sich Safe-Hafen-Anlagen, wie dem Yen und dem Schweizer Franken, zuwandten.

Die japanische Währung verzeichnete seit gestern einen Kursanstieg von rund 1% zum US Dollar und steht heute Morgen bei 82,95. Die Abwicklung von Carry Trades verlieh gestern der Aufwärtsbewegung des Yen zusätzliches Momentum. Investoren sind wohl der Ansicht sie hätten angesichts der wahrscheinlich bevorstehenden Umschuldung Griechenlands zu sehr in den Euro investiert. Da heute keine maßgeblichen Wirtschaftsnachrichten aus Japan erwartet werden sollten Händler besonders auf neuerliche Verlagerungen, wie der gestrigen, achten.

Rohöl - Reduzierte Rohölfördermengen haben nur geringen Einfluss auf den Preis

Trotz der seitens der Organisation Erdölproduzierender Länder (OPEC) und insbesondere Saudi Arabiens geäußerten Ansichten fiel der Rohölpreis am Dienstag den zweiten Tag in Folge. Das Öl-Kartell vertrat die Ansicht, dass der weltweite Rohölnachschub völlig ausreichend sei und gab Marktspekulationen und einer Reihe nicht in Bezug stehenden Faktoren die Schuld für den jüngsten heftigen Preisanstieg.

Quasi als Bestätigung dafür, dass der Rohölnachschub ausreichend sei, gab Saudi Arabien bekannt, dass sie ihre Förderquoten runterschrauben werden. Dieser Entschluss kam völlig unerwartet, eingedenk der Tatsache, dass der Rohölpreis derzeit bei über $ 105 pro Barrel liegt.

Die Saudi-arabischen Ölminister vertraten die Ansicht, dass der Rohölpreis schon bald kräftig sinken werde, da die Nachfrage aufgrund der weltweiten Schuldenkrise bereits abzunehmen beginnt. Sollte das tatsächlich der Fall sein, lässt die Reduzierung der Förderquoten den Schluss zu, dass Saudi Arabien den Rohölpreis gerne so hoch wie möglich halten möchte und sie sich gegen eine kräftige Abwärtsbewegung wenden. Händler können sich schon langsam auf einen Preisrückgang einstellen, doch deuten die derzeitigen technischen Daten darauf hin, dass der Preis oberhalb von $ 100 pro Barrel ausreichend Unterstützung findet.

Technische News

EUR/USD

Der Relative Strength Index und der Williams Percent Range auf dem 8-Stunden- und dem Tages-Chart zeigen, dass sich diese Paarung im neutralen Bereich bewegt. Da die technischen Indikatoren heute keine klare Ausrichtung für diese Paarung vorgeben, sind Händler gut beraten erst einmal abzuwarten.

GBP/USD

Der RSI auf dem 8-Stunden-Chart vermittelt unterschiedliche Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Der Williams Percent Range auf dem 4-Stunden-Chart bewegt sich allerdings schon im überkauften Bereich, was darauf hinweist, dass in nächster Zeit eine Abwärtskorrektur bevorsteht. Wenn die untere Grenze der Handelsspanne erreicht ist, könnte bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen die zu bevorzugende Vorgehensweise sein.

Die USD/JPY-Paarung zeigt sich seit gestern zinsbullisch und steht derzeit bei dem Wert von 83,00. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart bestätigt die Annahme, dass sich der Aufwärtstrend heute weiter fortsetzen dürfte. Der RSI auf dem 2-Stunden-Chart signalisiert jedoch, dass heute eine rückläufige Umkehr einsetzen wird. Bei dieser Paarung erst dann einzusteigen wenn die Signale deutlicher sind, scheint heute eine kluge Entscheidung zu sein.

USD/CHF

Der Kurs dieser Paarung scheint sich beim RSI auf dem Tages-Chart im überverkauften Bereich zu bewegen, was besagt, dass eine Aufwärtskorrektur bevorstehen dürfte. Die Aufwärtsrichtung des Momentum-Oszillators auf dem Stunden-Chart bestätigt diese Annahme. Wenn die obere Grenze der Handelsspanne erreicht ist, könnte bei eng gesetzten Stopps zu kaufen die zu bevorzugende Vorgehensweise sein.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis erzielte heute früh den Rekordpreis von $ 1.499,83 pro Feinunze, doch setzte kurz darauf eine technische Korrektur ein, und Gold handelt momentan um den Wert von $ 1.497,50 pro Feinunze. Da derzeit der Relative Strength Index sowohl auf dem 8-Stunden-Chart als auch auf dem Tages-Chart abwärts deutet, sieht es so aus, als würde sich der rückläufige Trend fortsetzen. Hier könnte sich forex -Händlern eine gute Gelegenheit bieten sich diesem beliebten Trend anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:01 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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