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Monday, 12 Dec 2011
Treffen der US Notenbank (Fed) fast unbemerkt
Während sich Investoren fast ausschließlich auf die Ereignisse in Europa konzentrieren, könnte es sein, dass Devisenhändler fast ein wichtiges Treffen der Fed übersehen. Falls es der Eurozone gelingen sollte wieder etwas Stabilität herzustellen, könnten Investoren ihre Aufmerksamkeit erneut auf die lockere Geldmarktpolitik der USA und den schwächer werdenden USD richten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3610 | 1.6000 | 80.20 | 0.9780 | 1.0750 | 0.8735 |
| 1.3550 | 1.5890 | 79.50 | 0.9380 | 1.0450 | 0.8660 | |
| 1.3425 | 1.5780 | 78.50 | 0.9330 | 1.0340 | 0.8620 | |
| Support | 1.3260 | 1.5560 | 76.55 | 0.9065 | 1.0050 | 0.8460 |
| 1.3210 | 1.5420 | 75.56 | 0.8760 | 0.9660 | 0.8400 | |
| 1.3145 | 1.5270 | 0.8565 | 0.9385 | 0.8355 |
Wirtschafts News
USD - Treffen der US Notenbank (Fed) fast unbemerkt
Während die Ereignisse in Europa die Aufmerksamkeit der Finanzmärkte und der Medien auf sich zogen, könnte es sein, dass Investoren fast ein wichtiges Treffen der Fed am kommenden Dienstag übersehen. Als langfristiger Trend an den Devisenmärkten zeigte sich die Schwächung des USD. Hauptgrund dafür dürfte die lockere Geldmarktpolitik der USA sein, und es ist unwahrscheinlich, dass die Fed daran in nächster Zeit etwas ändern wird.
In den letzten zwei Monaten kamen aus den USA immer mehr positive Wirtschaftsdaten mit auf den Monat gerechneten Anstiegen im Oktober von 0,7% bei der Industrieproduktion, von 0,7% bei der Kernrate langlebiger Wirtschaftsgüter und 0,5% bei den Einzelhandelsumsätzen. Das Verbrauchervertrauen verzeichnete ebenfalls einen kräftigen Aufschwung und die Einkaufsmanagerindexe stiegen über den 50-Boom-Bust-Level.
Trotz der positiven Wirtschaftsdaten gibt es zwei Gründe weshalb die US Notenbank an ihrem quantitativen Lockerungsprogramm festhalten wird: zum einen die stagnierende US Arbeitslosigkeit und zum anderen die europäische Wirtschaft, die in eine Rezession abzurutschen droht. Der Anstieg um 120.000 neue Arbeitsplätze im vergangenen Monat war zwar ein Schritt in die richtige Richtung, doch bricht ein solch einmaliges Ereignis nicht gleich einen seit zweieinhalb Jahren anhaltenden Trend einer schwachen US Beschäftigungslage. Da die EZB ihre Wachstumsvorhersage reduziert hat und für 2012 ein Bruttoinlandsprodukt zwischen 0,4% und 1,0% prognostiziert wird die Bedrohung der US Wirtschaft durch eine Rezession in der Eurozone immer realer. Solange die US Arbeitslosendaten sich nicht erheblich ins Positive wenden ist mit weiterer Unterstützung der US Wirtschaft durch Stützungskäufe seitens der Fed zu rechnen.
EUR - Chinesisches Währungs-Investment ist auch keine rasche Lösung
Nach dem enttäuschenden EZB Treffen und dem glanzlosen EU Wirtschaftsgipfel konnte die tags drauf erfolgte Bekanntgabe der Einrichtung eines chinesischen Währungs-Investment-Fonds für europäische Anlagen dem EUR aus seinem Tief helfen. Allerdings ändert zusätzliches chinesisches Geld nichts an den vorherrschenden Tatsachen und daran, dass der EUR auch weiterhin für Abschwünge anfällig ist.
Äußerungen der Bundesbank die besagten, dass die deutsche Zentralbank zusätzlichen Mitteln für den IWF aufgeschlossen gegenübersteht halfen dem EUR und sorgten für dessen kurzzeitigen Kursanstieg. Eingedenk Draghis Äußerungen auf der EZB Pressekonferenz überrascht die Reaktion der Märkte: „Es ist juristisch betrachtet recht kompliziert. Der Sinn und Zweck des Vertrages ist der, dass man (die EZB) Geldmittel nicht so einfach umlenken und dabei die Vertragsbestimmungen umgehen kann….Falls der IWF diese Gelder ausschließlich zum Kauf von Bonds im Euro-Raum verwenden sollte, glauben wir nicht, dass das ein vertragsgemäßes Verhalten ist.“
Die Reaktion der Märkte auf diese Nachrichten aus Europa lässt die EUR/USD-Paarung weiterhin auf tiefere Tiefs sinken und höhere Hochs ansteigen. Diese Art von Kursbewegung wird von technischen Analysten gemeinhin als rückläufig (bärisch) angesehen.
AUD - Negative Arbeitslosendaten bedeuten weitere Lockerungsmaßnahmen seitens der RBA
Die schwachen australischen Arbeitslosenzahlen der vergangenen Woche öffnen die Tür zu weiteren Lockerungen der australischen Geldmarktpolitik. Die Arbeitsmarktzahlen zeigen, dass die australische Wirtschaft im November einen Rückgang um 6.300 Arbeitsplätze verzeichnete. Erwartet worden war ein Anstieg um 10.300. Die Oktober-Zahlen wurden von 10.100 auf 16.800 nach oben revidiert, allerdings konnte diese Aufwärtsrevidierung die sonst negativen Schlagzeilen nicht wettmachen. Die Arbeitslosenquoteverzeichnete ebenfalls einen unerwarteten Anstieg von 5,2% auf 5,3%.
Die schwachen Arbeitsmarktdaten geben der RBA ein zusätzliches Argument für eine weitere Leitzinssenkung an die Hand. Voraussichtlich dürfte das am 7. Februar sein, wenn das nächste Treffen der RBA anberaumt ist. Die australische Zentralbank dürfte den Leitzins erneut um 25 Basispunkte senken. Derzeit steht der australische Leitzinssatz bei 4,25%.
Die zeitnahe technische Analyse verheißt nichts Gutes für den AUD. Vergangene Woche gelang es der AUD/USD-Paarung nicht über 1,0340, dem Widerstandswert des Mitte-November-Hochs zum Abschluss zu kommen. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt sich rückläufig, und die Paarung findet Unterstützung bei ihrem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,0050, gefolgt vom November-Tief von 0,9660.
Gold - Goldpreis gibt nach
Der Goldpreis müht sich in einem risikovermeidenden Umfeld weiterhin ab, da es dem Rohstoff nicht gelang aus seiner jüngsten Trading Range auszubrechen. Ein Grund für die Konsolidierung ließe sich in der niedrigen Inflation in China und den reduzierten Wachstumsprognosen für Indien finden. Die zwei asiatischen Staaten stellen einen erheblichen Anteil der weltweiten Nachfrage. Zum sinkenden Goldpreis trägt auch ein stärker werdender USD bei. Der USD Index (DXY) fiel von seinem November-Hoch leicht ab, während der USD sich wieder einmal als äußerst gefragte Safe-Hafen-Währung erweist.
Die technische Analyse zeigt, dass der Goldpreis nicht über die vom September-Hoch abfallende Trendlinie ansteigen konnte, deren Wert heute bei $ 1.749 pro Feinunze liegt. Unterstützung findet der Rohstoff bei der ansteigenden Unterstützungslinie des Tiefs vom 29. September bei $ 1.668. Die nächste Unterstützung findet sich bei $ 1.607, dem Tief vom 20. Oktober.
Technische News
EUR/USD
Der 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt liegt derzeit bei 1,3420 und diente als bedeutsamer Widerstandswert als die EUR/USD-Paarung zuletzt am 3. November zum Abschluss kam. Während der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich im überverkauften Bereich bewegt hat er auf dem Monats-Chart noch Raum für Abwärtsbewegung. Da der Abwärtstrend fest verankert zu sein scheint liegen die Unterstützungswerte von 1,3280 des November-Tiefs und von 1,3145 des Oktober-Tiefs in greifbarer Nähe. Bei einer Aufwärtsbewegung dürften sich bereitwillige Verkäufer beim Dezember-Hoch von 1,3550 und bei 1,3610, dem Hoch vom 18. November, finden.
GBP/USD
Das Pfund Sterling handelt in einem Range-Trading Umfeld zwischen den Werten von 1,5780 und 1,5660, wo sich der 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt findet. Da der Slow Stochastic auf dem Tages- und dem Monats-Chart rückläufig ist scheinen die November- und Oktober-Tiefs von 1,5420 und 1,5270 in Reichweite zu sein. Widerstand für die GBP/USD-Paarung findet sich bei 1,5890, dem Hoch vom 18. November, gefolgt von der vom August-Hoch abfallenden Trendlinie bei 1,5925.
USD/JPY
Die Doji-Kerze vom 8. Dezember sticht hervor, während das Tages-Tief mit dem 55- und 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt übereinstimmt. Das dürfte der Beginn der Bildung einer neuen Basis sein, die sie Trendlinie vom Juni 2007 bei 78,50 testen wird. Ein Durchbruch hier wird das Post-Interventions-Hoch von 79,50 freilegen. Andererseits bildet das Tief vom 18. November bei 76,55 die letzte Unterstützung vor dem Allzeit-Tief der Paarung bei 75,56.
USD/CHF
Trotz vielfacher Versuche einen Anstieg zu verzeichnen müht sich die Paarung weiterhin ab den Widerstandswert von 0,9330 zu überwinden. Eine konzertierte Aufwärtsbewegung dürfte Widerstand beim 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt von 0,9380 finden, gefolgt vom Jahres-Hoch von 0,9780. Andererseits findet sich Unterstützung beim Wert von 0,9065, welcher mit dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung übereinstimmt. Zusätzliche Unterstützung findet sich beim November-Tief von 0,8760.
Die Wild-Card
EUR/CAD
Die EUR/CAD-Paarung fiel an 10 aufeinander folgenden Tagen um insgesamt 600 Pips, bevor sie sich wieder aufwärts in Richtung 1,3710 bewegte. Dieser Kurs hat wichtige technische Auswirkungen, da er der 38% Fibonacci Rückführung des o. g. Rückgangs entspricht. Der Kurs entspricht auch der zuvor durchbrochenen Unterstützungslinie der Konsolidierung von Oktober bis Mitte November. Forex-Händler sollten beachten, dass zuvor durchbrochene Unterstützungslinien sich oftmals in Widerstandswerte umkehren. Die EUR/CAD-Paarung findet Unterstützung bei 1,3475, dem Tief vom 8. Dezember und dem September-Tief von 1,3400.
forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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