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Monday, 7 Nov 2011
Trotz der Sorgen um Griechenland und Italien bleibt EUR stabil
Während die Märkte nach neuen Ausrichtungen suchen handeln die Haupt-Währungen weiterhin innerhalb einer begrenzten Handelsspanne. Die wichtigsten Ereignisse der vergangenen Woche, wie der US Arbeitsmarktbericht und die Leitzinsentscheidungen der EZB und der US Notenbank, verursachten zwar zeitlich begrenzte heftige Kursbewegungen, doch wurden bestehenden Kurs-Level nicht durchbrochen, dieweil das Marktgeschehen von den Ereignissen in Europa bestimmt wurde. Diese Woche stehen zwar keine bedeutsamen Wirtschaftspublikationen auf dem Wirtschaftskalender, doch dürften Schlagzeilen aus Griechenland und Italien die Händler die ganze Woche über beschäftigen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4550 | 1.6615 | 80.20 | 0.9775 | 1.1010 | 0.8880 |
| 1.4250 | 1.6535 | 79.50 | 0.9160 | 1.0760 | 0.8830 | |
| 1.3870 | 1.6165 | 79.70 | 0.9080 | 1.0450 | 0.8670 | |
| Support | 1.3700 | 1.5860 | 77.80 | 0.8760 | 1.0200 | 0.8550 |
| 1.3607 | 1.5630 | 77.50 | 0.8565 | 1.0115 | 0.8350 | |
| 1.3145 | 1.5270 | 75.56 | 0.8450 | 0.9925 | 0.8285 |
Wirtschafts News
USD - Gemischte Daten des US Arbeitsmarktbericht (NFP) deuten auf leichte Erholung der US Wirtschaft hin
Der US Arbeitsmarktbericht (NFP) vom Freitag wies für den Oktober einen Anstieg um 80.000 neue Arbeitsplätze und eine revidierte Zahl von 158.000 für September aus. Die allgemeinen Prognosen lagen bei 95.000. Die revidierten Zahlen vom September gaben dem Bericht allerdings eine positive Wendung und trugen dazu bei die enttäuschenden Schlagzeilen zu mildern. Der Bericht weist aus, dass, obwohl die US Wirtschaft sich weiterhin leicht erholt und Gerede über eine Double-Dip-Rezession unangebracht zu sein scheint, die Geschwindigkeit in der in den USA neue Arbeitsplätze geschaffen werden die Mitglieder des Offenmarktausschusses (FOMC) der US Notenbank sehr wahrscheinlich enttäuschen dürfte.
US Notenbankchef Ben Bernanke hatte bereits diverse Male und zuletzt bei der FOMC Pressekonferenz in der vergangenen Woche sein Missfallen über die stockenden Beschäftigungsdaten geäußert. Das führte zu Spekulationen über ein neuerliches quantitatives Lockerungsprogramm (QE3) durch die US Notenbank (Fed). Das nächste Treffen der Fed findet erst am 13. Dezember statt, und so bleibt Marktteilnehmern noch genügend Zeit sich auf dieses Ereignis vorzubereiten.
Sollte die Fed QE3 durchführen dürfte sich das mit großer Wahrscheinlichkeit in einer Schwächung des USD niederschlagen. Allerdings hat das jüngste quantitative Lockerungsprogramm der BoE aufgezeigt, dass die Reaktion darauf an den Devisenmärkten sich nicht immer ans Lehrbuch hält. Die GBP/USD-Paarung ist um 3,8% angestiegen seit die BoE bekannt gegeben hatte, dass sie beabsichtige zusätzliche Staatsanleihen im Wert von 75 Mrd. GBP zu kaufen. Widerstand für die GBP/USD-Paarung findet sich knapp über dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,6165, und erste Unterstützung findet sich bei 1,5875, dem Tief der vergangenen Woche.
EUR - Trotz der Ereignisse in Griechenland und Italien bleibt EUR stabil
Der griechische Premierminister George Papandreou überlebte Freitagnacht die Vertrauensfrage im Parlament, obwohl er zugestimmt hatte eine Regierungskoalition einzugehen, um den europäischen Rettungsplan durchzusetzen. Papandreou wird als Premierminister zurücktreten, um für einen neuen Regierungschef Platz zu machen. Erst nachdem der europäische Rettungsplan umgesetzt wurde wird das griechische Volk eine neue Regierung wählen.
Die dramatische Bekanntgabe eines Referendums über Griechenlands Verbleib in der EWU in der vergangenen Woche brachte große Unruhe an die Finanzmärkte, und die EUR/USD-Paarung verzeichnete einen Einbruch um 500 Pips, bevor in der zweiten Wochenhälfte eine Erholung eintrat.
Das in Verbindung mit den Ereignissen in Italien, wo Zweifel an der Bereitschaft der italienischen Regierung bestehen echte wirtschaftliche Reformen durchzuführen, ließ das italienische 10-Jahres-BTP bei knapp 6,5% einkommen. Dieser Wert wird von vielen Analysten als instabil betrachtet.
Die Ereignisse in Griechenland und Italien bestimmen zwar die Schlagzeilen, doch ist die Belastbarkeit des EUR angesichts der bestehenden Situation recht bemerkenswert. Der EUR erholte sich in der zweiten Wochenhälfte trotz vermehrter Anzeichen eines Absinkens der europäischen Wirtschaft in eine Rezession und einer Senkung des EZB Leitzinssatzes um 25 Basispunkte. Liegt der Grund dafür vielleicht im Widerwillen der Märkte am USD festzuhalten. Die EUR/USD-Paarung findet ersten Widerstand beim Freitags-Hoch von 1,3865 und Unterstützung bei 1,3700 des von der vom Montags-Tief auf dem 1-Stunden-Chart ansteigenden Trendlinie.
JPY - Keine weitere Intervention durch das MOF
Angesichts der Ereignisse in Griechenland und Italien scheint die Intervention an den Devisenmärkten durch das japanische Finanzministerium (MOF) nur noch wie eine ferne Erinnerung. Gerüchte am Dienstag über eine weitere Intervention erwiesen sich allerdings als falsch. Es wird angenommen, dass der jüngste G20-Gipfel die Japaner davon abhalten wird weitere Maßnahmen einzuleiten, gleichwohl vom G20-Gipfel keine Änderungen der offiziellen Stellungnahmen erfolgten.
Es sollte beachtet werden, dass nach der jüngsten Intervention im Vergleich zur August-Intervention die Bewegungen der USD/JPY-Paarung erheblich stärker abwärts gerichtet waren. Dafür können eine Anzahl von Faktoren zugrunde liegen: die unterschiedlichen Zinssätze bei japanischen und US Staatsanleihen, die Möglichkeit für japanische Exporteure nach der Intervention vom Montag den USD zum JPY zu attraktiverem Kurs zu wechseln und Befürchtungen, dass eine weitere Intervention durch das MOF den JPY weiter schwächen könnte. Folglich findet sich Unterstützung für die USD/JPY-Paarung beim Post-Interventions-Tief von 77,75 und Widerstand beim Post-Interventions-Hoch von 79,50.
CHF - Heute werden die wichtigen Verbraucherpreisindexdaten erwartet
Heute dominieren die schweizer Verbraucherpreisindexdaten den Wirtschaftskalender. Im Allgemeinen wird von einem leichten Anstieg um 0,2% ausgegangen, gegenüber 0,3% im September. Wenngleich der Rückgang beim Verbraucherpreisindex zwar gering ist, sieht es im Vergleich zu den Daten vom August (-0,3%) und Juli (-0,8%) doch sehr positiv aus. Ein starker CHF zum EUR ist ein Grund für den deflationären Druck in der Schweiz, wobei die die Festsetzung des Basiskurses von 1,20 für die EUR/CHF-Paarung durch die SNB dafür gedacht war schädliche Einflüsse eines deflationären Umfelds abzuwehren. Es bestehen zwar Gerüchte, dass die SNB den Wert auf 1,25 ändern könnte, doch ist es eher wahrscheinlich, dass die konservative SNB angesichts des erfolgreichen Versuchs die EUR/CHF-Paarung stabil zu halten, am derzeitigen Zustand nichts ändern wird. Dieses Verhalten ist grundverschieden zu dem der Japaner und ihren erfolglosen Versuchen den JPY zu schwächen.
Die EUR/CHF-Paarung handelte vergangene Woche bis zum Tief von 1,2130, stieg dann aber wieder bis auf 1,2300 an. Die vom Mai-Hoch in 2010 abfallende langfristige Trendlinie findet sich bei 1,2400. Bei der USD/CHF-Paarung wird sich in den nächsten Tagen ein zinsbullischer Cross beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt oberhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitts zeigen. Erster Widerstand findet sich beim Hoch der vergangenen Woche bei 0,8960, gefolgt von 0,9080, dem Hoch vom 20. Oktober.
Technische News
EUR/USD
Nachdem das Paar wieder zu seiner langfristigen Trendlinie vom Juni-Tief zurückfand war die EUR/USD-Paarung nicht in der Lage über die alte Trendlinie anzusteigen, die sich in einen Widerstandswert gewandelt hat. Der Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart weist abwärts und deutet auf einen weiteren Rückgang bei der Paarung hin. Erste Unterstützung findet sich bei 1,3600, dem Tief der vergangenen Woche, und bei einem Durchbruch hier könnte sich die Paarung am Oktober-Tief von 1,3145 versuchen. Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3980, gefolgt vom Oktober-Hoch von 1,4250.
GBP/USD
Die GBP/USD-Paarung zeigt sich weiterhin lebhaft und bildet eine Basis beim 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt bei 1,5860. Beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart bildet sich ein rückläufiger Cross. Ein Durchbruch unterhalb des Wochen-Tiefs der vergangenen Woche bei 1,5875 könnte sich bis zum Tief vom 18. Oktober von 1,5630 ausdehnen, einem Wert, der nahe der 61% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung vom Oktober liegt. Widerstand findet sich beim 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,6140, gefolgt von 1,6530, der von den April- und August-Hochs abfallenden Trendlinie.
USD/JPY
Die Intervention seitens des MOF als die USD/JPY-Paarung auf einem neuen Rekordtief stand stellte sicher, dass die Wochen- und Monats-Kerzenformation eine Aufwärtsrichtung einnahm. Allerdings zeigte die Unfähigkeit der Paarung die von den Hochs in 2007 und 2010 abfallende Trendlinie zu durchbrechen, dass der langfristige Abwärtstrend immer noch intakt ist. Erste Unterstützung findet sich bei 77,80 vom September-Hoch, gefolgt von 77,50. Widerstand findet sich bei 79,50.
USD/CHF
Innerhalb der nächsten Tage wird sich wahrscheinlich ein zinsbullischer Cross beim 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt oberhalb des 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt bilden. Erster Widerstand findet sich bei 0,9080, dem Hoch vom 20. Oktober, gefolgt vom Oktober-Hoch von 0,9310. Unterstützung findet sich bei 0,8760, dem Tief vom Donnerstag/Freitag, gefolgt vom Oktober-Tief von 0,8565.
Die Wild-Card
USD/CAD
Das Wochen-Chart gibt Aufschluss über die USD/CAD-Paarung. Nachdem das Paar die von den Mai- und August-Hochs abfallende langfristige Trendlinie durchbrochen hatte stieg sie lehrbuchmäßig wieder an. Widerstand für die Paarung findet sich bei 1,0260, dem Hoch vom 18. Oktober. Forex-Händler sollten beachten, dass bei einem Durchbruch hier sich Spielraum bis Oktober-Hoch von 1,0650 ergibt. Die zuvor durchbrochene Trendlinie findet sich bei 0,9850.
forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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