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Wednesday, 21 Dec 2011

Trotz Leitzinssenkung zeigt sich die SEK gestärkt


Nachdem die Riksbank den Leitzinssatz von 2,00% auf 1,75% gesenkt hat zeigt die SEK weiterhin Stärke. Für dieses nicht eingängige Verhalten der SEK bieten sich zwei Erklärungen an. Zum einen, die schwedische Zentralbank hat genau die erwartete Lockerung der Geldmarktpolitik um 25 Basispunkte beschlossen ohne jedoch sonst ihre Politik zu ändern. Zum anderen hat sich die Stimmungslage nach dem positiven Ifo Geschäftsklimaindex und einer erfolgreichen spanischen Anleihe-Auktion merklich verbessert.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupnodown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.35501.616580.200.97401.05500.8670
1.32301.586079.50 0.95501.04500.8450
1.31401.577578.300.93401.03400.8400
Support1.30001.555077.50 0.91801.00500.8350
1.28701.542076.550.9065 0.98600.8280
1.26651.527075.560.87600.98000.8140

Wirtschafts News

SEK - Trotz Leitzinssenkung zeigt sich die SEK gestärkt

Nachdem die Riksbank den Leitzinssatz von 2,00% auf 1,75% gesenkt hat zeigt die SEK weiterhin Stärke. Für dieses nicht eingängige Verhalten der SEK bieten sich zwei Erklärungen an. Zum einen, die schwedische Zentralbank hat genau die erwartete Lockerung der Geldmarktpolitik um 25 Basispunkte beschlossen ohne jedoch sonst ihre Politik zu ändern. Zum anderen hat sich die Stimmungslage nach dem positiven Ifo Geschäftsklimaindex und einer erfolgreichen spanischen Anleihe-Auktion merklich verbessert.

Indem sie den Repo-Zinssatz-Pfad nach unten revidierte signalisierte die Riksbank ihre Absicht weitere geldmarktpolitische Lockerungen durchzuführen. Nun wird davon ausgegangen, dass die schwedische Zentralbank den Leitzinssatz erneut zu Beginn des neuen Jahres senken wird. Die Prognose für das Bruttoinlandsprodukt für 2011 wurde nach oben revidiert, wohingegen die Schätzung für 2012 von 1,5% auf 1,3% gesenkt wurde. Die Prognose für die Inflationsquote in 2012 wurde ebenfalls von 1,9% auf 1,5% nach unten revidiert.

Da es sich bei der SEK um eine „high-beta“-Währung handelt steigt der Kurs der schwedischen Krone wenn die Risikofreudigkeit zunimmt und fällt wenn die Risikobereitschaft abnimmt. Der gestrige besser als erwartete deutsche Ifo Geschäftsklimaindex unterstütze den „Risk-On“ Trade, wie auch eine erfolgreiche spanische Anleihe-Auktion.

Da die Riksbank eine Leitzinssenkung um 25 Basispunkte vorgenommen hat, haben wir nicht abschätzen können, dass die Märkte eine Senkung um 50 Basispunkte einpreisen würden, wie sie vergangene Woche von der Norges Bank durchgeführt wurde. Folglich konnten Händler rasch von der „weniger friedfertigen“ Riksbank-Entscheidung profitieren. So dürften sich das Nichterreichen des 7,00 Werts und die nachfolgende Bildung einer Double-Top-Umkehr-Formation als ein Giveaway erweisen. Unterstützung findet sich nun beim Dezember-Tief von 6,70.

EUR - Nach erfolgreicher spanischer Anleihe-Auktion verzeichnet der EUR einen Anstieg

Nachdem der besser als erwartete deutsche Ifo Geschäftsklimaindex die allgemeine Stimmungslage verbesserte, begannen höhere Erträge erzielende Währungen wie der EUR, das GBP und der AUD sich zu erholen. Eine überzeichnete spanische Anleihe-Auktion sorgte dafür, dass Händler Gebote für den EUR abgaben. Die Rendite für spanische 10-Jahres-Anleihen lag erheblich niedriger als noch vor einer Woche.

Ein wichtiges Gesprächsthema sind die heute von der EZB beschlossenen längerfristigen Refinanzierungsgeschäfte (LRG), was den Anstieg bei der Nachfrage nach EU Staatsanleihen erklären dürfte. Analysten zeigen sich zunehmend optimistisch was die Höhe der Beträge betrifft, die Banken durch die LRG erhalten können, wie beim letzten EZB Treffen bekannt gegeben. Die Welle der EZB Liquidität könnte dazu beitragen den USD Finanzierungsdruck zu mildern, dem europäische Banken die vergangenen drei Monate hindurch ausgesetzt waren. Durch die Anwendung erweiterter Kreditsicherheitsregeln ist es Banken nunmehr gestattet für den Zeitraum von 3 Jahren von der EZB soviel Geld zu leihen wie sie wollen. Es wird spekuliert, dass es sich möglicherweise um den Betrag von EUR 300 - 500 Mrd. handelt. Je größer der benötigte Betrag umso mehr Unterstützung könnte der EUR finden. Die EUR/USD-Paarung findet Widerstand bei 1,3140, dem Tief vom 4. Oktober. Die ansteigende Unterstützungslinie findet sich bei 1,3015, gefolgt vom Jahres-Tief von 1,2870.

JPY - Leitzinsentscheidung der BoJ steht bevor

Vor der Bekanntgabe der Leitzinsentscheidung der BoJ handelt die USD/JPY-Paarung weiterhin innerhalb einer eng begrenzten Handelsspanne. Es wird nicht erwartet, dass die BoJ den Leitzinssatz ändern wird oder dass sie ihre Bilanzen erweitern wird.

Der japanische Finanzminister Azumi bestätigte, dass seine Regierung ihre Währungsmarkt-Interventions-Ressourcen um JPY 30 Bio. auf JPY 195 Bio. aufstocken wird. Das zeigt, dass die Japaner durch den starken JPY nicht selbstgefällig geworden sind und dass sie sehr wahrscheinlich an den Devisenmärkten intervenieren werden, falls sich die Notwendigkeit ergibt. Widerstand für die USD/JPY-Paarung findet sich bei 78,30 vom Abwärtstrend in 2007. Unterstützung findet sich bei 77,15, dem Tief vom 8. Dezember.


Kupfer -

Der Kupferpreis mühte sich ab sich von dem Tief zu erholen und versucht sich wiederholt an der von den Oktober- und Dezember-Tiefs ansteigenden Unterstützungslinie. Da sich die europäische Schuldenkrise hinzieht setzt sich die risikovermeidende Stimmungslage fort. Ebenso drückt die Konjunkturabschwächung in China auf den Kupferpreis. Die jüngsten Einkaufsmanagerindex haben auf nachlassendes Wachstum beim Wirtschaftsriesen hingedeutet, was die Nachfrage nach dem Metall wahrscheinlich dämpfen dürfte. Laut dem jüngsten CFTC Commitment of Traders Bericht setzen Spekulanten auf fortgesetzten Rückgang beim Kupferpreis. Bei einem Durchbruch der o. g. Unterstützungslinie könnte der Kupferpreis Unterstützung bei $ 3,00 finden.

Technische News

EUR/USD

Auf Wochenbasis hat die EUR/USD-Paarung einige wichtige technische Grenzen überschritten und kam unterhalb der steigenden Trendlinie von den Januar- und Oktober-Tiefs zum Börsenschluss. Der wöchentliche Schlusskurs von 1,3045 entsprach auch der 61% Fibonacci Rückführung des Aufwärtstrends in 2010 - 2011. Da die Paarung beim Slow Stochastic auf dem Wochen-Chart sich derzeit im überverkauften Bereich bewegt, besteht auf dem Monats-Chart noch Spielraum für einen Abschwung. Kurzfristige Unterstützung findet sich beim Januar-Tief von 1,2870, mit zusätzlicher Unterstützung bei 1,2665 von den Tiefs in 2008 und 2010. Widerstand findet sich wieder bei 1,3140 und dem 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,3275, gefolgt vom Dezember-Hoch von 1,3550.

GBP/USD

Das Pfund Sterling wurde durchweg zu früheren Widerstandswerten verkauft, und bei sinkendem Slow Stochastic auf den Wochen- und Monats-Charts könnte diese Strategie auch weiterhin bestehen. Erster Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,5560 und die Paarung dürfte noch Spielraum in der Spanne zwischen dem 55-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,5740 und dem Tief von Ende November bei 1,5775 finden. Ein jeglicher Aufschwung könnte bei 1,5890, der von den August- und Oktober-Hochs abfallenden Trendlinie, gedeckelt werden. Der Test für Sterling-Shorts findet sich beim Oktober-Tief von 1,5270. Bei einem Durchbruch hier findet sich Unterstützung bei der von der vom Januar-Tief in 2009 abstammenden Trendlinie von 1,5100.


USD/JPY


Die USD/JPY-Paarung greift über ihre Trendlinie des Hochs in 2007, welches bei 78,30 liegt. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und Monats-Chart weist aufwärts, und ein Durchbruch oberhalb der Trendlinie dürfte das Post-Interventions-Hoch von 79,50 und das August-Hoch von 80,20 freilegen. Sollte es zu keinem Börsenschluss kommen, der erheblich über der Trendlinie liegt, dürfte die USD/JPY-Paarung sich am Dezember-Tief von 77,50 und dem November-Tief von 76,55 versuchen.


USD/CHF

Der Durchbruch der vergangenen Woche über dem Widerstandswert von 0,9330 öffnet die Tür zum diesjährigen Jahres-Hoch von 0,9782 sowie dem Dezember-Hoch von 1,0065. Die von der Trendlinie in 2003 abfallende Trendlinie liegt bei 1,1165 und dürfte ein langfristiger Widerstandswert sein. Andererseits findet sich jetzt Unterstützung bei 0,9330, gefolgt vom Tief von Ende November bei 0,9065 und dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 0,8925.

Die Wild-Card

EUR/CHF

Die EUR/CHF-Paarung sinkt langsam unter den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt von 1,2190. Bei einem Börsenschluss unterhalb dieses technischen Werts sollten Forex-Händler das November-Tief von 1,2230 im Auge behalten. Widerstand findet sich bei 1,2225, dem Tief vom 30. November

forex

Aktuelle Zeit: 05/25 20:03 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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