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Monday, 25 May 2009

Umschwung für rückläufigen USD in dieser Woche fällig?

Viele Forexhändler, die in der vergangenen Woche die heftigen Abwärtstendenzen des USD und seiner Crosse miterlebten, fragen sich mittlerweile, wann dieser Trend ein Ende findet. Enttäuschende US-Immobilien- und Arbeitsmarktdaten in Kombination mit deutlich angestiegenen Konjunkturerwartungen für die Eurozone, insbesondere Deutschland, brachten den USD letztlich auf einen negativen Kurs. In der anstehenden Woche hingegen, könnten die Vorhersagen wichtiger Wirtschaftsindikatoren den Auftakt zu einem Umschwung für den Dollar bilden. Eine solche Phase hoher Marktvolatilität ist der Zeitpunkt, zu dem Sie als Händler an den Devisenmärkten profitieren können. Das sollten Sie nicht verpassen!

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonoupnoupno
Wochentendenznononononono
Resistance1.40751.597595.951.09400.79100.8900
1.40501.595095.601.09150.78800.8875
1.40251.592595.351.08900.78550.8845
Support1.39701.587094.851.08100.78000.8775
1.39451.584094.501.07750.77750.8750
1.39001.580594.201.07500.77450.8725

Wirtschafts News

USD - Dollar aufgrund schwacher Daten rückläufig

In der vergangenen Woche verzeichnete der US-amerikanische Dollar einen äußerst bärischen Börsengang und verlor gegenüber seinen Gegenwährungen deutlich an Boden. Das Kurspaar EUR/USD kletterte zum ersten Mal in 5 Monaten sogar bis auf 1,4000.

Der starke Abwärtstrend des USD, der sich über die gesamte Woche erstreckte, ist auf die folgenden beiden Wirtschaftsindikatoren zurückzuführen:
Der veröffentlichte Bericht zu den US-Baugenehmigungen ergab, dass die Hoffnungen auf eine Verbesserung der Lage am US-Immobilienmarkt derzeit realitätsfern seien, nachdem lediglich 490.000 Genehmigungen für neue Wohnhäuser im Monat April gezählt wurden. Viele Analysten gehen davon aus, dass sich der erste bedeutende Schritt aus der Rezession im Immobiliensektor ergeben wird, da im Grunde die Hypothekenkrise in den USA Auslöser für die düstere Konjunkturlage war. Ein erkennbarer Fortschritt innerhalb der Wohnungsbranche würde verdeutlichen, dass sowohl die Investoren als auch die großen Kreditinstitute ihr Vertrauen in die US-amerikanische Grundstücks- und Wohnungswirtschaft zurückerlangen, was wiederum als Zeichen für die Erholung der Gesamtwirtschaft gedeutet werden könnte.
Darüber hinaus verdeutlichten die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten am Donnerstag, dass 631.000 Arbeitslosenerstanträge gestellt wurden. Dies war die 16. Woche infolge, zu der die Zahlen über die Marke von 600.000 gestiegen waren.
Der Effekt dieser beiden Veröffentlichungen auf den Dollarkurs war eindeutig, so dass ein Kursverlust lediglich eine Frage der Zeit war.

In dieser Woche steht eine Reihe bedeutender Indikatoren auf dem US-Wirtschaftskalender, die Anleger unbedingt aufmerksam verfolgen sollten. Am Dienstag werden die Ergebnisse zum US-Verbrauchervertrauen erwartet. Analysten zufolge, sollen für diesen Indikator die besten Ergebnisse der letzten sechs Monate ausgegeben werden. Diese Veröffentlichung hat das Potential dazu, die Trends an den Devisenmärkten umzukehren. Anleger gewinnen langsam aber sicher ihr Vertrauen in die US-Wirtschaft und ihre Regierung wieder. Am Donnerstag sind alle Augen erneut auf den Immobiliensektor gerichtet, der aktuell den größten Einfluss auf den USD hat.

EUR - EUR steigt angesichts positiver Daten aus Deutschland

In der vergangenen Woche durchlebte der EUR zinsbullische Trends gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen. Dabei konnten die Kursgewinne am deutlichsten zum USD beobachtet werden. Das Kurspaar EUR/USD kletterte bis über die 1,4000-Marke, was einen neuen Rekord der letzten 5 Monate bedeutete.

Der EUR-Handel der vergangenen Woche wurde überwiegend von positiven Zeichen aus der deutschen Wirtschaft geprägt. Dabei spielt Deutschland, Europas stärkste Wirtschaftszone, eine entscheidende Rolle. Am Dienstag verdeutlichte der Bericht zu den deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen, dass sich diese wesentlich aufgehellt haben. Der entsprechende Index kletterte auf glanzvolle 31,1 Punke. Die ZEW-Konjunkturerwartungen werden als monatlich veröffentlichtes Wirtschaftsbarometer ausgegeben, das sich auf die Einschätzung von Wirtschaftsexperten stützt. 31,1 Punkte wurden seit Juni 2007 nicht mehr gemessen und lagen dabei über allen Erwartungen, nachdem zuvor einige negative Wirtschaftsergebnisse aus der Region bekannt gegeben wurden. Eine direkte Wirkung war die Folge und der EUR startete seinen stark zinsbullischen Trend, hauptsächlich gegenüber dem USD. Im weiteren Wochenverlauf wurden darüber hinaus Deutschlands Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungsbereich veröffentlicht, die beide über den Erwartungen lagen und den EUR weiter stützten.

In der anstehenden Wirtschaftswoche wird der wichtigste Indikator aus der Eurozone heute um 10:00 Uhr veröffentlicht. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist ein viel beachteter Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Monatlich werden circa 7.000 Unternehmen aufgefordert, ihre gegenwärtige Geschäftslage zu beurteilen sowie ihre Erwartungen mitzuteilen. Analysten prognostizieren für die bevorstehende Messung ein Ergebnis bei positiven 85,1 Punkten. Sollte dies eintreten, wird sich voraussichtlich ein weiterer zinsbullischer Trend für den EUR einstellen. EUR/USD könnte somit noch in dieser Woche die 1,4200-Marke erreichen.

JPY - Gemischte Ergebnisse für JPY

In der letzten Woche ergaben sich für den JPY gemischte Ergebnisse gegenüber seinen Gegenwährungen. Während die japanische Währung deutliche Kursgewinne zum USD verbuchte, verlor der Yen an Boden zum EUR und verhielt sich volatil zum GBP.

Allem Anschein nach spielten dabei negative Daten aus der japanischen Wirtschaft eine wesentliche Rolle für die Kursschwankungen des JPY. Entscheidend waren Japans vorläufige Quartalszahlen zum BIP, das den Wert aller Güter und Dienstleistungen, die von Personen innerhalb Japans erbracht worden sind, misst und zum vierten Mal infolge schrumpfte - im Monat März um 4,0%. Der Index of Tertiary Industry Activity, der die Entwicklung im Dienstleistungssektor beschreibt, ist ebenfalls um 4,0% zurückgegangen. Des Weiteren hatte die Bank of Japan (BoJ) entschieden, ihren Zinssatz unverändert bei 0,10% zu belassen, was die niedrigste Rate in der Gruppe der Industrienationen darstellt. Normalerweise hätten diese Faktoren zu erheblichen Kursverlusten des JPY geführt. Jedoch galt der Abwärtstrend des US-Dollars in der vergangenen Woche als maßgeblich, so dass selbst der Yen Kursgewinne zum USD an den Devisenmärkten verbuchen konnte.

In dieser Woche stehen wieder einige wichtige Indikatoren auf dem japanischen Wirtschaftskalender. Die für Dienstag angesetzte Handelsbilanz wird größten Einfluss auf Japans Währung nehmen. Da Japan in großem Maße vom Export abhängig ist, lässt sich die wirtschaftliche Lage des Landes hervorragend mithilfe dieses Indikators einschätzen. Darüber hinaus sollten Anleger die Ergebnisse zu den Einzelhandelsumsätzen sowie den Haushaltsausgaben nicht aus den Augen verlieren, die im späteren Wochenverlauf die Tendenzen des Yen bestimmen werden.

Rohöl - $60 pro Barrel - eine stabiles Preisniveau für Rohöl?

In der vergangenen Woche blieb es rund um die Ölpreise etwas ruhiger. Das Barrel Rohöl wurde innerhalb der Preisspanne von $59 bis $62 gehandelt und ließ sich kaum von den hohen Kursschwankungen der Hauptwährungen beeinflussen.

Jüngsten Berichten zufolge, strebt die OPEC ein Preisniveau bei $70 pro Barrel an. Die Organisation erdölexportierender Länder zeigt sich derzeit jedoch zurückhaltend, die Fördermengen wiederholt zu kürzen, da die Nachfrage nach Rohöl noch keine deutlichen Anzeichen einer Erholung der globalen Konjunkturkrise widerspiegelt. Im Gegensatz zur OPEC, scheinen die Investoren eher vorsichtig in ihrem Glauben an Rohölanlagen zu sein. Selbst bei einer Handelswoche wie der letzten, in der die US-Währung Verluste auf breiter Front verzeichnete, stiegen die Ölpreise nur geringfügig um $2 pro Barrel. Dies könnte als Zeichen dafür gedeutet werden, dass sich das Barrel Rohöl derzeit bei einem Preisniveau und Marktwert von $60 stabilisiert hat.

Technische News

EUR/USD

Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart verdichten sich, was bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart sowie ein neu gebildetes rückläufiges Cross auf der Tages-Chart, dass dieses Währungspaar für eine deutliche Abwärtskorrektur fällig ist. Mit einem 4-Stunden-Chart RSI im "überkauftem" Bereich, könnte verkaufen eine gute Entscheidung für heute sein.

GBP/USD

Aktuell wird ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Tages-Chart deutlich. Dies könnte bedeuten, dass sich noch in dieser Woche eine Abwärtsausrichtung einstellen wird. Da der Preis bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der Tages-Chart schwankt und der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ein neues rückläufiges Cross bildet, könnte es bei diesem Währungspaar richtig sein, während des gesamten Handelstages bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

USD/JPY

Die technischen Oszillatoren dieses Paars sind derzeit neutral. Eine deutliche Ausrichtung ist für USD/JPY nicht erkennbar. Dennoch bewegt sich der Kurspreis nahe des "überkauften" Bereichs des RSI auf der Tages-Chart. Langfristig könnte sich Aufwärtsdruck einstellen. Demnach ist es voraussichtlich ratsam bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/CHF

Der Kurs dieses Paars bewegt sich aktuell bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart. Dies kann als Zeichen für eine Aufwärtsausrichtung gedeutet werden. Da das zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf de Tages-Chart diese Neigung bestätigt, könnte bei diesem Währungspaar Kaufen die richtige Wahl für heute lauten.

Die Wild-Card

Gold

Aktuell scheint sich eine "Head and Shoulders"-Formation auf der Stunden-Chart zu bilden. Da der Preis bereits im "überkauften" Bereich des RSI auf der Tages- und 4-Stunden-Chart schwankt und der Slow Stochastic der Tages-Chart ein neues rückläufiges Cross bildet, könnte die anschließende Bewegung für den Rohstoff Gold eine volatile Abwärtskorrektur gegenüber dem jüngsten Aufwärtstrend sein, sobald die "Head and Shoulders"-Formation abgeschlossen ist. Forex -Anleger sollten die sich ankündigende Ausrichtung nicht verpassen und beim neuen Trend möglichst frühzeitig einsteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:08 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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