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Tuesday, 22 Feb 2011
Unruhen im Mittleren Osten lassen Rohölpreis in die Höhe schnellen
Nach den gewalttätigen Unruhen in Libyen und im Jemen sowie den Protesten im Iran stieg der Rohölpreis auf den bislang höchsten Stand in diesem Jahr. Während sich die Unruhen ausweiten scheinen Rohöl und der US Dollar von der geopolitischen Risikovermeidung zu profitieren.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3700 | 1.6275 | 84.50 | 0.9580 | 1.0135 | 0.8515 |
| 1.3665 | 1.6235 | 84.00 | 0.9535 | 1.0100 | 0.8485 | |
| 1.3625 | 1.6200 | 83.65 | 0.9500 | 1.0065 | 0.8440 | |
| Support | 1.3565 | 1.6140 | 83.00 | 0.9450 | 1.0000 | 0.8375 |
| 1.3520 | 1.6115 | 82.75 | 0.9415 | 0.9970 | 0.8345 | |
| 1.3485 | 1.6080 | 82.40 | 0.9375 | 0.9940 | 0.8290 |
Wirtschafts News
USD - US Dollarkurs festigt sich über US Nationalfeiertag
Während des gestrigen Handels festigte sich der US Dollarkurs im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen da die geopolitischen Ereignisse im Mittleren Osten dazu beitrugen, dass sich Händler dem Dollar zuwandten. Gewalttätige Unruhen in Libyen, Bahrain und dem Jemen lösten Dollar-Käufe aus. Die US Märkte blieben gestern aufgrund des Nationalfeiertags „Presidents Day“ geschlossen.
Am Wochenende verabschiedete das US Repräsentantenhaus Haushaltskürzungen in Höhe von $ 61 Mrd. Das entsprechende Votum des Senats wird erst in der kommenden Woche erwartet.
Beim asiatischen Handel schloss die EUR/USD-Paarung bei 1,3580 gegenüber dem Eröffnungskurs von 1,3692. Der GBP/USD-Kurs sank ebenfalls auf 1,6156 gegenüber 1,6250. Der USD/CHF-Kurs stieg allerdings auf 0,9485 an gegenüber 0,9445.
Nachdem gestern keine Wirtschaftspublikationen aus den USA vorlagen wird heute um 15:00 MGZ der Bericht über das US Verbrauchervertrauen erwartet. Es wird angenommen, dass der Bericht wachsendes Vertrauen in die US Wirtschaft aufweisen wird, was den Dollar unterstützen dürfte. Aufgrund zunehmender Erwartungen für eine Leitzinssatzerhöhung in Europa verzeichnete der Dollar in der vergangenen Woche Kursrückgänge im Vergleich zu den anderen Haupt-Währungen.
Unterstützungs- und Widerstandswerte für die EUR/USD-Paarung finden sich bei 1,3540 und 1,3740.
EUR - Trotz ermutigender Wirtschaftsdaten aus Europa sinkt der Euro-Kurs
Trotz ermutigender Wirtschaftsdaten aus der Eurozone verzeichnete der Euro-Kurs beim gestrigen Handel Kursrückgänge. Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe erreichte gestern mit 59,0 gegenüber 57,3 einen neuen Höchststand. Der Einkaufsmanagerindex für das Dienstleistungsgewerbe stieg auf 57,2 gegenüber 55,9. Der deutsche IFO-Geschäftsklimaindex stieg ebenfalls auf 111,2 gegenüber dem Vorwert von 110,3.
Mögliche Auswirkungen auf das Marktgeschehen dürften auch von der Niederlage der CDU, der Regierungspartei der deutschen Kanzlerin Angela Merkel, bei den Wahlen zur Hamburger Bürgerschaft zu erwarten sein. Durch dieses Wahlergebnis wird auch die Vertretung der CDU im Bundesrat vermindert, was als ein Zeichen der Schwächung Merkels und der CDU in der deutschen Politik angesehen wird. Das könnte auch weitere Auswirkungen nach sich ziehen, da ab dem nächsten Monat Landtagswahlen in sechs weiteren Bundesländern stattfinden werden.
Auf dem Wirtschaftskalender stehen aus Europa für Deutschland Verbraucherdaten und aus Großbritannien die öffentlichen Nettokreditaufnahmen an.
Die EUR/CHF-Paarung befindet sich weiterhin im Abschwung, da sie nicht in der Lage war den 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt zu überschreiten. Ein Durchbruch unterhalb des Unterstützungswertes von 1,2900 könnte einen weiteren Kursrückgang bis hin zum Wert von 1,2770 auslösen. Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,2990.
JPY - Moody's spricht Warnung für Japan aus
Moody's Investor Services wies Japan darauf hin, dass sie, aufgrund der zunehmenden Staatsschuldenlast, das Rating für Schuldverschreibungen von Stabil auf Negativ senken werde.
Nach dieser Bekanntgabe stieg die USD/JPY-Paarung an und schloss den Handel bei 83,35 gegenüber dem Eröffnungskurs von 83,20.
Nach dem Durchbruch oberhalb eines dreieckigen Konsolidierungsmusters und einem Hoch von 84,00 sank die USD7JPY-Paarung gestern auf 82,79. Es sieht jedoch so aus als hätte sich bereits ein neuerliches zinsbullisches Konsolidierungsmuster gebildet.
Die jüngsten Kursrückgänge bei der USD/JPY-Paarung haben eine zinsbullische Flagge auf dem Tages-Chart ausgelöst. Eine entsprechende Einschätzung der Bewegungen auf den Charts lässt auf einen Anstieg um 1,00 Yen bis zum Widerstandswert von 84,50 schließen. Unterstützung für das Paar findet sich nahe dem Wert von 82,50.
Rohöl - Unruhen im Mittleren Osten lassen den Rohölpreis bis auf über $ 98 pro Barrel ansteigen
Die gewalttätigen Proteste im Mittleren Osten zeigten Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte und der Rohölpreis stieg auf einen Wert den er in den vergangenen 2 ½ Jahren nicht erreicht hatte.
Libyen ist das erste Erdöl exportierende Land, das von solch gewalttätigen Unruhen heimgesucht wird. Das Regime eröffnete das Feuer und schoss auf die Menschen um die Demonstrationen aufzulösen. Auch im Iran, Bahrain und dem Jemen wurden Proteste gewaltsam unterdrückt.
Der Rohölpreis war beim Übernachthandel bis auf $ 98,37 pro Barrel angestiegen und nivellierte sich dann bei $ 96,40 nachdem er die Woche bei $ 89,90 eröffnet hatte.
Die geopolitischen Ereignisse scheinen eine Extra-Risikoprämie ausgelöst zu haben, da die Proteste jetzt auch auf Libyen, OPECs siebtgrößten Erdölproduzenten, übergegriffen haben. Händler sollten die Entwicklungen im Mittleren Osten genau im Auge behalten, da sich das Risiko der Unterbrechung der Öllieferungen auf die gesamte Region ausweiten könnte.
Nach dem heutigen Preisanstieg dürfte der Preis von $ 100 pro Barrel in dieser Woche durchaus in Reichweite sein.
Technische News
EUR/USD
Diese Paarung sank im Übernachthandel bis auf den Wert von 1,3570. Das geschah nachdem am Freitag eine Überschreitung des Widerstandsniveaus von einem zinsbullischen Flaggenmuster ausgelöst wurde. Da die EUR/USD-Paarung sich auf die obere Linie des Chart-Patterns zurückgezogen hat, bietet sich Händler, die den ursprünglichen Durchbruch verpasst haben, eine neuerliche Kaufgelegenheit. Eine entsprechende Einschätzung der Kursbewegungen auf den Charts lässt auf einen Anstieg um 3 Cent schließen, was genau dem Februar-Hoch von 1,3860 entspräche.
GBP/USD
Diese Paarung fand Widerstand von der Trendlinie die von den Hochs vom Januar 2010 und Februar 2011 abfiel. Ein Durchbruch oberhalb dieser Trendlinie und dem Februar-Hoch von 1,6280 könnte weitere Käufe bis zum Januar-Hoch von 1,6450 sowie dem November-2009-Hoch von 1,6870 bewirken.
USD/JPY
Die jüngsten Kursrückgänge bei der USD/JPY-Paarung haben eine zinsbullische Flagge auf dem Tages-Chart ausgelöst. Eine entsprechende Einschätzung der Bewegungen auf den Charts lässt auf einen Anstieg um 1,00 Yen bis zum Widerstandswert von 84,50 schließen. Unterstützung für das Paar findet sich nahe dem Wert von 82,50.
USD/CHF
Die 61,8% Fibonacci Rückführung von der Dezember-Bewegung erwies sich als kraftvoller Widerstandswert der den Kurs dieser Paarung kontinuierlich drückte. Händler sollten Geduld aufbringen und auf bessere Werte warten bevor sie dieses Paar verkaufen. Unterstützung findet sich beim Freitags-Tief von 0,9440.
Die Wild-Card
Silber
Dieser Rohstoff hat bei $ 34,00 pro Feinunze ein Rekordhoch erreicht. Das steigende Momentum deutet auf weitere Gewinne bei diesem Rohstoff hin. Forex-Händler sind gut beraten bei Stopps unterhalb des Unterstützungswerts von $ 31,20 zu kaufen. Forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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