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Thursday, 8 Jan 2009

Unsere Rezession: Schwächelnde Beschäftigungsdaten und Leitzinssenkungen

Der gestrige ADP-Bericht zur Beschäftigungslage außerhalb der Landwirtschaft in den USA lässt darauf schließen, dass die Arbeitslosenzahlen viel höher ausfallen werden als von nahezu jedem erwartet. Während die US-Wirtschaft von seiner ursprünglichen Euphorie, die Rezession sei kurzfristig zu überwinden, Abstand nimmt, bereitet sich Europa auf einen Tag voller bahnbrechender Nachrichten vor. Es wird angenommen, dass die Bank of England den Leitzins um 50 Basispunkte senken wird, und die Eurozone wird die Slowakei als neues Mitglied begrüßen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownnoupnono
Wochentendenzdownupupupdowndown
Resistance1.37301.515093.701.11500.71200.9120
1.36901.511093.301.11100.71000.9100
1.36501.507092.901.10700.70800.9080
Support1.35701.499092.101.09900.70400.9030
1.35301.495091.701.09500.70200.9010
1.34901.491091.301.09100.70000.8990

Wirtschafts News

USD - USD - Düstere Arbeitsmarktprognosen schwächen USD

Während des gestrigen Handels schwächelte der Dollar ein wenig und glich so die starken Gewinne aus, die anfangs der Woche im Vergleich zum EUR und JPY anfielen. Zurückzuführen ist dieses auf die Tatsache, dass starker Arbeitsplatzabbau auf dem Privatsektor die Befürchtungen einer länger anhaltenden Rezession der US-Wirtschaft wieder anfachten. Der USD fiel von seinem höchsten Stand seit einem Monat im Vergleich zum EUR und dem höchsten Stand seit 5 Wochen im Vergleich zum Yen. Investoren scheinen Gewinne zurückzuhalten einschließlich Zentralbanken EUR-Käufe für Managementrücklagen.

ADP (Automatic Data Processing) veröffentlichte gestern seinen Bericht zur Beschäftigungslage außerhalb der Landwirtschaft in den USA. Laut diesem Bericht haben sich im Monat Dezember in den USA zusätzliche 693.000 Personen zum ersten Mal arbeitslos gemeldet. Ein wahrhaft heftiger Schlag für die US-Wirtschaft.

Konsequenterweise hatte das einen vernichtenden Effekt auf den Dollar. Zudem muss bedacht werden, dass allein im November 476.000 Personen ihren Arbeitsplatz verloren haben und dass eine Fortsetzung dieses Ergebnisses ein klares Anzeichen dafür ist, dass die US-Wirtschaft weit davon entfernt ist aus der Rezession herauszukommen. Es kann sogar soweit kommen, dass die schlechten Vorhersagen sich tagtäglich wiederholen.

Heute werden als führende Daten die US Arbeitslosigkeitsansprüche veröffentlicht. Es wird erwartet, dass vergangene Woche 545.000 Personen zum ersten Mal Arbeitslosengeldanspruch angemeldet haben. Ein solches Ergebnis wäre eine direkte Fortsetzung der verdrießlichen Daten die in letzter Zeit für die US-Wirtschaft veröffentlicht wurden und droht sich negativ auf den Kurs des USD auszuwirken. Händler sollten die Entwicklung aufmerksam verfolgen, da jede ausschlaggebende Information einen neuen Trend auf dem Markt auslösen könnte.

EUR - Schwacher USD und Begeisterung über EU-Beitritt der Slowakei treiben EUR in die Höhe

Im Vergleich zu den Hauptwährungen schloss der EUR den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Fast den ganzen Tag über verzeichnete die 15-Nationen-Währung Gewinne im Vergleich zum Dollar und notierte zum Handelsschluss bei 1,3600. Im Vergleich zum JPY erlebte die Eurozone einen rein technisch getriebenen Markt (range-trading), da die Haupt-Marktbewegungen gestern auf den Dollar ausgerichtet waren. Zudem wurde gestern in Europa nur ein Haupt-Wirtschaftsindikator veröffentlicht.

Die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit verzeichneten im Dezember einen nicht unerheblichen Anstieg um 18.000 Arbeitslose gegenüber 4.000 im Vormonat. Dieser niedrigste Wert seit Februar 2006 signalisiert ein Ende des Arbeitsmarktbooms, da sich die weltweite Finanzkrise auch auf die Firmen von Europas größtem Wirtschaftsland auswirkt. Folglich warnte der Chef der Bundesagentur für Arbeit dass der Arbeitsmarkt sehr bald schon die Auswirkungen des wirtschaftlichen Abschwungs zu spüren bekommen werde.

Für heute ist der wichtigste Finanzindikator der in Europa veröffentlicht wird der German Factory Orders Indicator (Deutschlands Auftragseingänge der Industrie). Analysten gehen davon aus, dass dieser Wert höher ausfallen wird als der vorangegangene. Händler sollten der heutigen Bekanntgabe große Aufmerksamkeit zollen, da ein stärker als erwartetes Ergebnis den EUR noch weiter stärken könnte. Wichtig könnte auch sein was der EZB-Präsident Jean-Claude Trichet bei der Beitrittszeremonie der Slowakei in die EU zu sagen hat. Die Eurozone wird durch den Beitritt zu einer 16-Nationen-Währung.

JPY - Der Yen erwartet leichte Gewinne trotz globaler wirtschaftlicher Schwäche

Im Vergleich zu den anderen Hauptwährungen schloss der Yen den gestrigen Handel mit gemischten Ergebnissen. Im Vergleich zum EUR blieb der JPY fast unverändert und lag bei Handelsschluss bei 126,00. Im Vergleich zum USD zeigte der JPY Stärke, stieg um etwa 100 Punkte und schloss bei 92,70.

Der niedrige japanische Leitzins trug dazu bei den Wert des JPY tiefer als andere Währungen zu halten, und Händler nutzten den JPY für den Erwerb höhere Beträge abwerfender Anlagengegenstände. Da jedoch weltweit die Zinssätze drastisch gesenkt wurden sind die Werte dieser Carry Trades zurückgegangen und Händler sind dazu übergegangen sich nach sichereren Anlagemöglichkeiten umzusehen.

Heute wird der JPY auf dem Wirtschaftskalender nicht vertreten sein und Händler sollten andere Entwicklungen im Auge behalten um die Richtung des JPY zu bestimmen. Besondere Aufmerksamkeit sollte den US-Arbeitsmarktprognosen geschenkt werden, die um 13:30 MGZ bekannt gegeben werden. Dieses wird die wichtigste Veröffentlichung sein, die die Crosse des Yen beeinflussen könnte.

Rohöl - Rohölpreis weiter auf Talfahrt trotz positiver US-Rohöllagerbestände

Der Rohölpreis rutschte gestern um 12%, dem größten prozentualen Rückgang seit 7 Jahren. Dieser Preissturz trat ein nachdem die US-Regierung bekannt gegeben hatte, dass die Rohöllagerbestände größer als erwartet seien.

Vor zwei Tagen erreichte der Rohölpreis einen Höchststand nach fünf Wochen aufgrund des Israel-Hamas-Konfliktes, dem Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine, sowie Anzeichen, dass OPEC-Mitglieder vorhaben Lieferbeschränkungen durchzuführen. Später fiel der Preis wieder als Daten aus den US-Wirtschaft den Schluss zuließen die Rezession würde sich weiter verschlimmern. Nachdem der Rohölpreis in den vergangenen drei Tagen um $10,00 gestiegen ist, was nicht ausreichend war den Abwärtstrend umzudrehen, beginnt er jetzt wieder abzurutschen.

Technische News

EUR/USD

Der Tages-Chart zeigt, dass dieses Paar innerhalb einer Handelsspanne ohne klare Ausrichtung schwankt. Der Slow Stochastic des 4-Stunden-Chart zeigt eine starke Abwärtsbewegung, und der RSI bestätigt, dass die Tendenz tatsächlich rückläufig ist. Auf dem Stunden-Chart jedoch deutet ein zinsbullischer Cross auf den Slow Stochastic Oszillatoren darauf hin, dass der Wert von 1,3800 erreicht werden könnte.

GBP/USD

Das Cable liegt in der Mitte eines sehr intensiven Aufwärtstrends, der vor 3 Tagen begann und der, mit entsprechendem Momentum, sich noch verstärkt fortsetzen kann. Der zinsbullische Cross Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart zeigt, dass in dieser Aufwärtsbewegung noch jede Menge Dampf steckt. Sobald diese Paarung den Wert von 1,5150 überschreitet besteht die Wahrscheinlichkeit, dass ein weiterer scharfer Aufwärtsschritt gemacht wird.

USD/JPY

Dieses Paar schwankt innerhalb einer Handelsspanne ohne klare Ausrichtung schon seit geraumer Zeit. Der Stunden-Chart Slow Stochastic zeigt uns nur gemischte Signale. Alle Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart geben auch keine klare Richtung vor. Das Abwarten auf klarere Zeichen auf den Stunden-Charts scheint für heute eine gute Strategie zu sein.

USD/CHF

Nachdem das Paar bei 1,1286 seinen Höchstwert erreicht hatte fällt es nun beständig und handelt derzeit um die 1,0992. Gegenwärtig zeigen Slow Stochastic und RSI Oszillatoren auf den Stunden-Charts abwärts, und es scheint als würde sich diese Abwärtsbewegung fortsetzen. Zu verkaufen scheint für heute die bevorzugte Wahl zu sein.

Die Wild-Card

Rohöl

Auf den Tages-Charts zeigt sich immer noch eine abfallende Konfiguration, was darauf schließen lässt, dass das Momentum immer noch unten ist. Der Slow Stochastic liegt hoch, was mutmaßen lässt, dass hier noch Raum für Bewegung ist. In kürzeren Zeitfenstern zeigen sich leichte Aufwärtstendenzen die die auf eine kleine Aufwärtskorrektur deuten bevor die Abwärtsbewegung wieder Fahrt aufnimmt. Forex -Händler können Gewinne maximieren indem sie bei Hochs verkaufen und die Vorteile des gegenwärtigen Abwärtstrends nutzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:09 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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