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Wednesday, 17 Sep 2008

Unveränderte Leitzinssätze schaffen Stabilität

Im Zuge der von den USA und Japan getroffenen Entscheidungen, ihre Zinssätze unverändert zu belassen, ergab sich für USD und JPY Stabilität sowie Wertzuwachs. Auch positiv ausgefallene Eurozonen-Daten verhalfen dem EUR zu einer Kurswertsteigerung. Anlegern wurde jedoch deutlich gemacht, dass der EUR beim derzeitigen Tempo des USD nicht mithalten kann.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupupup
Wochentendenzdowndowndowndowndowndown
Resistance1.43141.7916106.881.13320.80520.8039
1.42881.7886106.581.13020.80220.8009
1.42651.7856106.281.12720.79920.7979
Support1.42001.7776105.581.11920.79120.7899
1.41791.7746105.281.11620.78820.7869
1.40451.7716104.981.11320.78520.7839

Wirtschafts News

USD - Unveränderter Leitzins und AIG-Hilfe stärken USD

Der USD verzeichnete gestern gegen alle Hauptwährungsgegner einen zinsbullischen Handel. Höhepunkt des gestrigen Tages war die Ankündigung der US-Notenbank, ihren Leitzins unverändert zu belassen. Sowohl die amerikanischen Märkte als auch der USD reagierten positiv auf diese Nachricht. Die Märkte stabilisierten sich ebenfalls, nachdem die US-Notenbank darüber hinaus entschied, dem weltgrößten Versicherungskonzern AIG, einen Mega-Kredit zu gewähren, denn ein Zusammenbruch der Versicherungsgesellschaft würde schlichtweg Chaos auf den globalen Märkten auslösen. Der USD stieg gestern im Laufe des Tages gegen den EUR bis auf 1,41 an und wurde überwiegend um die 1,41 gehandelt. Gegen den JPY erreichte der USD einen umso bedeutenderen Wertzuwachs von über 200 Pips und schloss zu Handelsende bei 106.

Obwohl so einige wichtige Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht wurden, richtete sich die gesamte Aufmerksamkeit gestern auf den Leitzins. Noch vor der Entscheidung der US-Notenbank wurde eine unverändert positive Kernrate für den Erzeugerpreisindex sowie gerade noch in den positiven Zahlen ausgegebene Daten für die TIC Net Long-Term Transactions veröffentlicht, die sich, verglichen mit dem Vormonat, stark verschlechterten. Eigentlich hätte der TIC-Bericht zu einem Abwärtstrend des USD führen können. Anleger waren jedoch mit Bernankes Erklärung zum Leitzins beschäftigt. In der FOMC-Mitteilung erklärte der US-Notenbankpräsident außerdem, dass die Finanzmärkte zukünftig noch stärker unter Druck geraten werden und daher eine Herabsetzung des Leitzinses nicht ausgeschlossen sei. Diese Äußerung zeigte im Grunde genommen, dass der USD noch nicht über den Berg ist.

Für heute stehen die Daten zu den US-Baugenehmigungen auf der Agenda. Nach den letzten aufreibenden Entwicklungen des Finanzbereichs, wird es für die Anleger spannend, welche Auswirkungen diese auf den Immobiliensektor haben. Die Zahlen der Baugenehmigungen sollen dabei erwartungsgemäß leicht zurückgehen. Darüber hinaus werden auch die Leistungsbilanz sowie die Baubeginn-Daten, die ebenfalls bei einem leichten Rückgang erwartet werden, heute ausgegeben. Da die Eurozone am heutigen Handelstag keine wichtigen Indikatoren veröffentlichen wird, sollten USD-Anleger ihre Aufmerksamkeit auch auf den JPY richten, da die Overnight Call Rate, die in Japan den Stellenwert hat, den in Europa der Hauptrefinanzierungssatz der Europäischen Zentralbank einnimmt, unverändert bei 0,5% ausgegeben wurde. Eine anschließende Pressekonferenz der Bank of Japan zur konjunkturellen Zukunft Japans wurde angesetzt.

EUR - Positiv ausgefallene Indikatoren unterstützen EUR

Gegenüber den meisten Währungen erfuhr der EUR gestern einen volatilen Börsengang. Dies wurde nach der Veröffentlichung einer Reihe wichtiger Wirtschaftsdaten aus der Eurozone, Großbritannien und den USA durch die heftigen Kursschwankungen auf den Märkten widergespiegelt. Gegen den USD ging der EUR zwar zurück, schwankte jedoch gegen den GBP und verhielt sich äußerst zinsbullisch gegenüber CHF und JPY. Das EUR/JPY-Währungspaar wurde über der 150er Spanne gehandelt.

Die gestrigen Ereignisse verdeutlichten wieder einmal, wie stark sich die einzelnen Nationen gegenseitig beeinflussen. Die US-Wirtschaft hatte gestern große Auswirkungen auf die Eurozone. Während der gespannten Erwartungen sowie der späteren Veröffentlichung zum US-amerikanischen Leitzinssatz, verlor der EUR deutlich gegen den Dollar, trotz positiv ausgefallener Eurozonen-Daten. Wichtigste Veröffentlichung stellten dabei die deutschen ZEW-Konjunkturerwartungen dar, die besser als im Vormonat ausfielen, sowie die Kernrate des Verbraucherpreisindexes. Diese Zahlen reichten zwar nicht aus, einen EUR-Aufwärtstrend gegenüber USD und GBP auszulösen, stärkten den EUR jedoch gegenüber CHF und JPY.

Heute bleibt es um den EUR etwas ruhiger, da keine Veröffentlichungen aus der Eurozone erwartet werden. Laut Prognosen wird sich die Handelsbilanz, im Vergleich zum Vormonat weiter verschlechtern und dem EUR damit schaden. Insgesamt werden jedoch Veröffentlichungen aus den USA und JPY das Marktmomentum bestimmen. Die Tendenzen des USD und JPY, aber auch GBP werden heute den EUR beeinflussen und Kursschwankungen mit sich bringen.

JPY - Japans Leitzins unverändert

Für heute lässt sich bereits ein deutlicher Abwärtstrend des JPY gegenüber seinen Währungsgegnern erkennen. Der JPY verlor am frühen Morgen Boden gegenüber EUR, USD und GBP, nachdem alle drei Währungen gestern von positiven Wirtschaftsdaten ihrer Nationen profitierten. Gegen den EUR wurde der JPY bei über 150 gehandelt und gegen den USD bei 106, wobei er über 200 Pips verlor.

Die einzigen Wirtschaftsdaten, die gestern aus Japan veröffentlicht wurden, war der Household Confidence-Bericht, der sich verglichen mit seiner Vormessung verschlechterte, so dass die Anleger ihr Vertrauen in den Yen etwas verloren. Was dem JPY jedoch mehr schadete, waren die wirtschaftlichen Veröffentlichungen der Weltmärkte. Somit erreichten EUR, USD und GBP ein positives Momentum auf Rechnung des JPY.

Heute wiederum werden die japanischen Märkte den JYP stark beeinflussen. Der japanische Leitzins blieb zwar wie zuvor unverändert bei 0,05%, Anleger sollten ihr Augenmerk jedoch auf die angesetzte Pressekonferenz der Bank of Japan richten, um die Prognosen für Japans konjunkturelle Zukunft zu erfahren. Im weiteren Tagesverlauf wird der Tertiary Industry Activity Index erwartet, der sich verbessern und positive Zahlen ausgegeben soll. Dies könnte dem Yen ein Aufwärtsmomentum gegenüber seinen Währungskontrahenten bringen. Sollte sich jedoch eine drastische Veränderung der Rohölpreise, infolge der Veröffentlichung der Rohöllagerbestände ergeben, ist von heftigen Kursschwankungen für den JPY auszugehen.

Rohöl - US-Rohöllagerbestände auf dem Wirtschaftskalender

Während des frühen Morgenhandels konnten Anleger einen ersten Anstieg der Rohölpreise seit Wochen beobachten. Der Preisanstieg von $91 auf $94 heute Morgen, wurde bereits von vielen Experten vorausgesagt und gilt als naturbedingte Schwankung innerhalb des Marktes und weniger als ein Trendumschwung. Wenn Preise so drastisch fallen, wie das in den vergangenen Wochen in Bezug auf das Rohöl der Fall war, ist es mehr als wahrscheinlich, dass sich ab und zu Aufwärtstrends ergeben, so dass die Grenzen eines solchen Abwärtstrends getestet werden. Abgesehen davon trägt der aktuell zinsbullische USD-Trend wohl eher wenig dazu bei, dass sich die Rohölpreise erholen werden. Denn, wenn der USD steigt, haben Rohölpreise derzeit die Tendenz, zu fallen. Auch die OPEC prognostiziert einen stärker als zuvor erwarteten Rückgang der Rohölnachfrage und könnte als Ergebnis erneute Produktionskürzungen diskutieren.

Interessanterweise vergleichen Medienexperten die aktuellen Rohölpreise mit den regionalen Benzinpreisen. Obwohl beide in Korrelation zu einander stehen, darf nicht vergessen werden, dass die Rohölpreise zukünftige Preise darstellen und nicht, wie die Benzinpreise, gegenwärtige sind. Momentan wird das Barrel Rohöl auf dem Spot-Markt bei $94,09 gehandelt, was den Preis widerspiegelt, zu dem das Öl im Oktober 2008 gekauft werden wird. Die Benzinpreise, zu denen derzeit getankt wird, geben den Rohölpreis des Monats Juli aus, der ein Rekordhoch um $147 pro Barrel erreichte. Darüber hinaus werden die Benzinpreise aktuell von Spekulationen um die Rohöllagerbestände infolge der jüngsten Tropenstürme beeinflusst. Die heutige Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände wird Anlegern endlich einen genauen Stand der Vorräte bringen. Zu dieser Veröffentlichung könnten sich Preisschwankungen für das Light Sweet Crude ergeben.

Technische News

EUR/USD

Die Kursschwankungen dieses Paares haben sich mittlerweile etwas gelegt, so dass EUR/USD nun bei 1,4200 gehandelt wird. Ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart deutet darauf hin, dass die nächste Tendenz ein Aufwärtstrend sein könnte. Kaufen ist eventuell eine gute Strategie für heute.

GBP/USD

Dieses Paar schwankt weiterhin innerhalb einer ziemlich breiten Preisspanne und wird derzeit bei 1,7900 gehandelt. Dennoch lässt sich sowohl auf der Stunden- als auch auf der 4-Stunden-Chart ein Aufwärtsmomentum erkennen. Kaufen scheint hier die beste Strategie zu sein.

USD/JPY

Der Aufwärtstrend dieses Paares ist seit dem Erreichen der 106,50-Marke beendet. Abwärtstendenzen sind bereits zu erkennen. Da auch alle Oszillatoren der Stunden-Chart abwärts gerichtet sind, könnte Verkaufen die richtige Entscheidung für heute sein.

USD/CHF

Nach ein paar Tagen gemischter Ergebnisse, hat sich dieses Paar allem Anschein nach inzwischen um die 1,1200-Marke konsolidiert. Trotzdem gibt die Stunden-Chart aktuell ausschließlich rückläufige Signale aus, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass ein Abwärtstrend unmittelbar bevorsteht. Anleger sollten diesen Durchbruch abwarten und anschließend dem Markt beitreten.

Die Wild-Card

AUD/JPY

Dieses Paar scheint, seitdem es die 86,00-Marke erreicht hat, seine zinsbullische Korrigierung eingegrenzt zu haben und bereit zu sein, seinen Abwärtstrend wieder aufzunehmen. Da dieser noch Potential in sich trägt, scheint sich für Forex-Anleger eine Gelegenheit zu ergeben, einen positiven Trend für sich zu nutzen. Forex -Anleger eine Gelegenheit zu ergeben, einen positiven Trend für sich zu nutzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:14 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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