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Monday, 8 Feb 2010

US-Arbeitsmarktbericht und europäische Konjunktursorgen bringen USD auf 8-Monatshoch

Am vergangenen Freitag kletterte der USD zum EUR nach Veröffentlichung der jüngsten Zahlen zum US-Arbeitsmarktbericht auf ein 8-Monatshoch. Hingegen belasten europäische Konjunktursorgen den Markt. Händler verlagern ihre Positionen von Währungen, die höhere Erträge abwerfen, auf sichere Investitionen wie US-Dollar und japanischer Yen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupdownupup
Wochentendenzdowndownupupdownup
Resistance1.37331.566490.261.08440.87580.8853
1.37031.563489.961.08140.87280.8823
1.36731.560489.661.07840.86980.8793
Support1.36101.554089.031.07180.86360.8729
1.36801.551088.731.06880.86060.8699
1.36501.548088.431.06580.850.8669

Wirtschafts News

USD - US-Arbeitslosenquote leicht verbessert

Der US-Dollar wertete am vergangenen Freitag mit Ausnahme des japanischen Yen deutlich gegen eine Vielzahl der Hauptwährungen auf. Treibende Kraft im USD-Handel war die überraschend gefallene US-Arbeitslosenquote sowie konjunkturelle Sorgen im Euroraum.

Zu Handelsschluss am Freitag notierte EUR/USD bei 1,3677. Der Eröffnungspreis wurde mit 1,3741 ausgegeben. Das Paar verlor 1,3% seines Wertes in der vergangenen Woche. GBP/USD wertete ebenfalls ab und notierte bei 1,5639 von zuvor 1,5733.

Der Abbau von Arbeitsplätzen in den USA setzte sich zwar entgegen den Erwartungen im Januar fort, verlangsamte sich dabei jedoch erheblich und stützte die US-amerikanische Währung vor dem Wochenende. Etwa 20.000 Arbeitsplätze gingen landesweit verloren, Analysten hatten dagegen mit 5.000 neuen Jobs gerechnet. Dennoch fiel die Arbeitslosenquote im Januar von insgesamt 10,0% im Vormonat auf 9,7%. Seit Beginn der globalen Finanzkrise haben in den USA weitaus mehr Arbeitnehmer ihre Beschäftigung verloren als bislang angenommen. Dabei hängt die weltgrößte Volkswirtschaft stark von der Entwicklung am Arbeitsmarkt ab.

Mit dem US-Arbeitsmarktbericht wurde am Freitag eine positive Handelswoche für den USD abgeschlossen. Während Händler nach weiteren Anzeichen einer anhaltenden Konjunkturerholung in den USA suchen, könnte sich der USD-Aufwärtstrend auch in der anstehenden Woche fortsetzen. Besondere Aufmerksamkeit ist dabei der US-Handelsbilanz am Mittwoch sowie den Einzelhandelsumsätzen am Donnerstag zu schenken.

EUR - Staatsverschuldung drückt EUR-Kurs

In der vergangenen Woche erlitt der EUR heftige Kursverluste. Europäische Sorgen um Konjunkturerholung und Staatsverschuldung belasteten die Gemeinschaftswährung schwer. Dabei brachten die wachsenden Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten Griechenland, Portugal und Spanien den EUR unter Druck. Investoren entschieden sich in der Folge für den Verkauf risikoreicher Anlagen, was sich besonders negativ auf den Euro auswirkte. Das Währungspaar EUR/USD erreichte zwischenzeitlich ein neues 12-Monatstief.

Experten befürchten, dass die Europäische Zentralbank (EZB) über den Ankauf von Staatsanleihen das Staatsdefizit Griechenlands finanzieren werde. Gleichzeitig erklärte EZB-Chef Jean-Claude Trichet, dass seitens der Bank derzeit keine neuen Schritte unternommen würden, die verschuldeten Nationen finanziell zu unterstützen. Der letzte Ausweg könnte womöglich eine Hilfsaktion seitens des Internationalen Währungsfonds (IWF) sein. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die EU haben in den vergangenen Wochen jedoch öffentlich betont, dass IWF-Hilfen nicht die richtige Maßnahme zur Rettung Griechenlands wären.

Die düstere Haushaltslage des griechischen Mitgliedstaats hat die Angst vor einem Zerbrechen der Eurozone geschürt. Nach EU-Vertrag sind Hilfen aus der Währungsunion verboten. Die Währungshüter um Trichet sehen keine Zweifel an der Gültigkeit des Stabilitätspakts für den Euroraum. Auch hoch verschuldete Mitgliedsstaaten wie Griechenland müssten sich daran halten. In der letzten Woche wertete der EUR stark zum USD ab. Wird sich dieser Trend auch in der anstehenden Handelswoche fortsetzen?

JPY - Schuldensorgen geben Yen Auftrieb

Japans Yen erwies sich am Freitag als die einzige Währung, die Kursgewinne gegen den USD verzeichnete. Zum EUR wertete der JPY kräftig auf, während akute Sorgen um die Staatsverschuldung einiger Mitgliedsländer innerhalb der Eurozone die europäische Gemeinschaftswährung stark unter Druck brachten. Die Abkehr von Risikoanlagen stellte sich für den Yen in der vergangenen Woche als positiv heraus, während Risikoaversion im Mittelpunkt des Handelsgeschehens stand. Sobald die Risikobereitschaft der Anleger nachlässt, profitiert Japans Yen.

USD/JPY handelte am Freitag mit 89,24 gegen den USD. Der Eröffnungspreis lag bei 90,89. EUR/JPY gab ebenfalls nach: von 122,93 auf 122,06. Der EUR rutschte im Wochenverlauf aufgrund europäischer Sorgen um Konjunkturerholung und Staatsverschuldung in seinem Wert um insgesamt 2,4% ab.

Ob sich der Trend der vergangenen Handelswoche auch in den kommenden Tagen fortsetzt und sich für EUR/JPY weitere Kursverluste abzeichnen, wird sich zeigen. Das Währungspaar EUR/JPY handelt aktuell bereits nahe der nächsten wichtigen Unterstützungsmarke um 120,00. Möglicherweise findet der Abwärtstrend auf diesem Niveau vorerst ein Ende.

Rohöl - Spot-Ölpreis fällt

Der Spot-Ölpreis rutschte im Wochenverlauf drastisch ab. Zuvor erreichte der USD ein neues 8-Monatshoch gegen den EUR, während die Gemeinschaftswährung aufgrund anhaltender Sorgen um die Staatsverschuldung von Eurozonen-Mitgliedstaaten stark unter Druck geraten war. Die wachsenden Haushaltsdefizite Griechenlands, Portugals und Spaniens drohen die Konjunkturerholung in Europa zu stören und belasten ferner die künftige Nachfrageentwicklung für Rohöl.

Trotz verbesserter US-Arbeitslosenquote auf 9,7%, ergab sich für die Ölpreise nur wenig Unterstützung.

Das Barrel Rohöl wurde zu Handelsschluss am Freitag bei $71,79 gehandelt. Der Eröffnungspreis wurde mit $73,71 ausgegeben. Um insgesamt 1,3% fielen die Preise im Gesamtwochenverlauf.

Händler sollten ihr Augenmerk in der anstehenden Woche auf weitere Entwicklungen in Europa und mögliche Hilfsprogramme für in die Notlage geratenen Mitgliedsländer richten. Einige Experten nennen den Mangel an Fundamentaldaten als Ursache für die Entwicklung an den Rohstoffmärkten der letzten Wochen.

Technische News

EUR/USD

Für EUR/USD ergaben sich in den vergangenen drei Wochen äußerst rückläufige Tendenzen. Dies könnte sich jedoch bereits heute ändern. Der RSI der Tages-Chart zeigt, dass sich das Paar inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach oben jederzeit möglich. Hier könnte es richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

GBP/USD

Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz der Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Auch hier könnte die richtige Strategie lauten, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald ein aufwärts gerichteter Durchbruch erfolgt.

USD/JPY

Die Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur einsetzt. Kaufen ist bei USD/JPY möglicherweise eine gute Wahl für heute.

USD/CHF

USD/CHF zeigte sich in den letzten 3 Wochen äußerst zinsbullisch. Die technischen Daten bestätigen jedoch mögliche Abwärtstendenzen für heute. Der RSI der Tages- und 4-Wochen-Chart zeigt, dass das Paar inzwischen in den „überkauften“ Bereich gedreht hat. Eine Kurskorrektur nach unten steht unmittelbar bevor. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich heute auszahlen.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Ölpreis ist wieder einmal am Fallen. Das Barrel Rohöl wird derzeit um die $71,40-Marke pro Barrel gehandelt. Inzwischen gibt der RSI der 4-Stunden-Chart zinsbullische Signale aus, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass der Preis wieder steigen wird. Hier könnte sich
Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, bei einem äußerst beliebten Trend jetzt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:17 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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