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Friday, 8 Oct 2010
US-Arbeitsmarktdaten um 14:30 Uhr erwartet
Am gestrigen Handelstag ergaben sich an den Devisenmärkten interessante Entwicklungen. Einerseits unterbrach der US-Dollar seine Talfahrt gegenüber Euro und Britischen Pfund Sterling, markierte andererseits jedoch ein neues 15-Jahrestief zum Japanischen Yen. Darüber hinaus konnten irreguläre Kursverluste von über 300 Punkten bei Rohöl beobachtet werden. Auch am heutigen Handelstag bleibt es spannend: Um 14:30 Uhr stehen die Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung (exklusive Landwirtschaft) für den Monat September auf der Agenda. Diese gelten als bedeutender Indikator für die Arbeitslage in den USA. Von hoher Volatilität ist im Anschluss an die Veröffentlichung auszugehen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4015 | 1.5955 | 83.15 | 0.9640 | 0.9900 | 0.8860 |
| 1.3995 | 1.5935 | 82.95 | 0.9620 | 0.9885 | 0.8840 | |
| 1.3965 | 1.5905 | 82.65 | 0.9690 | 0.9855 | 0.8810 | |
| Support | 1.3905 | 1.5845 | 82.05 | 0.9630 | 0.9795 | 0.8750 |
| 1.3875 | 1.5815 | 81.75 | 0.9600 | 0.9765 | 0.8720 | |
| 1.3855 | 1.5795 | 81.55 | 0.9580 | 0.9745 | 0.8700 |
Wirtschafts News
USD - Dollar schwach vor Arbeitsmarktdaten NFP
Am gestrigen Donnerstag gab der USD im Laufe des Handelstages gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Die deutlichste Abwertung konnte dabei gegenüber dem Japanischen Yen beobachtet werden. Entsprechend handelt USD/JPY aktuell bei 82,30, nahe eines neuen 15-Jahrestiefs.
Auch heute begibt sich der Dollar wieder auf Talfahrt. Händler verweisen vorwiegend auf in Aussicht stehende zusätzliche Maßnahmen zur Lockerung der Geldpolitik in den USA als einer der Hauptbeweggründe der anhaltenden Dollar-Schwäche. Im weiteren Handelsverlauf konnte der USD einen kleinen Teil der vorausgegangenen Kursverluste aufgrund einer vermeintlich verbesserten Arbeitsmarktsituation ausgleichen. Nach Angaben des US-Arbeitsministeriums am Donnerstag ging die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 11.000 auf 445.000 zurück. Experten hatten 455.000 Anträge erwartet. Die überwiegend negativen Konjunkturdaten aus den USA führen gegenwärtig zu weiteren USD-Verkäufen. Der Dollar verliert insbesondere gegen Euro und Yen.
Aus Sicht der Datenveröffentlichungen ist der heutige Tag einer der spannendsten des Monats. Um 14:30 Uhr werden die US-Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung ausschließlich des Agrarbereichs für September ausgegeben. Der Bericht „Non-farm payroll employment“ misst die Anzahl der neu geschaffenen Stellen in über 500 Wirtschaftszweigen in den USA, ausgenommen der Landwirtschaft. Hier werden hohe Kursschwankungen im Anschluss an die Veröffentlichung erwartet. Angesichts der wackeligen US-Arbeitsmarktlage, werden die Daten heute verstärkt Einfluss auf die US-Währung haben.
EUR - Euro-Kurskorrekturen nach EUR/USD-Notierung über 1,4000
Am gestrigen Donnerstag markierte der Euro gegen den US-Dollar ein 8-Monatshoch. Zu Handelsbeginn setzte die Gemeinschaftswährung ihren aktuellen Aufwärtstrend zunächst fort. EUR/USD kletterte bis auf 1,4028. Im weiteren Handelsverlauf gab der EUR die zuvor erzielten Kursgewinne jedoch zum größten Teil wieder ab und handelt mittlerweile bei 1,3920.
Gestützt von einem positiven Bericht zur Erzeugung im Produzierenden Gewerbe in Deutschland startete die europäische Einheitswährung am Donnerstag in den Handel. Nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), stieg die Erzeugung im Produzierenden Gewerbe gegenüber dem Vormonat um 1,7%. Experten hatten einen Anstieg um lediglich 0,4% erwartet.
In der Spitze kletterte die Währung der 16 Nationen bis auf $1,4028 und scheiterte somit nicht an der psychologisch wichtigen Marke von 1,4000. Im Anschluss an die gestrige Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) erklärte EZB-Chef Jean-Claude Trichet auf einer Pressekonferenz, dass die EZB nicht beabsichtige, ihre expansive Geldpolitik weiter zu lockern. Dies gab dem Euro Auftrieb. Darüber hinaus schlägt sich die anhaltende Dollar-Schwäche weiterhin in einer Stärke des Euro nieder. Jedoch konnte EUR/USD die Marke von 1,40 nur kurzfristig überschreiten.
Aus Großbritannien werden heute um 10:30 Uhr die Erzeugerpreise für September (Output-Basis) erwartet. Darüber hinaus sollten Händler ihr Augenmerk auf die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Arbeitsmarktdaten „Non-Farm Payrolls“ richten. Die erwartete hohe Volatilität kann direkt auf die EUR-Paare wirken.
JPY - Yen bewegt sich nahe 15-Jahreshoch gegen Dollar
Auch am Donnerstag verbuchte der japanische Yen erneut Kursgewinne gegen einen Großteil der Hauptgegenwährungen. Eine deutliche Aufwertung hat den Yen zum Dollar wieder in Richtung 15-Jahreshoch gehievt. Das entsprechende Währungspaar handelt mittlerweile um die Marke von 82,30. Darüber hinaus wertete der Yen jeweils um nahezu 100 Punkte zum EUR und zum Britischen Pfund Sterling auf.
Während Japans Notenbank, Bank of Japan, am 15. September interveniert hatte, nachdem die USD/JPY unter die Marke von $83 fiel, regten sich die japanischen Währungshüter gestern nicht. Finanzminister Yoshihiko Noda erklärte vielmehr, dass die Intervention im letzten Monat darauf abzielte, die Geschwindigkeit der JPY-Aufwertung zu bremsen und nicht darauf, langfristig ein bestimmtes Niveau zu verteidigen. Marktbeobachter erwarten weitere Rückgänge bei USD/JPY.
Heute bleibt Japan dem Wirtschaftskalender so gut wie fern. Händler sollten Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone nicht aus den Augen verlieren. Insbesondere der mit Spannung erwartete US-Arbeitsmarktbericht kann heute kräftige Kursschwankungen auslösen.
Rohöl - Ölpreise fallen deutlich bis auf $81,00 pro Barrel
Die Ölpreise notierten am gestrigen Donnerstag deutlich schwächer. Nachdem in der Spitze kurzfristig ein 5-Monatshoch bei $84,50 pro Barrel markiert wurde, setzten an den internationalen Warenterminmärkten Gewinnmitnahmen ein. Zu Wochenanfang kam es zunächst zu einem kräftigen Anstieg der Preise. Am Donnerstagnachmittag rutschte der Rohstoff bis auf $81,00 ab.
Am Freitagmorgen notierten die Ölpreise in Asien stabil auf Vortagesniveau. WTI-Rohöl zur Auslieferung im November kostete in den frühen Handelsstunden $81,80 pro Barrel und somit $0,13 mehr als am Donnerstag. Nordsee-Brent verteuerte sich um $0,08 auf $83,15 pro Barrel. Die Märkte seien derzeit ausreichend versorgt, so Händler. Dies bestätigen die aktuellen Daten zu den US-Rohöllagerbeständen der letzten Woche, die auf Höchstniveau liegen. Darüber hinaus belasten derzeit fallende Aktienkurse die Ölpreise. Entsprechend gab Rohöl gestern einen Großteil der in dieser Woche verbuchten Kursgewinne wieder ab.
Heute sollten Händler die um 14:30 Uhr erwarteten US-Arbeitsmarktdaten zur Beschäftigung exklusive des Agrarsektors für September im Auge behalten. Dieser Bericht zählt zu den führenden Indikatoren für die US-Arbeitsmarktlage und nimmt in der Regel großen Einfluss auf die Märkte.
Technische News
EUR/USD
Nach dem gestrigen Hoch bei 1,4028 korrigiert sich EUR/USD rasch wieder nach unten und sackt bis auf 1,3856 ab. Das Aufwärtskreuzen des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart signalisiert jedoch, dass die Kurskorrekturen nach unten bereits abgeschlossen sind. Verkaufen könnte die richtige Strategie für heute sein.
GBP/USD
Dieses Währungspaar konnte den Widerstand bei 1,6000 gestern brechen. Anschließend gab GBP/USD jedoch wieder bis auf 1,5825 nach. Da der Wochen-RSI aktuell aufwärts ausgerichtet ist, scheint das Paar seinen Aufwärtstrend wieder aufzunehmen. Das Niveau bei 1,6000 könnte erneut erreicht werden. Händler sollten bei GBP/USD heute bevorzugt bei eng gesetzten Stopps auf steigende Kurse setzen.
USD/JPY
USD/JPY markierte am Donnerstag ein neues Rekordtief der letzten 15 Monate und notierte bei 82,10. Alle technischen Indikatoren der Wochen-Chart geben weiterhin bärische Signale aus, was bedeutet, dass USD/JPY seinem Abwärtstrend treu bleibt. Auf fallende Kurse zu setzen, gilt weiterhin als eine gute Strategie.
USD/CHF
Die bisherigen Abwärtsbewegungen dieses Paares wurden gestern unterbrochen. USD/CHF legte an einem Tag um 150 Punkte bis auf die Marke von 0,9700 zu. Darüber hinaus kreuzt der MACD auf der 4-Stunden-Chart aufwärts, was bedeuten könnte, dass die Kurskorrekturen nach oben weiteres Potenzial in sich tragen. Heute könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.
Die Wild-Card
Gold
Bis zum gestrigen Donnerstag galten die Aufwärtstendenzen des Rohstoffs Gold als einer der zuverlässigsten Trends am Markt. Mittlerweile gibt Gold bis auf $1.325 nach, seitdem das Edelmetall das Hoch bei $1.364 markieren konnte. Aktuell ist der RSI der Tages-Chart abwärts ausgerichtet und steht kurz davor, die 70-Linie zu kreuzen. Hier wird deutlich, dass sich für Gold weitere Abwärtsbewegungen einstellen können. Forex -Anlegern könnte sich jetzt eine recht gute Handelsgelegenheit bieten, schon zu Beginn des Trendes einzusteigen. Auf fallende Kurse zu setzen, könnte sich auszahlen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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