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Friday, 5 Jun 2009
US-Beschäftigung außerhalb des Agrarsektors bestimmt den USD-Handel
Der für heute angesetzte ADP-Arbeitsmarktbericht zur Veränderung der Beschäftigung außerhalb des Agrarsektors (Non-farm Payrolls) wird den Handel zwischen dem Dollar und seinen Hauptgegenwährungen bestimmen. Darüber hinaus werden auch andere Indikatoren ihren Einfluss auf den Devisenmarkt nehmen, wie beispielsweise die für 9:30 Uhr angesetzte Ansprache von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet auf einer Veranstaltung der polnischen Zentralbank in Warschau sowie die US-Arbeitslosenquote um 14:30 Uhr. Die Ergebnisse dieser Daten werden heute bestimmen, ob sich der zinsbullische Trend des USD auch in der nächsten Woche fortsetzen wird.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4305 | 1.6230 | 98.00 | 1.0800 | 0.8100 | 0.8870 |
| 1.4275 | 1.6190 | 97.60 | 1.0760 | 0.8080 | 0.8850 | |
| 1.4235 | 1.6150 | 97.20 | 1.0720 | 0.8060 | 0.8830 | |
| Support | 1.4150 | 1.6070 | 96.40 | 1.0640 | 0.8020 | 0.8790 |
| 1.4110 | 1.6030 | 96.00 | 1.0600 | 0.8000 | 0.8770 | |
| 1.4070 | 1.5990 | 95.60 | 1.0560 | 0.7980 | 0.8750 |
Wirtschafts News
USD - USD - Warten auf die Arbeitsmarktdaten, exkl. Agrar, sowie Arbeitslosenzahlen
Am Donnerstag verzeichnete der Dollar leichte Verluste gegen den EUR, nachdem die Europäische Zentralbank (EZB) ihren Entschluss, den Leitzins in der Eurozone unverändert bei 1,0% zu belassen, gefasst hatte. Dementsprechend rutschte der Dollar von 79,499 auf 79,446 ab.
Die gedämpfte Nachfrage nach dem US-Dollar hat in den vergangenen Wochen sowohl die US-Aktienmärkte ansteigen als auch die Ölpreise bis auf eine Marke bei $70 pro Barrel klettern lassen. Die höheren Kurse haben die Marktteilnehmer dazu veranlasst, ihre USD-Positionen zurückzuziehen, die als beliebte Anlage gelten. Aktuell steigt die Risikobereitschaft unter Investoren, während die Nachfrage nach dem US-Dollar deutlich nachlässt. Allgemein wird der USD als Safe-Haven-Währung und als zentrale Währung in Zeiten wirtschaftlicher Krisen erachtet.
Die vielen positiven Konjunkturdaten aus den USA, Europa und China der vergangenen Wochen, haben den Wunsch nach "sicheren" USD-Anlagen unter den Händlern gebremst und diese veranlasst, in risikoreiche und gewinnträchtige Währungen zu investieren. Der US-Dollar verbuchte gestern zwar Verluste gegen den EUR, machte jedoch Boden gegenüber dem Pfund Sterling und dem JPY gut. Die GBP/USD Kursrate gab um ca. 140 Punkte nach und schloss bei 1,6128. Zum EUR rutschte der USD um 30 Punkte ab, um bei 1,4198 zu notieren.
Insgesamt war gestern bereits leichte Marktvolatilität im Vorfeld der Arbeitsmarktdaten (exkl. Agrarsektor) sowie der US-Arbeitslosenrate, deren Ergebnisse heute um 14:30 Uhr veröffentlicht werden, zu spüren. Positive Ergebnisse könnten die jüngsten Verluste des Dollars möglicherweise
etwas ausgleichen.
EUR - EUR erholt sich angesichts Trichets Rede
Am Donnerstag erholte sich der EUR von seinem Wochentief gegenüber dem USD. Dennoch blieb der Handel innerhalb einer engen Spanne zwischen $1,40 und $1,43. Die EUR/USD Rate schloss am gestrigen Handelstag bei $1,4198, von zuvor $1,4168. Des Weiteren wurde das Währungspaar EUR/JPY zum Ende des Handelstages bei 137,39 Yen notiert. Am Vortag wurde der EUR noch bei 136,22 Yen gehandelt. Diese EUR-Tendenzen sind auf den Anstieg der US-Aktienmärkte sowie auf eine gestern verhältnismäßig optimistisch ausgefallene Rede von EZB-Präsidenten Jean-Claude Trichet zurückzuführen. Demzufolge sieht Trichet eine verbesserte Wirtschaftsleistung in der Eurozone für den weiteren Jahresverlauf.
Bei ihrer Ratssitzung am Donnerstag in Frankfurt hatte sich die Europäische Zentralbank (EZB) dazu entschlossen, den Leitzins in der Eurozone unverändert bei 1,0 Prozent zu belassen. Die Zinsrate im Euroraum befindet sich zwar auf einem Rekordtief, liegt dabei dennoch höher als die der US-Notenbank Fed, die zwischen 0,25% und 0% liegt. Dies bedeutet wiederum, dass EUR-Erträge reizvoller sind, als in USD angegebene Gewinne. Der Widerwille der EZB, in ihrer Geld- und Währungspolitik nachzugeben, hat sich letztendlich als günstig erwiesen und den EUR in seinem Kurswert gestärkt.
Anleger sollten die Ergebnisse des US-Arbeitsmarktberichtes der Beschäftigung außerhalb des Agrarsektors sowie die Arbeitslosenquote unbedingt aufmerksam verfolgen, die um 14:30 Uhr ausgegeben werden. Weiterer Indikator von Bedeutung sind die britischen Erzeugerpreise des Monats Mai um 10:30 Uhr (Output-Basis).
JPY - Safe-Haven-JPY gerät unter Druck und verliert
Am Donnerstag verzeichnete Japans Währung gegenüber 15 der 16 meistgehandelten Währungen Kursverluste. Die USD/JPY Rate notierte bei 96,74 Yen pro USD. Gestern lag diese noch bei 96,15. Yen und EUR wurden bei 137,29 von zuvor 136,22 gehandelt. Aktuell bleiben die Fundamentaldaten aus Japan enttäuschend. Darüber hinaus sind die Renditen derzeit extrem niedrig, so dass japanische Investoren bereits ein Auge auf gewinnträchtigere Anlagen in Übersee werfen. Dementsprechend lösen sie ihre Yen-Positionen auf, was den JPY weiter abwertet.
Der für heute angesetzte ADP-Arbeitsmarktbericht zur Veränderung der Beschäftigung außerhalb des Agrarsektors (Non-farm Payroll) in den USA, könnte den JPY verstärkt unter Druck setzen, der seinen Abwärtstrend gegenüber USD und EUR somit fortsetzen könnte. Von einer solchen Entwicklung ist auszugehen, da Experten damit rechnen, dass der Arbeitsplatzabbau in den USA im Vergleich zum Vormonat nachlassen wird und sich die Lage am Arbeitsmarkt leicht stabilisiert.
Rohöl - Öl auf $70-Kurs
Am Donnerstag zogen die Ölpreise stark an und erreichten ein neues 7-Monatshoch. Dabei kletterten diese bis auf die Marke bei $69,22, was einen Anstieg um über $3 pro Barrel bedeutete. Rohöl erholte sich somit schnell von den am Mittwoch verbuchten Kursverlusten und nahm seinen Aufwärtstrend in Richtung $70 pro Barrel wieder auf. Der zinsbullische Trend ergab sich, nachdem die Analysten von Goldman Sachs prognostizierten, dass „sich ein Energie-Engpass ergeben werden wird, sobald die Konjunkturkrise nachlässt“. Die Bank legte einen 12-Monatsrichtpreis bei $90 pro Barrel von zuvor $70 pro Barrel fest.
Aktuell bestimmen die Erwartungen auf eine schnelle Erholung der Wirtschaftslage den Langzeit-Ausblick für den Rohölhandel. Dies zeigte sich auch in der schnellen Preiserholung, die nach Veröffentlichung des Berichts des US-Energieministeriums am Mittwoch einsetzte, nach dem ein überraschender Anstieg der US-Rohöllagerbestände deutlich wurde. Die für heute angesetzten Ergebnisse der Arbeitsmarktdaten, könnten die Ölpreise belasten, da die US-Arbeitslosenrate, einigen Wirtschaftswissenschaftlern zufolge, steigen könnte. Dennoch bleibt Optimismus auch heute wieder Haupteinflussfaktor auf die Märkte. Steigende Aktien und ein schwächelnder Dollar werden voraussichtlich mehr Einfluss auf die Ölpreise nehmen, als die Arbeitslosenquote in den USA.
Technische News
EUR/USD
Dieses Währungspaar wurde in den letzten Tagen innerhalb einer Spanne zwischen $1,4100 und 1,4350 gehandelt. Slow Stochastic und RSI der Tages-Chart geben aus, dass es heute abwärts gehen könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.
GBP/USD
Die Bollinger Bands der 4-Stunden- und Tages-Chart deuten darauf hin, dass GBP/USD allmählich an Stärke verliert. Diese Tendenz wird vom Slow Stochastic und vom RSI der Tages-Chart bestätigt. Hier könnte es auch richtig sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
USD/JPY
Der MACD Oszillator der 4-Stunden- und Tages-Chart deutet auf eine Fortsetzung des zinsbullischen Trends hin, der sich in den vergangenen 2 Tagen eingestellt hat. Sollten diese Tendenzen tatsächlich anhalten, könnte der Kurs für USD/JPY bis zum Wochenende die 97,50-Marke erreichen. Bei diesem Währungspaar zum jetzigen Zeitpunkt einzusteigen, könnte die richtige Entscheidung für heute sein.
USD/CHF
Die Charts dieses Währungspaares geben gemischte Signale aus. Der MACD der Tages-Chart zeigt, dass sich noch einige bärische Tendenzen ergeben werden, bevor das Paar einen zinsbullischen Trend aufnehmen könnte. Dennoch verdeutlichen der MACD der Stunden-Chart sowie der Slow Stochastic der Tages-Chart, dass sich für USD/CHF voraussichtlich noch heute ein zinsbullisches Momentum einstellt. Klare Signale abzuwarten, könnte heute hierbei die richtige Wahl sein.
Die Wild-Card
EUR/GBP
Dieses Paar ist in den letzten Tagen deutlich in die Höhe geklettert und hat mittlerweile die 0,8836-Marke erreicht. Dennoch scheint sich der MACD der Stunden-Chart im "überkauftem" Bereich zu bewegen. Dies könnte bedeuten, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine bärische Preiskorrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine gute Gelegenheit bieten, bei diesem Trend bereits zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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