close
| |

Thursday, 29 Oct 2009

US-BIP-Zahlen stehen im Vordergrund des heutigen Devisenhandels

Der überraschende Rückgang der US-Neubauverkäufe gestern veranlasste die Marktteilnehmer zu plötzlichen USD-Investitionen als Safe-Haven-Anlage. Angesichts eines Marktes, der derzeit keine deutliche Ausrichtung erkennen lässt, steigt die Bedeutung von Fundamentaldaten, wie der gestrige Bericht der Neubauverkäufe sowie das annualisierte Ergebnis des US-BIP für das 3. Quartal, das die Händler heute mit Spannung erwarten, um ihre Handelsstrategien entsprechen auszurichten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnodownupdowndown
Wochentendenzdownupdownupdowndown
Resistance1.48001.648591.251.03500.90750.9075
1.47751.644091.001.03250.90400.9050
1.47501.640590.751.03000.90100.9025
Support1.47001.635090.101.02250.89500.8950
1.46751.632589.851.02000.89250.8925
1.46501.630089.501.01750.89000.8900

Wirtschafts News

USD - US-Dollar steigt trotz negativer Daten

Der US-Dollar setzte seinen Aufwärtstrend gegen den EUR gestern fort, nachdem überraschend enttäuschende Zahlen zu den US-Neubauverkäufen veröffentlicht wurden. Die Daten hoben den Marktoptimismus wieder auf, der sich nach Ausgabe des positiv ausgefallenen Auftragseingangs langlebiger Wirtschaftsgüter zunächst einstellte und schürten die Sorge der Marktteilnehmer um die schleppende wirtschaftliche Erholung in den USA. Investoren kehrten risikoreichen Anlagen, in die in den vergangenen Monaten kräftig investiert wurde, den Rücken. Infolgedessen beendete der USD den gestrigen Handelstag mit plus 100 Punkten zum EUR bei der Marke von 1,4216. Auch zum GBP machte der Dollar Boden gut und schloss hier bei 1,0260.

Regierungsberichten zufolge sind die Verkäufe von Neubauten in den USA im Monat September unerwartet stark zurückgegangen. Damit markierte das Ergebnis den ersten Rückgang innerhalb der letzten sechs Monate und verdeutlichte noch einmal die Schwierigkeiten einer nachhaltigen Konjunkturerholung, die trotz positivem Geschäftsklima wiederholt erkennbar werden. Wie das US-Handelsministerium am Mittwoch berichtete, fiel die Zahl der US-Neubauverkäufe im Vergleich zum Vormonat um 3,6% und wurde mit einem saisonbereinigten Jahreswert von 402.000 Verkäufen ausgegeben. Im Monat August belief sich die Zahl noch auf 417.000 verkaufte Einheiten. Investoren berichten von einem gesteigerten Interesse unter den Anlegern am US-Dollar als Safe-Haven-Währung.

Weitere Ursache für den zinsbullischen Dollar gestern waren die Verluste an den US-Aktienmärkten, die wiederum die Nachfrage nach dem USD als Safe-Haven-Währungen stützten. Das erneute Kaufinteresse ergibt sich ferner nach einem deutlichen Kursrückgang des USD zu Monatsbeginn. Der Dollar hatte noch vor kurzem ein neues Rekordtief der letzten 14 Monate zum EUR erreicht, da USD-Investoren ausländische Währungen und weitere risikoreichere Anlagen wie Aktien erkennbar bevorzugten.


Heute stehen zwei wichtige Veröffentlichung aus der US-Wirtschaft auf der Agenda, die besondere Wirkung auf die US-Währung zeigen könnten: die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) und die 1. Veröffentlichung des US-BIP für das 3. Quartal (annualisiert). Beide Indikatoren werden um 14:30 Uhr ausgegeben. Die Berichte nehmen in der Regel großen Einfluss auf den USD-Kurs und lösen des Öfteren Kursschwankungen aus. Anleger sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnte sich eine ausgezeichnete Gelegenheit bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung der vorgenannten Indizes ergeben werden.

EUR - EUR verliert gegen steigende Safe-Havens


Der EUR rutschte gestern bis auf ein 2-Wochentief zum Dollar ab, nachdem sich die Sorge der Anleger über das Erholungstempo der US-Wirtschaft verstärkte und eine breite und längst überfällige Kurskorrektur auslöste. Im Anschluss an den gestrigen Handelstag fiel die europäische Gemeinschaftswährung dramatisch bis auf 1.4710. Eine ähnliche Kursentwicklung konnte gegenüber dem japanischen Yen beobachtet werden. Der EUR notierte hier bei 130,95.

Gegenüber dem USD verzeichnete der EUR Verluste angesichts fallender Kurse an den Aktienmärkten am Mittwoch. Die US-Börsen erlitten aufgrund der enttäuschenden Zahlen des Immobilienmarkts Verluste, während die Rohstoff-Kurse ebenfalls absackten. Analysten zufolge vermieden es Investoren, den EUR-Kurs, trotz starker USD-Abwärtstendenzen der letzten Wochen, weiter in die Höhe zu treiben, was als Zeichen für eine Erholung der US-Währung in naher Zukunft gedeutet werden kann.

Wichtigste Fundamentaldaten aus der Eurozone heute sind die Arbeitslosenzahlen in Deutschland für den Monat Oktober, die um 09:55 Uhr veröffentlicht werden. EUR-Anleger sollten die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit aufmerksam verfolgen. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen der Marktteilnehmer übertreffen, könnte sich das äußerst positiv auf den Kurswert des EUR auswirken.

JPY - Yen profitiert von jüngsten Verlusten an Aktienmärkten

Am Mittwoch zählte der Yen zu den Gewinnern des Handelstages. Angesichts neu aufkommender Marktängste, reduzierten die Marktteilnehmer ihre risikoreichen Positionen. Anstelle dessen wandten sie sich, von fallenden Aktienkursen nach enttäuschenden US-Immobiliendaten angetrieben, Safe-Haven-Währungen zu. Bis Handelsschluss kletterte der JPY zum EUR bis auf die Marke von 132,95. Gegenüber dem USD verzeichnete der JPY ebenfalls zinsbullische Tendenzen und notierte hier bei 90,30.

Auch die europäischen Börsen schlossen gestern uneinheitlich, insbesondere für Bankaktien sowie Energiewerte ergaben sich Verluste, die sichere JPY-Käufe als Alternative stützten. Darüber hinaus rutschte die gewinnträchtige und risikoreiche Währung Australischer Dollar aufgrund enttäuschender nationaler Inflationsdaten deutlich ab, was dem ertragsarmen Yen weiteren Aufschwung brachte.
Ein erneuter Kursanstieg könnte sich bereits ergeben, sobald die übrigen Wirtschaftsnationen beginnen, ihren Leitzins zur Abwendung von Inflation wieder anzuheben. Dies könnte sich verheerend auf Japans Wirtschaft auswirken, indem sich der japanische Export im Vergleich zu ausländischen Ausfuhren verteuert.

Rohöl - Rohölpreis fällt unter $78 pro Barrel

Am Mittwoch fielen die Ölpreise um $2 bis unter $77,20 pro Barrel, nachdem das Department of Energy (DoE) mitteilte, dass die Rohöllagerbestände der letzten Woche im Vergleich zur Vorwoche überraschend gestiegen sind. Der Energiebedarf in den USA scheint sich wieder auf dem aufsteigenden Ast zu befinden.

Enttäuschende Zahlen vom US-Immobilienmarkt hatten die Ölpreise erneut unter Druck gesetzt. Die Neubauverkäufe in Amerika markierten ihren ersten Rückgang in sechs Monaten. Anleger zweifeln wieder verstärkt an der Nachhaltigkeit der US-Wirtschaftserholung. Der USD wird dennoch als Safe-Haven-Währung gehandelt, die gestern Kursgewinne verbuchte und die Ölpreise folglich drückte.

Rohöl-Händler sollten heute die globalen Aktienmärkte gut im Auge behalten sowie Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, um Hinweise auf die nächsten Kursbewegungen für Rohöl zu erhalten.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar gibt heute gemischte Signale aus. Ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart deutet sich an, während der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart ein neu entstandenes zinsbullisches Cross verdeutlicht. Allem Anschein nach wird die nächste Kursbewegung eine rückläufige sein, während langfristig Aufwärtsdruck besteht. Warten Sie die Preisausrichtung nach oben ab, um anschließend auf steigende Kurse zu setzen. Diese Handelsstrategie könnte für Sie heute von Vorteil sein.

GBP/USD

Die zinsbullische Handelsspanne dieses Paares zwischen 1,6300 und 1,6400 setzt sich unvermindert fort. Ein Großteil der technischen Indikatoren deutet darauf hin, dass sich dieser Trend voraussichtlich fortbestehen wird. Forex-Händler könnten davon profitieren, wenn sie bei Höchstständen kaufen und bei Niedrigständen verkaufen.

USD/JPY

Der anhaltende Abwärtstrend dieses Paares lässt bei vielen Indikatoren eine bevorstehende Preiskorrektur erkennen. Ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic und MACD auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart ist nicht zu übersehen. Gleiches gilt für die Preisbewegung im „überkauften“ Bereich des RSI der 4-Stunden-Chart. Die richtige Entscheidung für heute könnte für USD/JPY lauten: Kaufen.

USD/CHF

Für dieses Paar ergibt sich angesichts des zinsbullischen Crosses des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart aktuell kurzfristiger Aufwärtsdruck. Langfristig scheint sich jedoch eine rückläufige Preiskorrektur zu ergeben. Verkaufen nach der Neuausrichtung könnte heute die richtige Taktik sein.

Die Wild-Card

Rohöl

Die gestrigen bärischen Bewegungen von Rohöl haben eine Reihe technischer Indikatoren in den „überkauften“ Bereich gedrückt. Aktuell verdeutlicht ein neues zinsbullisches Cross des Stunden-MACD sowie des 4-Stunden-Slow Stochastic, dass ein Aufwärtstrend unmittelbar bevorstehen könnte. Darüber hinaus hat der Preis des Rohstoffs aktuell den „überkauften“ Bereich des RSI der Stunden-Chart erreicht und bewegt sich stufenweise aufwärts. Forex -Anleger, die in diesen Rohstoff investieren, könnten von den Hinweisen profitieren, indem sie jetzt bei einem hervorragenden Einstiegspreis auf steigende Kurse bei Rohöl setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:27 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen