| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Friday, 1 Oct 2010
US-Datenwelle beeinflusst Devisenmärkte
Zum Ende des Monats setzten gestern hohe Kursschwankungen an den Märkten ein. Ursache dafür waren marktbewegende Indikatoren aus den USA, wie beispielsweise aktuelle, am Donnerstag veröffentlichte Angaben zum BIP (2. Quartal) sowie die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe. Auf der anderen Seite des Ozeans kommen in der Eurozone Sorgen um die neuen Milliarden-Hilfen für irische Banken auf. Irland muss die maroden Banken im Land trotz erfolgreicher Auktionen irischer Staatsanleihen, die in diesem Monat die Aktienmärkte wiederholt beflügeln konnten, retten.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3740 | 1.5815 | 84.25 | 0.9890 | 0.9745 | 0.8755 |
| 1.3720 | 1.5795 | 84.05 | 0.9870 | 0.9725 | 0.8735 | |
| 1.3690 | 1.5765 | 83.75 | 0.9840 | 0.9695 | 0.8705 | |
| Support | 1.3630 | 1.5705 | 83.15 | 0.9780 | 0.9635 | 0.8645 |
| 1.3600 | 1.5675 | 82.95 | 0.9750 | 0.9605 | 0.8615 | |
| 1.3580 | 1.5655 | 82.75 | 0.9730 | 0.9585 | 0.8595 |
Wirtschafts News
USD - Händler warten auf US-ISM-Index
Die USA veröffentlichten am gestrigen Donnerstag eine Reihe positiver Konjunkturdaten. Diese konnten den USD jedoch nicht stützen. Die Wirtschaftsleistung der Vereinigten Staaten von Amerika wuchs im 2. Quartal etwas stärker als zuvor angegeben. Annualisiert beläuft sich die endgültige BIP-Schätzung auf einen Zuwachs um 1,7% im Vergleich zum Vorquartal. Die erste Schätzung belief sich auf 1,6%. Auch die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe übertragen die Prognosen der Experten. Anstelle der erwarteten 458.000, wurden in der Woche zum 25. September lediglich 458.000 Antragsteller gezählt. Darüber hinaus wurde der Chicago-Einkaufsmanagerindex mit 60,4 Zählern, statt des erwarteten Rückgangs von 56,7 auf 56,0 Punkte veröffentlicht.
Dennoch sorgten die vorgenannten Indizes nicht für USD-Käufe. Das Währungspaar EUR/USD handelte am Donnerstag innerhalb einer Spanne zwischen 1,3680 und 1,3560. USD/JPY notierte nahezu unverändert zum Eröffnungspreis bei 83,56. Zum Britischen Pfund Sterling und Schweizer Franken machte der US-Dollar leicht an Boden gut. GBP/USD rutschte auf ein Wochen-Tief um 1,5668, während USD/CHF von 0,9774 auf 0,9843 anzog.
An den US-Aktienmärkten waren Verluste zu beobachten. Der Dow-Jones-Index fiel gestern um 0,4%. Im Monat September legte der Dow Jones um insgesamt 7,7% zu, die beste September-Entwicklung seit 1939. Händler führen die Entwicklungen am Markt auf positive US-Konjunkturdaten zurück, die die besorgten Händler um einen Rezessionsrückfall beruhigten.
Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer den für heute um 16:00 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes für September. Die Prognosen belaufen sich auf 54,0 Punkte von 56,3 Zählern im August. EUR/USD könnte noch vor dem Wochenende bis zum Widerstand bei 1,3820 klettern, so Marktbeobachter.
EUR - Euro von Negativ-Daten unbeeinflusst
Weder neu aufkommende Sorgen um angeschlagene irische Banken, wie die Allied Irish Banks, noch die Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch die Ratingagentur Moody's, konnten den Euro am gestrigen Donnerstag unter Druck bringen.
Allein zur Rettung der Anglo Irish Bank muss Irland 34 Mrd. Euro aufwenden. Das Staatsdefizit steigt mittlerweile auf fast ein Drittel der Wirtschaftsleistung, während die Gesamtschulden des europäischen Staates bis zum Jahresende voraussichtlich bis auf 160 Mrd. Euro klettern werden.
Spaniens Kreditwürdigkeit stufte die die Ratingagentur Moody's am Donnerstag von der Bestnote Aaa auf Aa1 herab. Zuvor hatten bereits die Ratingagenturen Standard&Poor's sowie Fitch die Bonität des Mittelmeerstaates herabgesetzt. Entsprechend erwarteten die Märkte die Entscheidung bereits.
Trotz der Negativ-Nachrichten, zeigte sich die europäische Gemeinschaftswährung überwiegend unbeeindruckt und setzte ihren Aufwärtstrend gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen fort. Das Währungspaar EUR/USD handelte am Donnerstag innerhalb einer Spanne zwischen 1,3680 und 1,3560. EUR/GBP erreichte nach deutlichen Aufwärtstendenzen 0,8679 in der Spitze. Der Eröffnungspreis wurde hier mit 0,8583 ausgegeben.
Für den heutigen EUR/GBP-Handel ist der aktuelle Indexstand des Einkaufsmanagerindexes für das verarbeitende Gewerbe in Großbritannien (September) von Bedeutung. Der nächste Widerstand für EUR/GBP befindet sich bei 0,8770.
JPY - USD/JPY-Talfahrt hält an
Der deutliche Abwärtstrend des Währungspaares USD/JPY setzt sich, wenn auch seit der BoJ-Intervention verlangsamt, unaufhaltsam fort. Händler spekulieren weiterhin über zusätzliche Interventionen seitens der japanischen Notenbank in den kommenden Handelswochen.
Nach wie vor zeigen sich viele Investoren darüber besorgt, dass die extremen Kursbewegungen des Yen die Stabilität von Konjunktur und Finanzmärkten gefährden könnten. Gegenwärtig gilt die Marke um 82,86 als nächstes Preisniveau für USD/JPY.
Charttechnisch zeichnet sich ein absteigendes Wedge-Pattern auf der Monats-Chart ab, was auf eine Trendwende hoffen lässt. Der nächste Widerstand ist bei 90,80 aufzufinden. Notiert das Paar oberhalb dieser Marke, ist mit einem mittelfristigen Ausbruch nach oben zu rechnen.
Aktuell behalten die anhaltenden Abwärtstendenzen ihre Gültigkeit. Händler sollten aufmerksam bleiben: Sobald USD/JPY die Marke von 82,80 unterschreitet, wird sich der Abwärtstrend zunächst fortsetzen.
Rohöl - Positive Konjunkturdaten lassen Ölpreise steigen
Die internationalen Ölpreise zogen gestern kräftig um 3,4% an. Optimismus versprechende Fundamentaldaten aus den USA trieben die Ölpreise auf ein neues 7-Wochenhoch. Der Preisanstieg setzte sich auch am Freitagmorgen fort: Im asiatischen Handel stieg der Preis für ein Barrel WTI-Öl um $0,45 auf $80,42. Ein Fass Nordsee-Brent kostete $82,66 und somit $0,35 Cent mehr als am Donnerstag.
Anleger spekulierten nach den positiven Konjunkturdaten auf eine gesteigerte Nachfrage nach Rohöl.
Charttechnisch bleibt das Momentum hier oberhalb der Nulllinie, während der MACD höher tendiert. Dies könnten Hinweise auf weitere Kursgewinne bei Rohöl sein. Der nächste Widerstand liegt um $83,00.
Technische News
EUR/USD
Das Momentum steigt oberhalb der Nulllinie, während die 20-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA) aufwärts gerichtet bleibt. Handelsstrategien sind entsprechend auszurichten. Auf der Tage-Chart ist eine zinsbullische Handelsspanne zu erkennen, die am 12. September beginnt. Händler könnten die obere Grenze der Handelsspanne, die dem März-Hoch um 1,3820 entspricht, als nächstes Preisniveau ins Auge fassen.
GBP/USD
Nach den gestrigen Verkäufen gilt es bei GBP/USD heute aufmerksam zu bleiben. Nach einer langen roten Kerze folgt an drei konsekutiven Tagen eine Doji-Candlestick-Anordnung. Eine Unterbrechung der Aufwärtstendenzen erfolgt bei 1,5870, die gleichzeitig auf das 61,8% Fibonacci-Retracement-Level des November-Hochs in 2009 fällt. Die Charts signalisieren somit eine mögliche Trendwende, bzw. zumindest eine Phase der Konsolidierung.
USD/JPY
Bei USD/JPY bildet sich auf der Monats-Chart ein eindeutig rückläufiges Wedge-Pattern heraus, das auf eine Trendumkehr deutet. Langfristig wird ein bevorstehender Abwärtstrend immer deutlicher. Händler, die bei diesem Paar auf steigende Kurse setzen wollen, sollten jedoch zunächst geduldig bleiben und abwarten, bis USD/JPY aufwärts bricht. In diesem Monat könnte der Widerstand bei 90,80 angetestet werden. Eine Notierung oberhalb dieser Marke könnte als Bestätigung des Ausbruchs eingestuft werden. Dennoch ist nicht zu vergessen, dass USD/JPY auch weiterhin auf Talfahrt bleiben kann. Aufgepasst: Sobald USD/JPY die Marke von 82,80 unterschreitet, ist damit zu rechnen, dass sich der Abwärtstrend zunächst fortsetzt.
USD/CHF
Nach zwei Handelstagen, an denen USD/CHF Kursgewinne verbuchte, könnten sich für Händler, angesichts möglicher Kurskorrekturen nach unten, nun gute Verkaufsgelegenheiten bieten. Nachdem das Paar mittlerweile ein Hoch bei 0,9840 erreicht hat, scheint sich der Preis nach unten zu korrigieren. Möglicherweise ist dies ein guter Zeitpunkt, jetzt mit einem nächsten Richtpreis um das 2008-Tief bei 0,9632 auf fallende Kurse zu setzen.
Die Wild-Card
Rohöl
Bei Rohöl werden auf den Charts Signale deutlich, nach denen das Momentum bis über die Nulllinie zugenommen hat. Das 7-Tage-Momentum tendiert deutlich höher, während der MACD ebenfalls steigt. Gestern hat der Preis den Widerstand von $80 überwinden können. Forex -Händler können hier den $83,00-Widerstand als nächstes Preisniveau ins Visier nehmen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







