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Wednesday, 16 Dec 2009

US-Dollar auf 2-Monatshoch

Am Dienstag kletterte der USD auf den höchsten Stand der letzten 2 Monate. Über den Erwartungen liegende US-Konjunkturdaten ließen den Dollar aufwerten, während in Europa der Abgabedruck der Banken auf der Stimmung am Markt und auf dem EUR lastete. Darüber hinaus eröffnen Anleger ihre Positionen aktuell im Vorfeld des Leitzinsentscheids der US-Notenbank Federal Reserve. Der Offenmarktausschuss befindet über die US-Zinspolitik und wird seine Entscheidung im weiteren Tagesverlauf bekannt geben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdowndowndowndownno
Wochentendenzdowndownupupdowndown
Resistance1.46431.633490.361.05080.90370.9009
1.46111.630290.031.04760.90160.8988
1.45801.627189.721.04450.89950.8967
Support1.44981.620889.111.03840.89540.8925
1.44661.617788.801.03520.89310.8903
1.44321.614688.481.03210.89100.88.81

Wirtschafts News

USD - USD-Kurs fester gegen EUR aufgrund Prognose für Leitzinsrate

Der USD notierte am Mittwoch nahe eines neuen Rekordhochs der vergangenen 2 Monate gegen den EUR und machte gegenüber Japans Yen wieder Boden gut. Die Märkte sehen mit Spannung dem für heute erwarteten Leitzinsentscheid der US-Notenbank Federal Reserve entgegen.

Die US-Währung schloss im Vorfeld positiver Prognosen zu den Indikatoren US-Baubeginne und US-Verbraucherpreise bei einem 1-Wochen-Hoch gegen den JPY. Anleger mutmaßen verstärkt über eine Zinsanhebung durch die Fed, die zum kommenden Juni erfolgen soll. Der Offenmarktausschuss (FOMC) der Notenbank befindet aktuell in einer 2-tägigen Sitzung über die US-Zinspolitik und publiziert das Ergebnis der Sitzung Fed-Funds-Zielsatz heute um 21:15 Uhr.

Am gestrigen Handelstag notierte der Dollar bei $1,4542 pro EUR von zuvor $1,4538. Im Tagesverlauf erreichte die US-Währung ein Hoch um $1,4504 und markierte damit einen neuen Rekordstand seit dem 2. Oktober. Zu Japans Yen schloss der USD gestern bei 89,58 Yen, von zuvor 89,61, nachdem das Tageshoch zwischenzeitlich bei 89,95, dem höchsten Stand seit dem 7. Dezember, lag.

Die Währungshüter um Ben Bernanke werden ihre Zinssätze voraussichtlich unverändert belassen. Jedoch soll noch darüber entschieden werden, ob der Diskontsatz möglicherweise angehoben wird. Auch die jüngst positiven US-Konjunkturdaten sprechen für eine Verschärfung der US-Geldpolitik durch die Federal Reserve. Händler berichten von Investoren, die vermehrt USD-Short-Positionen noch vor Jahresende 2009 schließen, was den USD zum Wochenende und möglicherweise bis zum Jahreswechsel stützen könnte.

EUR - EUR fällt aufgrund Banken-Abgabedruck

Neue Sorgen um Österreichs Finanzinstitute brachten den EUR gestern erneut unter Druck, nachdem Berichten zufolge das viertgrößte Geldhaus des Landes Kapital-Problemen gegenüberstehe. Weiterhin drückte der Abgabedruck der Banken in ganz Europa auf die Stimmung am Markt und auf die europäische Gemeinschaftswährung. Darüber hinaus bleibt das Erholungstempo der Eurozonen-Wirtschaft laut Konjunkturdaten weiterhin schleppend und auch die Konjunkturzuversicht in Deutschland hat sich im Monat Dezember leicht eingetrübt. Anleger stießen ihre EUR-Anlagen gestern folglich ab. Die Nachrichten ergänzten zuvor aufgekommene Besorgnis unter den Händlern um die Mitgliedsstaaten Griechenland und Spanien und verstärkten den Druck auf den EUR.

Im frühen asiatischen Handel blieb der EUR stabil bei $1,4525. Im Vortageshandel rutschte die 16-Nationen-Währung um 1% auf $1,4503 ab und markierte somit den niedrigsten Stand seit Anfang Oktober. Zum Pfund Sterling handelte der EUR mit -0,6% bei 89,35 Pence von zuvor 89,36 am Dienstagmorgen. Gegen das Britische Pfund könnte sich der Abwärtstrend des EUR zum 5. Tag in Folge fortsetzen. Investoren sind nach wie vor in Sorge um die Griechen und deren hohen Staatsverschuldung. Ferner belastet die gestrige Verstaatlichung der Hypo-Alpe-Adria-Bank in Österreich die Stimmung der Anleger.

Die Nachfrage nach EUR-Anlagen ließ außerdem angesichts der Einschätzung von Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer nach, der nicht vor Ende des nächsten Jahres mit einer Erhöhung der EZB-Leitzinsen rechnet. Noch dazu haben Finanzmarktaufsicht FMA und Nationalbank OeNB in Österreich laut Medienberichten die Österreichische Volksbanken AG ÖVAG auf ihre „Beobachtungsliste“ gesetzt - weiterer Abwärtsdruck für den EUR. Die Bank erklärte den Bericht zwar für ungenau, dennoch schwand die Risikobereitschaft der Händler rasch dahin, die der Gemeinschaftswährung Euro den Rücken kehrten.

JPY - JPY gibt nach - Dubai-Sorgen halten an

Der japanische Yen gab gestern gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Anhaltende Sorgen um die finanziellen Schwierigkeiten in Dubai dämpfen weiterhin den Bedarf an Yen-Positionen. Abu Dhabi hatte seinem Nachbarn Dubai gestern ein Hilfspaket von $10 Mrd. zugesichert, um die in Schwierigkeiten geratene Staatsholding Dubai World bei der Begleichung ihrer Schulden in Höhe von $4,1 Mrd. zu unterstützen.

Händleraugen sind heute auf Nachrichten aus Europa und den USA gerichtet, während Japans Yen gegenüber übrigen Hauptwährungen im Mittwochshandel voraussichtlich in den Hintergrund treten wird. Sollte die jüngste USD-Stärke anhalten und der EUR seinen Abwärtstrend angesichts internationaler Angelegenheiten wie Griechenland und Dubai fortsetzen, könnte auch der JPY gegenwärtige Trends beibehalten.

Rohöl - Ölpreise steigen angesichts US-Industrieproduktion

Am Mittwoch notierten die Ölpreise nahe $71 pro Barrel und schlossen zum ersten Mal in 10 Tagen fester. Laut US-Notenbank ist die Industrieproduktion in den USA im November stärker als erwartet gestiegen, was als Vorzeichen für einen erhöhten Energiebedarf gedeutet werden könnte.

Um +9 US-Cents kletterte Rohöl gestern bis auf $70,78 pro Barrel. Um insgesamt $1,18, bzw. 1,7% höher schloss der Rohstoff letztendlich bei $70,69. Laut der Prognose des American Petroleum Institute sollen die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 924.000 Mio. Barrel angestiegen sein.

9 Tage in Folge verzeichneten die Ölpreise bis gestern Kursverluste. Außerdem hat die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ihre Prognosen für die weltweite Ölnachfrage angehoben. Um 16:30 Uhr veröffentlicht die Energy Information Administration ihre genauen Ergebnisse zu den US-Rohöllagerbeständen der Woche.

Technische News

EUR/USD

Auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart sind unterschiedliche Signale zu erkennen. Der Slow Stochastic der Stunden-Chart gibt ein rückläufiges Cross aus, während der RSI im „überkauften“ Bereich schwankt. Der RSI befindet sich auf der 4-Stunden-Chart ebenfalls im „überkauften“ Abschnitt. Die Chart verdeutlicht außerdem ein neues zinsbullisches Cross des Slow Stochastic. Angesichts der sich verengenden Bollinger Bands auf der Stunden-Chart steht zweifelsohne eine volatile Bewegung für EUR/USD bevor. Die Ausrichtung bleibt jedoch unklar. Deutlichere Signale abzuwarten, könnte heute die richtige Entscheidung sein.

GBP/USD

Ein Großteil der Indikatoren bewegt sich aktuell im neutralen Bereich, während das Paar innerhalb einer flachen Spanne handelt. Auch hier wäre es von Vorteil, auf deutlichere Zeichen zu warten. Dennoch sind zinsbullische Crosse des MACD auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart zu erkennen, die auf einen bevorstehenden Aufwärtstrend deuten. In den nächsten Handelsstunden könnte es von Vorteil sein, auf steigende Kurse zu setzen.

USD/JPY

Neue rückläufige Crosse des MACD-Indikators bilden sich aktuell auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart. Eine Kurskorrektur nach unten könnte sich in Kürze ergeben. Der 4-Stunden- Slow Stochastic hat ebenfalls ein rückläufiges Cross gebildet. Entsprechend rutscht der Preis langsam stufenweise ab. Verkaufen könnte die richtige Strategie für heute sein.

USD/CHF

Aktuell scheint sich der Preis dieses Paares im „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart zu bewegen. Dies kann als Zeichen für Abwärtsdruck gedeutet werden. Mit einem bärischen Cross des MACD auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart, scheint die nächste Bewegung eine rückläufige zu werden. Verkaufen könnte heute eine gute Wahl sein.

Die Wild-Card

GBP/CHF

Die Bollinger Bands auf der Stunden-Chart haben begonnen, sich zu verdichten, was wiederum bedeuten könnte, dass eine volatile Bewegung bevorsteht. Deutlich zu erkennen sind neue rückläufige Crosse des Slow Stochastic auf der 4-Stunden- und Tages-Chart sowie eine Preisbewegung im „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart. Alle Anzeichen stehen für rückläufige Tendenzen.
Forex -Händler sollten die Gelegenheit nicht verpassen, von dem bevorstehenden Abwärtstrend dieses Paares zu profitieren.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:34 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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