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Wednesday, 2 Dec 2009

US-Dollar fällt - Dubai-Sorgen schwinden

Der US-Dollar erreichte am Mittwoch abermals ein 15-Monatstief zum EUR und weiteren Hauptwährungen, während die Panik um Dubais Schuldenproblematik langsam nachlässt und sich die Nachfrage nach gewinnträchtigen Anlagen wieder verstärkt. Der Staatskonzern Dubai World will mittlerweile im Rahmen eines Sanierungskonzepts ca. $26 Mrd. umschichten. Die Staatsholding bemüht sich um ein Moratorium für rund die Hälfte ihrer Schulden in Höhe von $59 Mrd. Die Nervosität der Anleger lässt langsam nach. Diese hoffen darauf, dass die Geldinstitute der Vereinigten Arabischen Emirate ausreichend Liquidität gewährleisten können.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupdown
Wochentendenzupnodowndownnoup
Resistance1.51701.667587.801.00600.93600.9170
1.51501.665587.601.00400.93400.9150
1.51201.662587.301.00100.93100.9120
Support1.50601.656586.700.99500.92500.9060
1.50301.653586.400.99200.92200.9030
1.50101.651586.200.99000.92000.9010

Wirtschafts News

USD - USD schließt nach BoJ-Meeting fester gegen Yen

Der US-Dollar befand sich am Mittwoch überwiegend in der Defensive, während sowohl EUR als auch andere gewinnträchtige Währungen ihre eindrucksvolle Kurssteigerung fortsetzten. Insgesamt wurden jedoch leichte Anzeichen einer nachlassenden Risikobereitschaft unter den Händler zum Jahresende deutlich. Der Dollar schwächte gestern um 0,6% auf $1,5088 pro EUR von zuvor $1,5005 ab.

Zum zweiten Tag in Folge gab der USD gegen den EUR angesichts steigender Aktienkurse in Europa und den USA nach. Auch gegen die Währungen Australiens und Neuseelands rutschte der US-Dollar leicht ab, als Händler sich zum 2. Handelstag in Folge dazu entschlossen, die niedriger rentierliche Anlage zugunsten gewinnträchtiger Investitionen abzustoßen. Gegen den japanischen Yen machte der Dollar dennoch Boden gut, nachdem Japans Zentralbank Bank of Japan gestern auf einer Sondersitzung beschlossen hatte, japanischen Finanzinstituten zusätzliche Milliarden zur Bekämpfung des Yen-Preisverfalls zur Verfügung zu stellen. Der USD notierte bei 86,61 Yen vom zuvor erreichten 87,53 Yen-Rekordstand. Händler erwarten einen nächsten Stand unter der Marke von 87 Yen.

Des Weiteren blieb der USD-Handel schwach, nachdem das Institute for Supply Management (ISM) den nationalen Index der US-Einkaufsmanager im verarbeitenden Gewerbe im November bei 53,6 Punkten ausgab. Im Vormonat lag das Ergebnis noch bei 55,7 Punkten und blieb somit weit unter den Markterwartungen. Die aktuellen Abwärtstendenzen der US-Währung gegen die Hauptgegenwährungen könnten vorerst anhalten. Abzuwarten sind die für heute erwarteten Indizes ADP-Arbeitsmarktbericht für November (Beschäftigung privater Sektor) und US-Rohöllagerbestände (Woche).

EUR - Steigende UK-Hauspreise lassen GBP anziehen

Um 17-monatige Höchststände handelte die europäische Gemeinschaftswährung EUR am Dienstag gegen den US-Dollar und notierte zu Handelsschluss bei $1,5088. Steigende Aktienkurse und Rohstoffpreise trübten die Attraktivität des Safe-Haven-Dollar.

Das Britische Pfund Sterling schloss gegen USD und EUR fester. Zum 7. Monat in Folge waren die UK-Hauspreise gestiegen und die Sorgen der GBP-Anleger in Bezug auf den Staatskonzern Dubai World ließen angesichts des beabsichtigten Sanierungskonzepts des Staatsfonds nach. Möglicherweise sind UK-Kreditgeber weniger von den Zahlungsschwierigkeiten Dubais betroffen als zunächst vermutet. Das Pfund Sterling kletterte im gestrigen Handel von $1,6440 auf $1,6621. Ein Kursanstieg konnte auch zum EUR beobachtet werden. Hier notierte Großbritanniens Währung bei 90,86 Pence pro EUR von zuvor 91,25 Pence.

Trotz CIPS-Index-Ergebnis, das unter den Erwartungen der Analysten lag, ergab sich die GBP-Kurssteigerung. Der CIPS-Index ist der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in Großbritannien und mit dem ISM-Index der USA zu vergleichen. Die Ökonomen der Investmentbank Morgan Stanley sehen Großbritannien sich -im Vergleich zu übrigen Wirtschaftsnationen- gerade aus der Rezession schleppen.

JPY - Yenkurs rutscht aufgrund BoJ-Beschluss ab

Der japanische Yen gab im Dienstagshandel zum USD nach. Investoren reagierten entsprechend auf den neuesten Beschluss der BoJ, ihre Geldpolitik angesichts des gestiegenen Deflationsdrucks erneut zu lockern. Händler gehen davon aus, dass weitere USD/JPY-Positionen am Devisenmarkt zunächst abgestoßen werden. In einer Sondersitzung ihres geldpolitischen Gremiums hatte sich die japanische Zentralbank aufgrund von Deflation und Aufwertung der Landeswährung dazu entschieden, weitere Milliarden in das Finanzsystem zu pumpen.

Dem Markt sollen rund 10 Billionen Yen zugeführt werden. Den Leitzins beließ die Bank von Japan wie erwartet bei 0,1%. Trotz der Yen-Schwäche am Dienstag gehen Analysten nicht davon aus, dass die Maßnahmen der BoJ ausreichend sind, um langfristig Yen-Käufe gegen den USD zu verlangsamen. Viele Anleger erwarten den Yen zum USD stärker, solange die US-Niedrigzinspolitik anhält. In Anbetracht der allumfassenden USD-Schwäche bleibt es wahrscheinlich, dass die staatliche Intervention Japans zur signifikanten Abschwächung des Yen lediglich gemäßigten Erfolg haben wird.

Rohöl - Rohöl handelt im Vorfeld der EIA-Daten um $78 pro Barrel


Die Ölpreise gaben bereits am Mittwoch früh die zuvor verzeichnete Kurssteigerung ab und handelten um nahezu 0,5% unter gestriger Marke. Prognosen zufolge sind die US-Rohöllagerbestände wieder angestiegen, was die Dollar-Schwäche etwas ausglich.

Steigende Produktionszahlen aus den USA und China, die zusammen 32% des weltweiten Ölbedarfs ausmachen, stützten den Rohstoffpreis. Der API-Bericht des American Petroleum Institute gab gestern an, dass die Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche um 2,89 Mio. Barrel angestiegen sind. Die Vorräte für Benzin und Destillaten erhöhten sich laut Bericht ebenfalls aufgrund nachlassender Raffinerieauslastung.

Seit vergangenem Dezember sind die Ölpreise in die Höhe geschnellt und wurden in den letzten zwei Monaten innerhalb einer engen Spanne zwischen $70 und $82 pro Barrel gehandelt. Experten zufolge werden die Preise die obere Handelsgrenze angesichts der instabilen Nachfrage zunächst nicht überwinden können. Neue Tendenzen ergeben sich eventuell, sobald die US-Energiebehörde DoE die Rohöllagerbestände der Woche heute ausgibt.

Technische News

EUR/USD

Der zinsbullische Trend dieses Paares scheint nachzulassen. Mittlerweile konsolidiert sich EUR/USD um die 1,5090-Marke. Dennoch wird auf der 4-Stunden-Chart ein neues rückläufiges Cross des Slow Stochastic deutlich. Dies könnte bedeuten, dass sich innerhalb eines kürzeren Zeitrahmens eine Abwärtskorrektur ergibt. Für EUR/USD-Händler könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald eine Überwindung der unteren Handelsgrenze erfolgt.

GBP/USD

Die Stunden-Chart gibt gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Ein neues Cross -Tendenz fallend- des 4-Stunden-Slow Stochastic hat sich jedoch mittlerweile herausgebildet und lässt eine Preiskorrektur nach unten in Kürze vermuten. Heute bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei GBP/USD eine gute Wahl sein.

USD/JPY

Aktuell bewegt dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Tages-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Wochen-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Hier empfehlen wir, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

USD/CHF

Die inzwischen typischen Kursschwankungen auf der Stunden-Chart setzen sich fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Dennoch hat sich ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart gebildet. Das könnte ein Zeichen dafür sein, dass eine zinsbullische Preiskorrektur unmittelbar bevorsteht. Kaufen könnte sich heute auszahlen.

Die Wild-Card

Silber

Der Preis dieses Rohstoffs hat neue Höchststände erreicht und notierte gestern bei $19,30. Diese Preisentwicklung drückt Silber in den „überkauften“ Bereich. Ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass sich ein Preisabfall ergeben könnte. Hier bietet sich Forex - und Rohstoff-Anlegern möglicherweise eine ausgezeichnete Gelegenheit, heute Silber auf dem Höhepunkt seines Aufwärtstrends zu verkaufen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:40 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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