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Tuesday, 15 Dec 2009
US-Dollar fällt nach Dubai-Hilfspaket
Am Montag gab der US-Dollar angesichts neuer Anzeichen für eine nachhaltige konjunkturelle Belebung der globalen Wirtschaft leicht nach. Darüber hinaus dämpften die nachlassenden Sorgen um einen Zahlungsverzug in Dubai die Nachfrage nach dem Dollar als Zufluchtswährung. Wie die Regierung von Dubai gestern mitteilte, unterstützt Abu Dhabi seinen Nachbarn Dubai mit einer Finanzspritze von $10 Mrd., die fälligen Schulden zu bezahlen. Investoren begannen nachfolgend ihre USD-Positionen zu verkaufen, was die globalen Aktienkurse hinsichtlich einer erhöhten Risikobereitschaft in die Höhe trieb.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4741 | 1.6392 | 90.90 | 1.0431 | 0.9193 | 0.9046 |
| 1.4710 | 1.6360 | 90.61 | 1.0398 | 0.9171 | 0.9023 | |
| 1.4678 | 1.6330 | 90.30 | 1.0365 | 0.9148 | 0.9002 | |
| Support | 1.4620 | 1.6269 | 89.70 | 1.0301 | 0.9102 | 0.8958 |
| 1.4589 | 1.6238 | 89.39 | 1.0268 | 0.9081 | 0.8937 | |
| 1.4557 | 1.6207 | 89.07 | 1.0237 | 0.9059 | 0.8915 |
Wirtschafts News
USD - US-Dollar fällt aufgrund Dubai-Hilfsprogramm
Am Montag gab der USD leicht gegen einen Großteil der Hauptgegenwährungen nach, nachdem die Regierung von Dubai bekannt gab, Hilfsgelder von Abu Dhabi erhalten zu haben, die Dubai vor der Zahlungsunfähigkeit bewahren. Infolgedessen war eine gesteigerte Risikobereitschaft an den Märkten zu beobachten, so die Händler sowie eine Abkehr vom USD als Safe-Haven-Währung. Bis Handelsschluss verlor der USD gegen den EUR an Boden und brachte das oft gehandelte Währungspaar bis auf 1,4647. Eine ähnliche Entwicklung ergab sich zum Britischen Pfund Sterling. Hier schloss die US-Währung bei der Marke von 1,6302.
Der aktuelle Trend am Devisenmarkt geht gegenwärtig in Richtung USD-Verkauf aufgrund des Risikoappetits der Anleger und steht im Gegensatz zu den Marktentwicklungen der vergangenen Woche, als positive US-Konjunkturdaten die Risikobereitschaft der Händler zugunsten von Aktien und USD verstärkten. Investoren mutmaßten überdies, ob die US-Notenbank Federal Reserve möglicherweise früher als erwartet eine Straffung ihrer Geldpolitik einleiten werde. Des Weiteren gaben Anleger darauf Acht, ob der USD-Jahrestrend beginnt abzureißen, nach dem sich die US-Währung angesichts positiver US-Konjunkturdaten bislang abschwächt.
Ferner erwarten die Märkte mit Spannung das Ergebnis der letzten Sitzung des US-Offenmarktausschuss der US-Notenbank Federal Reserve am Mittwoch. Die Marktteilnehmer erwarten keine Anhebung der Zinsrate, die sich auf historischem Tiefstand befindet. Dennoch befürchten einige Händler eine verfrühte Zinserhöhung angesichts einer positiven Wirtschaftsentwicklung. Diese Spekulationen nehmen Einfluss auf den Devisenhandel. Händler investieren verstärkt in gewinnträchtige Währungen und verlagern ihre Positionen.
EUR - EUR steigt aufgrund gesteigerter Risikobereitschaft
Der EUR schloss am Montag fester gegen den USD nachdem bekannt wurde, dass Abu Dhabi seinen Nachbarn Dubai mit einer Finanzspritze von
$10 Mrd. aushilft, um unter anderem den bestehenden Schuldenberg der Staatsholding Dubai World zu begleichen. Händler verzichteten unmittelbar auf weitere Safe-Haven-Käufe, die noch in der vergangenen Woche der US-Währung Auftrieb verliehen. Nach Bekanntgabe der finanziellen Unterstützung Dubais, begannen Investoren nachfolgend ihre USD-Positionen zu verkaufen, was die globalen Aktienkurse hinsichtlich einer erhöhten Risikobereitschaft steigen ließ.
Die Währung der 16 Nationen zog im späten New Yorker Handel bis auf $1,4647 an. Am vergangenen Freitag handelte die Gemeinschaftswährung EUR noch bei $1,4617, nachdem Griechenlands Ministerpräsident Maßnahmen mit dem Ziel der finanziellen Sanierung seines stark verschuldeten Landes angekündigte und vor der Gefahr, in Schulden zu versinken warnte. Nachdem die Ratingagentur Fitch am vergangenen Dienstag eine Herabstufung der langfristigen Bonitätsnote Griechenlands vorgenommen hatte, sicherte Ministerpräsident Papandreou den Finanzmärkten nun Sanierungsmaßnahmen der Staatsfinanzen zu. Am letzten Mittwoch hatte die Ratingagentur Standard & Poor's (S&P) auch Spanien mit einer möglichen Herabstufung gedroht.
Größten Einfluss auf die Märkte werden heute voraussichtlich Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen für den Monat Dezember nehmen, die um 11:00 Uhr veröffentlicht werden. Das Ergebnis wird sowohl den EUR-Handel selbst als auch den der entsprechenden Hauptwährungspaare beeinflussen. Die Marktteilnehmer gehen heute von einer erhöhten EUR-Volatilität aus. Händler sollten die Märkte gut im Auge behalten. Hier könnten sich hervorragende Gelegenheiten bieten, aus den Kursschwankungen Kapital zu schlagen, die sich voraussichtlich nach Veröffentlichung des Indikators ergeben.
JPY - Yen schließt uneinheitlich gegen Hauptwährungen
Der Yen schloss am gestrigen Handelstag uneinheitlich gegenüber den Hauptwährungen. Dabei blieb Japans JPY überwiegend unverändert gegen den EUR und notierte hier um die 130,05-Marke. Gegen den USD verzeichnete der JPY leicht zinsbullische Tendenzen und schloss bei 88,55.
Die Konjunkturerwartungen unter Japans größten Herstellern verbesserten sich Berichten zufolge im kleinsten Maße seit Beginn der Finanzkrise. Die Unternehmen sind nach wie vor besorgt, dass der steigende Yen-Kurs die Gewinne schmälert. Angesichts der trüben Konjunkturaussichten in Japan halten sich die Unternehmen mit Investitionen zurück und treffen weiterhin vorsichtige Geschäftsentscheidungen.
Rohöl - Nachfragerückgang belastet Ölpreise
Die Ölpreise fielen gestern zum neunten Tag in Folge. Analysten führten die Entwicklung am Montag auf die leicht abgeschwächte Industrieproduktion in der Eurozone sowie die trübe Verbraucherstimmung in Japan, dem weltweit drittgrößten Energieverbraucher, zurück.
Des Weiteren fallen die Preise angesichts der nur schleppenden Erholung der Energienachfrage in den hoch entwickelten Industrieländern, so Experten. Seit dem 1. Dezember rutschte der Ölkurs bereits um 11% ab und markiert somit den längsten Abwärtstrend seit Juli 2001.
Auch im gestrigen Montagshandel stellte sich trotz steigender Aktienmärkte und rückläufigem US-Dollar keine Trendwende für den Rohstoff ein, was den Ölpreis entsprechend des bisherigen Jahrestrends bislang stützte. Viele Analysten sind besorgt über die anhaltende Nachfrageschwäche, während der Vorrat an Dieselkraftstoffen in sechs der zehn vergangenen Wochen anstieg.
Technische News
EUR/USD
Die Oszillatoren der Tages-Chart verdeutlichen, dass das Währungspaar EUR/USD überkauft ist. Dies wird vom RSI bestätigt, der im „überkauften“ Bereich schwankt und auf eine mögliche Preisbewegung nach oben hinweist. Forex-Anlegern könnte sich eine gute Gelegenheit bieten, jetzt bei deutlichen Aufwärtstendenzen auf steigende Kurse zu setzen.
GBP/USD
Auf der 4-Stunden-Chart verengen sich die Bollinger Bands, was auf einen möglichen Durchbruch der gegenwärtigen Handelsspanne deutet. Auf der Tages-Chart ist zu erkennen, dass sich der aktuelle Preis im unteren Bereich der Bollinger Bands eingefunden hat, was die Wahrscheinlichkeit einer Überwindung erhöht. Für Händler könnte es sich lohnen, bei diesem Währungspaar zur Gewinnmitnahme bei 1,6340 zu kaufen.
USD/JPY
Die Preiskorrektur nach oben auf der Stunden-Chart scheint nachzulassen. USD/JPY ist mittlerweile wieder bis unter den oberen Bereich der Bollinger Bands gefallen. Langfristig gesehen ist es wahrscheinlich, dass das Paar sich wieder im unteren Bereich der Bollinger Bands einfinden wird. Händler könnten eine Limit-Order bei 88,40 anstreben und auf fallende Kurse setzen.
USD/CHF
Bei diesem Paar sind Anzeichen einer bevorstehenden Kurskorrektur zu erkennen. Die Tages-Chart gibt ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic-Oszillators aus, was auf eine Preiskorrektur nach unten deutet. Dies wird durch den RSI (Relative Strength Index) bestätigt, der sich im „überkauften“ Bereich auf der Chart befindet und einen möglichen Abwärtstrend signalisiert. Bei diesem Paar heute auf fallende Kurse zu setzen, könnte die richtige Entscheidung sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Für den Rohstoff Rohöl könnte sich in Kürze eine Preiskorrektur nach oben ergeben, da die Tages-Chart wesentliche Kaufsignale liefert. Die Chart zeigt Rohöl im „überkauften“ Bereich des RSI, was einem möglichen Kurssteigerungspotenzial gleichkommt. Darüber hinaus ist auf der Tages-Chart ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic zu erkennen, was Forex - und Rohstoff-Händlern den Anlass dazu geben könnte, bei Rohöl heute auf steigende Kurse zu setzen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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