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Monday, 11 Jan 2010
US-Dollar fällt nach schlechten NFP-Daten
Nach einer eher ruhigen letzten Handelswoche erfolgte der Schreck am Freitag: Die stark enttäuschenden US-Arbeitsmarktdaten (NFP) brachten die Märkte in Aufruhr und das Währungspaar EUR/USD bis über die Marke von 1,4500. Vielen Anleger stellt sich die Frage: Wird der USD-Kurs in dieser Woche weiter fallen? Wird EUR/USD erneut die Marke von 1,4600 erreichen?
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4594 | 1.6178 | 93.17 | 1.0263 | 0.9362 | 0.9078 |
| 1.4563 | 1.6146 | 92.86 | 1.0232 | 0.9341 | 0.9056 | |
| 1.4531 | 1.6115 | 92.55 | 1.0202 | 0.9320 | 0.9035 | |
| Support | 1.4470 | 1.6054 | 91.94 | 1.0140 | 0.9279 | 0.8985 |
| 1.4430 | 1.6022 | 91.63 | 1.0109 | 0.9258 | 0.8964 | |
| 1.4398 | 1.5991 | 91.32 | 1.0088 | 0.9236 | 0.8942 |
Wirtschafts News
USD - Dollar verliert aufgrund enttäuschender Arbeitsmarktdaten
Der USD konnte seinen Aufwärtstrend in der vergangenen Woche nicht aufrechterhalten und fiel in seinem Kurs gegen einen Großteil der Hauptwährungen. Die deutlichsten Kursverluste erlitt die US-Währung gegenüber dem EUR. Das Währungspaar EUR/USD kletterte um über 200 Punkte in die Höhe und handelt aktuell um 1,4500.
Die ersten Abwärtstendenzen des Dollar setzten bereits am Dienstag ein, nachdem das Ergebnis der US-Verkäufe bestehender Häuser negativ ausfiel. Laut Prognose sollten die Verkaufszahlen im Monat November um 2,3% zurückgehen. Das Endresultat war entmutigend und belief sich auf einen Abnahme um 16,0%. Wieder einmal gewann der Pessimismus die Oberhand und die Marktteilnehmer zweifelten am Erholungspotenzial der US-Wirtschaft. Schließlich verzeichnete der US-Dollar am Freitag deutliche Kursverluste auf breiter Front, da überraschend negative Arbeitsmarktdaten (NFP) die US-amerikanische Währung unter Druck brachten. Der Bericht „Non-farm payroll employment - NFP“ misst die Anzahl der neu geschaffenen Stellen in über 500 Wirtschaftszweigen im gesamten Land, ausgenommen der Landwirtschaft. Analysten hatten im Monat Dezember zusätzliche 3.000 Anträge auf Arbeitslosenhilfe erwartet. Die Zahl der Erwerbslosen stieg jedoch auf erschreckende 85.000. Das Ergebnis löste neue Zweifel an der US-Wirtschaft und ihrer Fähigkeit sich nachhaltig von der Finanzkrise zu erholen aus. Zwangsläufig stellte sich ein kräftiger USD-Abwärtstrend ein.
In der sich ankündigenden Handelswoche stehen einige wichtige Indikatoren auf der US-Agenda: Dienstag - Handelsbilanz, Donnerstag - Einzelhandelsumsätze, Freitag - Verbraucherpreisindizes. Sollten die Berichte weiterhin negative Daten liefern, wird der US-Dollar voraussichtlich zusätzlich abwerten.
EUR - EUR zieht auf ganzer Linie an
Für den EUR ergab sich in der vergangenen Woche ein extrem zinsbullischer Handel. Zum USD zog der EUR um 200 Punkte an. Gegen das Pfund Sterling machte die Gemeinschaftswährung nahezu 100 Punkte gut. Das Währungspaar EUR/JPY handelte sogar über der 134,00-Marke.
Den Aufwärtstrend des EUR führen die Händler auf folgende zwei Hauptursachen zurück: Zum einen werden aus der Eurozone überwiegend positive und stabile Konjunkturdaten veröffentlicht. Insbesondere liefert Deutschland als stärkste Wirtschaftsnation der Eurozone aussichtsreiche Zahlen, die als Anzeichen einer Erholung gedeutet werden. Ferner verbessert sich die Lage am deutschen Arbeitsmarkt. Am vergangenen Dienstag zeigte sich dieser robust: Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung stieg nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im Vormonatsvergleich um lediglich 60.000 auf 3,276 Mio. Weitere Ursache für den EUR-Aufwärtstrend waren wiederholt enttäuschende US-Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht wurden. Dabei enttäuschte der Bericht NFP zum Wechsel der Anzahl neuer Arbeitsplätze die Marktteilnehmer bis auf weiteres und leitete umgehend neue Abwärtstendenzen für den USD ein. Angesichts der Tatsache, dass der EUR als stärkste Gegenwährung des USD gilt, tendiert der EUR in der Regel dazu, aufzuwerten, sobald der Dollar schwächelt.
Auch die Eurozone veröffentlicht in dieser Woche einige interessante Indizes. Bedeutendster Indikator ist dabei der EZB-Mindestbietungssatz am Donnerstag. Der Mindestbietungssatz übernimmt bei der EZB die Leitzinsfunktion. Analysten zufolge wird die EZB ihren Zinssatz unverändert bei 1,00% belassen. Sollte die EZB jedoch mit einer Zinsanhebung überraschen, könnten sich heftige Kursschwankungen am Markt ergeben.
JPY - Gemischte Ergebnisse für JPY gegen Hauptwährungen
Kräftige Kursschwankungen ergaben sich für Japans Yen in der vergangenen Handelswoche. Gegen US-Dollar und Pfund Sterling schloss der JPY fester, während er zum EUR deutlich abrutschte.
Der rückläufige Yen-Trend des vergangenen Monats kam in der letzten Handelswoche zunächst zum Stillstand, was Händler auf eine Reihe positiver Konjunkturdaten aus der japanischen Wirtschaft zurückführten. Die Geldmenge M3 als Summe aus umlaufendem Bargeld, Einlagen auf Girokonten, Einlagen und Schuldverschreibungen mit einer Laufzeit bis zu zwei Jahren, Repogeschäfte, Geldmarktpapiere und Spareinlagen mit bis zu dreimonatiger Kündigungsfrist, stieg um 5,2%. Für den JPY setzten infolgedessen Aufwärtstendenzen ein, während es in der Absicht der japanischen Notenbank liegt, den Kurswert des Yen nach wie vor minimal zu halten. Darüber hinaus stieg der Konjunkturvorlaufindikator, bei dem es sich um einen Sammelindex handelt, der als Richtungsweiser der Konjunkturlage in Japan gilt und großen Einfluss auf den Yen-Wert nimmt, auf 91,2 Zähler. Weitere positive Konjunkturdaten aus Japan könnten den Yen zusätzliche Unterstützung verleihen.
Wie üblich stehen auch in dieser Woche einige wichtige Indizes auf der japanischen Wirtschaftsagenda. Wichtigster Indikator unter ihnen ist die für Mittwoch erwartete Kernrate der Bestellungen von Werkzeugmaschinen. Diese gilt als einer der führenden Indikatoren für die Produktion in Japan. Sollte auch hier das Ergebnis erfreulich ausfallen, bleibt dem Yen der jüngste Aufwärtstrend voraussichtlich erhalten.
Rohöl - Rohöl auf 15-Monatshoch
Die Ölpreise am Spotmarkt setzten ihren Aufwärtstrend auch in der letzten Woche in vollem Umfang fort. In der vergangenen Handelswoche werteten die Preise kräftig auf. Das Barrel Rohöl wird aktuell bei $83,50 gehandelt und markiert somit ein neues Rekordhoch der letzten 15 Monate.
Neue Spekulationen um einen Anstieg der Energienachfrage treiben den Ölkurs in die Höhe, nachdem die jüngsten Daten zu den Öl-Importen Chinas, der zweitgrößten Energie verbrauchenden Nation weltweit, für Aufregung an den Rohstoffmärkten sorgten. Die Chinesen profitieren bei ihren Öl-Importen vom Kursverfall des US-Dollar. Die Dollar-Schwäche verbilligt das Rohöl in Ländern mit anderen Währungen.
Die Öl-Nachfrage Asiens ist laut Experten derzeit die Haupttriebfeder für die Rekordjagd an den Ölmärkten. Da Rohöl nach wie vor in USD bepreist wird, steigt der Preis des Rohstoffs darüber hinaus angesichts des schwachen Dollar-Kurses.
In der anstehenden Woche sollten Rohöl-Händler ihr Augenmerk auf die Veröffentlichung von Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone richten. Besondere Aufmerksamkeit sollte der Bekanntgabe der Eurozonen-Zinssätze am Donnerstag geschenkt werden. Darüber hinaus ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände am Mittwoch wie immer von großer Bedeutung, der schon zuvor unmittelbaren Einfluss auf den Rohölhandel nahm.
Technische News
EUR/USD
Allem Anschein nach hat dieses Währungspaar seinen lang anhaltenden zinsbullischen Trend, nach der vorübergehenden Kurskorrektur im Monat Dezember, inzwischen wieder aufgenommen. Der Wochen-RSI bricht nach oben aus und gibt somit potenzielle Kauf-Signale an. Händler, die hier auf steigende Kurse setzen, könnten den nächsten Richtpreis bei der Widerstandsmarke von 1,4615 festlegen. Auf der 4-Stunden-Chart wird ein bärisches Cross des Slow Stochastic deutlich. Der RSI nähert sich auf dieser Chart dem „überkauften“ Bereich. Anleger sollten sich eine mögliche zusätzliche Kurskorrektur, die sich kurzfristig erneut einstellen könnte, zu Nutze machen, bevor EUR/USD den Aufwärtstrend vollständig wieder aufnimmt.
GBP/USD
GBP/USD kann bislang die 1,6110-Marke nicht überwinden. Auf der Tages-Chart werden mittlerweile zinsbullische Signale deutlich. Der Momentum-Oszillator hat jüngst das 100-Niveau überwunden und ist aufwärts gerichtet. Dies bestätigt den vorgenannten Trend. Für das Währungspaar GBP/USD ergeben sich möglicherweise weitere Kursgewinne. Händler könnten auch hier auf steigende Kurse mit einer Limit-Order bei der Widerstandsmarke um 1,6250 setzen.
USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart ist eine Kurskorrektur nach unten zu beobachten, die nun im Anschluss an den langfristigen zinsbullischen Trend einsetzt. Es wird eine Entwicklung deutlich, bei der sich das Paar von der oberen Grenze der Bollinger Bands bis über die Mittellinie hinweg bewegt. Möglicherweise wird der untere Bereich in Kürze erreicht. Darüber hinaus verengen sich die Bollinger Bands der Chart und kündigen eine mögliche Überwindung der Handelsspanne an. Händler könnten zunächst auf fallende Kurse bei USD/JPY setzten und ein Limit bei der unteren Grenze der Bollinger Band anstreben, um anschießend zu kaufen, da das Währungspaar langfristig gesehen, seinen Aufwärtstrend vermutlich wieder aufnehmen wird.
USD/CHF
Die 4-Stunden-Chart gibt aktuell zinsbullische Signale aus, nachdem das Paar die Unterstützungsmarke bei 1,0130 nicht überwinden konnte. Auf dieser Chart könnte schon bald eine Kurskorrektur beobachten werden mit einem Slow Stochastic, der ein zinsbullisches Cross bildet und damit auf eine bevorstehende Preisbewegung nach oben deutet. Der RSI (Relative Strength Index) hat sich im „überkauften“ Bereich eingefunden und stützt die Annahme eines möglichen Aufwärtstrends.
Die Wild-Card
Rohöl
Bei Rohöl auf steigende Kurse zu setzen, hat sich jüngst als äußerst erfolgreiche Handelsstrategie erwiesen. Der zinsbullische Trend scheint jedoch langsam nachzulassen. Der Momentum-Indikator auf der 10-Tages-Chart schwankt weiterhin über dem 100-Level, was bedeuten könnte, das der zinsbullische Trend noch Potenzial in sich trägt. Dennoch ist das MACD/OSMA-Histogramm auf der Tages-Chart abwärts fallend. Dies könnte für Forex -Anleger ein Hinweis dafür sein, dass der Aufwärtstrend anhalten, sich jedoch abschwächen könnte.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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