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Wednesday, 30 Dec 2009

US-Dollar fester nach Erholungsanzeichen

Der US-Dollar schloss gegen einen Großteil der Hauptwährungen am Dienstag fester. Auslöser hierfür war der positiv ausgefallene Bericht zum US-Verbrauchervertrauen dieses Monats. Analystenmeinungen bestätigen, dass die Aufwärtstendenzen des Dollar von US-Fundamentaldaten und dem Ausblick der US-Notenbank Federal Reserve gestützt werden. Wann die Fed eine Straffung ihrer Geldpolitik in Angriff nehmen wird, bleibt jedoch ungewiss. US-Anlagen sind attraktiv, solange die führenden US-Indikatoren positiv ausfallen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupdownupno
Wochentendenzdowndownupupupup
Resistance1.44171.598993.071.04900.89720.9071
1.43861.595792.761.04610.89510.9050
1.43551.592592.451.04300.89300.9030
Support1.42941.586491.841.03540.88890.8989
1.42621.583291.531.03220.88690.8969
1.42311.580191.221.02910.88480.8948

Wirtschafts News

USD - US-Dollar auf 2-Monatshoch gegen Yen

Zum 3. Tag in Folge machte die US-Währung angesichts wiederholter Anzeichen einer konjunkturellen Erholung in den USA Boden gegen den EUR gut. Zum japanischen Yen handelt der Dollar mittlerweile um ein neues 2-Monatshoch. Einige Investoren spekulieren bereits, wann die US-Notenbank Federal Reserve ihre Währungspolitik beginnen wird zu straffen.

Händler berichten des Weiteren davon, dass Marktteilnehmer zum Jahresende verstärkt USD-Positionen eröffnen, um ihre Anlagen auszugleichen. Ein Großteil legt dabei in US-Wertpapiere an. Am gestrigen Handelstag notierte der USD bei 92,14 Yen von zuvor 92,00 und markierte somit den höchsten Stand seit dem 27. Oktober. Zum EUR legte der US-Dollar 0,3% zu und schloss bei 1,4310.

Investoren weisen jedoch darauf hin, dass ein Ende des USD-Aufwärtstrends zum Yen bereits abzusehen sei, sobald Anleger ihre Short-Dollar-Positionen abschließen. Die Montagsdaten belegen, dass eine Vielzahl von Händlern zum ersten Mal nach 32 Wochen Short-Dollar-Positionen auf steigende USD-Kurse setzt. Investoren würden den US-Dollar angesichts der anhaltenden Risikobereitschaft nur allzu gern wieder als Finanzierungswährung im Carry Trades-Handel für gewinnträchtige Anlagen einsetzen.

EUR - Pfund Sterling weiter gegen EUR am Fallen

Der EUR gab am Dienstag sowohl gegen USD als auch JPY nach, so dass zuvor entstandene Kursgewinne gegen die US-Währung wieder ausgeglichen wurden. Der feiertagsdünne Handel bringt merklich mehr Volatilität in die Märkte. Dementsprechend rutschte die europäische Gemeinschaftswährung um 0,2% auf $1,4327 ab, nachdem das Vortageshoch bei $1,4459, dem höchsten Stand der letzten 2 Wochen, lag. Zum Yen wiederum schloss der EUR mit 131,90 Yen von zuvor 132,05 Yen. Gegen das Pfund Sterling markierte der EUR ein Hoch bei 0,9033 und schloss hier um 0,5% fester als zum Vorhandelstag. Dieses Niveau wurde seit dem 14. Dezember nicht mehr erreicht.

Um 0,6% rutschte das Pfund Sterling gegen den USD ab und notierte bei $1,5890. Eine zunächst erzielte Kurssteigerung gegen den Dollar wurde hier schnell wieder ausgeglichen, während sich der Abwärtstrend gegen den EUR bereits im frühen Mittwochshandel fortsetzte. Analysten erinnern jedoch wiederholt an das aktuell niedrige Handelsvolumen als Einflussfaktor, das für diese Jahreszeit typisch ist.

Bereits in der vergangenen Woche belasteten enttäuschende UK-BIP-Daten sowie das uneinheitliche Minutes-Protokoll der Bank of England in Bezug auf ihre zukünftige Währungspolitik das Britische Pfund. Mehrere ökonomische Gutachten geben unterschiedliche Hinweise über die Fähigkeit Großbritanniens, einen Weg aus der schweren Finanzkrise zu finden.

JPY - Yen verliert im Feiertagshandel

Japans Yen konnte gestern etwas Boden gegen den EUR gutmachen. Händler sahen im JPY eine mögliche Zufluchtswährung, insbesondere nach der Krise von Dubai. Gegen den US-Dollar gab die japanische Währung um 0,4% auf 92,00 nach, mit einem Tages- und gleichzeitigem 2-Monatstief bei 92,07.

Händlern zufolge stützt aktueller Aufwärtsdruck auf langfristige Staatsanleihen den USD gegen den Yen, nachdem die US-Regierungsanleihen am Montag Verluste verzeichneten und die Rendite der 10-jährigen Benchmark-US-Staatsanleihen auf ihre höchste Stufe in nahezu 5 Monaten gedrückt wurden. Das Dollar/Yen-Verhältnis reagiert jüngst leichter auf Staatsanleihen- und Zinserwartungen, während die Marktteilnehmer mit mehr Vertrauen in die US-amerikanische Wirtschaft auf die gegenwärtigen Marktbewegungen reagieren.

Rohöl - Rohöl handelt um $79 pro Barrel

Die Rohölpreise kletterten gestern um 10 US-Cent auf $78,87 pro Barrel, nachdem diese zum 5. Tag in Folge angesichts der kalten Witterung in den USA, der weltweit größten Energie verbrauchenden Nation, angestiegen sind.

Weitere Unterstützung fanden die Preise im gestrigen Bericht zum US-Verbrauchervertrauen. Dem entgegen wirkte der steigende USD-Kurs, der den USD-dominierten Rohstoff unter Druck brachte. Abzuwarten bleibt der Bericht des US-Energieministeriums zu den wöchentlichen Öllagerbeständen, der heute um 16:30 Uhr veröffentlicht wird. Angesichts der zinsbullischen Dollar-Tendenzen gegen den EUR und einer Feiertags-Illiquidität könnte Rohöl noch heute eine neue Unterstützungsmarke bei $76 pro Barrel antesten.

Technische News

EUR/USD

Während sich dieses Paar der Unterstützungsmarke bei 1,4325 nähert, bildet sich ein zinsbullisches Cross auf der 4-Stunden-Chart mit dem Potenzial für eine aufwärts gerichtete Preisbewegung. Anleger sollte ihre Gewinnmarke knapp unter der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der Chart festlegen, da EUR/USD den unteren Bereich bereits erreicht hat und sich mittlerweile wieder nach oben bewegt.

GBP/USD

Dieses Paar handelt seit gestern in einer engen Spanne und gibt neue Signale für einen möglichen Aufwärtstrend aus. Auf der Stunden-Chart hat sich ein zinsbullisches Cross gebildet, was bevorstehende Aufwärtstendenzen unterstützt. Dies wird ebenfalls durch den Preis bestätigt, der auf der Chart im „überkauften“ Bereich schwankt. Händler sollten bei diesem Währungspaar auf steigende Kurse setzen.

USD/JPY

Auf der 4-Stunden-Chart werden einige rückläufige Signale deutlich. Die Chart gibt ein rückläufiges Cross aus und deutet auf eine mögliche Preiskorrektur nach unten hin. Eine abwärts gerichtete Preisbewegung bestätigt über dies der RSI, der im „überkauften“ Bereich schwankt. Händler sollten bevorzugt auf fallende Kurse setzen. USD/JPY könnte heute noch nach unten ausbrechen.

USD/CHF

Nachdem USD/CHF die Widerstandsmarke bei 1,0400 nicht überwinden konnte, gibt es Anzeichen eines Abwärtstrends. Auf der 4-Stunden-Chart hat sich ein rückläufiges Cross gebildet, was darauf deutet, dass sich hier ein Preisabfall ergeben könnte. Anleger, die bei diesem Paar auf fallende Kurse setzen wollen, sollten die Widerstandmarke bei 1,0349 nicht außer Acht lassen.

Die Wild-Card

Rohöl

Die Tages-Chart gibt eindeutige Anzeichen aus, dass dieser Rohstoff technisch bereits „überkauft“ ist. Der Slow Stochastic-Oszillator lässt inzwischen ein bärisches Cross auf der Tages-Chart erkennen. Auch hier ist eine rückläufige Preisbewegung möglich. Der RSI (Relative Strength Index) zeigt den Preis ebenfalls im „überkauften“ Bereich an. Hier könnte sich Forex - und Rohöl-Anlegern heute eine gute Gelegenheit bieten, auf fallende Kurse zu setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:42 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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