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Friday, 13 Aug 2010

US-Dollar gewinnt überraschend wieder an Boden

Heute bestimmen die USA mit den folgenden Veröffentlichungen die Tagesagenda: Verbraucherpreise (Juli), Einzelhandelsumsätze (Juli), Verbraucherstimmung der Universität Michigan (August) sowie Rohöllagerbestände (Juni). Händler gehen von hohen Kursschwankungen für den Greenback im Laufe des Handelstages aus. Experten erwarten eine Verbesserung für jeden vorgenannten Indikator. Dies könnte den USD zusätzliche Unterstützung liefern. Paradoxerweise profitiert der Dollar ebenfalls von seiner Rolle als sicherer Währungshafen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownupdown
Wochentendenzdowndownupupupdown
Resistance1.28531.572386.941.05860.90690.8293
1.29211.569186.631.05550.90470.8269
1.28901.566086.311.05240.90250.8248
Support1.28291.559885.691.04620.89790.8201
1.27971.556685.381.04300.89580.8179
1.27621.553385.071.03970.89350.8156

Wirtschafts News

USD - Welche Marktkräfte stecken hinter dem jüngsten USD-Trend?

Die Stellungnahme der US-Notenbank Federal Reserve am vergangenen Dienstag ruft seither neue Sorgen um die globale Konjunktur hervor. Im Hinblick auf die sich abkühlende Wirtschaftsaktivität in den USA hatte die Fed ihre negativen konjunkturellen Aussichten bekräftigt. Entsprechend verzeichnete der Dollar in seiner Funktion als sicherer Anlagehafen gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen Kursgewinne.

Dabei konnte die US-Währung einen Teil der vorausgegangenen Verluste gegenüber Währungen wie Euro, Pfund Sterling sowie Kanadischen und Australischen Dollar ausgleichen. Zum EUR stellt sich jüngst eine Trendwende ein, die das entsprechende Währungspaar aus seiner zinsbullischen Handelsspanne befördert und das Cross von 1,3333 auf 1,2833 drückt. Ähnliche Kursentwicklungen konnten für GBP/USD beobachtet werden. Dieses Währungspaar handelt aktuell um 1,5600, von zuvor 1,6000.

Die Sorgen der Marktteilnehmer um die globale Konjunktur rücken also wieder in den Vordergrund und Anleger scheuen verstärkt das Risiko, so dass Währungen wie USD und JPY Auftrieb erhalten. Auch Händler verweisen auf die Unsicherheit der Investoren in Bezug auf übrige Anlagen als Ursache für die jüngste Dollar-Stärke. Entmutigende Indikatoren signalisieren einen Wachstumsstopp, der die Anleger dazu veranlasst, sich auf Safe-Havens zu konzentrieren, während Aktien oder risikoreichen Anlagen der Rücken gekehrt wird.

Heute bestimmen die USA mit den folgenden Veröffentlichungen die Tagesagenda: Verbraucherpreise (Juli), Einzelhandelsumsätze (Juli), Verbraucherstimmung der Universität Michigan (August) sowie Rohöllagerbestände (Juni). Händler gehen von hohen Kursschwankungen für den Greenback im Laufe des Handelstages aus. Experten erwarten eine Verbesserung für jeden vorgenannten Indikator. Dies könnte den USD zusätzliche Unterstützung liefern. Paradoxerweise profitiert der Dollar ebenfalls von seiner Rolle als sicherer Währungshafen.

EUR - EUR-Abwärtstrend setzte sich mit anhaltender Risikoaversion fort

Die europäische Einheitswährung setzt ihren jüngsten Abwärtstrend seit Wochenstart gleichmäßig fort. Das Statement der US-Notenbank vom letzten Dienstag wirkt immer noch auf die Märkte und Investoren befürchten wieder einen Einbruch der Weltwirtschaft. Die Märkte zeigen sich weiterhin verunsichert. Die gegenwärtig erhöhte Risikoaversion bringt die Währung der 16 Nationen heftig unter Druck und höher verzinste Währungen müssen Federn lassen. Händler suchen nach niedrigeren Zinsen als Ausdruck eines geringen Risikos auf ihrer Flucht in den sicheren Währungshafen. Darüber hinaus sprechen Experten vermehrt von einer Überbewertung des Euro. Insgesamt zeichnet das übergeordnete Bild ein eher negatives Euro-Klima.

Seit vergangenem Dienstag rutschte der Euro gegen den US-Dollar von 1,3333 auf 1,2860 ab. Zum Britischen Pfund Sterling wiederum gab der EUR von 0,8355 auf 0,8200 nach. Die Kursverluste gegenüber Japans Yen setzen sich ebenfalls fort. Hier notiert die Gemeinschaftswährung von 114,00 bei aktuellen 110.40, während das Tagestief gestern mit 109,00 ausgegeben wurde.

Die Probleme im Euroraum sind trotz positiver Konjunkturindikatoren nach wie vor nicht gelöst. Die Sorge um die Staatsverschuldung europäischer Mitgliedsstaaten wie Griechenland und Spanien bleibt. Die aktuellen Bewegungen am Markt werden auch in den nächsten Tagen weiterhin Bestand haben, so Händler.

Aus der Eurozone steht um 11:00 Uhr die Handelsbilanz für Juni zur Veröffentlichung aus. Experten erwarten ein Defizit von 2,0 Mrd. Euro nach 3,0 Mrd. Euro im Mai. Hauptsächlich bestimmen die USA heute den Wirtschaftskalender mit einer Reihe wichtiger Indizes. Händler sollten zur Markteröffnung in den USA also wachsam bleiben.

JPY - Mögliche Interventionen am Devisenmarkt durch BoJ?

Ruft die jüngste Yen-Stärke bei den Währungshütern der Japanischen Notenbank BoJ mögliche Interventionen am Devisenmarkt hervor? Bei einer Pressekonferenz in Tokio bemerkte Japans Finanzminister Yoshihiko Noda nachdrücklich, sich nicht zum Thema mögliche Interventionen am Devisenmarkt zu äußern.

Noda erklärte jedoch, dass der jüngste drastische Wertzuwachs des Yen den Export der japanischen Wirtschaft empfindlich treffen würde. Zur Begründung der deutlichen Abgaben der Exportwerte verweisen auch Experten auf den starken Yen und die konjunkturelle Abkühlung im Land. Hauptursache für einen stärkeren Yen schien auch bereits in der Vergangenheit wiederholt die Währungspolitik der Bank of Japan (BoJ) zu sein. Händler spekulierten gestern über mögliche Interventionen seitens der Bank, so dass sich für den japanischen Yen gegen einen Großteil der Hauptwährungen Kursverluste bei bärischen Tendenzen ergaben.

Rohöl - Ölpreise nach Abwärtstrend wieder kurzfristig am Steigen

Nach über einer Woche Kursverluste, in der sich die Ölpreise um mehr als 8% verbilligten, ergeben sich aktuell geringfügige Korrekturbewegungen. Ein Barrel der US-Referenzsorte WTI kostete im asiatischen Handel am Freitagmorgen $76,61 und damit 1,2% mehr als gestern Abend. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 1% auf $76,26. Viele Investoren halten sich angesichts der unsicheren Konjunkturaussichten jedoch zurück, erklären Händler, so dass von größeren Preissprüngen nicht auszugehen ist. Wiederholt drückt der starke US-Dollar die Rohstoffkurse insgesamt nach unten.

Deutlich zu erkennen ist hier die Wechselbeziehung zwischen Rohstoffpreisen und US-Dollar. Auch ein leichter Kursanstieg an den US-Aktienmärkten veranlasste Investoren gestern dazu, sich wieder an Titeln mit Rohstoffbezug zu orientieren. Die Rezessionsangst in den USA bleibt dennoch dominant und bestimmt das Marktgeschehen. Die Ölpreise schwanken innerhalb einer Spanne zwischen $75 und $80 pro Barrel.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar setzte seinen Abwärtstrend fort, seitdem es aus der zinsbullischen Spanne, in der das Cross zu Monatsbeginn handelte, ausgebrochen ist. Gestern rutschte EUR/USD bis auf 1,2775 ab. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,2740. Der Slow Stochastic-Oszillators der Tages-Chart kreuzt jedoch mittlerweile aufwärts. Entsprechend könnten sich leichte Kurskorrekturen nach oben ergeben. Der nächste Widerstand liegt beim gestrigen Hoch um 1,2930.

GBP/USD

Gestern fiel dieses Paar bis auf 1,5560 ab und somit unter die 20-Tage-Linie des Simple-Moving-Average (SMA). Dennoch notierte GBP/USD nahe des 50% Fibonacci-Retracement-Levels des aktuellen Hochs im August. Möglicherweise wird die zinsbullische Trendlinie, die seit Juni Bestand hat, heute auf die Probe gestellt, sollte das Währungspaar weitere Kursverluste verzeichnen. Die nächste Unterstützung liegt bei 1,5450, bzw. 1,5250.

USD/JPY

Dieses Paar hat gestern den bedeutenden Widerstand bei 86,20 überwinden können, nachdem USD/JPY an dieser Marke bereits in den letzten Tagen wiederholt scheiterte. Das 7-Tage-Momentum hat bis über das 100-Level gedreht, was signalisiert, dass die nächste Bewegung eine aufwärts gerichtete sein könnte. Der entsprechende nächste Widerstand würde dann bei 87 liegen. Bei diesem Paar ist es möglicherweise von Vorteil noch vor den nächsten Aufwärtstendenzen Short-Positionen abzuschließen.

USD/CHF

Ein starker Widerstand für USD/CHF befindet sich bei 1,6050 dem 61,8%-Fibonacci-Retracement-Level des vorausgegangenen Aufwärtstrends, der sich im Juni auflöste. Unterstützung bietet das 78,4% Fibonacci-Retracement-Level bei 1,0350. Händler könnten die Unterstützung als Richtpreis für Gewinnmitnahmen nutzen, einschließlich der typischen Kursschwankungen, die sich zwischen diesen beiden Marken zutragen.

Die Wild-Card

Rohöl

Die Ölpreise sind mittlerweile von ihrem zuletzt erreichten Hoch bei $82,95 drastisch abgesackt und erreichten gestern die Unterstützung bei $75,50. Ein Durchbruch unterhalb dieser Unterstützungsmarke würde die zinsbullische Trendlinie, die Ende Mai einsetzte, auf die Probe stellen. Für CFD- Forex -Händler könnte es von Vorteil sein, den Richtpreis heute bei $74,50 festzulegen, da eine Notierung unterhalb dieser Marke eine Trendwende des bisherigen Langzeit-Trends bedeuten würde.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:43 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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