close
| |

Thursday, 31 Dec 2009

US-Dollar nahe 3-Monatshoch durch Konjunkturerholung

Ein überraschend positiv ausgefallener Chicago Einkaufsmanagerindex für den Monat Dezember sowie fallende Aktienkurse drückten den USD am Mittwoch auf neue Höchststände gegen EUR und JPY. Heute erwartet die Anleger ein extrem geringes Handelsvolumen, da die Märkte im Vorfeld des Silvesterabends früher als gewohnt schließen. Der schwache Handel kann hohe Kursschwankungen mit sich bringen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupupnodown
Wochentendenznoupupdownupdown
Resistance1.44621.616493.321.04360.90270.8992
1.44311.613393.011.04050.90060.8971
1.44001.610292.701.03750.89850.8950
Support1.43401.604092.101.03160.89450.8909
1.43101.601091.801.02850.89250.8888
1.42791.597991.501.02550.89030.8867

Wirtschafts News

USD - Dollar steigt aufgrund überraschend positiver Konjunkturdaten

Der US-Dollar schloss am Mittwoch fester gegen EUR und Yen. Dabei minderten fallende US-Aktienkurse die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen. Der USD notierte bei 92,43 Yen und markierte somit das höchste Level seit dem 8. September. Zum EUR ergab sich ein Kursanstieg von 0,1% auf $1,4338. Das Tageshoch lag bei $1,4273, höchster Stand seit dem 23. Dezember.
Ferner stützte die US-Währung das über den Erwartungen liegende Ergebnis des Chicagoer Einkaufsmanagerindexes für den Monat Dezember. Die NAPM, die regionale Einkaufsmanagervereinigung von Chicago, teilte am Mittwoch mit, dass der Index von 56,1 Punkten im November auf 60,0 Punkte geklettert sei. Dies entspricht dem besten Resultat seit Januar 2006. Die Prognosen der Experten beliefen sich auf einen Rückgang auf 55,2 Punkte. Der Einkaufsmanagerindex lässt auf ein Fortschreiten der konjunkturellen Erholung in den USA hoffen.
Heute werden um 14:30 Uhr die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche) veröffentlicht. Analysten zufolge soll die Anzahl der gestellten Anträge in der vergangenen Woche von 452.000 auf 460.000 steigen. Sollte dies der Fall sein, könnte der USD wieder unter Druck geraten. Anleger sollten nicht darüber hinweg sehen, dass die Marktliquidität in der Woche zwischen Weihnachten und Neujahr wesentlich geringer ist, als im Laufe des Handelsjahres. Der schwache Handel kann hohe Kursschwankungen zur Folge haben.

EUR - Gewinnmitnahmen und fallende Aktienkurse drücken EUR-Kurs

Gewinnmitnahmen und die Illiquidität an den Märkten kurz vor dem Jahreswechsel gaben den Ton im Mittwochshandel an. Darüber hinaus dämpften die fallenden US-Aktienkurse die Nachfrage nach risikoreichen Anlagen und belasteten den EUR. Der EUR rutschte zu Handelsbeginn bis unter $1,43 ab, erholte sich im weiteren Tagesverlauf und handelt aktuell bei $1,4360. Am späten Nachmittag im New Yorker Handel, notierte der EUR bei $1,4336 von zuvor $1,4349 am Dienstag. Zum japanischen Yen schloss die Gemeinschaftswährung gestern bei Y132,56 von zuvor Y132,09. Das Pfund Sterling handelte bei $1,6078 von zuvor $1,5902.
Die Abwärtstendenzen des EUR wurden gestern auf die Aussagen der Europäischen Zentralbank EZB zurückgeführt, die am Mittwoch mitteilte, dass im Monat November die Kreditvergabe der Banken in der Eurozone erneut zurückgegangen ist und auch die Geldmenge M3 geschrumpft sei. Dabei ist die Summe der Darlehen im Privaten Sektor um 0,7% gefallen.
Für heute erwarten die Marktteilnehmer einen äußerst ruhigen Handel. Die japanischen Märkte bleiben ganztägig geschlossen. Die US- und europäischen Märkte schließen mit Hinblick auf den Jahreswechsel früher. Großbritannien veröffentlicht noch bis zu den Mittagsstunden zwei Indikatoren: Den Nationwide HPI um 08:00 Uhr und den Bericht zu den Kreditbedingungen um 10:30 Uhr.

JPY - JPY verliert aufgrund Finanzpolitik

Der Yen verbuchte gestern deutliche Kursverluste gegen den USD, nachdem, laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, Japan eine Herabstufung seiner Bonität durch die Ratingagentur Standard & Poor's drohe, sollte die japanische Regierung keine Maßnahmen ergreifen, die Schuldenlast des Landes zu stabilisieren und anschließend stufenweise abzubauen. Ferner verstärkten sich die Kursverluste gegenüber der US-Währung, nachdem Japan Airlines (JAL) Berichten zufolge vor einer möglichen Pleite stehe. Da Japans Märkte heute geschlossen bleiben, werden die kurzfristigen Tendenzen des Yen voraussichtlich von Konjunkturdaten aus den USA und Europa bestimmt werden.

Rohöl - Ölpreise steigen weiter dank rückläufiger Lagerbestände

Der Rohölpreis für Februar-Lieferungen wurde gestern an der New Yorker Warenbörse mit +41 US-Cent, bzw. +0,5% bei $79,28 ausgegeben und markierte somit das höchste Niveau seit dem 19. November. Zum 7. Tag in Folge kletterte der Rohstoffkurs in die Höhe. Zuvor hatte das US-Department of Energy erklärt, dass die Rohöllagerbestände auf den niedrigsten Stand seit vergangenem März gefallen waren, während die kalten Witterungsverhältnisse in den USA die Energienachfrage deutlich steigern. Allein seit dem 14. Dezember sind die Ölpreise um 14% gestiegen. Aktuell liegen sie nur $2 unter dem Jahreshöchststand.
Die Rohöllagerbestände waren in der Woche zum 25. Dezember insgesamt um 1,5 Mio. Barrel (je 159 Liter) gefallen. Dies war der vierte Rückgang der Vorräte in Folge. Darüber hinaus ist der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder OPEC erneut gestiegen. Ferner stützen die anhaltenden Erholungssignale der US-Konjunktur die Nachfrage nach Rohöl und dessen Kurs.

Technische News

EUR/USD

Auf der 4-Stunden-Chart wird deutlich, dass das Momentum dieses Paares nach wie vor zinsbullisch ist. Der RSI schwankt jedoch im oberen Bereich auf der Chart. Dies könnte bedeuten, dass der derzeitige Trend in Kürze ein Ende finden wird. Auf der Stunden-Chart kann eine Preiskorrektur nach unten bereits beobachtet werden. Auf der 2-Stunden-Chart hat der Slow Stochastic ein rückläufiges Cross gebildet, dass die bevorstehende Preiskorrektur bestätigt.

GBP/USD

Dieses Paar befindet sich inmitten einer äußerst starken zinsbullischen Bewegung. GBP/USD kletterte innerhalb nur eines Handelstages um 200 Punkte in die Höhe. Diese Aufwärtstendenz scheint sich fortzusetzen, da der Slow Stochastic sowohl auf den Stunden- als auch auf der Tages-Chart aufwärts gerichtet ist. Kaufen scheint hier die beste Strategie für heute zu sein.

USD/JPY

Gestern konnte USD/JPY im Zuge eines zinsbullischen Sprints die 92,40-Marke überwinden. Alle Oszillatoren auf der 4-Stunden-Chart sind aufwärts gerichtet. Das Paar könnte bald die 93,50-Marke erreichen und damit einen neuen Höchststand der letzten drei Monate markieren.

USD/CHF

Allem Anschein nach hat dieses Paar seinen Abwärtstrend wieder vollständig aufgenommen. Das Währungspaar USD/CHF testet derzeit die Marke um 1,0310. Sollte hier ein Durchbruch erfolgen, ist ein weiterer Abwärtstrend wahrscheinlich, mit einem nächsten Richtpreis bei 1,0280.

Die Wild-Card

Rohöl

In den letzten Tagen sind die Ölpreise bis auf $80 pro Barrel gestiegen. Hierbei scheint es sich um eine gemäßigte Kurskorrektur nach oben zu handeln, denn die Bollinger Bands verdichten sich auf der 4-Stunden-Chart aktuell, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass sich eine starke Preisbewegung ankündigt. Darüber hinaus wird ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart deutlich. Möglicherweise nimmt Rohöl seinen Abwärtstrend wieder auf. Forex -Anlegern bietet sich hier eine gute Handelsgelegenheit, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:49 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen