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Friday, 6 Aug 2010
US-Dollar sackt vor NFP-Arbeitsmarktdaten ab
Am gestrigen Donnerstag brachten die wöchentlichen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe den US-Dollar bereits unter Druck. Diese stiegen auf ihren höchsten Stand in drei Monaten. Abzuwarten bleibt, wie das Ergebnis der für heute zur Veröffentlichung ausstehenden US-Arbeitsmarktdaten NFP ausfällt, das dem Dollar entweder Auftrieb bringen oder die US-Währung zusätzlich südwärts drücken könnte.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3280 | 1.5985 | 87.00 | 1.0570 | 0.9250 | 0.8400 |
| 1.3250 | 1.5955 | 86.75 | 1.0550 | 0.9220 | 0.8370 | |
| 1.3220 | 1.5920 | 86.40 | 1.0520 | 0.9190 | 0.8340 | |
| Support | 1.3150 | 1.5840 | 85.65 | 1.0445 | 0.9105 | 0.8260 |
| 1.3120 | 1.5800 | 85.30 | 1.0420 | 0.9070 | 0.8230 | |
| 1.3100 | 1.5780 | 85.10 | 1.1390 | 0.9050 | 0.8210 |
Wirtschafts News
USD - Schwache Daten belasten Dollar
Im Zuge der überraschend gestiegenen US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gab der US-Dollar am gestrigen Donnerstag gegen übrige Hauptwährungen nach. Wie das US-Arbeitsministerium mitteilte, sind die Erstanträge in den USA in der Woche zum 31. Juli im Vorwochenvergleich um 19.000 auf 479.000 Anträge gestiegen. Damit markierten die Erstanträge den höchsten Stand in 3 Monaten. Experten hatten einen Rückgang auf 455.000 Erstanträge erwartet.
Das Cross EUR/USD kletterte im Handelsverlauf bis auf 1,3180. Zu Markteröffnung wurde das Paar bei 1,3146 gehandelt. Der EUR zeigte sich im Donnerstagshandel also gut behauptet. Der Yen setzt seinen Aufwärtstrend gegenüber dem USD fort. USD/JPY rutschte auf 85,88 ab und notierte zu Handelsbeginn noch bei 86,04.
Während die Konjunkturerholung in den USA nur schleppend voranschreitet, erwarten die Märkte mit Spannung die nächste Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve in der kommenden Woche. Anleger hoffen auf mehr Klarheit in Bezug auf ein mögliches zweites Lockerungsprogramm, das die Währungshüter um Ben Bernanke angesichts der anhaltend unsicheren Lage verstärkt in Erwägung ziehen.
Heute sind die Augen der Händler zunächst auf die um 14:30 Uhr zur Veröffentlichung ausstehenden US-Arbeitsmarkdaten NFP gerichtet. Möglicherweise geben diese zumindest Aufschluss über den Umfang der vermeintlichen Konjunkturebbe in den USA. Nicht eindeutig bleibt, welche nächsten Schritte die US-Notenbank einleiten wird, welche Mittel der Fed dabei noch dienen und in wie weit diese wirksam sein könnten. Die Prognosen für den NFP-Bericht heute belaufen sich auf einen Rückgang der Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft um 63.000 Jobs im Monat Juli. Dass die niedrigen Zinsraten bislang ihren positiven Effekt auf die US-Wirtschaft hatten, ist nicht abzuweisen. Viele Händler sind jedoch inzwischen davon überzeugt, dass die Nullzinspolitik nicht ausreicht. Der nächste bedeutende Widerstand für EUR/USD liegt bei 1,3270 und 1,3350.
EUR - EZB-Zinsrate bleibt unverändert
Sowohl die EZB als auch die BoE haben ihren Leitzins gestern unverändert belassen. Bereits seit Mai 2009 steht der Leitzins im Euroraum beim Rekordtief von 1,0%. Die BoE hatte ihren Zinssatz im März 2009 sogar bis auf 0,5% gesenkt. Die Währungshüter der beiden Notenbanken entsprachen damit den Erwartungen der Finanzexperten, die nicht mit einer Anhebung der Zinsen vor dem kommenden Jahr rechnen.
Der Zinsentscheid der EZB konnte den EUR jedoch nicht stützen. EUR/USD rutschte im Anschluss an die den Entscheid begleitende EZB-Pressekonferenz unter die 1,3200er Marke. EUR/GBP zog hingegen leicht an, von 0,8277 auf 0,8295. EUR/JPY wiederum notierte nahezu unverändert bei 113,45.
Die EZB äußerte sich zum Thema Wirtschaftswachstum in der Eurozone optimistisch. Laut EZB-Chef Jean-Claude Trichet zeigt sich die Konjunktur in den Euro-Staaten derzeit robuster als bislang erwartet. Für die nächste Zukunft glaubt Trichet an eine moderate Erholung.
In Großbritannien sieht die Wirtschaftslage etwas anders aus. Hier erholt sich die Konjunktur sehr viel schleppender als in der Eurozone, während der Inflationsdruck gleichzeitig hoch bleibt. Die Bank of England werde, wenn überhaupt, erst in 2011 an der Zinsschraube drehen, so Experten.
Am heutigen Freitag stehen wichtige Konjunkturdaten aus Großbritannien auf dem Wirtschaftskalender. Dazu zählen insbesondere die Erzeugerpreise (Juli) sowie jüngste Daten zur Industrieproduktion (Juni), die jeweils um 10:30 Uhr ausgegeben werden. Positive Daten könnten dem Cross GBP/USD Auftrieb bringen und möglicherweise über den Widerstand bei 1,5970 hieven. Diese Marke entspricht dem 61,8%- Fibonacci-Retracement-Level des im letzten August erreichten Rekordhochs.
JPY - USD/JPY bildet Tweezer-Candelstick-Formation
Gegenüber dem USD setzt der Japanische Yen seinen Aufwärtstrend fort. Das Cross USD/JPY notierte am gestrigen Donnerstag bei 86,20
von zuvor 85,84 zu Markteröffnung. GBP/JPY handelte nahezu unverändert um 136,45, EUR/JPY schloss bei 113,15.
Nach den jüngsten Aussagen von Ministerpräsident Naoto Kan am Donnerstag spekulieren Händler über die Erwägung weiterer Schritte zur Konjunkturankurbelung seitens der japanischen Regierung. Viele glauben an eine Intervention sobald das Novembertief von 2009 bei 84,80 erreicht wird. Der langfristige Abwärtstrend des Paares scheint sich zu verstärken. Die 20-Tage-Linie des Simple Moving Average (SMA) ist deutlich abwärts geneigt. Nicht zu übersehen ist darüber hinaus die Tweezers-Candlestick-Formation, die sich nach den Tiefständen von Dienstag und Mittwoch bei 85,31 gebildet hat. Das Pattern gilt als potenzielles Umkehr-Muster mit guten Candlestick-Kaufsignalen, das USD/JPY als kurzfristige Unterstützung dienen könnte. Entsprechend könnten Händler ihre Stopps bei Short-Positionen jetzt enger setzen.
Händler sollten die US-Arbeitsmarktdaten NFP heute nicht aus den Augen verlieren. Signalisiert das Ergebnis keine Erholung am US-amerikanischen Arbeitsmarkt, wird sich der Abwärtstrend des USD voraussichtlich fortsetzen.
Rohöl - Ölpreise trotz enttäuschender US-Arbeitsmarktdaten behauptet
Die Ölmärkte verzeichneten am Freitagmorgen leichte Aufschläge zum vortägigen Donnerstag. In den frühen Handelsstunden kostete US-Rohöl der Referenzsorte WTI zur Lieferung im September $82,44 pro Barrel 159 Liter und somit $0,43 mehr als zu Handelsschluss in New Yorker. Europäisches Brent-Rohöl notierte $0,26 höher bei $81,87 pro Barrel. Diese Kursentwicklungen zeichnen sich vor Ausgabe der US-Arbeitsmarktdaten NFP am heutigen Nachmittag um 14:30 Uhr ab.
Der Arbeitsmarktbericht für den Monat Juli nimmt auch auf die Ölmärkte Einfluss, da die USA als größte Volkswirtschaft der Welt den weltweit höchsten Ölverbrauch hat. Entsprechend stark ist die Wirkung auf die Entwicklung der Ölpreise. Bis zur Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten werden sich voraussichtlich keine großen Bewegungen am Ölmarkt ergeben, so Händler. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, könnte der US-Ölpreis weitere Unterstützung erfahren und möglicherweise in Richtung nächsten Widerstand bei $83,00, bzw. $84,30 klettern. Am Dienstag scheiterte der Rohstoff zunächst an der Marke von $83. Die nächste Unterstützung liegt bei $81,50 und $80.
Technische News
EUR/USD
Nach einigen Tagen zinsbullischer Entwicklungen, scheint sich dieses Paar nun zu konsolidieren. Aktuell kreuzt der Slow Stochastic auf der Tages-Chart abwärts, was bedeuten könnte, dass eine Kurskorrektur nach unten noch heute bevorsteht, die das Paar möglicherweise bis auf 1,3100 drücken könnte.
GBP/USD
Für dieses Paar ließ sich am gestrigen Donnerstag ein recht flacher Handel zu beobachten. In den vergangenen Tagen hat GBP/USD wiederholt die Marke bei 1,9565 getestet, konnte diese jedoch bislang nicht überwinden. Da der 4-Stunden-MACD abwärts gerichtet ist, könnte dies der Auftakt zu einer Abwärtsbewegung sein.
USD/JPY
Auf der Tages-Chart hat sich eine eindeutig rückläufige Handelsspanne herausgebildet, in deren Mitte sich USD/JPY mittlerweile bewegt. Aktuell sind alle Indikatoren der 4-Stunden-Chart aufwärts gerichtet und deuten somit für heute auf eine zusätzliche Kurskorrektur nach oben. Die nächste Schlüssel-Marke liegt bei 87,00.
USD/CHF
Dieses Paar musste einen Teil seiner gestern verzeichneten Kursgewinne mittlerweile wieder abgeben. Seitdem USD/CHF die 1,0550-Marke erreicht hat, setzte ein Abwärtstrend ein und das Paar wird mittlerweile um die 1,0480-Marke gehandelt. Das abwärts gerichtete Momentum könnte sich in vollem Umfang fortsetzen, so dass USD/CHF möglicherweise die Marke von 1,0370 noch heute erreicht.
Die Wild-Card
Gold
Der Goldhandel verlief in den vergangenen zwei Tagen eher ruhig. Der beliebte Rohstoff konsolidiert mittlerweile um die Marke von $1,195. MACD und RSI der Tages-Chart geben jedoch jeweils bärische Signale aus. Abwärtstendenzen scheinen sich anzukündigen. Hier könnte sich Forex -Anlegern eine recht gute Gelegenheit bieten, bei diesem Trend zum frühestmöglichen Zeitpunkt einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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