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Tuesday, 23 Feb 2010
US-Dollar stark vor Bernanke-Anhörung
Am Montag wertete der USD kurzfristig gegen den EUR auf und handelte um ein 8-monatiges Hoch gegen weitere Hauptwährungen. Sowohl am Mittwoch als auch am Donnerstag erwartet eine Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik in Washington vor dem Bankenausschuss des Senats sowie vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses die Marktteilnehmer.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3733 | 1.5632 | 91.93 | 1.0850 | 0.9110 | 0.8866 |
| 1.3692 | 1.5594 | 91.62 | 1.0825 | 0.9080 | 0.8833 | |
| 1.3666 | 1.5569 | 91.31 | 1.0800 | 0.9050 | 0.8802 | |
| Support | 1.3600 | 1.5502 | 90.75 | 1.0725 | 0.9000 | 0.8748 |
| 1.3563 | 1.5481 | 90.48 | 1.0700 | 0.8970 | 0.8721 | |
| 1.3539 | 1.5454 | 90.22 | 1.0675 | 0.8940 | 0.8686 |
Wirtschafts News
USD - USD fester gegen EUR nach Diskontsatz-Anhebung
Der US-Dollar schloss im gestrigen Montagshandel gegen den EUR fester, nachdem die US-Notenbank ihren Diskontsatz zum Ende der letzten Handelswoche um 25 Basispunkte auf 0,75% angehoben hatte. Gleichzeitig konnte die US-Währung einen Teil der zuvor verzeichneten Verluste gegen den japanischen Yen ausgleichen. Hier kletterte der Dollar von 91,11 Yen auf 91,25 Yen. Analysten zufolge liegt der kurzfristige Widerstand hier bei 92,15 Yen, dem Monatshoch, dass in der letzten Woche erreicht wurde.
Im weiteren Wochenverlauf sind alle Augen auf US-Notenbankchef Ben Bernanke und seine Anhörungen im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik in Washington vor dem Bankenausschuss des Senats sowie vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses am Mittwoch und Donnerstag gerichtet. Händler konzentrieren sich dabei auf jegliche Hinweise, die nach der Diskontsatz-Erhöhung am vergangenen Donnerstag in Zusammenhang mit einem künftigen geldpolitischen Kurs der Notenbank in Bezug auf Leitzinsraten und Straffung der Geldpolitik stehen.
Hier könnte sich laut Marktbeobachter in der Folge ein heftiger Abbau spekulativer USD-Long-Positionen der letzten Wochen ergeben. Investoren sind jedoch davon überzeugt, dass jegliche Abwärtstendenzen des USD nur von kurzer Dauer sind. Erwartungsgemäß wird die US-Notenbank Federal Reserve als eine der ersten Notenbanken ihre Zinssätze erhöhen.
Heute steht der Dollar unter dem Einfluss einer Reihe von zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten aus den USA wie beispielsweise dem Case-Shiller Hauspreisindex für Dezember und das 4. Quartal um 15:00 Uhr sowie dem Index des Verbrauchervertrauens für Februar um 16:00 Uhr.
EUR - EUR angesichts Griechenland-Sorge weiter mit Verlusten gegen Dollar
Die europäische Gemeinschaftswährung handelte gestern nahe eines 9-monatigen Hochs gegen den USD. Die Marktteilnehmer zeigten sich weiterhin um den Mitgliedstaat Griechenland besorgt, dessen Finanznot die Nachfrage nach dem EUR herabsetzt. An den Märkten in Europa ergibt sich bislang keine Erleichterung. Neben den Griechen belasten weitere schuldenbeladene Mitgliedsländer wie Spanien und Portugal den Euro bereits seit Wochen.
Der EUR notierte gestern bei $1,3594 von zuvor $1,3596. Am 19. Februar erreichte die Währung der 16 Nationen mit $1,3444 den tiefsten Stand seit dem 18. Mai vergangenen Jahres. Zum japanischen Yen wertete der EUR kurz vor Handelsende leicht auf und schloss hier bei 124,12 Yen, nachdem Händler im Tagesverlauf einen Kursrückgang von 0,6% beobachteten.
Die Kosten einer wirksamen Hilfsaktion für das starkverschuldete Euroland Griechenland schätzen Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 20 bis 25 Mrd. Dollar. Seit Jahresbeginn hat der Euro zum Dollar um fast 5% abgewertet. Vor dem Hintergrund der Schuldenprobleme einiger südeuropäischer EU-Länder scheint es für den EUR keinen Halten zu geben. Zwischenerholungen sind derzeit temporär.
JPY - Yen verliert gegen Hauptwährungen an Wert
Japans Yen verlor gestern an Wert gegen gewinnträchtige Währungen, während die Erholung der Exportwirtschaft der wichtigste Wachstumstreiber für das japanische Bruttoinlandprodukt bleibt. Deutliche Kursverluste gegen übrige Hauptwährungen verzeichnete die japanische Währung zum Wochenstart. Zum EUR rutschte der Yen auf 124,21 pro EUR von zuvor 123,92 ab. Zum USD fiel der JPY von 91,14 auf 91,26.
Analysten zufolge werden sich Yen-Crosses in dieser Woche im Hinblick auf die Emission japanischer Toshin-Fonds, die in höher verzinsliche Anlagen in Übersee investieren, gut unterstützt zeigen. Die japanischen Toshin-Fonds im Volumen von 9,3 Billionen JPY dürften den Yen insbesondere in Crosses wie AUD/JPY belasten.
Rohöl - Spot-Rohöl über $80 pro Barrel
Am Montag handelte der Ölpreis im Zuge eines zweiwöchigen Aufwärtstrends mit wenig Widerstand bei über $80 pro Barrel. Ein Grund für den Kursanstieg ist offenbar eine Short-Covering Rally als Antwort auf den März-Kontrakt sowie auf einen Ausverkauf bei den so genannten RBOB-Benzin-Futures an der Nymex.
Der Kursanstieg konnte trotz Dollar-Aufwertung gegen den EUR beobachtet werden, während die Aussicht auf weiter steigende Öllagerbestände in den USA die Auftriebskräfte dämpft. Analysten führten den jüngsten Preisanstieg ferner auf spekulative Finanzanleger zurück. Wird der Ölpreis weiter anziehen?
Technische News
EUR/USD
Der gestrige Aufwärtstrend hat das Paar in den „überkauften“ RSI-Bereich auf der Stunden- und 4-Stunden-Chart gedrückt. Demnach besteht Abwärtsdruck. Des Weiteren kann sich in Kürze ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart bilden, das die Abwärtsbewegung bis zum Ende der ersten Tageshälfte bestätigen würde. Verkaufen könnte für heute die zu bevorzugende Strategie sein.
GBP/USD
Der Preis dieses Paares hat aktuell in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart gedreht. Der Indikator bleibt jedoch aufwärts gerichtet. Ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht, dass der 4-Stunden-RSI bereits in naher Zukunft abwärts drehen könnte, was zusätzlichen Abwärtsdruck verursacht. Verkaufen nach der Neuausrichtung könnte heute die richtige Taktik sein.
USD/JPY
Dieses Paar gibt unterschiedliche Signale aus. Die mittelfristigen Indikatoren dieses Paares deuten jedoch auf mögliche Aufwärtstendenzen hin. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt mit einem zinsbullischen Cross diesen Trend. Aktuell scheint sich der Preis dieses Paares stufenweise aus dem „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart heraus zu bewegen. Dies kann als Zeichen für langfristigen Abwärtsdruck gedeutet werden. Eine gute Wahl für heute könnte sein, bei Niedrigständen zu kaufen und bei Höchstständen zu verkaufen.
USD/CHF
USD/CHF scheint seinen jüngsten Aufwärtstrend fortzusetzen. Sowohl der Stunden- als auch 4-Stunden-RSI zeigt an, dass USD/CHF aus dem „überkauften“ Bereich herausdreht. Auch hier besteht Aufwärtsdruck. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Die Wochen-Chart gibt eine deutlich zinsbullische Handelsspanne für Rohöl mit eindeutigen Hoch- und Tiefwerten aus. Dabei stellt die $80-Marke die bedeutendste Preisbarriere für diesen Rohstoff dar. Obwohl sich der Ölpreis aktuell knapp über dieser Marke hält, sollten Forex -Anleger das neueste rückläufige Cross des Tages-Slow Stochastic nicht außer Acht lassen. Gleiches gilt für den „überkauften“ RSI, der ebenfalls verdeutlicht, dass die $80-Marke den Ölpreis unter Druck bringt. Eine gute Wahl für heute könnte lauten: Setzen Sie auf fallende Kurse und lassen Sie sich die bevorstehenden Abwärtsbewegungen nicht entgehen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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