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Friday, 20 Nov 2009

US-Dollar und Yen fester aufgrund trübem Konjunkturausblick

USD und Yen verzeichneten am Donnerstag gegen den EUR und weitere höher rentierende Währungen Kursgewinne. Händler verweisen auf das schleppende Tempo der wirtschaftlichen Erholung weltweit als Ursache. Rückläufige Aktien- und Rohstoffkurse veranlassten Investoren dazu, sich auf „sichere“ Währungen wie USD und JPY zu konzentrieren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodownnononono
Wochentendenznonodownnodownno
Resistance1.50001.674589.701.02150.92750.9030
1.49801.672589.501.01950.92550.9010
1.49501.669589.201.01650.92250.8980
Support1.48901.663588.601.01050.91650.8920
1.48601.660588.301.00750.91350.8890
1.48401.658588.101.00550.91150.8870

Wirtschafts News

USD - USD legt angesichts schwacher US-Wirtschaftsdaten zu

USD und Yen verzeichneten am Donnerstag gegen den EUR und weitere höher rentierende Währungen Kursgewinne, nachdem enttäuschende US-Konjunkturdaten veröffentlicht wurden und die Kurse an den globalen Aktienmärkten in den Keller rutschten. Der Dollar-Index wurde bei 75,3108 gehandelt, von zuvor 75,108 zu später Stunde am Mittwoch. Der USD wurde von den fallenden Kursen an den US-Aktienmärkten gestützt, die einer Schwäche bei den europäischen und asiatischen Aktienmärkten folgten. Seit Beginn der globalen Finanzkrise scheint der US-Dollar in inverser Beziehung zu Bewegungen an den Aktienmärkten und Rohstoffanleihen zu stehen.
Das US-Arbeitsministerium teilte am Donnerstag mit, dass 505.000 US-Bürger in der vergangenen Woche erstmals einen Antrag auf Arbeitslosenhilfe gestellt hatten. Die Zahl blieb damit im Vergleich zur Vorwoche unverändert, jedoch nach wie vor zu hoch, um als Zeichen einer Verbesserung des US-Arbeitsmarkts gedeutet zu werden. Der Sammelindex der Frühindikatoren in den USA ist im Oktober um 0,3% gestiegen. Noch im Vormonat lag das Ergebnis bei +1,0%. Hat sich das Erholungstempo der US-Wirtschaft tatsächlich verlangsamt?
Aktuell sind Währungsschwankungen begrenzt. Die Märkte bleiben in Hinsicht auf das Wirtschaftsbelebungstempo und den Kurs der US-amerikanischen Währungspolitik unsicher.

EUR - EUR kämpft an $1,50-Marke

Der EUR und andere hochverzinsliche Währungen verloren am Donnerstag an Boden, als das nachlassende Anlegervertrauen Investoren angesichts der schleppenden globalen Wirtschaftserholung dazu veranlasste, sich den Safe-Havens US-Dollar und Yen zuzuwenden. Sowohl die jüngst enttäuschenden US-Konjunkturdaten, als auch die fallenden globalen Aktienkurse minderten die Risikobereitschaft unter den Investoren. Darüber hinaus trug die Befürwortung einer restriktiveren Haltung in Bezug auf Kapitalzuflüsse und Währungsschwankungen seitens führender Notenbanker ebenfalls zur Risikoaversion der Händler bei. Der EUR wurde gestern bei $1,4910, von zuvor $1,4960 am späten Mittwochabend gehandelt. Zum Yen notierte die Gemeinschaftswährung bei 132,54 Yen von zuvor 133,73. Das Pfund Sterling schloss von vortäglichen $1,6740 bei $1,6651.
Der EUR tut sich aktuell schwer, die Marke von $1,50 zu überschreiten und schwankt überwiegend in der Handelsspanne zwischen $1,48 und $1,50. Angesichts der Einstellung der US-Notenbank zur USD-Schwäche lassen Anleger zunächst weiterhin Vorsicht walten. Darüber hinaus geben Notenbanker weltweit die unterschiedlichsten Signale zu einer möglichen Anhebung ihrer Leitzinssätze.

JPY - JPY nahe 2-Wochen-Hoch gegen EUR

Der JPY wurde gestern um ein neues 2-Wochen-Hoch gegen den EUR gehandelt, nachdem der größte Einbruch der Aktienkurse in diesem Monat Anleger dazu veranlasste, in den „sicheren“ japanischen Yen und USD zu investieren. Japans Yen wurde heute Morgen um die Marke 132,80 pro EUR gehandelt. Den höchsten Stand seit dem 3. November erreichte der JPY zuvor gestern bei 131,76. Zum USD wurde ein Kurszuwachs von 0,4% auf 88,98 deutlich.
Derzeit scheint die Sorge um die globale Wirtschaftserholung Safe-Havens wie US-Dollar und Yen unter den Händlern zu favorisieren. Das Interesse an Titeln, die mit wirtschaftlichem Wachstum korrelieren, wie beispielsweise Aktien und Währungen rohstoffreicher Länder, gibt wiederum nach. Heute beendet die Bank von Japan ihre zweitägige geldpolitische Sitzung. Es wird weltweit erwartet, dass Japans Overnigth Call Rate unverändert bei 0,1% bleibt.

Rohöl - Rohöl gibt aufgrund fallender Aktienkurse nach

Nachdem sich die Ölpreise in den vergangenen 4 Tagen im Aufwärtstrend befanden, gaben sie gestern aufgrund schwacher US-Konjunkturdaten und fallender Aktienkurse wieder nach. Der Kursanstieg des USD zum EUR brachte Öl weiter unter Druck und verringerte die Attraktivität von Rohstoffen als Alternativanlage. Allem Anschein nach bleibt der US-Energiebedarf weiterhin schwach, während die Lagerbestände steigen. Darüber hinaus deuten enttäuschende US-Konjunkturdaten dieser Woche auf einen langsameren konjunkturellen Aufschwung, als zuvor erwartet.
Der Rohölpreis für Dezember-Lieferungen fiel an der New Yorker Warenbörse um $2,12, bzw. 2,7% auf $77,46 pro Barrel. Dies war der stärkste Preisrutsch sei dem 30. Oktober. Seit einigen Monaten gelten die Aktienkurse nebst USD-Kurs als bestimmende und stärkste Einflussfaktoren des Ölmarkts.

Technische News

EUR/USD

EUR/USD unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell gemischte Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Deutlichere Signale auf den Stunden-Charts abzuwarten, könnte sich heute auszahlen.

GBP/USD

Die inzwischen typischen Kursschwankungen für GBP/USD setzten sich auf der Stunden-Chart fort. Der RSI der Tages-Chart schwankt im neutralen Bereich. Jedoch bewegt sich der RSI der 4-Stunden-Chart bereits im „überkauftem“ Bereich, was bedeuten könnte, dass sich schon bald eine zinsbullische Preiskorrektur vollzieht. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

USD/JPY

Aktuell bewegt sich dieses Paar im „überkauften“ Bereich auf der Wochen-Chart. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Aufwärtsausrichtung hin. Die steigende Tendenz des Tages-Chart-Momentums bestätigt diesen Trend. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.

USD/CHF

Die Tages-Chart gibt für USD/CHF gemischte Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Mittlerweile hat sich der RSI der Wochen-Chart jedoch im „überkauftem“ Bereich eingefunden, was bedeuten könnte, dass in nächster Zukunft eine zinsbullische Kurskorrektur zu beobachten sein wird. Hier könnte es eine gute Strategie sein, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen, sobald die obere Grenze der Handelsspanne überwunden ist.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Ölpreis ist gestern heftig abgerutscht. Das Barrel Rohöl wird derzeit um $78,45 pro Barrel gehandelt. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und eine rückläufige Preiskorrektur bevorsteht. Forex -Anlegern bietet sich möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, um bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 20:56 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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