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Wednesday, 20 Jan 2010
US-Dollar wertet stark gegen Hauptwährungen auf
Der US-Dollar schloss im gestrigen Dienstagshandel gegenüber einem Großteil seiner Hauptgegenwährungen fester. Insbeesondere zum EUR ergaben sich deutliche Kursgewinne. Griechenlands immense Staatsschulden belasten nach wie vor die Gemeinschaftswährung. Daher wollen die Finanzminister aus den Eurostaaten den von Athen angekündigten Schuldenabbau zukünftig streng überprüfen. Des Weiteren macht den Marktakteuren die deutsche Konjunktur Sorgen. Im vergangenen Jahr soll die Wirtschaftsleistung in Deutschland nach ersten Schätzungen um ca. 5% eingebrochen sein.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4290 | 1.6410 | 92.20 | 1.0480 | 0.9565 | 0.8810 |
| 1.4255 | 1.6380 | 91.90 | 1.0450 | 0.9230 | 0.8775 | |
| 1.4225 | 1.6335 | 91.45 | 1.0420 | 0.9195 | 0.8740 | |
| Support | 1.4160 | 1.6270 | 90.80 | 1.0355 | 1.9130 | 0.8675 |
| 1.4130 | 1.6240 | 90.50 | 1.0320 | 1.9100 | 0.8640 | |
| 1.4100 | 1.6200 | 90.20 | 1.0285 | 1.9070 | 0.8600 |
Wirtschafts News
USD - TIC-Daten bringen USD Auftrieb
Am Mittwochmorgen startete der US-Dollar zum EUR gut behauptet, nachdem sich die Sorgen um das hohe Staatsdefizit des europäischen Mitgliedstaats Griechenland am Vortag verschärft haben. Die US-Währung hingegen findet aktuell in einem positiven Marktsentiment Unterstützung. Die Marktteilnehmer vertrauen auf eine baldige sowie nachhaltige Erholung der US-Wirtschaft und setzten entsprechend auf auf US-Dollar lautende Vermögenswerte. In der Konsequenz gewann der USD am Dienstag an Stärke. Euro-spezifischen Befürchtungen entmutigten die Anleger gestern und dämpften ihre Risikobereitschaft.
Weiteren Rückhalt erhielt die US-Währung durch das Ergebnis zu den US-Kapitaldaten, die das Interesse ausländischer Anleger an US-Wertpapieren abzeichnen. Wie das US-Finanzministerium am Dienstag mitteilte, haben ausländische Anleger im Monat November wieder vermehrt Kapital in den USA investiert. Zu früher Handelsstunde notierte der USD mit +0,6% bei 91,21 Yen, nachdem erst zuvor ein 4-Wochentief um 90,32 erreicht wurde. Händler führten diese drastische Entwicklung auf den Insolvenzantrag der japanischen Fluggesellschaft Japan Airlines zurück, der gestern erfolgte und bereits seit längerem erwartet wurde.
Zum Kanadischen Dollar zog der USD um 0,7% auf C$1,0325 an. Die kanadische Notenbank, Bank of Canada (BoC), hatte ihren Leitzins zuvor unverändert auf dem Rekordtief von 0,25% gelassen. Wie die BoC weiterhin mitteilte, werde für 2009 mit einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 2,5% gerechnet.
EUR - Deutsches Marktsentiment bringt EUR/USD auf 4-Monatstief
Am Mittwochmorgen fiel die europäische Gemeinschaftswährung zum US-Dollar bis auf ein neues 4-Monatstief. Der europäischen Währungsmarkt bleibt derzeit angesichts des stark verschuldeten südeuropäischen Mittelmeerstaats Griechenland gespannt. Der EUR handelt unter $1,43 und markiert somit das niedrigste Niveau seit dem 23. Dezember. Zusätzliche Besorgnis lösten gestern die ZEW-Konjunkturdaten aus Deutschland aus. Das ZEW-Barometer für die Konjunkturerwartungen sackte im Januar überraschend heftig auf 47,2 Zähler ab. Noch im Dezember wurde der Index bei 50,4 Punkten ausgegeben. Die Experten zeigten sich besorgt, zum vierten Mal in Folge veröffentlichte das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) einen Zählerverlust.
Ferner rutschte der EUR zum Pfund Sterling auf seinen niedrigsten Stand in 5 Monaten ab. Hier stützte die gestern bekannt gegebene Fusion des US-Lebensmittelriesen Kraft Foods und dem britischen Süßwarenhersteller Cadbury die Währung Großbritanniens. Der EUR gab bis auf 86,985 Pence nach und markiert damit das niedrigste Level seit Ende August vergangenen Jahres.
Darüber hinaus halten Händler eine frühere Leitzinserhöhung in Großbritannien für wahrscheinlich. Ursache hierfür ist die deutlich stärker als erwartet gestiegene Inflationsrate im Land, für die sich im Dezember der größte jemals gemessene monatliche Zuwachs ergab. Die Jahresrate war von 1,9% im November auf 2,9% geklettert. Analysten zufolge kann der GBP-Aufwärtstrend noch in den kommenden Tagen anhalten.
JPY - Yen gestärkt gegenüber Hauptwährungen
Im fernöstlichen Devisenhandel machte der Yen am Dienstag wieder an Boden gut. Bei USD/JPY wurden umfangreiche Stopp-Loss-Aktivitäten beobachtet. Die Yen-Stärke führten einige Händler auf die Insolvenzanmeldung der hoch verschuldeten Fluggesellschaft Japan Airlines zurück. Dabei war von Repatriierung die Rede - das Unternehmen könnte sich gezwungen sehen, einen Teil seiner USD-Derivatkontrakte aufzulösen, bzw. Vermögenswerte aus Übersee zurückzuführen.
Auch zum EUR und Australischen Dollar wertete Japans Währung leicht auf. Auslöser hierfür waren nach Angaben der Marktakteure Chinas Maßnahmen zu einer restriktiveren Kreditvergabe in der Volksrepublik, nach der die Genehmigung neuer Kredite durch Großbanken gebremst werden soll. Dies belaste bereits die die Börsen in Asien und drücke auch in der Eurozone die Marktstimmung. Zum Australischen Dollar ergab sich ein Kursanstieg von 0,6% auf 83,63 pro Australischer Dollar. Zum EUR notierte der JPY mit +0,3% um 129,65 pro EUR, der niedrigsten Marke seit dem 21. Dezember.
Rohöl - Ölpreise ziehen angesichts steigender US-Aktienmärkte an
Zum ersten Mal in sechs Tagen kletterten die Ölpreise am Dienstag in die Höhe, gestützt von einem Anstieg der US-Aktienmärkte, die eine vorherige USD-Aufwertung aufgrund von Sorgen um europäische Wachstumsperspektiven ausglichen. Die Kursgewinne an der Wall Street brachten dem Ölpreis Auftrieb.
Währenddessen setzte sich bei einer Nachwahl in den USA im Bundesstaat Massachusetts der Kandidat der Republikaner durch, was den Verlust der strategischen Mehrheit der Demokratischen Partei im US-Senat bedeutet und somit Obamas geplante Gesundheitsreform in Gefahr bringt.
In der vergangenen Woche waren die Rohölpreise um nahezu 6% gesunken, nachdem wärmere Witterungsverhältnisse in den USA die Energienachfrage drosselten. Auf der anderen Seite belasten die hohen US-Lagerbestandsdaten die Preise, so die Händler. Die jüngste Dollar-Stärke vermag ebenfalls Abwärtsdruck auf die Rohstoffpreise auslösen. Der EUR notiert aktuell bei einem neuen 4-Monatstief zum USD. Ein USD-Kursanstieg dämpft in der Regel das Anlegerinteresse an in Dollar bezeichneten Rohstoff-Anlagen wie Rohöl.
Technische News
EUR/USD
Auf der 8-, 4- und 2-Stunden-Chart schwankt der RSI im „überkauften“ Bereich. Auf der Tages- und 4-Stunden-Chart gibt der Slow Stochastic ein neues zinsbullisches Cross aus. Darüber hinaus zeichnet sich eine Überwindung der oberen Grenze der Bollinger Bands auf der 4-, 8-Stunden- sowie auf der Tages-Chart deutlich ab. Kaufen könnte bei EUR/USD eine gute Wahl für heute sein.
GBP/USD
Für dieses Paar werden am Mittwoch unterschiedliche Signale deutlich. Während der RSI auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart bereits in den „überkauften“ Bereich gedreht hat und ein zinsbullisches Cross des Stunden-Slow Stochastic nicht zu übersehen ist, bewegt sich der RSI der Tages-Chart ebenfalls auf den „überkauften“ Bereich. Der Slow Stochastic dieser Chart zeigt wiederum ein rückläufiges Cross an. Bei diesem Paar eindeutigere Signale abzuwarten, könnte heute eine gute Strategie sein.
USD/JPY
Auf der 4-Stunden-Chart wird ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic deutlich. Der RSI der 2-Stunden-Chart schwankt bereits im „überkauften“ Bereich. Auf fallende Kurse zu setzten, könnte bei USD/JPY heute die richtige Entscheidung sein.
USD/CHF
Auf der Stunden-, 2-Stunden- und 8-Stunden-Chart bewegt sich der RSI innerhalb des „überkauften“ Bereichs. Der Slow Stochastic der Tages- und 4-Stunden-Chart lässt ein rückläufiges Cross erkennen, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass eine Überwindung der oberen Grenze der Bollinger Bands sowohl auf der 4-, als auch auf der 8-Stunden-Chart erfolgen wird. Verkaufen könnte sich bei diesem Paar heute auszahlen.
Die Wild-Card
GBP/NZD
Auf der 2- und 4-Stunden-Chart ist eine Überwindung der oberen Bollinger Bands-Grenze offensichtlich. Mittlerweile hat der RSI auf der Stunden-Chart in den „überkauften“ Bereich gedreht. Außerdem werden rückläufige Crosse auf der 2-Stunden- und Tages-Chart deutlich. Forex -Anleger könnten bei GBP/NZD heute wieder auf fallende Kurse setzen und sich die bevorstehende Kurskorrektur zu Nutze machen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




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