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Friday, 18 Sep 2009

US-Dollar zieht gegen EUR an und Rohöl fällt mit Aktienkursen

Zu Beginn des heutigen Handels gab EUR/USD zunächst etwas nach, der langfristige Aufwärtstrend wird sich jedoch voraussichtlich auch heute fortsetzen. Verluste an den US-Aktienmärkten sowie über den Erwartungen liegende US-Produktionsdaten lösten gestern eine kurzfristige Trendwende aus. Den heutigen Handel unterstreichen Fundamentaldaten aus Europa sowie Großbritannien. Die Marktteilnehmer erwarten, dass EUR/USD auch zum Wochenende mit einem Plus schließt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonoupdownupup
Wochentendenzupdownupdowndownup
Resistance1.48091.638492.121.03930.87700.9045
1.47771.635191.821.03610.87490.9023
1.47451.642091.501.03300.87280.9002
Support1.46861.635990.891.02690.86850.8959
1.46541.632890.591.02370.86630.8938
1.47221.629790.271.02060.86420.8917

Wirtschafts News

USD - USD profitiert von Kurseinbrüchen an der Börse

Der US-Dollar vermochte es, gewonnenes Terrain am Donnerstag zu halten, nachdem der jüngst pessimistische Konjunkturausblick der Marktteilnehmer weiteren Verkaufsdruck auf Aktien und gewinnträchtige Währungen ausübte. Die US-amerikanische Währung notierte zuvor noch schwächer. Dem vorausgegangen waren steigende Aktienkurse, die nach Ausgabe des Frühindikators der Notenbank von Philadelphia zur Konjunkturlage überraschend sprungartig anstiegen.

Zum Yen legte der US-Dollar am Donnerstag zu und kletterte von 90,84 auf 91,21. Erst am Mittwoch rutschte der Dollar zur japanischen Währung bis auf einen neuen Tiefstand der letzten sieben Monate ab. Dieser Abwärtstrend verstärkte sich zunächst, nachdem sich Japans Finanzminister Hirohisa Fujii für einen starken Yen aussprach, der für die Wirtschaft des Inselstaates vorteilhaft sei.

Seit einigen Wochen scheint das Potenzial des Dollar ausgeschöpft zu sein - mit einem Verlust des Dollar-Indexes von insgesamt 2,4% in diesem Monat. Den Abwärtsdruck führen Experten teilweise auf eine erhöhte Risikobereitschaft zurück, die Investoren dazu veranlasst, den „sicheren“ Dollar-Status zugunsten von Aktien und weiteren Anlagen zu meiden.

Dennoch gehen Experten davon aus, dass sich die herkömmliche Korrelation zwischen USD und Konjunkturdaten wieder einstellen wird, nach der die US-Währung auf der Grundlage positiver Wirtschaftsdaten gewinnt und schwächer schließt, sobald US-Konjunkturprognosen düster werden.

EUR - EUR auf neuem Jahreshöchstkurs gegenüber US-Dollar

Die europäische Gemeinschaftswährung kann ihren aktuellen Kursanstieg zum USD erweitern und bewegt sich im frühen Freitagshandel auf neue Jahreshöchstkurse zu. Demgegenüber legten auch Aktien- und Rohstoffkurse angesichts neuer Erwartungen auf eine Wirtschaftserholung zu und setzten den Dollar weiter unter Druck. Zum dritten Tag in Folge verbuchte der EUR Gewinne und kletterte bis auf $1,4716. Zu Handelsschluss notierte der Euro bei $1,4737, der höchster Stand seit vergangenem September. Insgesamt zog der EUR in diesem Monat um 2,5% an. Ursache für diese Entwicklung ist unter anderem ein verbessertes Anlegervertrauen sowie die Annahme der Marktteilnehmer, dass der US-Leitzins zunächst noch einige Zeit auf Tiefstniveau verbleibt.

Zum Pfund Sterling wurde Europas Hauptwährung nahe eines neuen Rekordhochs der letzten 4 Monate gehandelt. Diese Entwicklung hatte gestern ihre Gültigkeit, bevor der heutige Bericht zu Deutschlands Erzeugerpreisen unter Beweis stellen wird, ob sich der Rückgang dieser auch im Monat August in einem langsameren Tempo als zuvor vollzieht. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, könnte es eine erfolgende Konjunkturerholung in der 16-Nationen-Region bestätigen. Mit einer UK-Arbeitslosenrate auf einem neuen Höchststand seit 1995, wurde das Pfund nahe eines Rekordtiefs seit Mai gehandelt.

Zum ersten Mal seit dem 30. Dezember konnte EUR/GBP die 0,89er-Marke nachhaltig überwinden. Um 73 Punkte kletterte das Währungspaar von 0,8896 auf 0,8969. Experten gehen davon aus, dass sich der GBP auch in den kommenden Monaten weiterhin abschwächen wird. Englands Regierung versucht derzeit, Ausgaben einzudämmen und behält ihre expansive Geldpolitik bei, so Analysten.

JPY - Yen mit Kursgewinnen nach Shirakawa (BoJ) -Ansprache

Unterstützung fand Japans Yen zunächst durch die Aussage von Finanzminister Hirohisa Fujii. Dieser betonte, dass die Währungen derzeit keinen schnellen Bewegungen unterlägen und sprach sich demnach gegen eine Intervention durch die Zentralbank aus, solange die Marktbewegungen moderat blieben. Der Yen kletterte im Tagesverlauf bis auf ein Hoch zum Dollar und drückte die US-Währung um mehr als 0,2% abwärts auf ungefähr 90,60 Yen. Vor der Stellungnahme des Finanzministers wurde das Paar bei 90,90 Yen gehandelt.

Des Weiteren trieb eine gestrige Ansprache von BoJ-Gouverneur Masaaki Shirakawa den JPY in die Höhe. Dieser erklärte, dass ein starker Yen die Preise kurzfristig nach unten drücken, die Wirtschaft auf lange Sicht jedoch ankurbeln könnte. Zum EUR stieg Japans Währung sprunghaft in die Höhe und glich zuvor erreichte EUR-Gewinne wieder aus. Das Währungspaar notierte mit leichten Verlusten zum Vortag bei 133,54 Yen.

Rohöl - Rohöl verliert - USD bleibt stabiler

Der Ölpreis notierte am Donnerstag nach einem volatilen Handelstag geringfügig schwächer, während der US-Dollar überwiegend stabil blieb und Investoren auf positive Konjunkturdaten und den deutlichen Abbau der Öllagerbestände in den USA am Mittwoch reagierten. Im Handelsverlauf erreichte der Rohstoff ein Hoch bei $73,16 pro Barrel, rutschte anschließend jedoch bis auf ein Tief von $70,40 pro Barrel.

Am Mittwoch stiegen die Ölpreise um insgesamt 2% deutlich an, nachdem das US-Energieministerium einen die Erwartungen übertreffenden Rückgang der Ölvorräte meldete. Dieser belief sich auf 4,7 Mio. Barrel zur Woche endend am 11. September. Analysten gehen jedoch davon aus, dass der Rohstoff die obere Grenze der aktuellen Handelsspanne von $73 pro Barrel nicht ohne weiteren Impuls überwinden kann.

Der Ölmarkt richtete sich in den letzten Monaten nach den Aktienkursen. Der Aktienmarkt ist für Investoren schon längst zum Schlüsselindikator für wirtschaftliche Leistung geworden, der der angeschlagenen Energienachfrage Auftrieb verleihen könnte. Dementsprechend lässt die Bedeutung des Dollar in diesem Gefüge nach, da Aktienmärkte und Rohstoffe wie Gold nun den Ölmarkt tagesaktuell bestimmen. Ein schwacher Dollar vermag es, Öl- sowie andere in Dollar bezeichnete Rohstoff-Anlagen anzutreiben, da diese verhältnismäßig preiswert für Nicht-Dollar Investoren werden.

Technische News

EUR/USD

Die gestrige Unterbrechung des zinsbullischen Trends könnte eine längerfristige sein. Die Tages-Chart gibt ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators aus. Dies könnte bedeuten, dass eine rückläufige Preiskorrektur bevorsteht. Die Tages-Chart weist das Paar außerdem im „überkauften“ Bereich des RSI (Relative Strength Index) aus. Möglicherweise ist EUR/USD durch den Aufwärtstrend der vergangenen Woche überbewertet. Händler sollten bei diesem Währungspaar eventuell auf fallende Kurse setzen und verkaufen.

GBP/USD

Dieses Währungspaar könnte heute kurzfristige Aufwärtstendenzen an den Tag legen. Auf der Stunden-Chart ist zu erkennen, dass GBP/USD im „überkauften“ Bereich des RSI gehandelt wird. Hier ergibt sich möglicherweise Aufwärtsdruck für das Paar. Die 4-Stunden-Chart zeigt eine Preisbewegung, die im unteren Grenzbereich der Bollinger Bands begann und sich möglicherweise noch bis in den oberen Bereich ausweiten könnte. Hier ist es eventuell richtig, zu kaufen und auf steigende Kurse zu setzen.

USD/JPY

Die Bollinger Bands der Stunden-Chart verengenden sich weiterhin und kündigen eine mögliche deutliche Überwindung der Handelsspanne an. Die Wochen-Chart gibt darüber hinaus ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic aus. Potenzial für eine längerfristige Aufwärtsbewegung besteht. Händler könnten heute profitieren, wenn sie bei diesem Paar auf steigende Kurse setzen.

USD/CHF

Während USD/CHF seinen Abwärtstrend fortsetzt, lässt sich auf der Tages-Chart bereits erkennen, dass die rückläufigen Tendenzen zum Ende kommen könnten. Auf der Tages-Chart ist ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic-Oszillators zu erkennen. Dies könnte bedeuten, dass sich eine Trendwende einstellt. Außerdem wird das Paar momentan weit unter dem unteren Bereich des RSI (Relative Strength Index) gehandelt, was ein Zeichen dafür sein könnte, dass USD/CHF derzeit „überkauft“ ist. Jetzt könnte der Zeitpunkt richtig sein, zu kaufen.

Die Wild-Card

GBP/AUD

Aktuell signalisiert die Stunden-Chart, dass Anleger auf steigende Kurse bei GBP/AUD setzten könnten: Ein zinsbullisches Cross des Slow Stochastic deutet auf eine Aufwärtsbewegung hin. Der RSI der Chart bestätigt ebenfalls einen Aufwärtstrend, während das Paar im „überkauften“ Bereich gehandelt wird. Kaufen könnte dementsprechend eine gute Strategie für forex Händler

Aktuelle Zeit: 05/25 23:04 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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