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Thursday, 25 Sep 2008
US-Immobilienmarkt weiterhin unter Druck?
Sowohl das Rettungspaket für die US-Wirtschaft als auch die Zahlen zu den Eigenheimverkäufen bringen Unruhe in die Märkte. Gestern verzeichnete der Dollar einen volatilen Börsengang gegenüber den meisten seiner Währungsgegner. Heute steht der Bericht zu den Verkäufe der Hausneubauten auf der Agenda, den Anleger aufmerksam verfolgen sollten. Rückläufige Zahlen werden die bestehenden Probleme des US-amerikanischen Immobiliensektors verstärkt hervorheben und den USD weiter schwächen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
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| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4867 | 1.8700 | 106.35 | 1.0876 | 0.8490 | 0.7970 |
| 1.4835 | 1.8688 | 106.08 | 1.0850 | 0.8465 | 0.7959 | |
| 1.4800 | 1.8660 | 105.86 | 1.0836 | 0.8430 | 0.7933 | |
| Support | 1.4720 | 1.8600 | 105.20 | 1.0792 | 0.8370 | 0.7886 |
| 1.4692 | 1.8574 | 105.00 | 1.0784 | 0.8351 | 0.7860 | |
| 1.4677 | 1.8550 | 104.71 | 1.0766 | 0.8333 | 0.7842 |
Wirtschafts News
USD - US-Zahlen zu Verkäufen von Hausneubauten auf dem Wirtschaftskalender
Das US-Rettungspaket von Bernanke und Paulson sowie die Zahlen der Eigenheimverkäufe aus dem Bestand bringen Unruhe in die Märkte. Gestern verzeichnete der Dollar einen volatilen Börsengang gegenüber den meisten seiner Währungsgegner. Während der Handel zu Beginn des gestrigen Börsengangs eher ruhig blieb, fiel der USD-Kurswert um 14:00 GMT blitzartig, nachdem der Indikator Eigenheimverkäufe aus Bestand veröffentlicht wurde und schlechter ausfiel als erwartet. Im Anschluss an die Anhörungen von US-Notenbankchef Bernanke und US-Finanzminister Paulson zum US-Rettungsplan erholte sich der Dollar wieder bis Handelsschluss. Die US-amerikanische Währung notierte gegen den EUR bei 1,4670 und verbesserte sich leicht im Vergleich zum Vortag.
Die erfahrenen Abwärtstendenzen und die USD-Volatilität zu Handelsbeginn stellten sich ein, als Anleger erkannten, dass die US-Regierung leichte Zweifel an ihrem Finanzrettungsplan hegte. Gestern hatte der Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke, vor einem Senatsausschuss über die Krise auf dem Finanzmarkt Stellung bezogen. Bei seinen Aussagen vor dem gemeinsamen Wirtschaftsausschuss des Kongresses betonte er, dass die Finanzmärkte unter extremen Druck stehen und die bereits schwache US-Wirtschaft zusätzlich gefährden. Darüber hinaus wies Bernanke darauf hin, dass Kreditgeber sich nach wie vor vorsichtig in Hinsicht auf die Ausgabe von Krediten an Haushalte und Unternehmen verhielten und beschrieb düstere Aussichten für die nahe Zukunft der US-amerikanische Wirtschaft. Bernankes Drängen vor dem Kongress, die Durchsetzung des Rettungspakets zu erlangen, reichte aus, um dem USD im weiteren Handelsverlauf ansteigen zu lassen. Diese zinsbullischen Tendenzen wurden zusätzlich von beständig fallenden Rohölpreisen gestützt, die gestern bis auf $105 pro Barrel zurückgingen, nachdem das Rohöl zuvor noch bei $109 pro Barrel gehandelt wurde.
Für heute steht eine ganze Reihe von Veröffentlichungen aus der US-Wirtschaft an. Solange noch keine ausschlaggebende Entscheidung in Hinsicht auf das Rettungspaket getroffen ist, werden diese Wirtschaftsdaten für heute den aktuellen Trend des USD bestimmen. Besonderes Augenmerk sollten Anleger dabei auf die Verkäufe von Hausneubauten richten. Rückläufige Zahlen werden die bestehenden Probleme des US-amerikanischen Immobiliensektors verstärkt hervorheben und den USD weiter schwächen. Des weiteren werden heute veröffentlicht: die Kernrate der Umsätze langlebiger Wirtschaftsgüter sowie die Arbeitslosenerstanträge. Beide Indizes werden jeweils ihren Einfluss auf die Märkte nehmen.
EUR - EUR-Kurs nach negativen Wirtschaftsdaten unsicher
Der EUR erfuhr gestern einen ziemlich volatilen Handelstag gegenüber den Hauptwährungen. Dabei konnten Anleger hohe Kursschwankungen während des gesamten Tagesverlaufs beobachten. Trotz eines schwankenden USD, verlor der EUR der US-amerikanischen Währung gegenüber mehr als 100 Pips. Zu Handelsschluss kletterte der EUR jedoch wieder bis auf seine vorherige Marke. Die Eurozone liefert weiterhin negative Zeichen für ihre Wirtschaft. Bis sich die globalen Märkte nicht stabilisieren und die US-Wirtschaft deutlichere Signale ausgibt, wird der EUR seine Kursschwankungen voraussichtlich fortsetzen, ohne einen bedeutenden Durchbruch zu erzielen.
Gestern ging der deutsche Ifo-Geschäftsklimaindex, wie auch in den vergangenen sieben Monaten, erneut zurück und wurde bei 92,9 ausgegeben. Laut Prognosen erwarteten Experten seine Messung bei 94,2. Hier wird der konjunkturelle Abschwung der deutschen Wirtschaft besonders deutlich. Der Ifo-Geschäftsklimaindex lag im Monat März noch bei 104,8 und fiel seither ununterbrochen. Die Eurozone wird hauptsächlich von der deutschen sowie der französischen Wirtschaft beeinflusst. Die schlecht ausgefallenen Zahlen beider Länder ergaben einen starken Abwärtstrend für den EUR in den letzten zwei Monaten, der lediglich durch die Turbulenzen der US-Wirtschaft in der vergangenen Woche unterbrochen wurde.
Derzeit werden die EUR-Tendenzen jedoch größtenteils von den Entwicklungen der US-Wirtschaft bestimmt, da momentan alle Augen auf die nächsten Schritte im US-Rettungsplan gerichtet sind. Bis eine Entscheidung getroffen wird, könnte der EUR von der aktuellen Lage profitieren, während der USD sehr viel stärker von den Unsicherheiten der globalen Märkten betroffen ist. Trotzdem könnten negative Daten aus der Eurozone den EUR beeinträchtigen, so dass der insgesamt volatile EUR-Handel sich vorerst fortsetzen wird.
JPY - Japan verzeichnet erstes Handelsdefizit seit 1982
Gegenüber den Hauptwährungen durchlief der JPY gestern einen erheblich rückläufigen Handel. Nachdem der Yen starke Abwärtstendenzen verzeichnete, konnte er sich im weiteren Tagesverlauf wieder erholen.
Mittlerweile beginnt auch die japanische Wirtschaft, ihren Schaden durch die US-Konjunkturflaute zu erleiden. Dies war an den gestern veröffentlichten Exportzahlen deutlich zu erkennen: Ausfuhren in die USA gingen um 19,1% im Monat August zurück, was den niedrigsten Stand seit Januar 2006 bildete. Diese Zahlen ergaben eine der Ursachen für Japans Handelsbilanzdefizit von -0,11T im Monat August. Den Monat Januar ausgenommen, wenn das japanische Exortvolumen angesichts einer gemäßigten Produktion bedingt durch die Feiertage zum Jahreswechsel abnimmt, hatte Japans Handelsbilanz seit 1982 nicht mehr ins Minus gedreht.
Für heute wird aus Japan die Kernrate des Tokio-Verbraucherpreisindexes erwartet, die derzeit hauptsächlich für die allumfassende Inflation der japanischen Nation verantwortlich zeichnet. Experten prognostizieren jedoch einen Anstieg um 1,5%. JPY-Anleger sollten diesen Indikator nicht aus den Augen verlieren. Sollten die Zahlen über den Erwartungen liegen, könnte sich für den Yen ein Aufwärtstrend einstellen. Eine hohe Inflationsrate wiederum könnte die japanische Regierung dazu treiben, ihren Leitzins anzuheben. Dieser Tatsache sind sich Investoren äußerst bewusst. Darüber hinaus sollten Anleger die Entwicklungen im US-Rettungsplan heute weiterhin aufmerksam beobachten, da neue Details die Tendenzen der Märkte bestimmen werden.
Rohöl - Angespannte Märkte lassen Rohöl stark schwanken
Die Entwicklungen der Rohölpreise vorauszusagen, hat sich für Experten in den letzten Tagen als schweres Unterfangen erwiesen. Gerade als die Erwartungen bei einer Preisspanne von $80-$90 pro Barrel lagen, schnallten die Preise wieder bis auf ein untragbares Level. Dieser verdächtig sprunghafte Preisanstieg wird zwar derzeit geprüft, was jedoch nicht bedeutet, dass dieser ein Ende gefunden hat. Gestern konnten Anleger eine Wiederholung des am Montag stattgefundenen Aufwärtstrends beobachten, als die Ölpreise bis auf $109 pro Barrel anstiegen, bevor sie bis Handelsende zurück bis auf $105 stürzten. Allem Anschein nach schwankt der Preis für Light Sweet Crude derzeit bevor Wirtschaftsindikatoren ausgegeben werden, um anschließend, nach ihrer Veröffentlichung in die Höhe zu springen.
In dieser Woche wurden die Preisentwicklungen des Rohöls von der vermeintlichen Stärke des USD bestimmt. Laut Prognosen wurden die US-Rohöllagerbestände gestern bei einem Rückgang um 2 Mio. Barrel erwartet. Im Gegensatz dazu fielen diese im Vergleich zur Vorwoche nur um 1,5 Mio. Barrel, so dass sich das Rohöl im weiteren Handelsverlauf um die $106-Marke pro Barrel einpendelte. Im frühen heutigen Handel verhielten sich die Preise dann wieder ähnlich schwankend, wie zu den frühen Morgenstunden des gestrigen Handels. Dies könnte ein erneutes Anzeichen dafür sein, dass sich die Rohölpreise derzeit stark nach dem USD richten und entsprechend tendieren, sobald die US-amerikanische Währung eine Richtung einschlägt. Rohöl-Anleger könnten sich diese Vorausschätzungen zu Nutze machen und große Gewinne erzielen, indem sie ihr Augenmerk stets auf die Indikatoren richten, die den USD stark beeinflussen, der wiederum in Korrelation zu den Rohölpreisen steht.
Technische News
EUR/USD
Die 4-Stunden-Chart gibt aus, dass dieses Paar sich nach wie vor innerhalb einer zinsbullischen Handelsspanne bewegt. Der RSI der Tages-Chart hat die 80-Marke überquert, was bedeuten könnte, dass der Markt "überkauft" ist. Dennoch verdeutlicht ein neu entstandenes zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic, dass ein Abwärtstrend bevorstehen könnte. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.
GBP/USD
Dieses Paar bewegt sich inmitten eines starken Aufwärtstrends und testet täglich neue Höhen. Das äußerst starke Widerstandslevel von 1,8600 wurde durchbrochen und eine Fortsetzung des Aufwärtstrends ist wahrscheinlich. Der nächste Richtpreis könnte somit bei 1,8700 liegen.
USD/JPY
Dieses Paar unterlag eine Weile hohen Kursschwankungen, ohne eine erkennbare Richtung einzuschlagen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen keine eindeutige Tendenz erkennen. Eine gute Strategie könnte heute sein, deutlichere Signale auf der Stunden-Chart abzuwarten.
USD/CHF
Während der letzten Tage schwankte dieses Paar stark um die 1,0800-Marke, konnte dabei jedoch keinen Durchbruch erzielen. Ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic sowohl auf der Tages- als auch auf der 4-Stunden-Chart deutet jedoch mittlerweile darauf hin, dass sich ein Abwärtstrend einstellen könnte. Anleger sollten auf einen Durchbruch warten und anschließend dem Markt beitreten.
Die Wild-Card
Rohöl
Allem Anschein nach ist der jüngste, äußerst starke Abwärtstrend des Rohöls verschwunden. Alle Oszillatoren der Tages-Chart geben zinsbullische Signale aus, so dass eine zinsbullische Korrigierung unmittelbar bevorstehen könnte. Hier bietet sich Forex-Anlegern eine ausgezeichnete Gelegenheit, diesem Trend zu früher Phase beizutreten.
forex
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
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| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



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