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Monday, 4 Aug 2008

US-Konjunkturausblick bremst den USD in seinem Wachstum

Entscheidende Wirtschaftsdatenveröffentlichungen aus den USA stehen an - dies könnte große Kursschwankungen für den US-Dollar bedeuten. Auch die Rohölpreise werden wieder ihren Einfluss auf den Wert des USD ausüben.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownupup
Wochentendenzdowndowndownupdownno
Resistance1.56601.9825108.501.05600.94150.7970
1.56401.9805108.301.05400.93850.7950
1.56101.9775108.001.05100.93550.7920
Support1.55501.9715107.401.04500.92950.7860
1.55201.9685107.101.04200.92650.7830
1.55001.9655106.801.04000.92450.7810

Wirtschafts News

USD - Personal Spending und Industrieaufträge bestimmen USD-Wert

In der vergangenen Woche durchlebte der USD einen zinsbullisch geprägten Handel und konnte seinen Hauptwährungskontrahenten gegenüber Zugewinne verzeichnen. Am Dienstag und am Mittwoch wurde ein eindeutiger Aufwärtstrend deutlich, nachdem der Verbrauchervertrauensindex alle Prognosen übertraf und der Arbeitsmarktwechsel ADP Nonfarm Employment, für den negative Zahlen erwartet wurden, sich als gegenteilig herausstellte. Dieser lag bei 9.000. Auch die Rohölpreise wirkten sich positiv auf den USD aus, die in der letzten Woche eher schwankend waren. Während Rohöl am Dienstag noch bei ca. $120 pro Barrel gehandelt wurde, notierte der USD zum Wochenende um die 1,55-Marke gegenüber dem EUR und um 107,00 gegenüber dem JPY. Zu beachten sei auch, dass der USD sich die Abwärtstendenz des GBP gegen Ende vergangener Woche zum Vorteil machen konnte, folglich fiel das Paar GBP/USD bis auf Mitte 1,97.


Die anstehende Woche könnte von hohen Kursschwankungen des Dollars geprägt sein, da einige entscheidende Wirtschaftsveröffentlichungen aus den Vereinigten Staaten anstehen. Von besonderer Wichtigkeit sind dabei die „Personal Spending“ der amerikanischen Haushalte, die für heute erwartet werden, gefolgt vom amerikanischen Leitzins (Tageszinssatz für Leihgeschäfte innerhalb des amerikanischen Bankensektors), der nach wie vor bei 2,00% vorausgesagt wird sowie dem ISM Dienstleistungs-Composite-Index am Dienstag und die ausstehenden Hausverkäufe am Mittwoch. Wiederholt sei wieder zu unterstreichen, dass auch die Rohölpreise ihren Einfluss auf den Wert des USD ausüben werden. Abgesehen von reinen Wirtschaftsdaten werden sich die Rohölbestände wiederum auf den Preis des „Schwarzen Goldes“ auswirken.


Für heute stehen auf dem US-amerikanischen Wirtschaftskalender eine Reihe zu veröffentlichender Daten an. Hierbei wird der tatsächliche Wert der Kernrate der privaten Konsumausgaben (PCE), die Personal Spending und Auftragseingänge der Industrie (Factory Orders) die Volatilität des USD bestimmen. Laut aktueller Prognosen, sei auf die Personal Spending und die Industrieaufträge zu achten, die sich gegenseitig ausgleichen und ihre Auswirkungen auf die US-amerikanischen Aktienmärkte haben werden. In Anbetracht der vielen Wirtschaftsdatenveröffentlichungen werden sich für den USD voraussichtlich Kursschwankungen ergeben. Dennoch sollte er sich, sofern die Voraussagen stimmen, in seinem Wert kaum verändern.

EUR - Schwache EUR-Daten könnten erneute Sorgen auslösen und EUR-Wachstum einschränken

Der EUR hatte in der letzten Woche absolute Kursschwankungen zu verzeichnen und verlor an Boden gegenüber all seinen Kreuzkursen, mit Ausnahme des CHF. Verglichen mit vorausgegangenen Wochen schien es in der Eurozone an ausschlaggebenden Wirtschaftsveröffentlichungen zu fehlen. Dabei ergaben die wenigen Nachrichten, die bekannt wurden, überwiegend rückläufige Zahlen. Auch Deutschland, Europas bedeutendste Wirtschaft, hatte mit einem deutschen Verbrauchervertrauen und den deutschen Einzelhandelsumsätzen, die beide, im Vergleich zu ihren Vorwerten zurückgingen und schlechter als erwartet ausfielen, eine schwache Woche. Der positive Ausgang des USD traf den EUR empfindlich und ließ den Kreuzkurs des Währungspaares im mittleren Bereich von 1,55 notieren. Dieser stabile Handelsbereich wurde seit mehr al 2 Monaten nicht erreicht.


Für EUR-Anleger sollte diese Woche interessant werden, da die EZB eine Pressekonferenz angekündigt hat und die Bekanntgabe des Mindestbietungssatzes bevorsteht. Zur Wochenmitte werden weitere Wirtschaftsdaten erwartet, am Mittwoch die deutschen Industrieaufträge und folgend am Donnerstag die deutschen Industrieproduktionszahlen. Beide Indizes werden höher als zuvor vorausgesagt, was dem EUR helfen sollte, seinen Währungsgegnern gegenüber wieder auf die Beine zu kommen. Heute gibt der europäische Wirtschaftskalender wenig aus, so dass der US-Dollar hier kursbestimmend sein wird. Lediglich der Sentix Investor Confidence, welcher das Anlegervertrauen in die Wirtschaft der Eurozone misst, und der monatliche Erzeugerpreisindex werden heute herausgegeben und erwartungsgemäß schlechter als ihre Vorwerte ausfallen. Dies könnte dem EUR am heutigen Handelstag einen weiteren Kursrückgang bringen.

JPY - Rohölpeisrückgang stärkt JPY

Der JPY zeigte relative zinsbullische Tendenzen in der vergangenen Handelswoche und legte gegenüber den meisten seiner Währungskreuze, mit Ausnahme des USD, zu. Die Woche begann mit einem Rückgang der Rohölpreise, was dem auf Export ausgerichteten Yen verhalf, an Boden zu gewinnen. Die Jahresveröffentlichung der Gesamt-Haushaltsausgaben sowie Einzelhandelsumsätze, die besser als erwartet gemessen wurden, brachten dem Yen ebenfalls ein positives Momentum. Dieser Aufwärtstrend wurde jedoch im Wochenverlauf ein wenig durch die vorläufigen Zahlen der Industrieproduktionen gedämpft, die schwächer als prognostiziert ausfielen. Dennoch war die vergangene Woche für den Yen insgesamt zinsbullisch. Dies war am deutlichsten zu spüren als das EUR/JPY-Paar zum Wochenende bis unter die 168-Marke fiel.


In dieser Woche wird der Kurs des JPY wohl weniger von Wirtschaftdaten aus dem eigenen Land bestimmt werden, da diese Woche nur drei Veröffentlichungen anstehen. Die beiden einflussreicheren Größen dabei werden am Mittwoch erwartet und voraussichtlich einen eher rückläufigen Einfluss auf den Yen nehmen. Bedeutend dabei sind die Core Machinery Orders (Bestellungen Werkzeugmaschinen), die erwartungsgemäß erheblich bis auf -9,6% abfallen werden, nachdem diese im letzten Monat bereits positive Zahlen, bei 10,4%, geschrieben hatten. Wie gehabt, werden die amerikanischen Rohölbestände ebenfalls ihren Einfluss auf den JPY haben, da die Rohölpreise nach deren Veröffentlichung schwanken könnten. Zu erwarten ist, dass die Handelstendenz des JPY größtenteils vom Momentum seiner Kreuzpaare bestimmt wird.

Rohöl - Sturm Eduard lässt Preise steigen

Infolge erneuter Befürchtungen, dass ein bevorstehendes Kräftemessen in Bezug auf das iranische Atomprogramm die Rohölversorgung aus dem Nahen Osten bedrohen könnte, kletterten die Ölpreise während des heutigen asiatischen Handels bis auf über $126 pro Barrel. Ferner veranlassten die mögliche Bedrohung der Ölförderungen am Golf von Mexiko durch den Tropensturm Eduard sowie die ersuchten Sanktionen gegenüber dem Iran seitens der USA und Israels, das Rohöl seinen Aufwärtstrend weiter fortzusetzen.
September-Bestellungen für Light Crude stiegen in Singapur bis mittags um $1,20 auf $126,30 pro Barrel im E-Trading der New Yorker Handelsbörse. Der Kontrakt hatte am Freitag um $1.02 zugelegt und schloss bei $125,10 pro Barrel.


In der vergangenen Woche hatten Hedgefondsmanager und weitere große Anleger ihre Gelder, entsprechend der CFTC-Zahlen (US-Aufsichtsbehörde für den Terminhandel) in fallende Ölpreise investiert. Mit einer US-Wirtschaft die weiterhin auf Konjunkturabschwung ist und bestehender großer Nachfrage aus Indien und China, erwarten Experten bis Jahresende einen Anstieg der Rohölpreise bis auf $175 pro Barrel.

Technische News

EUR/USD

Die anhaltend enge Handelsspanne setzt sich ohne einen bedeutungsvollen Durchbruch fort. Die Tages-Chart hält leicht rückläufige Anzeichen aufrecht, die jedoch bislang keine eindeutigen Rückschlüsse ziehen lassen. Die Bollinger Bands der 4-Stunden-Chart verdichten sich, was darauf schließen lässt, dass ein Durchbruch bevorstehen könnte. Anleger sollten also vorzugsweise auf diesen Durchbruch warten, um dann in den Markt einzusteigen.

GBP/USD

Der intensive Abwärtstrend auf der Stunden-Chart hat sich beruhigt, lässt jedoch noch keine Anzeichen einer Pause oder Korrigierung erkennen. Vielmehr scheint die rückläufige Formation sowohl auf der Stunden- als auch auf der 4-Stunden-Chart nach wie vor unberührt. Eine negative Neigung des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigt diese Tendenz. Eine gute Strategie könnte hier lauten: Verkaufen.

USD/JPY

Nachdem dieses Paar die 107,23-Marke erreicht hatte, konnte es diese bisher nicht wieder überwinden. Sollte ein erneuter Versuch scheitern, könnte sich folglich eine starke zinsbullische Korrigierung einstellen, die das Paar erstmal bis zur 108,20-Marke katapultieren könnte. Anleger sollten diesem Level ihre Aufmerksamkeit schenken, da es hohes Gewinnpotential in sich trägt.

USD/CHF

Die Bewegungen dieses Paares sind eher dürftig und von relativ geringer Liquidität mit leicht zinsbullischer Tendenz gekennzeichnet. Die Indikatoren der 4-Stunden-Chart geben gemischte Signale aus, während die Tages-Charts nach wie vor etwas zinsbullisch sind. Die richtige Strategie könnte heute sein: Deutlichere Signale auf den Stunden-Charts abzuwarten und erst dann diesem Markt beizutreten.

Die Wild-Card

NZD/USD

Dieses Paar befindet sich inmitten eines starken Abwärtstrends, seitdem es die 0,8220-Marke erreicht hatte und mittlerweile bei 0,7230 gehandelt wird. NZD/USD setzt seine Abwärtstendenz ununterbrochen, unter Missachtung jedes Support-Levels fort und scheint nicht aufzuhalten zu sein. Alle Oszillatoren der Tages-Chart sind nach wie vor rückläufig. Dieser Abwärtstrend scheint noch Potential in sich zu tragen, daher sollten Forex -Anleger darüber nachdenken, dass verkaufen für heute die richtige Entscheidung sein könnte.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:10 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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