close
| |

Friday, 17 Sep 2010

US-Konjunkturerholung laut Daten besser als angenommen

Die im Laufe dieser Handelswoche veröffentlichten US-Konjunkturdaten zeigen, dass die Erholung der Wirtschaft in den USA nicht so verhalten ausfällt, wie insbesondere in den letzten Monaten angenommen. Der am Dienstag veröffentlichte Bericht zum Verbrauchervertrauen und Wirtschaftsoptimismus des Investor's Business Daily und TechnoMetrica Institute of Policy and Politics verdeutlicht beispielsweise, dass der entsprechende Index im Vormonatsvergleich um über 2 Punkte zulegte und damit 1,2 Zähler über den Erwartungen der Experten lag. Am Mittwoch enttäuschten wiederum die aktuellen Zahlen zur Industrieproduktion in den USA (Monat: August) mit einem Anstieg um 0,2% die Prognosen. Analysten hatten im Vergleich zum Vormonat mit einem Output-Anstieg um 0,3% gerechnet. Weitere, gestern veröffentlichte US-Konjunkturindizes, wie Erzeugerpreise und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, machen jedoch Mut.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupupupup
Wochentendenzupupupnoupup
Resistance1.32201.578086.501.02200.95200.8450
1.32001.576086.301.02000.95000.8430
1.31701.573086.001.01700.94700.8400
Support1.31101.567085.401.01100.94100.8340
1.30801.564085.101.00800.93800.8310
1.30601.562084.901.00600.93600.8290

Wirtschafts News

USD - Gemischte Konjunkturdaten und Risikobereitschaft lassen USD abwerten

Am Donnerstag verzeichnete der USD überwiegend Kursverluste gegen einen Großteil der Hauptwährungen. EUR/USD markierte im späten asiatischen Handel ein Tageshoch bei 1,3100. GBP/USD kletterte bis auf die Marke von 1.5650. Während die europäischen Währungen EUR und GBP Boden gutmachen, konnten gemischte US-Daten den Dollar nicht stützen. Insgesamt befinden sich Dollar, Schweizer Franken sowie Japanischer Yen auf Talfahrt, während sich gewinnträchtige Risikowährungen behauptet zeigen.

Am gestrigen Donnerstag fielen die veröffentlichten US-Konjunkturdaten gemischt aus. Nachdem die IBD/TIPP-Wirtschaftsaussichten am Dienstag über den Erwartungen der Experten lagen, am Mittwoch aktuelle Zahlen zur Industrieproduktion jedoch enttäuschten, machte ein Teil der US-Konjunkturindizes am Donnerstag wieder etwas Mut. Ein Beispiel dafür liefern die US-Erzeugerpreise, die im Vormonatsvergleich im August laut US-Arbeitsministerium um 0,4% gestiegen sind. Der US-Erzeugerpreisindex legte somit den zweiten Monat in Folge zu, so Analysten. Darüber hinaus ist die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der vergangenen Woche erneut zurückgegangen und um 3.000 Anträge auf 450.000 gesunken. Die Anlegerstimmung dämpfte wiederum der Philadelphia.Fed.Index, der sich mit -0,7 Punkten im September gegenüber einem Vormonatswert von -7,7 zwar deutlich verbesserte, dabei jedoch die Erwartungen der Experten erneut enttäuschte. Der Kapitalzufluss in die USA im Juli lag mit $61,2 Mrd. weit über den Konsensschätzungen von $42,0 Mrd., während sich das Defizit in der US-Leistungsbilanz im 2. Quartal gegenüber dem Vorquartal mit $123,3 Mrd. deutlich erhöhte.

Aufgrund der gemischten Konjunkturergebnisse konnte der USD gestern keinen Halt finden. Heute stehen weitere kursbewegende Indizes auf der US-Agenda, darunter: Verbraucherpreise August sowie der Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan für September in der 1. Umfrage.

Insbesondere die US-Veröffentlichungen werden heute voraussichtlich für Aufmerksamkeit sorgen, so Händler. Es ist von einer hohen Volatilität auszugehen.

EUR - Europäische Konjunkturdaten und Japans Intervention stützen Euro

Auch im frühen asiatischen Handel heute Morgen setzte der EUR seinen Aufwärtstrend fort. Lediglich zum Australischen Dollar verzeichnete die europäische Gemeinschaftswährung leichte Kursverluste. Zum US-Dollar zog der Euro in der Spitze bis auf 1,3100 an. Die Aufwärtsbewegungen des EUR scheinen weiteres Potenzial in sich zu tragen. Zum Japanischen Yen kletterte die Währung der 16 Nationen zu später Handelsstunde in Asien bis auf 112,35.

Der EUR profitiert von den gegenwärtig positiven, wenn auch nur wenigen Konjunkturdaten dieser Handelswoche. Der volle US-Konjunkturkalender bestimmt in den letzten Tagen die Entwicklungen an den Märkten, während der überraschend deutlich gestiegene Handelsbilanzüberschuss in der Eurozone im Juli den Euro weiter stärkte. Zuvor war der Index der ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland jedoch im September von +14,0 Zähler auf -4,3 Punkte eingebrochen. Der Indikator fiel somit auf den niedrigsten Stand seit Februar 2009. Trotz der deutlichen Wirtschaftserholung in Deutschland verschlechtern sich also die Konjunkturerwartungen der Finanzexperten für die kommenden Monate.

Unterstützend auf den EUR wirkte des Weiteren die Intervention Tokios am Devisenmarkt mit der Absicht, der Deflation im Land und den starken Wechselkursschwankungen, den Kampf anzusagen. EUR/JPY pendelt sich am Donnerstagmorgen oberhalb der Marke von 110 ein. Angesichts der zunehmenden Risikoneigung der Investoren erhöht sich aktuell die Attraktivität des Euro am Markt.

JPY - JPY wertet deutlich ab - Wird BoJ weiter intervenieren?

Der Japanische Yen bleibt auch heute nach der Intervention der Bank of Japan (BoJ) am gestrigen Mittwoch unter Druck. Dabei markierte der JPY gestern ein Tagestief zum USD unterhalb der Marke von 86,00 und handelte innerhalb einer Spanne von 71 Punkten. Zum Euro fielen die Kursverluste sehr viel heftiger aus. Japans Yen stürzte hier um 181 Punkte auf 112,35. Ähnliche Bewegungen konnten bei GBP/JPY beobachtet werden. Kontinuierlich kletterte dieses Währungspaar bis auf ein Niveau um 134,10.

Tokio hält sich weitere Schritte in den kommenden Tagen offen. Japanische Unternehmen hoffen, dass Japans Finanzminister Yoshihiko Noda grünes Licht für zusätzliche Yen-Käufe und USD-Verkäufe geben wird. Zunächst gehen Marktbeobachter von anhaltend starken Wechselkursschwankungen aus.

Rohöl - Rohöl gleicht Vortagesverluste bei über $76 pro Barrel aus

Die für heute geplante Wiedereröffnung der wichtigsten Ölpipeline zwischen den USA und Kanada hatte die Ölpreise gestern erneut belastet. Dennoch konnte am gestrigen Donnerstag ein von gemischten Konjunkturdaten verhältnismäßig stabiler Handel an den Aktien- und Warenterminmärkten beobachtet werden. Am Freitagmorgen erholten sich die internationalen Ölpreise im asiatischen Handel von ihren deutlichen Vortagesverlusten. Ein Fass WTI-Öl zur Auslieferung im Oktober kostete $74,85 und somit $0,28 mehr als zu Handelsschluss am Donnerstag. Ein Fass Nordsee-Brent zur Auslieferung im November verteuerte sich sogar um $0,46 auf $78,94.

Zum vorausgegangenen Preisrutsch führten ferner die enttäuschenden Zahlen zum Rohöllagerbestand der vergangenen Woche. Nach Angeben des US-Energieministeriums, Department of Energy (DoE), waren die Vorräte im Vorwochenvergleich um 2,5 Mio. Barrel auf 357,4 Mio. Barrel zurückgegangen. Volkswirte hatten einen Rückgang um 2,6 Mio. Barrel prognostiziert. Angesichts der jüngsten Kursentwicklungen an den Devisenmärkten erwarten Händler bei Rohöl insgesamt anhaltende Abwärtstendenzen mit einem nächsten Richtpreis zwischen $72 und $77 pro Barrel.

Technische News

EUR/USD

In den letzten Handelstagen ergaben sich für EUR/USD deutliche Aufwärtsbewegungen. Technische Indikatoren deuten jedoch darauf hin, dass sich dieser Trend möglicherweise schon bald ändert. Beispielsweise signalisiert der Slow Stochastic der Tages-Chart eine rückläufige Trendwende. Eine noch heute sich vollziehende Kurskorrektur nach unten wird ebenfalls vom RSI der 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich also jetzt auszahlen.

GBP/USD

Aktuell bewegt sich dieses Paar auf der 4-Stunden-Chart im überkauften Preisbereich des RSI. Eine bevorstehende Abwärtsausrichtung ist nicht unwahrscheinlich. Die fallende Tendenz der des Momentum-Oszillators auf der Tages-Chart bestätigt diese Annahme. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald GBP/USD unter den unteren Handelsbereich ausbricht.

USD/JPY

USD/JPY wertete in den letzten 3 Handelstagen auf. Dieser Trend könnte jedoch mittelfristig bereits ein Ende finden. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich der Preis dieses Paares inzwischen im überkauften Bereich eingefunden hat. Demnach ist eine Kurskorrektur nach unten jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute eine gute Wahl sein.

USD/CHF

Die Tages-Chart gibt für USD/JPY unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Mittlerweile kreuzt der Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart abwärts und deutet somit auf eine Preiskorrektur nach unten innerhalb des nächsten Zeitfensters. Verkaufen könnte eine gute Wahl für heute sein.

Die Wild-Card

Gold

Die Goldpreise sind innerhalb der letzten Woche erneut deutlich gestiegen und stehen nun bei $1279 pro Feinunze. Der RSI der 8-Stunden-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend schon wieder nachlässt und sich eine rückläufige Preiskorrektur ergibt. Forex -Anlegern bietet sich hier eine gute Handelsgelegenheit, bei diesem Trend jetzt zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:10 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen