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Thursday, 15 Apr 2010

US-Nachrichten bestimmen heutige Marktentwicklung

Nach einem verhältnismäßig steilen Abwärtstrend am gestrigen Mittwoch, sind sich die Marktteilnehmer nicht einig, ob sich für den USD heute Kurskorrekturen ergeben oder ob sich die rückläufigen Tendenzen fortsetzen. Die Marktentwicklungen hängen zum Großteil von entscheidenden US-Konjunkturdaten ab, die im Laufe des heutigen Handelstages veröffentlicht werden. Dabei werden die wöchentliche Anzahl der Arbeitslosenerstanträge sowie der TIC-Bericht voraussichtlich erhöhte Volatilität generieren.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndownupupnoup
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.37201.558594.151.06000.94200.8870
1.37001.556593.951.05800.94000.8850
1.36701.553593.651.05500.93700.8820
Support1.36101.547593.051.04900.93100.8760
1.35801.544592.751.04600.92800.8730
1.35601.542592.551.04400.92600.8710

Wirtschafts News

USD - Korrigiert USD Kursverluste gegen EUR?

Nach der gestrigen Anhörung von US-Notenbankchef Ben Bernanke, wertete der US-Dollar gegen einige der Hauptwährungen zunächst ab. Besonders deutlich wurde dieser Kursabfall gegenüber EUR und Pfund Sterling. Am Mittwoch bestätigte Bernanke vor einem Kongressausschuss, dass die weiterhin schleppende US-Konjunktur sehr niedrige Zinsen über einen längeren Zeitraum benötige.

Investoren reagierten mit dem Verkauf des Safe-Haven-Dollar zwecks Anschaffung von Vermögenswerten, wie Pfund Sterling, Euro und Australischer Dollar, die auf der einen Seite risikoreicher sind, jedoch höhere Erträge abwerfen. Insbesondere die australische Währung gewinnt jüngst stärker an Boden gegen den USD.

Trotz der letzten Kursverluste erwarten Analysten am heutigen Handelstag eine solide Aufwertung für die US-Währung. Die Prognosen der Experten, sowohl für die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe, als auch für das Saldo von Wertpapierkäufen und -verkäufen ausländischer Investoren in den USA, fallen insgesamt positiv aus. Sollten sich die Voraussagen bestätigen, ist eine Korrektur des gestrigen USD-Abwärtstrends wahrscheinlich. In diesem Sinne sollten Händler die Ergebnisse der vorgenannten Berichte gut im Auge behalten. Enttäuschende Zahlen könnten den USD im heutigen Nachmittagshandel zusätzlich unter Druck bringen.

EUR - Risikoappetit führt zu Euro-Gewinnen

Auch am gestrigen Handelstag hielt der infolge der EU-Zusage zum griechischen Hilfspaket eingesetzte zinsbullische Trend des EUR gegen den USD an. Im Anschluss einer eher nüchternen Einschätzung von US-Notenbankchef Ben Bernanke zum Thema Leitzinsanhebung, kletterte die europäische Einheitswährung zum US-Dollar um 80 Punkte in die Höhe. Aktuell handelt das Cross EUR/USD um die Marke von 1,3650, unverändert zum Kurswert gestern Nachmittag. Die gegenwärtig am Markt vorherrschende Risikobereitschaft könnte den Aufwärtstrend der Gemeinschaftswährung vorerst aufrechterhalten.

Da bis zum Ende der Handelswoche keine bedeutenden Indizes aus dem Euroraum veröffentlicht werden, ist es wahrscheinlich dass die Tagestendenzen des EUR von den zur Veröffentlichung ausstehenden Konjunkturdaten aus den USA beeinflusst werden. Händler sollten im Hinterkopf behalten, dass US-Ergebnisse, die über den Erwartungen liegen, den EUR gegen den Dollar möglicherweise unter Druck bringen könnten. Die Konjunkturlage in der Eurozone scheint nach wie vor anfällig und die konjunkturelle Krise noch nicht überstanden. Händler sollten äußerst wachsam gegenüber Marktunruhen bleiben.

JPY - Yen verzeichnet Verluste gegen Hauptwährungen

Angesichts anhaltender Anzeichen einer globalen Konjunkturerholung drückt das erneuerte Anlegervertrauen „Safen-Hafen-Währungen“ wie den japanischen Yen in ihrem Kurswert, während die Nachfrage der Marktteilnehmer nach risikoreichen Anlagen wie Kiwi und Pfund Sterling steigt. Zum Neuseeländischen Dollar rutschte der Yen innerhalb von 24 Stunden um nahezu 50 Punkte ab. Aktuell handelt das Cross bei 0,7145. Gegen das Pfund Sterling gab der JPY deutlicher nach und verzeichnete hier seit gestern Morgen einen Kursverlust von 100 Punkten. GBP/JPY handelt aktuell bei 144,60.

Ob sich der rückläufige Trend für die Inselstaatwährung fortsetzt, hängt weitgehend von für heute zur Veröffentlichung ausstehenden US-Konjunkturdaten ab. Vorausgesetzt, dass sich das Anlegervertrauen gegenwärtig an der US-Konjunktur ausrichtet, könnten sich zu späterer Handelsstunde leichte Kurskorrekturen für den japanischen Yen ergeben. Jedoch erwartet ein Großteil der Analysten für heute weniger positive Konjunkturdaten aus den USA. JPY-Händler sollten in Betracht ziehen, dass Japans Währung möglicherweise in eine Phase anhaltender Abwärtstendenzen eintritt.

Rohöl - Risikobereitschaft verhilft Rohöl über $86,00-Schwelle

Ein überraschender Rückgang der US-Öllagerbestände drückte den Ölpreis heute zu früher Handelsstunde bis über die Marke von $86,00. Darüber hinaus stützten die jüngsten Kursverluste des USD die Rohstoffpreise. Während die Risikobereitschaft unter den Anlegern merklich zurückgekehrt, profitiert Rohöl von den Reaktionen am Markt.

Rohöl-Händler sollten ihr Hauptaugenmerk heute auf zu veröffentlichende US-Indizes richten. Positive Ergebnisse könnten den Ölpreis erneut unter Druck bringen. Da viele Händler jedoch in den letzten Handelstagen verstärkt in gewinnträchtige Währungen investierten und ihre Positionen umschichteten, könnte Rohöl trotz USD-Aufwertung weiter klettern.

Technische News

EUR/USD

Die 4-Stunden-Chart gibt unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Der Slow Stochastic hat mittlerweile ein neues Cross, Tendenz fallend, gebildet, das auf eine rückläufige Ausrichtung bereits in unmittelbarer Zukunft deutet. Sobald sich ein Durchbruch nach unten vollzieht, könnte es eine gute Entscheidung sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen.

GBP/USD

In den letzten Handelstagen ergaben sich für GBP/USD äußerst zinsbullische Tendenzen. Die technischen Indikatoren lassen jedoch mittlerweile darauf schließen, dass sich für das Paar schon bald eine Trendwende einstellen kann. Beispielsweise signalisiert der Stochastic Slow der Tages-Chart einen sich ankündigenden rückläufigen Umschwung. Ein Abwärtstrend wird ebenfalls vom Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte sich heute auszahlen.

USD/JPY

Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die 4-Stunden-Chart lässt keine eindeutige Tendenz erkennen. Warten Sie hier deutlichere Signale auf den Stunden-Charts ab.

USD/CHF

Aktuell bewegt sich dieses Paar auf der 4-Stunden-Chart im „überverkauften“ Bereich des RSI, was auf eine bevorstehende Kurskorrektur nach unten deutet. Der Aufwärtsbewegungen des Slow Stochastic auf der Tages-Chart bestätigen diese Neigung. Kaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

Die Wild-Card

Nasdaq 100

Der kontinuierliche Aufwärtstrend hat diesen Leitzins letztendlich in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedrückt. Darüber hinaus scheint sich aktuell ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic herauszubilden, das auf eine sich ankündigende Preiskorrektur nach unten deutet. CFD- Forex -Anlegern bietet sich hier möglicherweise eine gute Handelsgelegenheit, den Durchbruch der unteren Handelsspanne auf den Stunden-Charts abzuwarten und anschließend zu verkaufen, um aus dem bevorstehenden Trend Profit zu schlagen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:16 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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