| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Tuesday, 23 Sep 2008
US-Rettungsplan im Detail
Heute werden Anleger den Ansprachen von US-Notenbankchef Ben Bernanke und US-Finanzminister Henry Paulson lauschen. Beide werden die beabsichtigten ersten Schritte der Inkraftsetzung ihres neuen Rettungsplans für die angeschlagene Bankenbrache in den USA vorstellen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4890 | 1.8678 | 106.33 | 1.0857 | 0.8495 | 0.8030 |
| 1.4860 | 1.8645 | 106.00 | 1.0835 | 0.8466 | 0.8010 | |
| 1.4837 | 1.8600 | 105.67 | 1.0810 | 0.8445 | 0.7995 | |
| Support | 1.4790 | 1.8505 | 105.40 | 1.0770 | 0.8390 | 0.7930 |
| 1.4764 | 1.8470 | 105.15 | 1.0749 | 0.8366 | 0.7900 | |
| 1.4722 | 1.8444 | 104.88 | 1.0712 | 0.8336 | 0.7880 |
Wirtschafts News
USD - Marktunsicherheiten treffen USD schwer
Der gestrige Handelstag verlief äußerst negativ für den USD. Dieser erreichte die 1,48-Marke gegen den EUR und notierte bei 1,8636 gegenüber den GBP. Der heftige Kursrückgang ist auf die anhaltende Finanzkrise zurückzuführen, sowie auf die Tatsache, dass der neu vorgestellte "Rettungsplan" die Zuversicht der Anleger im Finanzsektor noch nicht ausreichend geweckt hat. Die Unsicherheiten der Investoren bestehen weiterhin, denn ihnen stellt sich die Frage, ob der Rettungsversuch tatsächlich seine Wirkung zeigen wird. Viele Einzelheiten werden nicht vor nächster Woche bekannt gegeben. Bis dahin wird der USD die vollen Auswirkungen der derzeitigen Volatilität über sich ergehen lassen müssen.
Weiterer Mitspieler des jüngsten USD-Schauspiels, ist der starke Preisanstieg des Rohöls. Nachdem die Oktoberkontrakte abgeschlossen sind, stürzten sich die Anleger auf das schwarze Gold und genossen den rekordverdächtigen Eintagesanstieg der Rohölpreise, was den USD wiederum ungünstig beeinflusste, da Rohöl in USD bepreist wird. Die amerikanische Währung musste somit zusätzliche Wertverluste hinnehmen.
Heute werden zwei wichtige Ansprachen, von US-Notenbankchefs Ben Bernanke sowie von US-Finanzminister Henry Paulson, erwartet. Beide werden die beabsichtigten ersten Schritte der Inkraftsetzung des neuen Rettungsplans für die angeschlagene Bankenbrache in den USA vorstellen. Außerdem werden sie sich zu den jüngsten Maßnahmen in Bezug auf den Bailout in Höhe von $700 Mrd., hinsichtlich den Hypothekengiganten Fannie Mae und Freddie Mac, den Pleiten US-amerikanischer Investmentbanken sowie weiteren aktuellen Finanzproblemen äußern. Die Anhörung von Fed-Chairman Bernanke und Finanzminister Paulson zu den Finanzmarktturbulenzen und zum Rettungspaket werden um 14:00 GMT in Washington abgehalten. Anleger sollten diese äußerst wichtigen Ansprachen im Auge behalten, da sich zu diesem Zeitpunkt zweifellos extreme Kursschwankungen auf den Märkten ergeben werden, die insbesondere die Richtung des USD in den nächsten Tagen bestimmen können.
EUR - Ist die EUR-Erholung nur von kurzer Dauer?
Der Wertanstieg des EUR lässt sich im Grunde den hastigen Dollar-Verkäufen der Anleger zuordnen, die jüngst an der Wallstreet zu verfolgen sind. Darüber hinaus brachte auch die Ansprache von EZB-Präsident Trichet über Transparenz der Kreditinstitute dem EUR positive Tendenzen. Der EUR erreicht unlängst eine Rekordmarke von 1,48 gegen den USD sowie neue Höhen gegen den JPY um die 156,8-Marke. In Anbetracht der insgesamt positiven Daten, die gestern aus der europäischen Wirtschaft veröffentlicht wurden, scheint der EUR einen kräftigen Aufwärtstrend eingeschlagen zu haben. Allerdings sind Regenwolken am Himmel bereits zu erkennen.
Im weiteren Tagesverlauf könnten sich für den EUR einige Schwierigkeiten ergeben. Hohe Volatilität könnte heute zu beobachten sein, da wichtige Indikatoren aus Frankreich, Deutschland, Belgien und der gesamten Eurozone erwartet werden. Diese sollen laut Prognosen ausnahmslos negativere Zahlen hervorbringen, als zu ihren Vormessungen.
Anleger sollten folgende Indizes aufmerksam verfolgen: Privater Verbrauch, Käufe industrieller Güter (Frankreich), Einkaufsmanagerindex verarbeitendes und nicht verarbeitendes Gewerbe (Frankreich und Deutschland) und Auftragseingang in der Industrie, Monat Juli (Eurozone). Jeder dieser Indikatoren wird seinen Einfluss auf die Tendenzen des EUR nehmen. Hier stellt sich die Frage, ob die Wirkung vermeintlich negativer Daten aus der Eurozone groß genug ist, um den Abwärtstrend des USD auszustechen und eine Trendwende für das primäre Handelspaar des EUR zu erzeugen. Diese Tendenz wird sich voraussichtlich einstellen, sollten die Indikatoren unter den Erwartungen ausfallen.
JPY - Japan selbst nicht verantwortlich für jüngste Entwicklungen des JPY
Gestern blieb der Yen fern vom Wirtschaftskalender und Handel, da der Inselstaat den Herbstanfang (Autumnal Equinox Day) feierte. Somit bestimmten die übrigen Hauptwährungen die gestrigen Tendenzen der japanischen Währung. Der JPY verzeichnete gemischte Ergebnisse, die sich auf US-amerikanische sowie europäische Daten stützten. Gegen den USD machte der Yen Boden gut, während der Dollar aufgrund aktueller Marktunsicherheiten stürzte. Gegen den EUR verlor der JPY wiederum stark an Wert, nachdem dieser einen lang überfälligen Wertuzwachs an den Tag legte.
Ebenso wie der USD, wird auch Japans Währung von den Entwicklungen der Rohölpreise beeinflusst. Steigt der Ölpreis, wie gestern der Fall, büßt die exportorientierte japanische Wirtschaft, Leistung aufgrund von steigenden Exportkosten ein. JPY-Anleger sollten ihr Augenmerk heute auf den BSI Manufacturing Index richten, der laut Prognosen schlechter als zu seiner Vormessung ausfallen soll. Dieser Indikator könnte den JPY in seinem Wert gegenüber den Hauptwährungen weiter fallen lassen. Dennoch bleiben auch heute USD und EUR Haupteinflussfaktoren für die JPY-Tendenzen.
Rohöl - Rohölpreise klettern in die Höhe
Ausgerechnet als die Anleger dachten, es könnte nicht schlimmer kommen, führen die Marktturbulenzen zu einem Rekordanstieg der Rohölpreise. Der Preis des schwarzen Goldes machte gestern Geschichte, als dieser Rohstoff innerhalb eines Tages um $25 in die Höhe schoss. Investoren blieben davon keinesfalls unberührt. Während Anleger um zukünftige Marktentwicklungen sowie -stärke spekulieren, wird das Rohöl wieder zu einer potentiellen Absicherung im Termingeschäft. Nachdem die Rohölpreise in der vergangenen Woche maßgeblich bis auf die $91-Marke gefallen waren, machte das Öl eine plötzliche Kehrtwende und begab sich in einen Aufwärtstrend, der bislang nicht nachlässt.
Dieser zinsbullische Trend scheint derzeit nicht an Momentum zu verlieren. Sollte sich der USD jedoch erholen, könnten sich schnell Kurskorrigierungen für das Rohöl einstellen. Weitere Ursache für die Aufwärtstendenzen des Öls am gestrigen Handelstag war das Ablaufen der Oktoberkontrakte für Light Sweet Crude. Sobald die Novemberkontrakte ihre Gültigkeit haben, könnten Anleger wieder einen Trendumschwung erleben. Rohöl-Anleger sollten heute erstmal die Tendenzen des USD während und nach den Ansprachen von Bernanke und Paulson beobachten, da die Entwicklungen des Dollar nach wie vor einen äußerst starken Indikator für den Rohöl-Trend darstellen.
Technische News
EUR/USD
Dieses Paar hat sich gestern um die 1,4780-Marke konsolidiert, nachdem es um 300 Pips gestiegen ist. Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass eine Abwärtskorrigierung stattfinden könnte. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte bei diesem Paar eine gute Strategie für heute sein.
GBP/USD
Auf der Tages-Chart lässt sich eine eindeutig zinsbullische Handelsspanne erkennen, in deren Mitte sich dieses Paar mittlerweile bewegt. Der aktuelle Preis hat die obere Grenze der Bollinger Bands durchbrochen, was ein Zeichen für einen anstehenden Aufwärtstrend sein könnte. Kaufen ist heute eventuell eine gute Entscheidung.
USD/JPY
Allem Anschein nach hat das Abwärtsmomentum dieses Paares seinen Höchststand erreicht, da USD/JPY die 105,00-Marke nicht durchbrechen konnte. Ein Anstieg bis auf 105,70 würde einen zinsbullischen Umschwung bestätigen, dessen neuer Richtpreis bei 106,60 liegen könnte.
USD/CHF
Das Abwärtsmomentum dieses Paares ist mittlerweile eingeschränkt, nachdem die 1,0700-Marke erreicht wurde. Aktuell verdeutlicht ein zinsbullisches Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass ein Aufwärtstrend unmittelbar bevorstehen könnte. Kaufen ist hierbei eventuell die richtige Entscheidung für heute.
Die Wild-Card
Gold
Nachdem dieser Rohstoff die $910-Marke nicht durchbrechen konnte, fiel der Goldpreis maßgeblich. Inzwischen wird die Unze Gold bei $889 gehandelt. Die Bollinger Bands der 4-Stunden-Chart verengen sich, was darauf hindeutet, dass der bestehende Abwärtstrend sich fortsetzen könnte. Für Forex -Anleger bietet sich hier eventuell eine gute Handelsgelegenheit, bei einem viel versprechenden Trend einzusteigen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||



Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







