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Wednesday, 26 Nov 2008

US-Wirtschaft vor dem Abgrund der Rezession

Laut einem gestern veröffentlichten Bericht der US-Notenbank sei die US-Wirtschaft im dritten Quartal geschrumpft. Die Verbraucherausgaben hätten einen neuen Tiefstand der letzten 28 Jahre erreicht und verstärken die Sorge um eine tiefgreifende Rezession. In den Augen der US-Regierung bleibt die Kreditkrise verantwortlich für den Konjunkturabschwung, die wiederum ein Resultat des Zusammenbruchs des US-Immobilienmarktes war.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupdowndownnodown
Wochentendenzupupdowndownupno
Resistance1.31001.547196.121.19880.65460.8553
1.30541.544895.801.19500.65160.8520
1.30251.541095.251.19330.64880.8487
Support1.29481.530094.201.18800.64000.8400
1.29151.527693.851.18540.63700.8370
1.28881.524093.501.18000.63490.8352

Wirtschafts News

USD - Anlegervertrauen erschüttert, US-Notenbank stützt mit weiteren Finanzspritzen

Dem USD stehen derzeit besonders harte Zeiten ins Haus. Der Zeitpunkt ist dabei äußerst ungünstig, da sich in den USA die Feiertage ankündigen. In der Woche vor Thanksgiving, dem amerikanischen Feiertag, der am vierten Donnerstag im Monat November gefeiert wird, hat sich für den Dollar bislang ein heftiger Wertverlust gegenüber den Währungskontrahenten ergeben.

Der Black Friday, der Beginn der Weihnachtseinkaufssaison, wirft seine Schatten voraus - die amerikanischen Konsumenten sehen sich vor. Bislang hatten die Verbraucher sich, angesichts der Finanzkrise, auf notwendige Ausgaben beschränkt. Im Zuge der Feiertagsvorkehrungen wie Weihnachtseinkäufe, fühlen sich die US-Bürger herausgefordert, ihre finanzielle Situation zu überprüfen. Das Verbrauchervertrauen ist gesunken und wirkt sich negativ auf den Konjunkturausblick aus.
Das Anlegervertrauen befindet sich ebenfalls auf einem neuen Tiefstand. Konjunkturschwäche, neue Rettungspläne in Höhe von $800 Milliarden und ein Nachfragerückgang an bisher "sicheren" USD nehmen unerbittlich ihren Einfluss. Alle Anzeichen sprechen derzeit dafür, dass sich die US-Wirtschaft weiterhin abrutscht. Gleichermaßen befinden sich auch die übrigen Industrienationen in einer misslichen Lage.

Im Laufe des heutigen Handelstages werden einige wichtige Indikatoren aus der US-Wirtschaft erwartet. Bei marktbewegenden Daten wie Arbeitslosenerstanträge sowie Verkäufen von Hausneubauten ist mit hohen Kursschwankungen zu rechnen. Anleger sollten die Veröffentlichung dieser Marktdaten abwarten, um anschließend eine Entscheidung bezüglich ihrer Positionen treffen zu können.

EUR - EUR - unverändert oder Tendenz steigend?

Der Hauptrivale des EUR bleibt nach wie vor derzeit der USD. Wirft man einen Blick auf dieses Kurspaar, so macht es den Anschein, als würde der EUR Boden gutmachen. Aktuell wird dieser bei 1,3000 gehandelt. Die Markttendenzen geben jedoch unterschiedliche Signale aus. Der EUR gewann tatsächlich deutlich gegenüber dem Dollar, blieb dabei jedoch unverändert gegenüber den übrigen Hauptwährungen.

Dies könnte folgendes bedeuten: Zum einen, dass nicht der EUR die Entwicklungen des Kurspaares bestimmt, sondern vielmehr der USD. Zum anderen, dass der EUR sich momentan fast überhaupt nicht bewegt. Daten aus der Eurozone scheinen wenig Einfluss auf den Kurswert ihrer Währung zu nehmen. Der EUR richtet sich überwiegend nach den Entwicklungen in der US-Wirtschaft.
Auch in Europa steht die Weihnachtszeit bevor und die Verbraucher sehen dieser mit Skepsis entgegen. In Europa spielt das Verbrauchervertrauen eine besonders wichtige Rolle und bestimmt die Eurozonen-Märkte fast stärker als jeder andere wirtschaftliche Indikator.

Aus der europäischen Wirtschaft werden heute eher unbedeutende Daten veröffentlicht. Deutschland gibt die vorläufigen Zahlen zum Verbraucherpreisindex aus, der den EUR im weiteren Handelsverlauf wohl kaum beeinflussen wird. Größere Bedeutung hat heute die um 8:30 Uhr MGZ anberaumte Pressekonferenz mit dem Präsidenten der Europäischen Zentralbank Jean-Claude Trichet und der Central Bank of Egypt, anlässlich der Unterzeichnung eines Memorandums zur technischen Unterstützung der Bankenaufsicht. Dies könnte neben den Veröffentlichungen aus den USA, die EUR-Tendenzen bestimmen. Anleger sollte ihr Augenmerk dabei jedoch auf die US-Daten richten.

JPY - Japanischer Yen gestützt von globaler Wirtschaftsschwäche

Auf allen Charts ist derzeit ein Aufwärtstrend des JPY zu erkennen. Dieses zinsbullische Momentum erklären Experten mit der Auflösung von Carry Trades. Vor dem Hintergrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage, ergreifen die führenden Industrienationen deutliche Maßnahmen. Die USA bereiten eine neue Finanzspritze in Höhe von $800 vor, während andere Länder ihre Zinsraten wiederholt senken, um die eigene Wirtschaft anzukurbeln. Dementsprechend verkaufen Investoren ihre gewinnträchtigen, durch JPY finanzierte Anlagen und verhelfen Japans Währung zu neuer Stärke.

Heute erwarten die Marktteilnehmer nur einige wenige Wirtschaftsdaten aus Japan. Wichtigster Indikator wird dabei um 23:50 Uhr MGZ veröffentlicht - die Ergebnisse des Monetary Policy Meeting. Dennoch, wie bereits zuvor erwähnt, bestimmen momentan nicht japanische Wirtschaftsdaten, sondern vielmehr die globale konjunkturelle Lage die Tendenzen des JPY. Während die Wirtschaftsaktivität weltweit abnimmt, könnte es sein, dass der JPY weiter steigt und eventuell bald die 92,00-Marke durchbricht.

Rohöl - Rezessionsbedingter Nachfragerückgang verstärkt das Rätselraten

Die Rohölpreise verzeichneten gestern eine markante Erholung, nachdem Anleger über die Möglichkeit einer abgestimmten Produktionsdrosselung zwischen der OPEC und Russland spekulierten. Während des heutigen Vormittags stand der Ölpreis, angesichts negativer Meldungen von der Konjunkturfront sowie nach der Versenkung eines angeblichen Piraten-Mutterschiffes vor der Küste Somaliens, im Anschluss an den kurzfristigen gestrigen Anstieg von $5,00 wieder exakt am Ausgangspunkt seiner technischen Korrektur zu Beginn der Handelswoche.

Aktuell bewegen sich die Preise um die $50-Marke pro Barrel. Der rezessionsbedingter Nachfragerückgang, die heutige Veröffentlichung der US-Rohöllagerbestände sowie weitere Informationen bezüglich einer Reduzierung der Fördermengen werden den Trend der Ölpreise im weiteren Handelsverlauf bestimmen. Anleger sollten auch bei diesem Markt insbesondere auf die Tendenzen des USD achten.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar befindet sich inmitten eines Aufwärtsmomentums. Der Slow Stochastic der 4-Stunden-Chart verdeutlicht, dass diese Tendenz weiteres Potenzial in sich trägt. Die äußerst wichtige Widerstandsmarke von 1,30 wurde durchbrochen und eine Fortsetzung des zinsbullischen Trends ist wahrscheinlich. Der nächste Richtpreis könnte somit bei 1,3150 liegen.

GBP/USD

Die 4-Stunden-Chart gibt aus, dass sich dieses Paar nach wie vor innerhalb einer zinsbullischen Handelsspanne bewegt. Das neu entstandene zinsbullische Cross des Slow Stochastic auf der Stunden-Chart verdeutlicht ebenfalls, dass sich der Aufwärtstrend fortsetzen könnte. Hier ist es eventuell von Vorteil, bei eng gesetzten Stopps zu kaufen.

USD/JPY

Auf der 4-Stunden-Chart lässt sich erkennen, dass sich das Paar nach wie vor innerhalb einer rückläufigen Handelsspanne bewegt. Derzeit wird es um 94,90 gehandelt. Sowohl der Slow Stochastic als auch der RSI der 4-Stunden-Chart weisen eine Abwärtstendenz aus. Eine Korrigierung ist dabei nicht in Sicht. Verkaufen könnte daher eine gute Strategie für heute sein.

USD/CHF

Nach dem durchgängig zinsbullischen Momentum der vergangenen Woche, lassen sich auf der Stunden-Chart mittlerweile Anzeichen einer Abwärtskorrigierung erkennen. Der rückläufige Durchbruch auf der Stunden-Chart hat ein starkes Abwärtsmomentum geschaffen. Dieses könnte den nächsten Richtpreis bei 1,1900 festlegen. Der Slow Stochastic der Tages-Chart weist auf ein Fortdauern dieses Abwärtstrends hin. Verkaufen könnte hier heute von Vorteil sein.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis ist innerhalb der letzten zwei Tage deutlich gestiegen und erreicht mittlerweile $811 pro Unze. Dennoch verdeutlicht ein rückläufiges Kreuz des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass eine Abwärtskorrigierung bevorstehen könnte. Hier bietet sich Forex -Anlegern wahrscheinlich eine großartige Gelegenheit, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:19 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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