| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Thursday, 28 Apr 2011
US Dollar verzeichnet Kurseinbruch da US Notenbank am niedrigsten Leitzinssatz aller Zeiten festhält
Der US Dollar verzeichnete gestern einen kräftigen Kurseinbruch, nachdem Statements vom Offenmarktausschuss (FOMC) jegliche Zweifel beseitigten, was das Festhalten an dem rekordtiefen Leitzinssatz betrifft. Laut dem FOMC-Bericht und dem nachfolgenden Statement des US Notenbankpräsidenten Ben Bernanke ist die Inflation auf dem richtigen Weg zu einem gesunden Wachstum und die Energiepreise sollten in den nächsten Monaten sinken und sich stabilisieren, was die die Notenbank veranlasste am bestehenden Leitzinssatz auf absehbare Zeit festzuhalten. Als Folge dieses Statements fand ein allgemeiner Ausverkauf des Dollar statt, da Investoren nicht der Ansicht sind, dass der Dollar bald Unterstützung finden wird.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4940 | 1.6820 | 82.80 | 0.8810 | 1.1020 | 0.8970 |
| 1.4920 | 1.6790 | 82.40 | 0.8785 | 1.0990 | 0.8950 | |
| 1.4890 | 1.6755 | 82.10 | 0.8750 | 1.0960 | 0.8920 | |
| Support | 1.4810 | 1.6660 | 81.35 | 0.8670 | 1.0890 | 0.8850 |
| 1.4770 | 1.6625 | 81.00 | 0.8640 | 1.0855 | 0.8820 | |
| 1.4745 | 1.6600 | 80.80 | 0.8620 | 1.0825 | 0.8800 |
Wirtschafts News
USD - US Dollar verzeichnet kräftigen Kursrückgang nach FOMC Statement
Der US Dollar erlitt gestern einen kräftigen Einbruch nachdem Statements des Offenmarktausschuss jegliche Zweifel beseitigt hatten, was den amerikanischen Leitzinssatz in nächster Zeit betrifft. Laut dem FOMC-Bericht und dem nachfolgenden Statement wird an dem rekordtiefen Leitzinssatz auf absehbare Zeit festgehalten. US Notenbankpräsident Ben Bernanke bestätigte dieses nochmals in der Pressekonferenz, die kurz nach der offiziellen Bekanntgabe abgehalten wurde.
Als Folge hatten Händler, die zuvor noch gezögert hatten den Dollar zu verkaufen, in dem FOMC Statement einen Grund gefunden dieses nunmehr zu tun, was die Währung auf neue Tiefstände brachte. Die EUR/USD-Paarung stieg mit 1,4865 auf den höchsten Stand seit 2 ½ Jahren, einem Kurs, der zuletzt im Dezember 2009 erzielt worden war. Ähnlich verhielt sich die GBP/USD-Paarung, die mit 1,6726 auf das November-Hoch von 2009 gestiegen war.
In den Daten des Bruttoinlandsprodukts, die heute um 13:30 MGZ veröffentlicht werden, könnten Händler einen weiteren Grund sehen sich vom Dollar zugunsten höhere Erträge erzielender Währungen zu trennen. Das Festhalten am rekordtiefen Leitzinssatz unterstützt diese Investitionsverlagerung ebenfalls. Das heutige Bruttoinlandsprodukt dürfte belegen, dass die US Konjunktur etwas nachlässt, da von einem vierteljährlichen Anstieg um nur 1,9% ausgegangen wird, gegenüber 3,1% im letzten Quartal. Es gibt also keinen Grund zur Annahme, dass sich am rückläufigen USD Verhalten für den Rest der Woche etwas ändern wird.
EUR - EUR bullisch, da Händler nach US Notenbank Statement sich nach höhere Erträge erzielenden Anlagen umsehen
Nach den Statements des US Offenmarktausschuss (FOMC) zur US Geldmarktpolitik verzeichnete der Euro gestern Kursgewinne. In dem Statement bestätigte die US Notenbank, dass sie auf absehbare Zeit an ihrem rekordtiefen Leitzinssatz festhalten werde, was Händler dazu veranlasste sich in Scharen vom Dollar ab- und höheren Erträgen erzielenden Anlagen zuzuwenden.
Der Euro verzeichnete Kursgewinne zu all seinen Währungsrivalen. Was der Eurozone jedoch Sorgen bereitet sind die niedriger als erwarteten Zahlen der Industrieaufträge. Die Daten belegten eine wachsende Schwäche in der Industrie, die in den letzten zwei Monaten auch Großbritannien, Japan und Teile der USA befallen hatte. Die steigenden Rohölpreise spielen bei den nachlassenden Exporten zwar auch eine Rolle, doch scheint sich an den Märkten in jüngster Zeit eine gewisse Trägheit breit gemacht zu haben. Sollte die weltweite Industrie weiterhin schwächeln, könnte es zu einer erneuten Rezession kommen, die größtenteils durch die hochschießenden Energiepreise hervorgerufen wird.
Für den Rest der Woche dürfte der Euro weiterhin Kursgewinne zum Dollar verzeichnen, da Händler weitere Gründe finden sich von ihren Dollar-Positionen zu trennen und auf höhere Erträge erzielende Anlagen setzen. Frankreich wird um 7:45 MGZ seinen Bericht über die Verbraucherausgaben veröffentlichen, welcher ein Nachlassen des Wachstums aufweisen könnte, was im Zusammenhang mit dem schwächelndem Industriesektor der Eurozone steht. In Deutschland dürfte sich ein leichter Rückgang auf dem Arbeitsmarkt zeigen. Diese Faktoren werden jedoch von der Entwicklung beim Dollar nach dem gestrigen FOMC Statement überschattet.
JPY - USD/JPY rückläufig da japanische Industrieproduktion einen Einbruch zu verzeichnen hat
Der JPY verlor gestern zu fast all seinen Währungsrivalen an Boden. Die Herabsetzung der japanischen Kreditwürdigkeit von stabil auf negativ durch S&P verursachte kurz- bis mittelfristig eine Abwendung von der japanischen Währung. Die USD/JPY-Paarung handelte rückläufig, da Investoren sich nach dem gestrigen geldmarktpolitischen Statement der US Notenbank vom Dollar abwandten. Nachdem sie einen Spitzenwert von 82,75 erzielt hatte fiel die Paarung auf ein Tages-Tief von 81,61 bevor sie sich stabilisierte.
Der Rückgang der japanischen Industrieproduktion, in Verbindung mit ähnlichen Rückgängen in Großbritannien, Europa und den USA, spielte auch eine Rolle dabei Dollar/Yen wieder auf ihren derzeitigen Konsolidierungswert zu bringen. Während der Yen unter seinen eigenen wirtschaftlichen Schwächen leidet, überschattet die Rückläufigkeit des Dollar dieses beim heutigen frühen Handel und lässt den Yen stärker erscheinen als er ist. Angesichts der gegenwärtigen Abwendung vom Dollar sieht es so aus, als würde die Paarung seine derzeitige Bewegung auf absehbare Zeit aufrechterhalten.
Rohöl - Der Preis pro Barrel Rohöl wird vom schwächelndem Dollar unterstützt
Der Rohölpreis endete den gestrigen Handel leicht im Plus, nachdem die US Notenbank ihr Festhalten an dem rekordtiefen Leitzinssatz bestätigte. Während Investoren sich vom USD verabschiedeten fand der Rohölpreis Unterstützung, stieg Richtung $ 113 pro Barrel und schloss bei $ 112,76.
Auf der Suche nach Schuldigen für den jüngsten heftigen Anstieg bei den Energiepreisen haben Politiker und Wirtschaftsführer kämpferische Statements abgegeben. Die Benzinpreise in den USA haben neue Höchststände erreicht, was die Verbraucher in Wut versetzt. Da die weltweite Industrie zu schwächeln beginnt spüren die exportierenden Staaten den Druck der hohen Transportkosten. Analysten zufolge könnte der Grund für das Schwächeln der Industrie mit den hohen Ölpreisen in Zusammenhang stehen, andererseits könnte es auch an der pessimistischen Grundstimmung Wachstum gegenüber liegen.
Heute sollten Rohölhändler bedenken, dass Rohstoffe, die an den Kurs des US Dollar gebunden sind, aufgrund des gestrigen geldmarktpolitischen Statements sehr wahrscheinlich einen Anschub erhalten werden. Kämpferische Aussagen hinsichtlich Wirtschaftswachstums dürften ausreichend sein, um den Preis zwischen $ 112 und $ 115 pro Barrel zu halten, doch erwarten einige Spekulanten bereits einen neuen Aufwärtstrend bei den Rohstoffpreisen. Händler sollten deshalb ganz besonders ein Auge auf neuerliche Preisbewegungen haben.
Technische News
EUR/USD
Auf dem Tages-Chart hat sich ein sehr ausgeprägter zinsbullischer Channel gebildet, in dessen oberem Grenzbereich sich diese Paarung derzeit bewegt. Zudem vermitteln RSI und MACD auf dem 4-Stunden-Chart zinsbullische Signale, was den Schluss zulässt, dass sich die Aufwärtsbewegung heute fortsetzen wird. Zu kaufen scheint heute die richtige Entscheidung zu sein.
GBP/USD
Diese Paarung bewegt sich inmitten eines sehr starken zinsbullischen Momentums, nachdem das Paar innerhalb eines einzigen Handelstages um rund 300 Pips gestiegen war. Die Paarung handelt derzeit nahe dem Wert von 1,6720 und scheint noch weiter ansteigen zu können mit dem möglichen Zielwert von 1,6850.
USD/JPY
Trotz geringfügiger technischer Korrekturen setzt sich das rückläufige Momentum dieser Paarung fort, und die USD/JPY-Paarung handelt derzeit nahe dem Wert von 81,70. Die nächste wichtige Unterstützung für diese Paarung findet sich nahe dem Wert von 81,20. Sollte sie unter diesen Stützwert abfallen, hat sie sogar das Potential bis auf den Wert von 80,00 abzusinken.
USD/CHF
Die USD/CHF-Paarung befindet sich seit gestern im freien Fall und fiel bis auf den Wert von 0,8690. Da sich derzeit beim Slow Stochastic und dem MACD auf dem 4-Stunden-Chart ein rückläufiger Cross gebildet hat, sieht es so aus, als würde eine weitere rückläufige Bewegung bevorstehen. Zu verkaufen dürfte heute die richtige Vorgehensweise sein.
Die Wild-Card
Rohöl
Rohöl verzeichnete gestern eine weitere zinsbullische Bewegung und stieg bis auf $ 113,65 pro Barrel. Da sich zudem beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart ein zinsbullischer Cross gebildet hat, sieht es so aus, als hätte das zinsbullische Momentum noch eine Menge Bewegungsraum. Hier könnte sich forex -Händlern die großartige Gelegenheit bieten sich einem offensichtlich anhaltenden Trend anzuschließen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







