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Wednesday, 22 Jun 2011

US Federal Funds Rate wird veröffentlicht

Die US Wirtschaft wird heute ihre Entscheidung hinsichtlich des kurzzeitigen Leitzinses der US-Zentralbank, auch bekannt als Federal Funds Rate, veröffentlichen. Angesichts der Stimmung die von der Zentralbank in den letzten Wochen vermittelt wurde ist mit einer Angleichung des Zinssatzes nicht zu rechnen. Unverhohlene Angriffslust könnte zu weiterer Risikofreudigkeit führen und den USD Kurs im Verlauf der Woche weiter sinken lassen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznonodowndownnono
Wochentendenzupupdowndownupdown
Resistance1.46191.639280.770.85471.07600.8968
1.44981.630680.480.84841.06720.8912
1.44541.627380.330.84451.06370.8889
Support1.43331.618680.040.83821.05490.8834
1.42561.613379.890.83601.04960.8801
1.41351.604779.600.82971.04080.8746

Wirtschafts News

USD - USD rückläufig da Investoren das Risiko suchen

Der US Dollar verhielt sich beim späten gestrigen Handel rückläufig, da Händler sich nach der Veröffentlichung verschiedener optimistischer Wirtschaftspublikationen riskanteren Anlagen zuwandten. Die EUR/USD-Paarung bewegte sich gestern in Richtung 1,4300, wohingegen die GBP/USD-Paarung sich nur schwach bewegte.

Die US Eigenheimverkäufe aus Bestand wurden gestern den Erwartungen gerecht, wobei sich ein seltener Fall akkuraten Vorhersagens zeigte. Die Nachricht sorgte dafür, dass sich etliche Händler risikofreudig verhielten, was den Kurs höhere Erträge erzielender Anlagen steigen ließ und dem USD einen leichten Abschwung verpasste. Interessanterweise wurde vieles der optimistischen Stimmung, die sich in der westlichen Hemisphäre breit machte, von dem tristen Bericht über die kanadischen Einzelhandelsumsätze zunichte gemacht. Das dürfte mit ein Grund für den lustlosen späten Handel gewesen sein.

Da heute wieder eine ganze Anzahl Wirtschaftspublikationen erwartet werden können sich Händler auf gesteigerte Volatilität einrichten. Viel wichtiger jedoch ist die Tatsache, dass die US Wirtschaft heute ihre Entscheidung hinsichtlich des kurzzeitigen Leitzinses der US-Zentralbank, auch bekannt als Federal Funds Rate, veröffentlichen wird. Angesichts der Stimmung die von der Zentralbank in den letzten Wochen vermittelt wurde ist mit einer Angleichung des Zinssatzes nicht zu rechnen. Unverhohlene Angriffslust könnte zu weiterer Risikofreudigkeit führen und den USD Kurs im Verlauf der Woche weiter sinken lassen.

GBP - Heute steht die Abstimmung über die britische Geldmarktpolitik an

Das britische Pfund Sterling (GBP) handelte gestern im Plus, nachdem bekannt wurde, dass die Wirtschaft der Insel wie erwartet stabiles Wachstum bei den Auftragseingängen der Industrie verzeichnen konnte, wohingegen ein Nachlassen beim Anwachsen des heimischen Haushaltsdefizits recht unerwartet kam. Angesichts der heutigen Abstimmung über den Leitzinssatz können sich viele Händler auf gesteigerte Volatilität einstellen.

Während sich das Pfund Sterling gestern ziemlich schwankend zum EUR verhielt, ist es offensichtlich zum Dollar leicht angestiegen und tritt zum japanischen Yen auf der Stelle. Die heutige Abstimmung über die Geldmarktpolitik der Bank of England (BOE) dürfte vielen Devisenhändlern ein Gefühl dafür geben, wie die Zentralbank mit der enttäuschenden Situation auf dem Beschäftigungs- und dem Fertigungssektor umzugehen gedenkt.

Der zu Beginn der Woche von der Confederation of British Industry (CBI) veröffentlichte Bericht zeigte auf, dass man annimmt, dass die Arbeitslosenzahl in 2011 noch weiter ansteigen wird, wohingegen der gestrige Bericht über die erwarteten Auftragseingänge der Industrie überraschenderweise einen Anstieg bei der Nachfrage nach Industriegütern verzeichnete. All das könnte zu einer Stärkung des britischen Pfund Sterling Mitte dieser Woche führen.

AUD - Trotz zahmem Leitzins-Statement handelt der australische Dollar im Plus

Der australische Dollar (AUD) handelte gestern zu den meisten anderen Währungen im Plus, nachdem aufgrund der jüngsten Wirtschaftsnachrichten viele Händler anfingen sich wieder riskanteren Anlagewerten zuzuwenden. Der AUD erwies sich in den vergangenen Monaten als Leistungsträger, wobei Händler aufgrund der gestiegenen chinesischen Nachfrage für australische Rohmaterialien auf einen immer stärker werdenden AUD setzten.

Die australische Notenbank (RBA) veröffentlichte seinen neuesten Bericht über sein geldmarktpolitisches Meeting, der eine ziemlich zahme Haltung einiger seiner Ausschussmitglieder offenbarte. Die allgemeine Stimmung scheint dahingehend zu tendieren den Leitzinssatz in nächster Zeit nicht anzuheben, was langfristig den AUD schwächen dürfte. Allerdings scheinen die gestrigen Neuigkeiten viele Investoren dazu motiviert zu haben, sich riskanteren Anlagewerten zuzuwenden und auf Wachstum zu setzen, was einen stärkeren AUD bevorzugt. Der heutige führende Index des Melbourne Institute (MI) dürfte sehr wahrscheinlich noch mehr Investments in den AUD bewirken, da die optimistische Stimmung sich offensichtlich verfestigt.

Rohöl - Befürchtungen hinsichtlich reduzierter Nachfrage lassen Rohölpreis sinken

Der Rohölpreis fiel am Mittwoch kräftig in Richtung $ 91 pro Barrel, da die allgemeine Stimmungslage von einem Abflauen der weltweiten Industrie auszugehen scheint, zusammen mit einem Nachfragerückgang für das schwarze Gold. Die gestrigen Wirtschaftsdaten aus Großbritannien und den USA ließen viele Investoren sich wieder riskanteren Anlagen zuwenden, da die meisten Berichte überraschenderweise einen Aufschwung bei globaler Industrieproduktion und den Verbraucherausgaben prognostizieren, und das trotz der trüben Werte beim Verbrauchervertrauen die in den letzten Tagen aus den führenden westlichen Volkswirtschaften berichtet wurden.

Während Investoren nach Sicherheit streben fiel der Rohölpreis, der schon die ganze Woche über rückläufig war, auf den niedrigsten Stand in diesem Monat bei $ 91 pro Barrel. Der plötzliche Anstieg des Dollar-Kurses aufgrund einer Risikovermeidenden Stimmungslage führte dazu, dass viele Investoren ihre Short-Positionen mit Rohstoffen voll stopften. Sollte sich die Stimmung beim Rohöl die Woche über halten, könnte der Rohölpreis weiterhin schwache Unterstützung nahe seinem derzeitigen Stand finden.

Technische News

EUR/USD

Die Tatsache, dass diese Paarung die vergangene Woche nicht unterhalb dem 100-Tage-Bewegungsdurchschnitt beenden konnte, sollte Euro-Verkäufe nicht entmutigen. Der spät in der Woche einsetzende Aufschwung konnte allerdings nicht über den 20-Tage-Bewegungsdurchschnitt ansteigen, was auch daran lag, dass einige Händler den Euro verkauften. Der Slow Stochastic sowohl auf dem Monats- als auch auf dem Wochen-Chart ist rückläufig und deutet auf mögliche weitere Abwärtsbewegung hin. Unterstützung findet sich bei 1,4075, gefolgt vom Mai-Tief von 1,3970. Der 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt könnte ein wahrscheinliches Ziel sein, und darunter liegt die steigende Trendlinie vom Tief im Mai 2010, welches diese Woche bei 1,3610 liegt. Widerstand findet sich beim Freitags-Hoch von 1,4340, gefolgt von 1,4500 und dem Hoch von Anfang Juni bei 1,4690.

GBP/USD

Diese Paarung steht kurz davor den Kreuzwiderstand zu überwinden, der heute bei 1,6120 liegt. Ein Durchbruch dieses Werts und eine maßvolle Bewegung der Chart-Muster könnte die GBP/USD-Paarung bis auf 1,5370 sinken lassen. Das möglichste Ziel auf den Charts ist das Dezember-Tief von 1,5350. Auf dem Weg nach unten könnte die Paarung Unterstützung beim Mai-Tief von 1,6050 und dem März-Tief von 1,5940 finden. Andererseits könnte die Paarung Widerstand beim Hoch der vergangenen Woche von 1,6440 finden, wie auch dem Hoch vom Mai bei 1,6550.

USD/JPY

Diese Paarung konnte oberhalb 81 Yen keinen Brückenkopf bilden und sinkt weiter. Dieser Wert dient als ursprünglicher Widerstand gefolgt vom Hoch am 31. Mai bei 81,75, sowie von 82,20 und 82,57. Ein Absinken des Slow Stochastic auf dem Tages-Chart deutet auf weitere Rückläufigkeit hin. Unterstützung findet sich beim Mai-Tief von 79,50, gefolgt vom Rekordtief von 76,11.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung stieg auf den Mai-Unterstützungswert, der sich in den Widerstandswert von 0,8550 gewandelt hat. Dieses Phänomen findet sich öfter bei technischen Analysen. Ein Durchbruch darüber könnte auf den 50-Tage-Bewegungsdurchschnitt treffen, der mit der fallenden Trendlinie vom Februar-Hoch bei 0,8640 übereinstimmt. Das dürfte Händlern einen guten Wert bieten, bei dem sie bei einem langfristigen Abwärtstrend eine Short-Position beziehen. Zusätzlicher Widerstand findet sich beim Tief von Mitte Mai bei 0,8750 und dem Mai-Hoch von 0,8950. Andererseits könnte sich das Rekordtief von 0,8325 als unterstützend erweisen.

Die Wild-Card

EUR/NOK

Die EUR/NOK-Paarung nähert sich dem Widerstandswert von 7.950-80, einem Kurs zu dem die Paarung zuletzt im Dezember gehandelt hat. Wichtige Unterstützung findet sich bei 7,7850 und 7,7165. Diese klar definierten Unterstützungs- und Widerstandswerte dürften Forex-Händlern die Gelegenheit bieten bei EUR/NOK eine Short-Position zu beziehen, mit einem nicht unerheblichen Risiko/Rendite-Verhältnis von mindestens 3:1. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 23:29 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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