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Thursday, 16 Apr 2009

US Immobilienmarkt-Daten können Gewinne an den Märkten ankurbeln; USD verzeichnet Verluste

Während sich die Märkte an unterschiedlichen Stütz- und Widerstands-Level versuchen, entdecken Händler eine negative Wechselbeziehung zwischen Aktien und dem Kurs des Dollar. Jedes Mal wenn es eine Erholung an den Aktienmärkten gibt verzeichnet der USD moderate Verluste. Grund dafür ist sehr wahrscheinlich, dass Investoren ihr Geld vom Devisenhandel abziehen und an den Aktienmärkten anlegen. Von der für heute 12:30 MGZ vorgesehenen Bekanntgabe der US Baugenehmigungen könnten die Aktienmärkte durchaus betroffen sein. Achten Sie darauf, inwiefern das den Kurs des USD während des heutigen Handels beeinflusst.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenznodowndownupdowndown
Wochentendenznoupdowndownnodown
Resistance1.33001.507599.751.15500.73250.8895
1.32651.504099.501.15200.73000.8860
1.32301.501099.251.14800.72750.8835
Support1.31701.495098.501.14250.72200.8775
1.31301.492098.251.14000.71950.8750
1.31001.490098.001.13750.71650.8725

Wirtschafts News

USD - EUR/USD schaffen nicht einen wichtigen Widerstands-Level zu durchbrechen

Der EUR/USD-Handel war gestern ausgesprochen volatil, doch der Paarung gelang es nicht einen wichtigen Widerstands-Level zu durchbrechen. Während des japanischen Handel wurde der Dollar kräftig verkauft, doch schon in den ersten beiden Stunden des europäischen Handel reichte die Paarung nicht an den wichtigen Wert von 1,3300 heran und fiel letztlich um 1,1%. Das Paar erholte sich danach ein wenig, und für den Rest des Tages bestimmte Range Trading das Geschehen. Der EUR/USD-Kurs schloss bei 1,3227 gegenüber Vorwert von 1,3245. Im Vergleich zu den anderen Haupt-Paarungen schloss der Dollar im Plus zum Yen bei 99,24 gegenüber Vorwert von 98,38, wohingegen der Dollar zum britischen Pfund Sterling an Boden verlor und bei 1,4997 gegenüber Vorwert von 1,4872 schloss.

Als Triebfeder an den Devisenmärkten erwies sich jüngst die Erholung an den Aktienmärkten. Gestern machte da keine Ausnahme. Gewinne an den US Aktienmärkten veranlassten Investoren sich riskanteren, höhere Erträge abwerfenden Währungen zuzuwenden. Das wirkte sich auf den US-Dollar insbesondere im Vergleich zum australischen und neuseeländischen Dollar negativ aus.

Für heute wird die Bekanntgabe von wirtschaftlichen Indikatoren erwartet, die für weitere Volatilität bei den Kreuzen des Dollar sorgen könnten. Die Zahlen für US Baugenehmigungen, die ein ausgezeichneter Maßstab für zukünftige wirtschaftliche Aktivitäten sind, werden um 12:30 MGZ veröffentlicht. Gleichzeitig erfolgt die Bekanntgabe der wöchentlichen US Arbeitsmarktzahlen. Es darf kaum angenommen werden, dass der Markt von diesen Indikatoren mit positiven Nachrichten überrascht wird. So kann es sein, dass der Dollar im Vergleich zum EUR den Tag im Minus schließt und sich wieder einmal am Wert von 1,3300 versucht.

EUR - EZB-Offizielle beraten über Leitzinssenkung

Der Kurs des EUR verzeichnete einen Rückgang im Vergleich zu den meisten Währungen, da viele Marktteilnehmer zukünftige Maßnahmen zur Lockerung der Geldmarktpolitik seitens der Europäischen Zentralbank (EZB) vorhersahen. Bemerkungen seitens Axel Weber, Mitglied im geldpolitischen Rat der EZB, ließen viele Händler in dem Glauben, die EZB werde auf ihrem nächsten Treffen im Mai eine weitere Leitzinssenkung vornehmen. Außerdem erwartet der Markt auch unkonventionelle politische Maßnahmen zur Erleichterung der Kreditbedingungen in Europa. Das könnte sowohl negative Auswirkungen auf die europäische Währung haben, als auch das Vertrauen in die Zukunft des EUR stützen.

Gestern schloss der EUR im Vergleich zum britischen Pfund Sterling im Minus bei 0,8816 gegenüber Vorwert von 0,8902, und zum japanischen Yen schloss er bei 131,27 gegenüber Vorwert von 131,34.

Weber ließ durchblicken, dass der Markt für einen europäischen Leitzinssatz von 1,00% bereit sei. Derzeit steht der Satz bei 1,25%. Sollten bei den Bemühungen der europäischen Wirtschaft Aufschwung zu verleihen keine Fortschritte gemacht werden, könnte es sein, dass die EZB, ähnlich wie ihr amerikanisches Gegenstück die US-Notenbank, Staatsanleihen aufkauft.

Der heutige EUR-Handel dürfte von der Bekanntgabe zweier wichtiger Wirtschaftsindikatoren bestimmt werden: der Jahresvergleich bei Verbraucherpreisindex und die monatlichen Zahlen der Industrieproduktion. Während viele glauben, Inflation sei aufgrund der vielen Medienberichte über deflationären Druck kein Thema mehr, sind andere der Ansicht, eine höher als erwartete Inflationsrate könnte ein Zeichen für eine ganz leichte Erholung der europäischen Wirtschaft sein. Von den monatlichen Zahlen der Industrieproduktion wird angenommen, dass sie ein klein wenig eine solche Kehrtwende andeuten. So könnte es sein, dass wir eine leichte Erholung des EUR zum GBP bis zum Wert von 0,8850 sehen werden.

JPY - Yen nach einem 2-Wochen-Hoch rückläufig

Der Yen verzeichnete gestern verglichen zum Dollar einen Rückgang, nachdem erhöhte Risikobereitschaft den ganzen Tag über Händler dazu verleitete, sich in verstärkter Weise höhere Erträge abwerfenden Währungen zuzuwenden. Der Rückgang der japanischen Währung verglichen zum Dollar und zum EUR erfolgte, nachdem der JPY ein 2-Wochen-Hoch zu verzeichnen hatte. Beim frühen Handel verkauften Händler den Yen in der Hoffnung auf besser als erwartete US Wirtschaftsdaten. Diese Kursgewinne hielten den ganzen Tag über an, da die tatsächlichen Zahlen die Marktprognosen übertrafen. Beim heutigen frühen Handel lag der USD/JPY-Kurs bei 98,95, wohingegen der EUR/JPY bei 130,67 gehandelt wurde.

Da in dieser Woche nur noch wenige Wirtschaftsdaten aus Japan erwartet werden, dürfte es sein, dass der Yen-Handel von der Risikobereitschaft am Markt und von führenden Indikatoren aus anderen Volkswirtschaften bestimmt wird. Händler sollten die Entwicklungen an den US Aktienmärkten aufmerksam verfolgen, da scheinbar eine negative Wechselbeziehung zwischen der Kurssetzung des Yen und diesen Märkten besteht.

Rohöl - Rohöl-Lagerbestände steigen weiter an

Trotz eines kräftigen Anstiegs bei den US Rohöl-Lagerbeständen blieb der Rohölpreis immer noch relativ hoch. Die Rohöl-Lagerbestände stiegen in dieser Woche um 5,6 Mio. Barrel an, was mehr als dem Doppelten der vorhergesagten Menge entspricht. Dieses ist die dritte Woche in Folge, in der die Rohöl-Lagerbestände ansteigen. Der Rohölpreis lag beim Ende des gestrigen Handels bei $52,20 pro Barrel.

Einige Experten sind der Ansicht, der Rohölpreis sei grundsätzlich überbewertet, und die Erholung an den Aktienmärkten und die Wertsteigerung beim Dollar würden den Preis dieses Rohstoffs künstlich hochhalten. Sollten keine positiven Wirtschaftsdaten vorliegen besteht die Möglichkeit eines Preisrückgangs beim Rohöl. Ein möglicher Zielpreis könnte unter dem Wert von $49 pro Barrel liegen.

Technische News

EUR/USD

Diese Paarung scheint sich in einer Handelsspanne mit Höchstwerten von 1,3300 und Tiefstwerten von 1,3150 zu bewegen. Da sich der Kurs derzeit beim niederen Wert befindet und sich auf dem 4-Stunden-Chart im überkauften Bereich bewegt, könnte eine Aufwärtskorrektur in Richtung der 1,3300 bevorstehen. Für heute könnte eine gute Strategie lauten: bei Tiefstständen kaufen und bei Höchstständen verkaufen.

GBP/USD

Die jüngste Aufwärtsbewegung hat diese Paarung beim 4-Stunden- und beim Tages-Chart in den überkauften Bereich gedrängt, was auf eine bevorstehende Abwärtskorrektur hindeutet. Da der Kurs sich beim Bollinger Bands auf dem Tages-Chart nahe dem oberen Grenzwert bewegt, dürfte der Abwärtsdruck an Stärke zulegen. Zu verkaufen könnte für heute eine kluge Wahl sein.

USD/JPY

Da diese Paarung nach der jüngsten Volatilität sich zu nivellieren beginnt gibt es scheinbar keine klare Ausrichtung, da sich auch alle Oszillatoren im neutralen Bereich bewegen. Da sich beim Slow Stochastic auf dem Stunden-Chart ein zinsbullisches Cross zu bilden scheint, besteht die Möglichkeit, dass die nächste Bewegung in Richtung aufwärts zeigen wird. Händler sollten in Erwägung ziehen bei eng gesetzten Stopps zu kaufen oder ein klareres Signal abwarten.

USD/CHF

Diese Paarung weist keinerlei klare Ausrichtung aus, da alle Oszillatoren im neutralen Bereich stehen. Die Paarung zeigt jedoch, dass sie in einem zinsbullischen Channel mit ausgeprägten Hochs und Tiefs handelt. Innerhalb dieses Channel bei Tiefständen kaufen und bei Höchstständen verkaufen könnte eine kluge Wahl sein.

Die Wild-Card

AUD/NZD

Die jüngste volatile Aufwärtsbewegung hat den Kurs dieser Paarung in den oberen Grenzbereich der Bollinger Bands auf dem 4-Stunden- und dem Tages-Chart gedrängt und folglich bewegt sich der Kurs auch beim RSI auf dem 4-Stunden-Chart im überkauften Bereich. Da sich beim Slow Stochastic auf dem Tages-Chart ein rückläufiges Cross bildet deuten alle Indikatoren nur in Richtung abwärts. Hier bietet sich Forex -Händlern eine großartige Gelegenheit sich dieser Abwärtsbewegung zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen, falls sie heute dem Markt beitreten.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:31 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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