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Wednesday, 14 Sep 2011

US Konjunkturoptimismus steigt im September

Wie von IBD/TIPP berichtet wurde signalisierten die gestrigen amerikanischen Konjunkturdaten einen Aufschwung gegenüber dem Vormonat. Diese Nachricht zeigte zwar keinerlei Wirkung auf die Devisenmärkte, allerdings könnte es auf lange Sicht gesehen die US Finanzmärkte schon beeinträchtigen, sollten weitere Einbrüche bei der Industrie erfolgen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndowndownnono
Wochentendenznonodowndownnoup
Resistance1.45501.620081.000.92001.10800.9080
1.40001.6080 80.200.8945 1.07600.8880
1.37401.578077.850.88901.06600.8730
Support1.35001.5650 75.94 0.8545 1.01750.8640
1.34251.53500.82500.99250.8525
1.28701.51900.80000.97000.8460

Wirtschafts News

USD - Dollar bleibt stark während Verkäufe von Staatsanleihen die Eurozone belasten

Der US Dollar (USD) handelte am Dienstag mit leichter Aufwärtstendenz während Investoren versuchten abzuwägen, welche Wirkung die Verkäufe von Staatsanleihen in Griechenland und Italien auf die Eurozone haben dürfte. Eine plötzliche Welle der Risikovermeidung in der vergangenen Woche führte zum Kursanstieg beim Dollar, wozu auch der Pessimismus über die Staatsschulden in Europa beitrug. Die EUR/USD-Paarung scheint sich dem Wert von 1,33 zu nähern, während sich technischer Druck aufbaut.

Wie von IBD/TIPP berichtet wurde signalisierten die gestrigen amerikanischen Konjunkturdaten einen Aufschwung gegenüber dem Vormonat. Diese Nachricht zeigte zwar keinerlei Wirkung auf die Devisenmärkte, allerdings könnte es auf lange Sicht gesehen die US Finanzmärkte schon beeinträchtigen, sollten weitere Einbrüche bei der Industrie erfolgen. Prognosen sehen einen leichten Rückgang bei den Fertigungsdaten im dritten Quartal, da viele Indikatoren nachlassende Nachfrage aufdeckten. Wie sich das in den kommenden Wochen auf den Dollar auswirken wird bleibt allerdings abzuwarten.

Heute wird eine ganze Reihe von US Wirtschaftspublikationen veröffentlicht, wobei der Fokus hauptsächlich auf den Einzelhandelsumsätzen und dem Erzeugerpreisindex liegen dürfte. Wenn diese Berichte heute Nachmittag bekannt gegeben werden ist voraussichtlich mit höherer Liquidität zu rechnen. Da in dieser Woche der Fokus auf dem Verbrauchervertrauen, den Inflationsdaten und den Einzelhandelsumsätzen liegt, ist davon auszugehen, dass sich ein deutlicheres Bild von zukünftigen Nachfrage- und Wachstumswerten abzeichnen wird, was sich wiederum in der kurz- und mittelfristigen Richtungsentwicklung der Währung niederschlägt.

GBP - GBP bewegt sich aufwärts während die Inflation den Zielvorgaben entspricht

Im Vorfeld einer ganzen Reihe von Berichten zu den britischen Fertigungsdaten, dem Wohnungsmarkt und dem Dienstleistungssektor wird angenommen, dass das britische Pfund Sterling (GBP) in dieser Woche Aufwärtstendenz verzeichnen wird. Zum US Dollar (USD) hat das Pfund bereits solches Verhalten an den Tag gelegt, obwohl der Dollar seinerseits zu anderen Währungsrivalen ebenfalls Aufwärtstendenz aufwies.

Die momentan leicht pessimistische Grundstimmung gegen Investitionen in den Euro führt bei vielen Investoren zu Nervosität wenn sie regionale Investitionen in Erwägung ziehen. Eine umkämpfte Eurozone schlägt Wellen zu seinen Nachbarstaaten, und manche sind besorgt darüber das könne das Wirtschaftswachstum des gesamten Kontinents herunterziehen. Nach den gestrigen Inflationsdaten aus Großbritannien scheint das wenigstens für dieses Land nicht der Fall zu sein. Die Wohnungsmarktdaten scheinen zwar ein klein wenig pessimistisch, jedoch steigen die Verbraucherpreise in Großbritannien in recht gesundem Maße.

Die wirtschaftliche Grundstimmung in der Region mag sich zwar ins Negative gewendet haben, und viele Analysten und Wirtschaftswissenschaftler erwarten, dass sich Händler in dieser Woche in Richtung Sicherheit orientieren werden, allerdings könnte sich das GBP diesem finanziellen Sturm entgegen stellen, solange die Daten positiv ausfallen. Großbritannien scheint sich jedoch auf ein etwas besseres Quartal einrichten zu können als seine südlichen Nachbarn. Aufgrund der allgemeinen Stimmungslage könnte das GBP in dieser Woche Aufwärtsbewegung verzeichnen.

NZD - Bekanntgabe des neuseeländischen Leitzinssatzes steht bevor

Der neuseeländische Dollar (NZD) handelte heute Morgen zu den anderen Währungen leicht im Plus, als sein Kurs auf die jüngsten Herausforderungen mit relativ mehr Optimismus reagierte als von vielen angenommen. Die Wirtschaftsdaten aus Neuseeland waren in letzter Zeit recht unterschiedlicher Natur, jedoch gab es Anzeichen, dass die Inflation nicht in dem Maße ansteigt als das in anderen Volkswirtschaften der Fall ist. Die Nahrungsmittelpreise fielen in diesem Monat um 1,3%, was den NZD zwar unter rückläufigen Druck setzen, sich für die Verbraucher in schweren wirtschaftlichen Zeiten jedoch als ein Segen erweisen könnte.

Die jüngste Entwicklung beim NZD verursachte jedoch Besorgnis, da viele Spekulanten annehmen, dass es nach dem neuerlichen Ansteigen der Risikovermeidung zu einer rückläufigen Umkehr kommen wird. In Erwartung der Leitzinsentscheidung am heutigen Abend sind Investoren gespannt darauf, was die neuseeländische Zentralbank (RBNZ) wohl tun wird. Eine Stärkung des NZD bringt zwar Vorteile für die Kaufkraft der Inselwirtschaft mit sich, doch lässt seine Abhängigkeit von Exporten einen starken NZD ungünstig für längerfristiges Wachstum der neuseeländischen Wirtschaft erscheinen.

Rohöl - In Erwartung von etwas Größerem verläuft der Rohölhandel flach

Der Rohölpreis blieb am Dienstag stabil als es an den weltweiten Aktienmärkten, nach den geldmarktpolitischen Maßnahmen mehrerer Zentralbanken in der vergangenen Woche, zu einem leichten Aufwärtsknick kam. Die Wirtschaftsdaten aus Europa und den USA lassen viele Investoren immer noch Zuflucht bei Safe-Hafen-Anlagen suchen, da viele Berichte einen überraschenden Abwärtsknick beim Wachstum der weltweiten Industrieproduktion und bei den Verbraucherausgaben nahe legten.

Ein erwarteter Anstieg der Dollarkurse, aufgrund der risikosensiblen Stimmungslage in dieser Woche, hielt viele Investoren davon ab ihre Positionen bei physischen Anlagewerten zu beziehen, was zu einem Konsolidierungsmuster auf den Öl-Charts führte. Da es aber Anfang der Woche nicht zu größeren Kursgewinnen beim USD kam, hielt sich der Rohölpreis stabil. Sollte sich die Stimmungslage beim Rohöl in dieser Woche weiterhin abflachen, könnte der Rohölpreis einen Punkt erreichen, bei dem es im weiteren Verlauf der Woche zu erheblichen Preisschwankungen kommen wird.

Technische News

EUR/USD

Ein kräftiger Kursrückgang hat der EUR/USD-Paarung schweren technischen Schaden beigefügt, als sie unterhalb des langzeitigen Aufwärtstrends vom Mai 2010 den Handel schloss. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart ist rückläufig während die Paarung einer kräftigen Korrektur unterliegt. Unterstützung findet sich in der Spanne von 1,3400-25 vom Februar-Tief und der 50% Fibonacci Rückführung der Aufwärtsbewegung, die die Paarung vom Tief im Mai 2010 zum Hoch im Mai 2011 führte. Die 61% Rückführung bei 1,3040 ist ein wichtiger Meilenstein, wohingegen Langzeit-Händler ihr Augenmerk eher auf den Januar-Wert von 1,2875 legen. Gegenteilig findet sich beim Juli-Tief von 1,3835 ein erster Widerstand, gefolgt von der vorherigen Trendlinie, die sich als widerständig erweisen könnte, was oftmals bei durchbrochenen Trendlinien der Fall ist und deren Wert bei 1,3990 liegt.

GBP/USD

Nach drei Wochen des Rückgangs ist die Paarung unter die langzeitig ansteigende Trendlinie des Tiefs vom Mai in 2010 gesunken. Der Drehpunkt von 1,5780 ist ein wichtiger Unterstützungswert, der mit der 38% Fibonacci Rückführung der Bewegung vom Mai 2010 bis April 2011 übereinstimmt. Darunter findet die GBP/USD-Paarung Unterstützung bei den Oktober-Tiefs und Anfang-Januar-Hochs von 1,5650, gefolgt vom Dezember-Wert von 1,5350. Erster Widerstand findet sich bei 1,6080, gefolgt von 1,6375 und dem Hoch von Ende August bei 1,6450.

USD/JPY

Der Yen bewegte sich in einer Spanne zwischen seinem Rekord-Tief von 75,94 und dem gegenteiligen Wert von 78,85. Die Kursschwankungen bei der Paarung verliefen ziemlich volatil. Der Slow Stochastic auf dem Tages-, Wochen- und Monats-Chart zeigt sich unterschiedlich und der nächste Haupt-Widerstandswert findet sich beim Post-Interventions-Hoch von 80,20, gefolgt von der langzeitigen Trendlinie vom Juni-Hoch in 2007, das bei 81,00 liegt. Mangelnde Unterstützung auf dem Tages-Chart macht es schwierig einen Unterstützungswert vorherzusagen, allerdings springt einem der runde Wert von 75 ins Auge.

USD/CHF

Vergangene Woche stieg die Paarung um mehr als 13% an, nachdem die SNB den Mindestkurs auf 1,20 EUR pro CHF festgelegt hatte. Die USD/CHF-Paarung steigt weiterhin an und versucht sich nun an der fallenden Trendlinie vom November 2010, deren Wert bei 0,8890 liegt. Diesem Wert kommt zusätzliche Bedeutung bei, da er mit der 68% Fibonacci Rückführung vom November-Hoch in 2010 zum Tief im August übereinstimmt. Der Slow Stochastic auf dem Wochen- und dem Monats-Chart zeigt Aufwärtstendenz, und bei einem Durchbruch hier könnte die Paarung ihren Kursgewinn bis zum Widerstandswert vom Hoch vom 1. April bei 0,8945 ausweiten. Unterstützung findet sich bei 0,8545 und 0,8250.

Die Wild-Card

EUR/JPY

Die EUR/JPY-Paarung fiel auf den niedrigsten Wert seit 10 Jahren während erhöhte Risikovermeidung an den Devisenmärkten den japanischen Yen stärkte. So sich dieser Trend fortsetzt könnte das zusätzliche Händler anziehen. Widerstand findet sich bei 106,25, dem Post-Tsunami-Tief, gefolgt von 112,00 und dem Post-Interventions-Hoch vom 4. August von 114,15. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 23:32 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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