close
| |

Tuesday, 19 Apr 2011

US Untätigkeit in der Finanzkrise veranlasst S&P zum Herabsetzen der Perspektiven

Die Rating Agentur Standard & Poor's änderte gestern ihr Rating für langfristige Kredite der USA von „stabil“ auf „negativ“. Als Grund dafür gaben sie Unentschlossenheit und Untätigkeit auf Seiten der politischen Entscheidungsträger an. Angesicht der festgefahrenen Situation, die sich in den vergangenen zwei Jahren in Washington, D.C. entwickelt hat, wird diese Entscheidung als längst überfällig betrachtet. In dieser Woche werden Investment Portfolios höchstwahrscheinlich angeglichen werden, wovor Marktteilnehmer auf der Hut sein sollten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdowndown
Wochentendenzdowndowndowndownnodown
Resistance1.43051.633083.300.90451.05450.8835
1.42851.631083.100.90251.05250.8815
1.42551.628082.800.89951.04950.8785
Support1.41951.622082.200.89351.04350.8725
1.41651.619081.900.89051.04050.8695
1.41351.617081.700.88851.03850.8675

Wirtschafts News

USD - Herabsetzung der US Perspektiven durch S&P schlägt Wellen

Als Antwort auf das gestrige Herabsetzen des Ratings für langfristige Kredite der USA durch die Rating Agentur S&P's reagierten die Aktienmärkte hektisch, notierten heftige Verkäufe und beruhigten sich erst wieder später am Tag. Der US Dollar musste von seinen jüngsten Kursgewinnen zum Euro und britischen Pfund Sterling Abstriche machen, wobei der EUR bis auf 1,4352 anstiegt, um dann zu Beginn des asiatischen Handels auf seinen derzeitigen Stand von 1,4230 zurückzufallen.

Die Rating Agentur Standard & Poor's änderte gestern ihr Rating für langfristige Kredite der USA von „stabil“ auf „negativ“. Als Grund dafür gaben sie Unentschlossenheit und Untätigkeit auf Seiten der politischen Entscheidungsträger an. Angesicht der festgefahrenen Situation, die sich in den vergangenen zwei Jahren in Washington, D.C. entwickelt hat, wird diese Entscheidung als längst überfällig betrachtet. In dieser Woche werden Investment Portfolios höchstwahrscheinlich angeglichen werden, wovor Marktteilnehmer auf der Hut sein sollten.

Der Kursrückgang des Dollar zum Euro war allerdings weniger auf das Herabsetzen des Ratings zurückzuführen, da die Eurozone weiterhin mit ihren eigenen Schuldenproblemen zu kämpfen hat. Viele Berichte aus Europa drehten sich in jüngster Zeit um die Schuldenlage in Spanien und Portugal, doch neuerdings ist auch Griechenland wieder in den Vordergrund getreten, dessen generelle wirtschaftliche Schwäche und ungeklärte Schuldenlage dringend in Griff zu kriegen ist. Allerdings greift derzeit eine allgemeine Stimmung gegen einen finanziellen Rettungsschirm um sich, was viele Investoren dazu veranlasst sich vom Euro abzuwenden und sichereren Anlagen zuzuwenden.

Heute dürften sich die meisten Händler auf den Handel in Europa konzentrieren, da von dort eine ganze Menge Wirtschaftspublikationen erwartet werden. Allerdings wäre es unklug, wenn Händler die für 13:30 MGZ vorgesehene Bekanntgabe der Berichte über US Baugenehmigungen und Verkäufe von Hausneubauten nicht beachten würden. Diese Immobiliendaten könnten in einer Woche, die von den schlechten S&P's Nachrichten heimgesucht wurde, Aufschluss darüber geben, wie es um die US Investment-Level und die Verbraucherstimmung gestellt ist.

EUR - Der EUR steht und fällt heute mit den Berichten über die inflationären Einkaufmanagerindexe

Während die Rating Agentur Standard & Poor's ihr Rating für langfristige Kredite der USA herabsetzte musste sich die Eurozone mit ihren Sorgen über die Schuldenlage herumschlagen, deren Bereinigung von einigen schon optimistischerweise für Ende der vergangenen Woche vorhergesagt worden war. Griechenland ist wieder in den Vordergrund getreten, dessen generelle wirtschaftliche Schwäche und ungeklärte Schuldenlage dringend in zu bewältigen ist. Auch Spanien und Portugal mit ihrer eigenen Schuldenlage und Arbeitsmarktschwäche bereiten große Sorgen.

Die EUR/USD-Paarung verzeichnete gestern den größten Kursabfall innerhalb eines einzigen Tages seit November, und der Euro notierte Kursrückgänge zu all seinen Haupt-Währungsrivalen. Im Vergleich zur Rating-Herabsetzung in den USA haben die anhaltenden Sorgen über die Schuldenlage in der Eurozone einen sehr viel rückläufigeren Einfluss auf den EUR, als der längst überfällige S&P Bericht auf den USD hatte. So wurde der Euro, trotz anderer weltweiter Ereignisse, ins Minus gedrückt.

Die heutigen Wirtschaftsberichte aus Frankreich, Deutschland und anderen Regionen hinsichtlich ihrer inflationären Einkaufmanagerindexe sollten sich unterstützend auf die Marktbewegungen auswirken. Positive Berichte dürften den EUR wieder in die Aufwärtsbewegung der vergangenen Woche versetzen, wohingegen negative Daten eine Trendumkehr für die 17-Nationen-Währung bewirken werden.

JPY - Der Yen profitiert von Investment-Verlagerungen inmitten weltweiter Schuldensorgen

Der japanische Yen verzeichnete gestern Kursgewinne zu fast all seinen Währungsrivalen, während die Schuldensorgen in den USA und Europa die Stimmung für Risikovermeidung unterstützten. So zogen sich viele Investoren in die Sicherheit physischer Anlagewerte und geringere Erträge erzielender Währungen, wie dem Yen, zurück. Trotz der japanischen Wiederaufbaubemühungen hat die japanische Währung von dem Hin und Her bei Carry Trades erheblich profitieren können, wie auch in den vergangenen Tagen von der plötzlichen Zunahme der Risikovermeidung.

Da sich der heutige Wirtschaftskalender hauptsächlich um die europäischen Einkaufmanagerindexe drehen dürfte, dürften die meisten Händler ihre Portfolios entsprechend der Perspektive der Eurozone und ihrer Schuldenlage ausrichten. Zu häufige Präsenz an den europäischen Märkten könnte sich kurzzeitig als schädlich erweisen, da Risikovermeidung solche Investitionen für Tageshändler unattraktiv erscheinen lässt. Der Yen könnte in dieser Woche aufgrund dieser Marktstimmung erhebliche Gewinne verzeichnen.

Rohöl - OPEC Äußerungen und Risikovermeidung stützen den Rohölpreis über $ 100

Der Rohölpreis erhielt gestern Unterstützung durch Äußerungen des Generalsekretärs der Organisation Erdölproduzierender Länder (OPEC), hinsichtlich der Nachschublage für Rohöl an den Weltmärkten. Der Generalsekretär, Mr. Abdalla el-Badri, sagte, dass die derzeitigen Liefermengen völlig ausreichend seien und mit den OPEC Vereinbarungen und Prognosen übereinstimmen.

Außerdem bemerkte Mr. el-Badri, dass die derzeitige OPEC Fördermenge auf dem Stand von Dezember 2010 sei, da die Organisation in den zurückliegenden Monaten sich nicht genötigt sah, daran etwas zu ändern. Die OPEC habe lediglich in letzter Zeit die Förderquoten anderer Mitglieder etwas angehoben, um die Verluste der libyschen Produktion auszugleichen. Die Gesamt-Förderquote blieb jedoch unverändert.

Nach diesen Äußerungen und der Unruhe an den Aktienmärkten, nach dem Rating-Herabsetzen für die USA durch S&P's, stieg der Rohölpreis gestern auf über $ 110 pro Barrel. Marktangleichungen werden in den nächsten Tagen viele Investoren veranlassen in physische Anlagewerte zu investieren, was den Preis für Rohstoffe wie Rohöl und Gold steigen lassen dürfte. Händler sollten ein Auge auf solche Verlagerungen haben, da Risikovermeidung wahrscheinlich den Rohölpreis weiter über $ 110 wird ansteigen lassen.

Technische News

EUR/USD

Die EUR/USD-Paarung verhielt sich gestern zunehmend rückläufig und steht derzeit beim Wert von 1,4230. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart zeigt, dass diese Paarung heute weiter rückläufig sein dürfte. Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart signalisiert jedoch, dass heute eine zinsbullische Umkehr stattfinden könnte. Erst dann bei dieser Paarung einzusteigen wenn die Zeichen deutlicher sind, scheint für heute eine kluge Entscheidung zu sein.

GBP/USD

Dieses Paar unterliegt bereits seit einer Weile hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart gibt gemischte Signale aus. Auch die Oszillatoren auf dem 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie hierbei auf deutlichere Signale auf der Stunden-Chart.

USD/JPY

Diese Paarung verzeichnete in den vergangenen Tagen erhebliches rückläufiges Verhalten. Die technischen Daten zeigen jedoch, dass sich dieser Trend jederzeit umkehren dürfte. So zeigt beispielsweise der Slow Stochastic auf dem Tages-Chart, dass eine zinsbullische Umkehr bevorsteht. Ein Aufwärtstrend wird auch vom RSI auf dem 8-Stunden-Chart bestätigt. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute auszahlen.

USD/CHF

Der RSI auf dem 4-Stunden-Chart vermittelt unterschiedliche Signale und bewegt sich im neutralen Bereich. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich allerdings bereits im überverkauften bereich, was darauf hindeutet, dass in nächster Zeit eine zinsbullische Korrektur erfolgen dürfte. Bei eng gesetzten Stopps zu kaufen könnte sich heute als richtige Vorgehensweise herausstellen.

Die Wild-Card

Gold

Der Goldpreis stieg vergangene Woche erheblich an und erreichte seinen Höchststand bei $ 1.497 pro Feinunze. Der RSI auf dem Tages-Chart bewegt sich jedoch im überkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass der jüngste Aufwärtstrend an Kraft verliert und dass eine rückläufige Korrektur bevorsteht. Hier könnte sich Forex Händlern eine gute Gelegenheit bieten, sich diesem Trend zu einem sehr frühen Zeitpunkt anzuschließen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:37 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen