| Devisen News Center | | | Devisen News Archiv | | |
|
Monday, 18 Jan 2010
USD-Abwärtstrend unterbrochen - steht zinsbullische Trendwende bevor?
Nach durchgängigen Kursverlusten in der letzten Handelswoche, scheint der USD-Abwärtstrend zum Stillstand gekommen zu sein. Aktuell wertet der USD wieder leicht gegen den EUR auf. Angesichts des überraschenden Kursabfalls für Rohöl, könnten sich für die US-Währung weitere Gewinne ergeben. In dieser Woche werden eine Reihe wichtiger US-Wirtschaftsindikatoren veröffentlicht, die den Kurs des USD voraussichtlich mitbestimmen werden.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.4475 | 1.6410 | 92.15 | 1.0365 | 0.9315 | 0.8920 |
| 1.4440 | 1.6375 | 91.80 | 1.0330 | 0.9280 | 0.8885 | |
| 1.4410 | 1.6345 | 91.45 | 1.0300 | 0.9250 | 0.8855 | |
| Support | 1.4345 | 1.6280 | 90.70 | 1.0235 | 0.9185 | 0.8790 |
| 1.4310 | 1.6250 | 90.40 | 1.0200 | 0.9155 | 0.8760 | |
| 1.4280 | 1.6220 | 90.00 | 1.0170 | 0.9120 | 0.8730 |
Wirtschafts News
USD - Enttäuschende Konjunkturdaten bringen zunächst rückläufige USD-Handelstendenzen
In der vergangenen Woche gab der USD zunächst gegen einen Großteil der Hauptwährungen nach. Um nahezu 200 Punkte rutschte der Dollar gegen den Yen ab. Zum Pfund Sterling ergaben sich ähnliche Entwicklungen. Zum EUR wurden überwiegend Kursverluste beobachtet. Kurz vor dem Wochenende jedoch konnte die US-Währung hier einige Kursverluste wieder gutmachen.
Der Dollar-Abschwung zu Wochenbeginn war das Ergebnis enttäuschender US-Konjunkturdaten. Die US-Handelsbilanz gab ein größeres Defizit im Monat November aus als von Experten erwartet, was überwiegend auf die Ölimporte zurückgeführt wurde. Die Import-Ausgaben waren hier höher als die Export-Einnahmen. Investoren deuteten das Ergebnis als Warnsignal für eine noch schwache US-Wirtschaft. Folglich begann der USD in seinem Kurs an Wert zu verlieren. Des Weiteren wurde in der letzten Woche der Gesamtumsatz des US-Einzelhandels veröffentlicht, der im Vergleich zum Vormonat um 0,3% zurückgegangen ist. Die Prognosen der Analysten beliefen sich auf eine Steigerung um 0,4%. Die Marktteilnehmer kamen ins Zweifeln - erholt sich die US-Wirtschaft doch langsamer als bislang angenommen. Insgesamt schien der US-Dollar in den vergangenen Handelstagen anfälliger als üblich, so dass negative Konjunkturdaten noch stärker auf die US-Währung wirkten.
Auch in dieser Woche stehen wieder wichtige Indizes auf der US-Agenda. USD-Anleger sollten den Bericht zu den TIC-Langzeit-Anschaffungen am Dienstag, die US-Baubeginne/-genehmigungen und die US-Erzeugerpreise am Mittwoch sowie die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe am Donnerstag gut im Auge behalten.
EUR - EZB-Leitzins bleibt auf rekordniedrigem Niveau - EUR-Kurs fällt
In der vergangenen Handelswoche verzeichnete der EUR gegenüber jeder Hauptwährung Kursverluste. Die Woche begann bei Aufwärtstendenzen zum USD, jedoch setzte im weiteren Wochenverlauf eine Trendwende ein und der EUR gab nach. Auch zum japanischen Yen rutschte der EUR um 300 Punkte, zum Pfund Sterling um 200 Punkte ab.
Hauptursache für diese Entwicklung war der Entschluss der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins in der Eurozone unverändert bei 1,00% zu belassen. Ganz deutlich wird dies beim Kurspaar EUR/USD. Bis zur Veröffentlichung des EZB-Mindestbietungssatz am Donnerstag, wertete der EUR gegen den USD auf. Sobald bekannt wurde, dass der Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems bei 1,00% verbleibt, ergab sich für EUR/USD ein rückläufiger Trend. Das Paar notierte bei 1,4335 von zuvor 1,4515. Anleger, die, insbesondere aufgrund jüngst viel versprechender Konjunkturdaten aus Deutschland, auf eine Anhebung der Zinsraten gehofft hatten, schlossen ihre EUR/USD Long-Positionen. Bis zum Wochenende notierte der EUR gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen leichter.
In dieser Wirtschaftswoche scheinen den wichtigsten Indikator aus der Eurozone Deutschlands ZEW-Konjunkturerwartungen am Dienstag zu bilden. Die Einschätzungen stützt das ZEW auf eine Umfrage unter rund 350 Analysten und institutionellen Anlegern, die die konjunkturellen Aussichten für die nächsten sechs Monate in Deutschland einschätzen. Ein erneutes Ergebnis über der Marke von 50,0 kann den EUR wieder stützen.
JPY - Yen-Kurs steigt, da EUR und USD nachgeben
Für den JPY ergab sich in der vergangenen Woche ein extrem zinsbullischer Handel. Dabei wertete Japans Währung um nahezu 200 Punkte gegen den USD und über 300 Punkte gegen den EUR auf. Auch zum Pfund Sterling schloss der Yen fester.
Dieser Kursanstieg ließ sich auf zwei Hauptursachen zurückführen. Zum einen stützen verhältnismäßig positive japanische Konjunkturdaten die Inselstaatwährung. Besonders deutlich wurde dies beim Ergebnis zur Leistungsbilanz, die im November den Wert des Vorjahresmonats um 76,9% übertraf. Da Japans Wirtschaft sich im großen Maße auf ihre Exportaktivität stützt, kam das äußerst positive Ergebnis einer Yen-Kurssteigerung gleich. Als weitere Ursache für den zinsbullischen Yen-Trend stellten sich die Abwärtstendenzen der Hauptgegenwährungen heraus. Während USD und EUR in der vergangenen Woche gegenüber so einigen Hauptwährungen Kursverluste verzeichneten, profitierte Japans Yen von den Marktbewegungen.
In dieser Woche werden mehrere bedeutende Konjunktur-Indikatoren aus Japan erwartet. Das Hauptaugenmerk von JPY-Händlern sollte sich dabei auf den Bericht zum Tertiary Industry Activity richten, der den monatlichen Gesamtwert der von japanischen Firmen erworbenen Dienstleistungen darstellt. Ein positiver Indexstand würde auf eine Expansion der wirtschaftlichen Tätigkeit deuten und dem Yen neuen Auftrieb geben.
Rohöl - Rohöl fällt unter $78 pro Barrel
Der Abwärtstrend der Ölpreise setzte sich auch in der vergangenen Handelswoche fort. Das Barrel Rohöl wurde zu Wochenbeginn bei $84 gehandelt. Am Freitag gab der Rohstoff-Kurs drastisch nach und notiert nun aktuell bei $77,80 pro Barrel.
Anleger sollten nicht vergessen, dass sich der Energieverbrauch in den USA, der weltweit größten Energie konsumierenden Nation, im Zuge der Finanzkrise drastisch reduziert hat. In den letzten Wochen stieg die Nachfrage aufgrund der kalten Witterungsverhältnisse jedoch merklich. Bei einem Preis von $84 pro Barrel hatten die Ölpreise hingegen ihr vorerst höchstes Niveau erreicht, die Lagerbestände überstiegen folgend die Nachfrage und ein Wertabfall für Rohöl war unvermeidlich. Ferner galten die Kursgewinne des USD gegen den EUR zum Wochenende als Haupttriebfeder für die rückläufigen Tendenzen an den Ölmärkten. Da Rohöl in USD bepreist wird, fällt der Preis des Rohstoffs in der Regel angesichts eines starken Dollar-Kurses.
Rohstoff-Händler sollten in der anstehenden Woche Fundamentaldaten aus den USA und der Eurozone aufmerksam verfolgen, da diese großen Einfluss auf den Ölkurs nehmen können. Darüber hinaus ist der Bericht der US-Rohöllagerbestände, in dieser Woche am Donnerstag, von großer Bedeutung, der sich oftmals unmittelbar auf den Rohölhandel auswirkt.
Technische News
EUR/USD
Möglicherweise ergibt sich für dieses Paar heute eine Trendwende zu den jüngsten Abwärtstendenzen. Auf der 4-Stunden-Chart ist zu erkennen, dass sich der RSI im „überkauften“ Bereich befindet. Der 8-Stunden- und Tages-Slow Stochastic gibt ein sich bildendes zinsbullisches Cross an. Darüber hinaus nähert sich der RSI auf der 8-Stunden-Chart ebenfalls dem „überkauften“ Bereich. Bei EUR/USD könnte es heute von Vorteil sein, auf steigende Kurse zu setzen.
GBP/USD
Für dieses Paar könnten sich heute rückläufige Tendenzen ergeben. Auf der Stunden- und 8-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Auf der Stunden- und Tages-Chart gibt der Slow Stochastic ein neues rückläufiges Cross aus. Auf fallende Kurse zu setzten, könnte sich heute bei GBP/USD auszahlen.
USD/JPY
Auf der Tages- und 8-Stunden-Chart zeigt der Slow Stochastic ein zinsbullisches Cross an. Auf der 4-Stunden- und 8-Stunden-Chart schwankt der RSI im „überkauften“ Bereich. Kaufen könnte hier eine gute Wahl sein.
USD/CHF
Für dieses Paar könnte sich heute eine Kurskorrektur nach unten ergeben. Auf der 4-Stunden- und 8-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht. Auf der 8-Stunden-Chart gibt der Slow Stochastic ein neues rückläufiges Cross aus. Auf fallende Kurse zu setzten, könnte bei USD/CHF heute die richtige Entscheidung sein.
Die Wild-Card
GBP/NZD
Auf der Stunden-, 4-Stunden- und 8-Stunden-Chart bewegt sich der RSI auf den „überkauften“ Bereich zu. Der Slow Stochastic der Tages- und 8-Stunden-Chart lässt ein rückläufiges Cross erkennen. Außerdem gibt der MACD auf der Stunden- und 2-Stunden-Chart ein sich ankündigendes rückläufiges Cross aus.
Forex -Anleger könnten bei GBP/NZD heute auf fallende Kurse setzen und daraus Profit schlagen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 05/28 | ||||||||
| 00:30 | JPY | Household Spending | 3.4% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | JPY | Unemployment Rate | 4.5% | - | - | ![]() | ||
| 00:50 | JPY | Retail Sales | 10.3% | - | - | ![]() | ||
| 05/29 | ||||||||
| 07:00 | CHF | UBS Consumption Indicator | 1.22 | - | - | ![]() | ||
| 07:00 | EUR | German Import Prices | 0.7% | - | - | ![]() | ||
| 11:00 | GBP | CBI Realized Sales | -6 | - | - | ![]() | ||




Events zum Google Kalender hinzufügen
Alles markieren
Markierung aufheben
Drucken
Household Spending







