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Thursday, 13 Aug 2009

USD-Rückschlag könnte Handelsverlauf vor heutigen Einzelhandelsumsätzen verändern

Nach der gestrigen Stellungnahme der US-Notenbank zum Leitzins, ergab sich für den USD ein leichter Rückschlag. Die amerikanische Währung erwartet jedoch bereits ihr Comeback. Mit der Eröffnung der US-Märkte heute um 12:30 Uhr, mitteleuropäischer Zeit, können Händler einen Blick auf die US-Einzelhandelsumsätze sowie die Arbeitslosenanträge der Woche werfen. Beide Indikatoren sollten eine Fortsetzung des Konjunkturaufschwungs in den Vereinigten Staaten verdeutlichen und den USD somit unterstützen, seine Kursverluste von gestern wieder auszugleichen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupupnoupdown
Wochentendenzupdowndowndownnoup
Resistance1.43001.660096.951.08550.84500.8690
1.42751.657596.701.08250.84250.8660
1.42501.655096.351.08000.84000.8630
Support1.41901.650095.851.07300.83400.8575
1.41601.647595.551.07000.83150.8545
1.41351.645095.301.06750.82850.8515

Wirtschafts News

USD - USD verliert nach US-Notenbank-Stellungnahme auf breiter Front - nicht jedoch gegenüber JPY

Der US-Dollar glich am Mittwoch entstandene Verluste gegenüber den Hauptwährungen wieder aus, nachdem die US-Notenbank ihren Leitzins unverändert, nahe null Prozent, beließ. In den ersten 20 Minuten nach Bekanntgabe der Fed, legte der Dollar dabei gegenüber dem EUR zu. Die Notenbank erwarte auf die Dauer eine niedrige Inflation, hieß es. Optimismus macht sich unter Vorbehalt unter den Notenbankern breit, die eine Stabilisierung der Verbraucherausgaben und eine Verbesserung der Finanzierungsbedingungen betonten. Insgesamt setzte der USD jedoch einige Abwärtstendenzen fort, nachdem die Aktienkurse an der Börse stiegen.

Zum Yen machte der US-Dollar deutlich an Boden gut. Die US-Notenbank Federal Reserve sprach in ihrer Erklärung von sich verstärkenden Anzeichen einer Erholung der US-Konjunktur. Anleger kehrten zu Rohstoff gebundenen Anlagen zurück. Die US-Zentralbank verkündigte des Weiteren, einen Teil ihres Programms zur Wirtschaftsankurbelung bis Oktober sukzessive zu beenden. Hierbei geht es um den 300 Mrd. Dollar Aufkauf von US-Schatzbriefen, mit dem die Hypothekenzinsen und Verbraucherkredite gedrückt werden sollen.

Zwar sprechen viele Indikatoren für ein schnelles Wirtschaftswachstum, die Kaufstimmung der US-Bürger und die anhaltende Arbeitslosigkeit dämpfen jedoch nach wie vor die Konjunkturaussichten. Fachleute rechnen zum 3. Quartal wieder mit einem Wachstum für die US-Wirtschaft. Anleger sollten ihr Augenmerk heute auf die Einzelhandelsumsätze sowie die Arbeitslosenanträge der Woche richten. Sollten die Umsätze, wie prognostiziert, einen weiteren Anstieg verzeichnen, könnte der USD im Laufe des Handelstages einen zinsbullischen Trend einschlagen.

EUR - Pfund Sterling bleibt unter Abwärtsdruck

Die europäische Währung verzeichnete zum dritten Tag in Folge Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar, nachdem das Statistische Bundesamt der Europäischen Union in Luxemburg die Ergebnisse des BIP des 2. Quartals veröffentlichten. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der 16-Nationen-Eurozone schrumpfte nach einem BIP-Rückgang von 2,5% im 1. Quartal um weitere 0,5% und entsprach damit den Prognosen der Experten.

Insgesamt stieg der EUR in seinem Kurs gegenüber 13 der 16 Hauptwährungen. Diese Entwicklung ergibt sich noch vor dem heutigen US-Bericht zu den Einzelhandelsumsätzen. Sollten diese zum dritten Mal in Folge steigen, könnten sich Anleger wieder verstärkt für gewinnträchtige und risikoreiche Investitionen interessieren.

Für das Britische Pfund ergaben sich gestern im Vorfeld des Quartalsberichts zur Inflation der Bank of England (BoE) wieder Kursverluste. Nachdem die BoE erklärte, dass das Inflationsziel aufgrund einer sehr langsamen Konjunkturerholung möglicherweise nicht erreicht wurde, rutschte das Pfund deutlich gegenüber dem USD ab. Analysten zufolge würde dies bedeuten, dass die Zinsrate der Zentralbank zunächst weiterhin auf ihrem Tiefstand belassen werde und von einer Anhebung abzusehen sei.

Auch zum japanischen Yen ergab sich für Großbritanniens Währung ein Abwärtstrend. BoE-Chef Mervyn King teilte mit, das Englands Zentralbank vermutlich eine Inflation von etwas unter zwei Prozent auf Sicht von ein bis zwei Jahren projiziere.

JPY - Yen fällt aufgrund nachlassendem Bedarf an Safe-Haven-Währungen

Der Yen verzeichnete zum zweiten Tag in Folge Kursverluste gegenüber dem EUR. Diese Entwicklung ergab sich als Reaktion auf die Aussage der Notenbank Japans, nach der die wirtschaftliche Aktivität die Talsohle erreicht hätte. Demnach rutschte der Yen zu Handelsschluss an der Börse in Tokio gegenüber dem US-Dollar von 95,51 auf 96,23 ab. Die schwache Landeswährung steigert bei Rückführung den Wert der Auslandsumsätze japanischer Unternehmen.

Darüber hinaus ergab sich gestern angesichts der Anzeichen eines Abklingens der globalen Rezession ein Anstieg von US-Aktien am asiatischen Börsenmarkt. Händler investierten in gewinnträchtige Anlagen. Größte Aufmerksamkeit in der Region wird heute voraussichtlich dem Neuseeländischen Dollar (NZD) geschenkt. Hier erwartet die Marktteilnehmer ebenfalls einen Bericht der Einzelhandelsumsätze. Der NZD markierte jüngst zinsbullische Tendenzen. Sollten die Zahlen des Einzelhandels die Prognosen enttäuschen, könnte sich eine Trendwende einstellen.

Rohöl - Rohöl wieder über bei $70 pro Barrel

Am Mittwochabend schloss der Ölpreis fester, nachdem sich die Aktien an der Wall Street leicht erholten und der US-Dollar schwächelte. Zuvor verdeutlichte der Bericht der US-Öllagerbestände einen Anstieg, der über den Erwartungen lag. Trotz des bärischen Trends, wird Rohöl nach wie vor vom verhältnismäßig schwachen US-Dollar sowie positiven Entwicklungen an den Aktienmärkten gestützt. Investoren ließen sich demnach nur wenig von den Ergebnissen des Lagerberichts beeindrucken. Die US-amerikanische Behörde Energy Information Administration (EIA) teilte gestern mit, dass die Rohöllagerbestände in der Woche bis zum 7. August um 2,5 Mio. Barrel angestiegen sind. Damit lag das Ergebnis weit über den Erwartungen der Experten.

Anschließend mäßigten sich die Kursgewinne für Öl, nachdem die US-Notenbank in ihrer gestrigen Erklärung bekannt gab, dass sich die US-Wirtschaft stabilisiere und der Aufkauf von US-Schatzbriefen zur Ankurbelung der Konjunktur noch bis Oktober fortgesetzt werde. Angesichts der sich verbessernden Wirtschaftslage hat die Internationale Energie-Agentur (IEA) ihre Prognose für die Ölnachfrage in diesem Jahr erhöht. Demnach soll im laufenden Jahr der Bedarf an Öl bei 85,25 Mio. Barrel pro Tag liegen. Für das nächste Jahr wurden 70.000 Barrel mehr als zuvor geschätzt angesetzt.

Technische News

EUR/USD

Auf der 4-Stunden-Chart scheint sich ein bärisches Cross des Slow Stochastic zu bilden, während der RSI der 4-Stunden-Chart gerade den „überkauften“ Bereich erreicht. Hier könnte sich im Laufe des Handelstages eine abwärts gerichtete Preiskorrektur ergeben. Der MACD der Stunden-Chart stützt diese Tendenz mit einem eigenen bärischen Cross. Verkaufen könnte heute die richtige Strategie sein.

GBP/USD

Die Kurzzeit-Oszillatoren ebnen ab und geben neutrale Zeichen aus. Jedoch markiert ein deutlich zinsbullisches Cross des MACD auf der 4-Stunden-Chart sowie der Slow Stochastic der Tages-Chart, dass sich mittel- und langfristig eine aufwärts gerichtete Preiskorrektur für dieses Paar ergeben könnte. Eine gute Strategie lauten hier eventuell: Warten Sie die Aufwärtsbewegung ab und setzen Sie dann auf steigende Kurse.

USD/JPY

Ein zinsbullisches Cross des MACD der Stunden-Chart hat sich aktuell gebildet und signalisiert, dass schon bald einen rascher Aufwärtstrend zu beobachten sein wird. Die Langzeit-Indikatoren dieses Paares deuten jedoch auf Abwärtstendenzen hin. USD/JPY könnte in konsolidierenden Handelsmustern mit einem Richtpreis bei 95,75 gehandelt werden, bevor sich ein volatiler Sprung ergibt. Eine gute Entscheidung könnte sein, den Durchbruch abzuwarten, um im Anschluss beim neuen Kurstrend einzusteigen.

USD/CHF


Der Preis dieses Währungspaares scheint gerade den „überkauften“ Bereich des RSI auf der 4-Stunden-Chart erreicht zu haben. Dabei ist der Indikator nach wie vor abwärts gerichtet, was bedeuten könnte, dass die Abwärtskorrektur noch nicht zum Ende gekommen ist. Auch das rückläufige Cross des MACD der 4-Stunden-Chart bestätigt diese Tendenz. Eine gute Wahl könnte heute sein: weiterhin auf fallende Kurse setzen.

Die Wild-Card

NZD/USD

Dieses Paar bewegte sich in den vergangenen Monaten in einer anhaltend zinsbullischen Handelsspanne ohne jegliche Anzeichen einer Unterbrechung. Dennoch lassen die Tages- und Wochen-Charts erkennen, dass sich das Kurspaar bereits im „überkauften“ Bereich der entsprechenden RSI bewegt. Des weiteren hat sich mittlerweile ein bärisches Cross des Slow Stochastic auf der Wochen-Chart gebildet, was bedeuten könnte, dass diesem Paar eine starke Abwärtsbewegung bevorsteht, die Forex -Anlegern gute Möglichkeiten bietet, auf eine baldige Trendwende zu setzen, um beim bevorstehenden Abwärtstrend hohe Profite zu erzielen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:43 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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