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Thursday, 8 Apr 2010

USD-Trend im Vorfeld der US-Arbeitslosenerstanträge

Heute richten Anleger ihr Augenmerk auf den Bericht zu den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe. Dieser Indikator löst bei den Hauptwährungspaaren und auf den Märkten stets hohe Volatilität aus. Anlegern könnten sich im Anschluss an die Veröffentlichung um 14:30 Uhr gute Handelsgelegenheiten bieten.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownnodownupupdown
Wochentendenzdownupdownupupdown
Resistance1.34281.531294.101.08360.93650.8682
1.33981.528293.801.08060.93350.8712
1.33681.525293.501.07760.93050.8782
Support1.32981.519092.901.07170.92450.8722
1.32681.516092.601.06870.92150.8692
1.32381.513092.301.06570.91850.8662

Wirtschafts News

USD - Dollar-Aufwärtstrend hält an

Der USD wertete am Mittwoch zum wiederholten Male gegen den EUR auf, während anhaltende Sorgen über die Schuldenkrise in Griechenland und die schwache Konjunkturlage im Euroraum Investoren dazu veranlasste, sich an US-Dollar und japanischem Yen als sichere Häfen zu orientieren. Darüber hinaus ergeben sich USD-Verkäufe unlängst aufgrund eines wachsenden Optimismus in Bezug auf die US-Wirtschaftslage. Der USD schloss gegen den EUR gestern mit +60 Punkten bei 1,3340.

Während sich der USD-Aufwärtstrend unaufhaltsam fortsetzt, schlossen die US-Börsen am Mittwoch im Minus. Händler zeigten sich am gestrigen Handelstag insgesamt verunsichert. Die Nachfrage nach dem USD als Safe-Haven-Währung erhöhte sich, da Investoren mittlerweile fürchten, dass nach Griechenland weitere wirtschaftlich schwache Euro-Länder wie beispielsweise Portugal tiefer in die Schuldenkrise geraten könnten.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer heute die US-Daten zu den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe, die voraussichtlich großen Einfluss auf die US-amerikanische Währung nehmen werden. Die Ergebnisse könnten überraschend ausfallen, während unklar bleibt, welche Richtung der Dollar einschlagen wird. Viele Anleger bleiben in Bezug auf die heutigen Marktreaktionen unsicher. Sollte das Ergebnis enttäuschen, könnte sich erneute Risikoaversion einstellen, die den Ankauf von US-Bundesanleihen antreibt und letzten Endes dem US-Dollar neuen Aufschwung verleiht. Ein Resultat, das die Prognosen der Experten übertrifft, könnte wiederum als Zeichen relativer wirtschaftlicher Stärke der USA gedeutet werden und dem Dollar ebenfalls Auftrieb geben. Andererseits kann sich die Risikobereitschaft unter den Investoren steigern und somit Rohstoff-Anlagen sowie gewinnträchtige Währungen stützen, die Abwärtsdruck für die US-amerikanische Währung bedeuten.

EUR - EUR verliert vor Leitzinssatz-Bekanntgabe an Schwung

Der EUR wertete am Mittwoch gegen einen Großteil der Hauptwährungen ab, während in der Eurozone die Spannung wächst. Durch Spekulationsgeschäfte ist die Zinsdifferenz zwischen Deutschland und Griechenland mittlerweile so groß, wie letztmalig im Jahre 1999. Zu Handelsschluss gestern rutschte der EUR gegen den USD wieder ab und drückte das beliebte Währungspaar bis auf 1,3340. Für die 16-Nationen-Währung konnten ähnliche Entwicklungen gegenüber dem GBP beobachtet werden, der hier bei 0,8750 schloss.

Sorgen um die Haushaltslage in Griechenland aber auch weiteren EU-Mitgliedsstaaten haben den Kurs des Euro seit Jahresbeginn um nahezu 9% gedrückt. Im Januar notierte die Einheitswährung noch bei $1,4580. Die Anlegerstimmung wurde am Mittwoch erneut gedämpft, nachdem griechische Banken um eine Freigabe von weiteren 17 Mrd. EUR gebeten haben und damit die Probleme der griechischen Wirtschaft, deren Aktivität in diesem Jahr voraussichtlich um 2% schrumpfen wird, unterstreichen.
Wichtige Indikatoren aus dem Euroraum heute: 12:00 Uhr BMWi - Produktion im produzierenden Gewerbe, Monat Februar und 13:45 Uhr EZB - Ergebnis der Ratssitzung, Hauptrefinanzierungssatz. EUR-Anleger sollten ihr Augenmerk heute insbesondere auf diese Veröffentlichungen richten. Sollten die Ergebnisse die Erwartungen übertreffen, könnte dies den EUR kurzfristig in die Höhe treiben. Darüber hinaus ist die für 14:30 Uhr anberaumte PK nach der Ratssitzung nicht außer Acht zu lassen. Diese nimmt in der Regel Einfluss auf die Kursschwankungen des EUR. Anleger sollten daher aufmerksam bleiben, da sich voraussichtlich heute die EUR-Tendenzen bis zum Ende der Handelswoche bestimmen lassen.

JPY - Yen mit großen Gewinnen gegen EUR

Der japanische Yen verzeichnete gestern überwiegend Kursgewinne gegen die Hauptwährungen und bewies damit, dass Japans Währung für den Augenblick stabil ist und Anleger sich hier auf konstante Gewinne verlassen können. Dabei weitete der Yen seine Kursgewinne zum EUR am Mittwoch auf über 124,60 aus, nachdem viele Investoren ihre EUR-Anlagen verkauften. Der JPY verzeichnete ebenfalls zinsbullische Tendenzen gegenüber dem USD und schloss hier bei 93,40.
Händler sind über den jüngsten JPY-Kursanstieg besorgt, da dieser die Wettbewerbsfähigkeit japanischer Produkte im Ausland mindert und somit dem Verkaufswert schadet. Die zuvor erreichten kontinuierlichen Kursgewinne gegenüber dem US-Dollar, lassen sich im Grunde auf die Rückführung von Einnahmen in Übersee durch japanische Unternehmen in die regionale Wirtschaft zurückführen. Nutznießer dieser Marktentwicklungen ist erwiesenermaßen der JPY. In Asien wird darauf verwiesen, dass Investoren sowohl Dollar wie auch Euro gegenüber der heimischen Währung verkauften.

Rohöl - Ölpreis fällt um 1,1% nach US-Lagerbestandsdaten

Der Ölpreis fiel zum ersten Mal in sieben Tagen, nachdem das Departement of Energy in den USA am Mittwoch einen Anstieg der Lagerbestände an Rohöl meldete. Diese seien in der Woche zum 2. April im Vergleich zur Vorwoche um 1,976 Mio. Barrel auf 356,165 Mio. Barrel unerwartet kräftig gestiegen, während sich die Rohölimporte um 0,501 Mio. Barrel pro Tag auf 9,561 Mio. erhöhten. Somit notierte US-Rohöl im New Yorker Börsenhandel gestern mit -$1 pro Barrel, bzw. -1,1% bei $85,55.
Das letzte Rekordhoch für Rohölvorräte wurde mit 357,7 Mio. Barrel am 12. Juni 2009 ausgegeben. Ferner wertete der Ölpreis angesichts der anhaltenden USD-Kursgewinne gegen den EUR ab. Ein starker US-Dollar dämpft den Anreiz von Rohstoff-Anlagen.
Heute sollten Anleger ihr Augenmerk auf den Bericht der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe richten, der stets seinen Einfluss auf die Ölpreise, insbesondere kurzfristig gesehen, nimmt.

Technische News

EUR/USD

Dieses Paar setzt seinen Abwärtstrend fort und auf der Tages-Chart sind Anzeichen eines sich verstärkenden Abwärtstrends zu erkennen. Der ADX 14 der Tages-Chart ist über 25 gestiegen und ist deutlich höher geneigt, was die Stärke des Trends herausstellt. Dies wird vom ADX 14 der Wochen-Chart bestätigt, der über 40 handelt und den aktuellen Marktpreistrend stützt. Händler sollten sich Handelsstrategien zunutze machen, die für den gegenwärtigen Trend zweckmäßig sind und dem Handelsumfeld entsprechen.

GBP/USD

Das jüngste Consolidation Pattern des Währungspaares GBP/USD scheint sich abzuschwächen. Auf der Tages-Chart wird ein abwärts gerichteter MACD deutlich. Die bisherigen Preistendenzen nehmen ab. Der RSI der Wochen-Chart hat seine Trendlinie durchbrochen und ist stark abwärts gerichtet. Für Händler könnte es sich heute auszahlen, bei einem Richtpreis um die 1,5130-Unterstützungsmarke auf fallende Kurse zu setzen.

USD/JPY

Nachdem die Widerstandsmarke bei 95,00 nicht überwunden wurde, hat das Paar kontinuierlich bis zur Unterstützungsmarke von 93,20 abgewertet. Auf der Tages-Chart ist ein abwärts tendierendes MACD-Histogramm zu erkennen. Da sich ein rückläufiges Cross zu formen scheint, ist es nicht unwahrscheinlich, dass sich der Abwärtstrend für USD/JPY fortsetzt. Der 14-Tages RSI befindet sich zwar mittlerweile unterhalb der 70-Linie, Händler könnten jedoch die sich ankündigende Abwärtsbewegung vorsichtshalber abwarten und sich gedulden, bis der RSI seine aufwärts geneigte Trendlinie überwindet. Für Händler könnte es hier von Vorteil sein, bei einem Richtpreis um die 92,15-Unterstützungsmarke auf fallende Kurse zu setzen.

USD/CHF

Das Paar hat seine kurzfristige Widerstandsmarke bei 1,0750 gestern durchbrochen und handelt nun nahe dieses Niveaus. Die nächste Widerstandsmarke könnten Händler bei 1,0800 ansetzen. Der Slow Stochastic-Oszillators der Tages-Chart gibt inzwischen ein bärisches Cross aus und bestätigt eine mögliche rückläufige Preisbewegung in naher Zukunft.

Die Wild-Card

S&P 500

Nach den umfassenden 0,6%-Verkäufen gestern, bietet sich jetzt bei deutlichen Aufwärtstendenzen eine gute Gelegenheit auf steigende Kurse zu setzten. Der Index hat seit Anfang Februar einen starken Aufwärtstrend eingeschlagen. Dies wird durch die Preisbewegungen im oberen Bereich der Bollinger Bands auf der Tages-Chart bestätigt. Für Forex -Händler könnte es sich lohnen, bei der 1184,90-Widerstandsmarke der 4-Stunden-Chart als Richtpreis auf steigende Kurse zu setzen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:44 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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