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Friday, 15 Jan 2010

USD aufgrund negativer US-Konjunkturdaten weiterhin schwach

Am Donnerstag enttäuschten eine Reihe von US-Konjunkturdaten die Marktteilnehmer und brachten den USD deutlich unter Druck. Heute werden zwei weitere US-Indikatoren veröffentlicht, die Einfluss auf den USD nehmen können. Dabei handelt es sich um die US-Verbraucherpreise für Dezember sowie den Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan in der ersten Umfrage. Können diese Indizes die US-Währung stützen?

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupdownupdowndownup
Wochentendenznoupnoupnoup
Resistance1.45201.643092.101.03300.93650.8925
1.44851.640091.751.03000.93300.8890
1.44551.636591.401.02700.93000.8860
Support1.43901.630090.801.02000.92400.8800
1.43601.627090.501.01700.92000.8765
1.43201.623590.151.01400.91700.8730

Wirtschafts News

USD - USD-Kurs weiter unten nach Einzelhandelsumsätzen

Nach deutlichen Kursverlusten am Donnerstag gegen einen Großteil der Hauptwährungen, startet der USD in den heutigen Handelstag nach wie vor schwach. Der enttäuschende Bericht zu den US-Einzelhandelsumsätzen brachte den Dollar gestern stark unter Druck. Zum Australischen Dollar rutschte die US-Währung bis auf ein Rekordtief der letzten zwei Monate ab, zum Kanadischen Dollar sogar bis auf ein 3-Monatstief. Der Hoffnung der Marktteilnehmer auf eine baldige Anhebung der US-Leitzinsraten durch die US-Notenbank Federal Reserve wurde schlagartig ein Ende gesetzt.

Händler sollten ihr Augenmerk heute auf die US-Verbraucherpreise für Dezember sowie den Index der Verbraucherstimmung der Universität Michigan (1. Umfrage) richten. Diese werden um 14:00 Uhr, bzw. 15:55 Uhr veröffentlicht und voraussichtlich Marktvolatilität auslösen, da beide Indizes als wichtige Schlüsselindikatoren für die Konjunkturlage in den USA gelten. Beide Berichte bieten einen Einblick in die Zukunft und Hinweise auf eine mögliche Veränderung des US-Zinsentscheids.

Analysten zufolge werden sich die Ergebnisse der Indikatoren im Vergleich zur Vormessung kaum verändern. Händler sollten ihre Augen jedoch offen halten. Steigen die Verbraucherpreise um über 0,1% an, könnte der USD möglicherweise Boden gegen EUR und Pfund Sterling gut machen. Gleiches gilt für den Fall, dass der Index der Verbraucherstimmung mit über 73 Punkten ausgewiesen wird. Sollten die Ergebnisse jedoch enttäuschen, kann sich der jüngste USD-Abwärtstrend fortsetzen.

EUR - Trichet-Äußerungen belasten EUR

Der EUR schloss im gestrigen Handel gegen den US-Dollar leichter, nachdem EZB-Chef Trichet gestern erklärte, dass er einen starken US-Dollar für wichtig halte. Aktuell handelt das Paar EUR/USD um 1,4428, nachdem es noch Stunden zuvor bei 1,4500 notierte. Dennoch erwarten die Marktteilnehmer heute keine großen USD-Kursbewegungen nach dem enttäuschenden Bericht zum US-Einzelhandel am Donnerstag.

Die Europäische Zentralbank EZB hatte ihren Leitzins wie von den Marktakteuren erwartet unverändert bei 1,00% belassen. Dieser wird angesichts mäßiger Inflations- und ungleichen Wachstumsraten innerhalb der Eurozonen-Wirtschaft voraussichtlich noch eine ganze Weile niedrig bleiben.

Heute richten Anleger ihre Aufmerksamkeit auf den Bericht zu den US-Verbraucherpreisen für den Monat Dezember. Sollte das Ergebnis die Prognosen der Experten enttäuschen, könnte der EUR im Nachmittagshandel neue Unterstützung finden. Um 11:00 Uhr gibt die Eurozone ebenfalls ihre Verbraucherpreise für den vergangenen Monat aus. Positive Zahlen lassen die Gemeinschaftswährung womöglich gegen die übrigen Hauptwährungen aufwerten.

JPY - Yen kann Kursgewinne nach verschärfter Währungspolitik in China halten

Am Markt kehren viele Investoren Risikowährungen aktuell den Rücken. Dabei erfährt der JPY grundlegende Unterstützung gegen so manche Hauptwährungen. Chinas Entscheidung zur Straffung der expansiven Geldpolitik im Land brachte dem Safe-Haven-Yen in dieser Woche Kursgewinne ein. Nach dem Japans Währung am Donnerstag bis auf 131,11 zum EUR aufwertete, handelt das Kurspaar EUR/JPY nun um 131,45.

Der Yen steht auch am Freitag wieder unter dem Einfluss der US-Konjunktur. Sollten die für heute erwarteten US-Indizes den Prognosen entsprechend ausfallen, könnte der Yen seinen Aufwärtstrend zum Wochenende hin fortsetzen. Experten gehen davon aus, dass die US-Regierung ihre Leitzinssätze vorerst nicht anheben wird. In diesem Fall werden sich die Anleger voraussichtlich noch eine Weile am Yen als Quelle der Geldwertstabilität am Devisenmarkt orientieren.

Rohöl - US-Daten drücken Rohölpreise

Die gestrigen US-Einzelhandelsdaten brachten auch die Ölpreise unter Druck. Diese fielen im Tagesverlauf bis unter die Marke von $80,00 pro Barrel. Darüber hinaus tragen auch die jüngsten US-Arbeitsmarktdaten zu einer rückläufigen Energienachfrage in den USA bei.

Marktbeobachter gehen davon aus, dass die hohen US-Lagerbestände und der schwache Energiebedarf die Preise vorübergehend im Zaum halten werden. Für die nahe Zukunft gehen viele Analysten von einem geringfügigen Wirtschaftswachstum in den USA aus. Sobald sich die Fundamentaldaten aus den Staaten verbessern, könnte auch die Energienachfrage in Übersee steigen.

Technische News

EUR/USD

Die gestrige Kurskorrektur auf das Preisniveau bei 1,4405 hat EUR/USD womöglich in den „überkauften“ Bereich gedrückt. Die Tages-Chart zeigt, dass das Paar derzeit direkt unterhalb des 10-Tages Moving-Average handelt. Eine Überwindung der Durchschnittslinie könnte weitere Aufwärtstendenzen auslösen. Händler können diesen Durchbruch abwarten und anschließend bei einer nächsten Widerstandsmarke um 1,4550 auf fallende Kurse setzen.

GBP/USD

Auf der Tages-Chart bestätigt der MACD die stark zinsbullische Kurskorrektur, die für GBP/USD seit vergangener Woche zu beobachten ist. Eine kurzfristige Korrektur trägt weiterhin Potential in sich, während sich der Preis der abwärts gerichteten Langzeit-Trendlinie der bedeutenden Widerstandsmarke bei 1,6410 nähert. Händler sollten sich den aktuellen Kurs zu Nutze machen. Eine gute Strategie könnte außerdem lauten: Platzieren Sie bei diesem Preislevel eine Entry-Limit-Sell-Order. Für GBP/USD könnte sich an der Trendlinie ein Umschwung ergeben.

USD/JPY

Der deutliche Abwärtstrend dieses Paares setzt sich in vollem Umfang fort. Sowohl auf der Wochen- als auch auf der Tages-Chart bestätigt der RSI vorgenannte Tendenz. Beide Charts zeigen den RSI bei Abwärtstendenzen, während USD/JPY die Trendlinie nicht überwinden kann. Auf der Tages-Chart wird darüber hinaus ein stark rückläufiges MACD-Histogramm deutlich - möglicherweise ein Zeichen dafür, dass der Abwärtstrend noch nicht beendet ist. Eventuell nähert sich USD/JPY noch heute der Widerstandsmarke 90,75.

USD/CHF

Die leicht zinsbullische Korrektur dieses Paares kam gestern nahe der Widerstandsmarke 1,0245 auf der 4-Stunden-Chart zum Stillstand. Des Weiteren wird deutlich, dass das Momentum auf dieser Chart nahezu den Höchstwert seines oberen Limits erreicht hat und nun abwärts gerichtet ist. Jetzt könnte der richtige Zeitpunkt sein, zu verkaufen.
Langfristig gesehen kann sich dieses Paar wieder an der rückläufigen Trendlinie einfügen.

Die Wild-Card

Rohöl

Aktuell hat dieser Rohstoff seine jüngste zinsbullische Trendlinie auf der Tages-Chart durchbrochen und ist unter den 10-Tages Moving-Average gefallen. Dies könnte das Ende des Aufwärtstrends bedeuten. Der momentane Kurs hat die Mittellinie der Bollinger Band überschritten, was wiederum ein Zeichen dafür sein könnte, dass der Preis möglicherweise bis in den unteren Bereich abrutschen wird. Forex - und Rohstoff-Anleger sollten außerdem auf das bärische Cross und das abwärts gerichtete Histogramm des MACD achten. Möglicherweise wird diese Entwicklung zum Anlass, bei Rohöl auf fallende Kurse zu setz

Aktuelle Zeit: 05/25 23:51 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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