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Friday, 1 Aug 2008

USD aufwärts vor Non-farm-Employment-Zahlen

Heute steht für den USD ein äußerst aktiver Handelstag an, da eine Menge Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet werden. Eine der ersten Nachrichten wird der Wechsel ADP Non-farm Employment sein.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdownupdowndown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.56401.9910108.451.05700.94100.7925
1.56201.9890108.251.05500.93900.7905
1.55901.9860107.951.05200.93600.7875
Support1.55301.9800107.351.04600.93300.7815
1.55001.9770107.051.04300.93000.7785
1.54801.9740106.851.04100.92800.7765

Wirtschafts News

USD - ADP Non-farm Employment Wechsel steht an

Der Dollar hatte gestern gegenüber seinen Hauptwährungsgegnern Abwärtstrends zu verzeichnen, nachdem eine Reihe schlechter als erwartet ausgefallener Wirtschaftsdaten aus den USA veröffentlicht wurden. Der USD ging zurück, veränderte seine bisherige Position und fiel von seinem Monatshoch auf 1,5701 gegenüber dem EUR. Gegenüber dem JPY verlor der USD 0,3% und sank im vorabendlichen Handel von 108,38 auf die107,75-Marke. Dennoch konnte der Dollar die meisten seiner vorausgegangenen Verluste zurückgewinnen, so dass er zu später Stunde, mithilfe positiverer Wirtschaftsdatenveröffentlichungen wieder auf die Füße kam. Diese setzten sich zusammen aus Daten über die Geschäftaktivität in der Region Chicago, die im Juli einen Zuwachs von 50,8, entgegen den Erwartungen, erreichte sowie der bestimmende Faktor Rohöl, dessen Termingeschäfte um mehr als $2 Dollar zurückgingen und ebenfalls eine Erholung des USD unterstützten.


Der zeitige Rückgang des USD von seinem jüngsten Momentum während der vorangegangenen Tage wurde durch die enttäuschenden Zahlen des Bruttoinlandsprodukt eingeleitet, das lediglich um 1,9% gestiegen war, verglichen mit einem vorherigen Anstieg um 2,4%. Dies führte zu der Annahme einer Herabsetzung der Zinssatzerhöhung durch die US-Notenbank. Die Zahlen machten auf die momentanen Märkte aufmerksam und steigerten die Besorgnis um die Verfassung eines der globalen Hauptwirtschaftssysteme.


Heute steht für den USD ein äußerst aktiver Handelstag an, da eine Menge Wirtschaftsdaten aus den USA erwartet werden. Eine der ersten Nachrichten bilden die Arbeitsmarktentwicklungen ADP Non-farm Employment Change, die erwartungsgemäß einen Verlust um 75.000 Arbeitsplätze gegenüber der vorausgegangenen Messung von 62.000 Arbeitsplätzen, ausweisen werden. Darüber hinaus wird die Arbeitslosenquote heute erwartet, die voraussichtlich von 5,5% im Vormonat auf 5,6% leicht ansteigen wird. Der ISM Manufacturing Index, der Einkaufsmanager-Indizes für den Industrie- und
den Dienstleistungsbereich, der den Aktivitätsgrad misst (Neue Aufträge, Produktion,
Lieferungen, Lagerbestände und Beschäftigung) soll sich ebenfalls reduzieren - von 50,2 auf 49,4. Allen Voraussagen nach, werden sich alle veröffentlichten Zahlen verschlechtern und könnten daher das USD-Momentum vergangener Nacht empfindlich treffen.

EUR - Kursschwankungen führen zu großen EUR-Verkäufen

Der EUR zog gestern gegenüber dem USD wieder an. Das Währungskreuz testete seinen Handel über der 1,57-Marke. Sowohl enttäuschende Wirtschaftsdaten aus den USA als auch ein Rekordhoch der Inflationsrate von 4,1% in der Eurozone trugen im Wesentlichen zur Stärkung des EUR bei. Gegenüber dem JPY kletterte der EUR von 168,28 auf 168,56. Nachdem die EZB sich die Senkung der Zinssätze auf 2% zum Ziel gesetzt hatte, stellt sich nun bei einem derartigen Anstieg der Inflationsrate die Frage, ob dieses Vorhaben sich als eher ungünstig herausstellen könnte und die Zinssätze bis Jahresende bei 4,25% verbleiben sollten.


Trotz der anfänglichen Rally, verlor der EUR im weiteren Tagesverlauf an Boden und gab infolge Meldungen aus ungenannten Quellen der EZB nach, die darauf deuteten, dass die Zinssätze der Eurozone eine Obergrenze erreicht haben könnten, die dem EUR in ihrer Konsequenz schadet.


Vorausschauend werden die wichtigsten Nachrichten aus der Eurozone heute die deutschen Einzelhandelsumsätze sein, die ein starkes Indiz für das inländische Verbraucherverhalten der größten Wirtschaftlichkeit in der Eurozone darstellen. Diese werden bei -0,5% im Vergleich zu den vorausgegangenen 0,5% erwartet. Sollten sich diese Voraussagen als richtig erweisen, wird der heutige Tag dem EUR weitere Verluste bereiten. Darüber hinaus steht der Manufacturing Purchasing Manager's Index (PMI) auf dem Wirtschaftskalender, der den Aktivitätsgrad von Einkaufsmanagern in der verarbeitenden Industrie misst. Anleger sollten ihr Augenmerk auf den deutschen Einzelhandel und die Bewegungen des USD richten, die die Entwicklungen des EUR beeinflussen sollten.

JPY - JPY-Abwärtstrend wird erwartet

Japans Yen hatte gegenüber seinen Währungsgegner gemischte Ergebnisse zu verzeichnen. Während jedes Währungskreuz unter dem Einfluss seiner lokalen Nachrichten stand, bestimmte der JPY seinen eigenen Trend nicht. Die Average Cash Earnings (durchschnittliches Nettoeinkommen) wurde gestern bei -0,6% festgesetzt, was 1,2% unter der vorherigen Messung lag. Einen weiteren veröffentlichten Indikator stellten die Housing Starts (Baubeginne) dar, die als maßgebliche Kennziffer für die wirtschaftliche Verfassung des Landes gelten und einen Rückgang von 16,7% im Vergleich zu den Bausausführungen im Monat Juni zu verzeichnen hatten.


Heute bleibt es in Japan erwartungsgemäß wirtschaftlich ruhig. Es werden keine Veröffentlichungen erwartet. Die Entwicklung des Yen wird wieder von den Tendenzen seiner Währungskontrahenten bestimmt werden. Da sowohl für USD als auch EUR heute Kursschwankungen erwartet werden, bekommen dies voraussichtlich auch die entsprechenden Kreuzkurse mit dem JPY zu spüren. Anleger sollten Nachrichten aus den USA und der Eurozone aufmerksam beobachten, die sich entscheidend auf den Yen auswirken werden.

Rohöl - Geschwächte US-Wirtschaft mindert US-Kraftstoff-Nachfrage

Am gestrigen Tag ergab sich für das “schwarze Gold” ein rückläufiger Handel, nachdem Anleger in Sorge waren, dass der weltweite Verbrauch aufgrund des abgeschwächten Wirtschaftswachstums zurückgeht. Auch wenn negative Veröffentlichungen den USD trafen, was die Rohölpreise im Grunde ansteigen lässt, wurde das Rohöl in die entgegen gesetzte Richtung gedrängt. Die geschwächte US-Wirtschaft dämpft wohl auch die US-Kraftstoff-Nachfrage.


Darüber hinaus verzeichnete weltweit zweitgrößter Energieverbraucher China erstmals einen Produktionsrückgang seit dem Jahre 2005. Rohöl-September-Futures gingen an den New Yorker Aktienmärkten bis auf $123,22 pro Barrel zurück und dehnten die größte monatliche Talfahrt seit 2004 weiter aus. Analysten erwarten einen weiteren Abwärtstrend des Rohölpreises, nachdem Rohstoffexperte Tetsu Emori von der Fondsgesellschaft Astmax Asset Management in Tokio sagte, „Ich denke nicht, dass wir bislang den Tiefpunkt der Ölpreise erfahren haben. Die Raffinerien streben kein Rohöl an, da die Nachfrage gering ist.“

Technische News

EUR/USD

Nach einem starken Rückgang in den vergangenen Tagen, hat sich dieses Paar gestern wieder leicht erholt. Der Kreuzkurs wird wiederholt die 1,5600 anvisieren, während alle Indikatoren heute weiterhin rückwärtig bleiben. Wird diese Marke durchbrochen werden, könnte sich ein noch deutlicherer Aufwärtstrend abzeichnen.

GBP/USD

Der RSI und das Momentum der Tages-Chart sind negative geneigt und deuten darauf hin, dass noch Potential für den Abwärtstrend dieses Paares besteht. Dennoch scheint die 4-Stunden-Chart leicht zinsbullisch. Daher könnte eine gute Strategie auf kurze Sicht gesehen sein, bei Tiefständen zu kaufen, da die Tagestendenz eher rückwärtig ist.

USD/JPY

Auf der Tages-Chart bildet sich eine deutlich rückwärtige Handelsspanne heraus, in deren Mitte das Paar momentan schwankt. Alle Oszillatoren verdeutlichen ein Momentum, Tendenz fallend, während die Bollinger Bands auf der 4-Stunden-Chart sich verdichten und andeuten, dass eine weitere Abwärtsentwicklung bevorsteht. Der nächste Richtpreis könnte bei 107,00 liegen.

USD/CHF

Dieses Paar hat die Fibonacci-Schlüsselmarke von 1,0310 durchbrochen. Alle Oszillatoren der 4-Stunden-Chart weisen auf einen fortlaufenden Aufwärtstrend hin. Die Bollinger Bands der Stunden-Charts zeigen an, dass der Preis seine obere Grenze mittlerweile überwunden hat, was wiederum ein Anzeichen dafür ist, dass der momentane Trend sich fortsetzen sollte. Der neue Richtpreis könnte hier bei 1,0550 liegen.

Die Wild-Card

Gold

Die äußerst präzise zinsbullische Handelsspanne wurde durchbrochen. Nun befindet sich das Gold inmitten eines sich rückwärtig korrigierenden Trends. Alle Oszillatoren der Tages-Chart deuten darauf hin, dass der Goldpreis weiterhin fallen wird. Somit bietet sich Forex -Anlegern eine großartige Gelegenheit, in einen viel versprechenden Abwärtstrend einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:51 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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