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Tuesday, 29 Nov 2011

USD im Abschwung trotz einer Zeitungsente über IWF Hilfe


Nach seinem gestrigen Hoch verzeichnete der USD einen Rückgang zu den anderen Haupt-Währungen, nachdem in der italienischen Presse Berichte erschienen, wonach der Internationale Währungsfond (IWF) bereit sei Italien finanziell zu unterstützen. Diese Berichte erwiesen sich später als eine Zeitungsente. Kursbewegungen an den Devisenmärkten wurden in letzter Zeit mehr und mehr von Schlagzeilen bestimmt, und das dürfte sich auch so fortsetzen, wenn der Bericht über das 2-tägige Treffen der Eurogruppe vorliegt.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdowndowndownupdowndown
Wochentendenzdowndowndownupdowndown
Resistance1.36101.588579.50 0.97751.03400.8830
1.35701.569078.950.94601.00500.8765
1.33401.558077.850.93100.99250.8660
Support1.32101.542076.55 0.90800.96600.8550
1.31451.527075.56 0.89200.96200.8485
1.28701.50500.87600.9385 0.8355

Wirtschafts News

USD - - USD im Abschwung trotz einer Zeitungsente über IWF Hilfe

Nach Zeitungsberichten über einen IWF Hilfs-Deal für Italien verlor der USD einen Teil seiner Kursgewinne der vergangenen Woche. Diese Berichte erwiesen sich später als eine Zeitungsente. Allerdings hielt das riskantere Anlagewerte nicht davon ab auf Kosten des USD ein Comeback zu starten. Sowohl Aktien wie auch höhere Erträge erzielende Währungen wie der AUD verzeichneten Aufschwünge nach den Tiefs der vergangenen Woche.

Die wichtigsten Wirtschaftspublikationen dieser Woche kommen aus den USA, wobei die heutigen Schlüsseldaten das Verbrauchervertrauen betreffen. Erste Zahlen der Shoppingtour am „Black Friday“ deuten auf einen guten Start des Weihnachtsgeschäfts hin, was wiederum auf ein besseres Bruttoinlandsprodukt im 4. Quartal hinausläuft. Am Donnerstag wird der ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe bekannt gegeben, von dem erwartet wird, dass eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat aufzeigen wird. Das steht im scharfen Gegensatz zu den europäischen Einkaufsmanagerindexen, die vergangene Woche veröffentlicht wurden und unterhalb des 50-Boom-Bust-Wertes lagen. Am Freitag wird dann der hochwichtige Arbeitsmarktbericht (NFP) veröffentlicht. Erste Prognosen gehen davon aus, dass für die US wirtschaft 119.000 neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Positive US Daten könnten zur Erholung höhere Erträge erzielender Anlagewerte beitragen, obwohl die Ereignisse in Europa im Großen und Ganzen den Trend an den Märkten zu beeinflussen scheinen.

EUR - Deutschland und Frankreich arbeiten auf eine Finanz-Union hin

Trotz fehlender solider Wirtschaftsdaten aus der Eurozone legte die EUR/USD-Paarung um fast 1,5 Cents zu und stieg auf den Wert von 1,3400. Es wird darüber spekuliert, dass Deutschland und Frankreich auf eine Finanz-Union hinarbeiten, was wiederum den EUR unterstütze. Engere Finanzregeln in der EU dürften ein Wegbereiter für weiteres Engagement seitens der EZB sein, um die anhaltende europäische Schuldenkrise zu bewältigen. Vielleicht handelt es sich hier ja um ein Beispiel für „Kauf das Gerücht, verkauf die Wahrheit“?

Weitere Einzelheiten werden heute aus der Eurozone erwartet, wo die europäischen Finanzminister heute und morgen tagen, um über einen Hebel für EFSF zu beraten. Auf der Tagesordnung dürfte sehr wahrscheinlich auch eine Diskussion über zusätzliche europäische Integration stehen. Es besteht allerdings die Gefahr, dass es im Anschluss an das Treffen zu negativen Schlagzeilen kommen wird, was wahrscheinlich den Kurs des EUR drücken dürfte.

Das Oktober-Tief von 1,3145 ist der Unterstützungswert an dem sich viele Marktteilnehmer orientieren werden. Ein Durchbruch hier könnte die Tür zum Januar-Tief von 1,2870 öffnen.

NZD - Premierminister John Key wieder gewählt

Der neuseeländische Premierminister John Key ist mit großer Mehrheit für eine zweite Amtszeit wieder gewählt worden. Key hatte sich darauf fokussiert Regierungsausgaben zu reduzieren, allerdings wurden seine Bemühungen durch die weltweite Finanzkrise und mehrere Erdbeben verlangsamt. Die neuseeländischen Anleihenmärkte haben ihre Zustimmung zur Ausgabenpolitik der Regierung signalisiert, wobei die Anleiherenditen gesunken sind. Das könnte allerdings auch daran liegen, dass Investoren angesichts der europäischen Schuldenkrise nach alternativen Safe-Hafen-Anlagen suchen. Interessanterweise war Key früher Devisenhändler.

Der NZD stieg gestern im Einklang mit anderen riskanten Anlagewerten. Jedoch dürfte der Kursaufschwung nur von kurzer Dauer sein, da der NZD/USD-Paarung mit dem Durchbruch der langzeitigen Trendlinie vom Mai 2010 bereits erheblicher technischer Schaden zugefügt worden war. Unterstützung findet sich beim Tief der letzten Woche von 0,7370 und Widerstand beim alten Trend von 0,7565, gefolgt vom Mai-Tief bei 0,7750.

Gold - Schwacher USD lässt Goldpreis steigen


Die allgemeine Schwäche des USD sorgte gestern für einen Anstieg beim Goldpreis, wobei dieser wieder über den psychologisch wichtigen Wert von $ 1.700 pro Feinunze kletterte. Ähnlich zum EUR war der Goldpreis von den Schlagzeilen, dass der IWF einen Deal zur Unterstützung Italiens eingegangen sei, beeinflusst worden. Obwohl es sich hierbei um eine Falschmeldung handelte, konnte der Goldpreis seinen gestiegenen Wert halten.

Der gestrige Rohstoffpreisanstieg trug dazu bei kurzfristig den Widerstandswert von $ 1.710 pro Feinunze vom Mitte-November-Tief zu eliminieren. Eine fortgesetzte Aufwärtsbewegung dürfte Widerstand bei $ 1.768 finden, der von den September- und November-Hochs abfallenden Trendlinie. Andererseits findet der Goldpreis Unterstützung bei der kurzzeitig ansteigenden Unterstützungslinie vom Tief vom 21. November bei $ 1.666 pro Feinunze.


Technische News

EUR/USD

Der EUR schloss den Handel der vergangenen Woche unter dem psychologisch wichtigen Wert von 1,35, wobei einem solchen Abschluss auf dem Monats-Chart noch größere Bedeutung zukommt. Der Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart verläuft weiterhin rückläufig, und bei einem Durchbruch des Werts von 1,3210 dürfte wahrscheinlich das Oktober-Tief von 1,3145 getestet werden. Unterhalb dieses Werts bei 1,3040 liegt die 61% Fibonacci Rückführung der Bewegung vom Juni 2010 bis Mai 2011, was sich als Meilenstein bei dem neuen Abwärtstrend dieser Paarung erweisen dürfte. Unterstützung findet sich beim Januar-Tief von 1,2870. Als Widerstandswert zeigt sich das Hoch vom 18. November bei 1,3610.


GBP/USD


Bei einem rückläufigen Slow Stochastic auf dem Monats- und dem Wochen-Chart dürfte sich die GBP/USD-Paarung am Oktober-Tief von 1,5270 versuchen, da sich die Paarung in unmittelbarer Nähe des langfristigen Aufwärtstrends des Tiefs con 2009 befindet, deren Wert bei 1,5050 liegt. Bei einer Aufwärtsbewegung dürfte es zu kräftigen Verkäufen beim Juli-Hoch von 1,5780 kommen.

USD/JPY

Der Abwärtstrend bei der USD/JPY-Paarung hält weiterhin an und nur ein Durchbruch über dem Wert von 78,95 von der fallenden Trendlinie des Hochs in 2007 dürfte die rückläufige Stimmung bei dieser Paarung umkehren. Bei einem Durchbruch dieses Werts dürfte sich die Paarung am jüngsten Post-Interventions-Hoch von 79,50 versuchen, einem Wert der mit dem 200-Tage-Bewegungsdurchschnitt der Paarung übereinstimmt. Andererseits findet sich erste Unterstützung bei 76,55, dem Tief vom 18. November, gefolgt vom Allzeit-Tief bei 75,56.

USD/CHF

Die USD/CHF-Paarung versucht sich am Oktober-Hoch von 0,9310, wobei ein Durchbruch hier sehr wahrscheinlich die Tür zum 20-Monate-Bewegungsdurchschnitt von 0,9460 und dem Februar-Hoch von 0,9775 öffnen dürfte. Erster Widerstand findet sich bei 0,9080, dem Tief vom 18. November, wobei eine Abwärtsbewegung die Paarung wahrscheinlich bis zum November-Tief von 0,8760 führen dürfte.

Die Wild-Card

S&P 500

Nach einem Durchbruch nach unten vom Dreiecks-Konsolidierungsmuster, welches die erste Hälfte des Novembers umfasste, wurde der S&P 500 auf 61% (1.152) seines bullischen Laufs im Oktober zurückgeführt, bevor sich die Lücke vergrößerte. Sollte der Aktien-Index weiter ansteigen, dürften Devisenhändler Widerstand beim Tief vom 1. November bei 1.208 finden. Allerdings deutet das Momentum abwärts, so dass Devisenhändler sich am Unterstützungswert von 1.123, dem Tief vom 9. September orientieren dürften, gefolgt vom Oktober-Tief von 1.067. forex

Aktuelle Zeit: 05/25 23:53 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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