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Thursday, 1 Apr 2010

USD kann zinsbullischen Trend gegen Yen ausbauen

Nach einem 3-Monatshoch gegen den japanischen Yen, scheint sich der zinsbullische USD-Trend auch am heutigen Handelstag fortzusetzen. Die Risikobereitschaft unter den Händlern kehrt langsam zurück. Die Marktteilnehmer erwarten voller Spannung den am Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden Arbeitsmarktbereicht „Non-Farm Payrolls“. Dieser zählt zu den US-Konjunkturindikatoren, denen in den USA womöglich die größte Aufmerksamkeit zuteil wird. Sollte auch in dieser Woche wieder ein deutlicher Zuwachs an Arbeitsplätzen aus dem Bericht hervorgehen, wird die US-Währung ihren Aufwärtstrend gegen die Hauptwährungen und insbesondere gegenüber Japans Yen womöglich fortsetzen.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzupupnodownnono
Wochentendenzupupupdownupdown
Resistance1.35851.528594.201.06200.92450.8960
1.35651.526594.001.06000.92250.8940
1.35351.523593.701.05700.91950.8910
Support1.34751.517593.101.05100.91350.8850
1.34451.514592.801.04800.91050.8820
1.34251.512592.601.04600.90850.8800

Wirtschafts News

USD - US-Dollar profitiert von Arbeitsmarkt-Prognose

Der USD kann seine gestern verzeichneten Kursgewinne gegen den Yen aufrechterhalten und klettert insgesamt bis auf ein 3-Monatshoch. Darüber hinaus ist die Risikobereitschaft der Anlegern merklich zurückgekehrt. Entsprechend ergaben sich für den Dollar ebenfalls Abwärtstendenzen gegen die europäischen Gegner. GBP/USD legte in den vergangenen 24 Stunden um ordentliche 100 Punkte zu und handelt aktuell um die Marke von 1,5195. Für das Währungspaar EUR/USD konnten ähnliche Entwicklungen beobachtet werden. Auch dieses Cross wertete seit gestern um nahezu 100 Punkte auf und notierte schlussendlich bei 1,3505.

Mit Spannung erwarten die Marktteilnehmer den am Freitag zur Veröffentlichung ausstehenden Arbeitsmarktbereicht „Non-Farm Payrolls“. Entsprechend bleibt die Marktvolatilität heute hoch, insbesondere im Vorfeld der US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (Woche), die um 14:30 Uhr veröffentlicht werden. Experten erwarten einen Rückgang der Erstanträge um -2.000 auf 440.000 innerhalb der letzten Handelswoche. Sollte sich diese Prognose bewahrheiten, könnte der USD neuen Auftrieb erfahren. Des Weiteren steht der US-ISM-Index des verarbeitenden Gewerbes für März um 16:00 Uhr auf der heutigen US-Agenda. Dieser Indikator gibt die landesweite Einschätzung von über 400 Einkaufsmanagern aus 20 verschiedenen Bereichen des verarbeitenden Gewerbes hinsichtlich der aktuellen Geschäftslage und Leistungsfähigkeit des jeweiligen Unternehmens wider. Laut Prognose soll sich der Index auf 57,0 Punkte von zuvor 56,5 Punkten verbessern.

Ein solches Ergebnis würde dem USD weitere Unterstützung verleihen. Von Bedeutung sind außerdem die Prognosen zum US-Arbeitsmarktbericht „Non-Farm Payrolls“, der am Freitag ausgegeben wird. Analysten erwarten, dass die Zahl der Arbeitslosen in den USA in der letzten Woche erneut zurückgegangen ist. Während Anleger ihr Vertrauen in die US-Konjunktur allmählich wiedererlangen, könnte sich in dieser Marktphase zunächst ein langfristiger Aufwärtstrend für den US-Dollar einstellen.

EUR - EUR hält gestrige Kursgewinne womöglich aufrecht

In Anbetracht dessen, dass heute keine Indikatoren aus dem Euroraum veröffentlicht werden, die wesentlichen Einfluss auf die Märkte nehmen, kann der EUR seine gestrigen Kursgewinne gegen Yen und Dollar womöglich aufrechterhalten, so die Händler. Die jüngsten Fortschritte bei der Bekämpfung der griechischen Schuldenkrise, die sich in der letzten Handelswoche ergaben, verliehen der Einheitswährung etwas Stärke. Der EUR konnte sich am Mittwoch gegenüber einem Großteil der Hauptwährungen behaupten. Jedoch, entsprechend der aktuellen USD-Tendenzen und angesichts eines positiven US-Arbeitsmarktberichts, könnte es für den EUR schwierig werden, seine zinsbullische Position zu wahren.

Für Großbritanniens Währung könnte sich heute ein volatiler Handelstag ergeben. Um 10:30 Uhr wird der UK-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes für März ausgegeben, für den viele Analysten ein positives Ergebnis voraussagen. Hier könnte das Pfund Sterling Unterstützung gegen USD und Yen finden. Im Hinblick auf Optimismus versprechende US-Daten, können jegliche Kursgewinne des britischen Pfunds jedoch lediglich von kurzer Dauer sein.

JPY - Zurückkehrende Risikobereitschaft bringt Yen Kursverluste

Der Yen markierte gestern ein 3-Monatstief gegen den USD. Experten zufolge kann dieser Abwärtstrend zunächst anhalten, im Besonderen, sollten japanische Investoren ihr Geld weiterhin im Ausland anlegen. Trotz verbesserte Konjunkturdaten aus Japan, wie am letzten Bericht zum Tankan Manufacturing Index zu erkennen war, kann der JPY sich dennoch nicht gegen die Hauptwährungen behaupten.

Aktuell handelt USD/JPY um die Marke von 93,40. Während sich das Cross mittlerweile zu stabilisieren scheint, könnten positive US-Daten kräftige Aufwärtstendenzen zum Nachmittagshandel auslösen.

Rohöl - Rekordanstieg für Rohöl durch fallenden USD

Für Rohöl ergab sich am Mittwoch ein recht zinsbullischer Handelstag. Der Rohstoff profitierte vom Kursabfall des USD gegen europäische Hauptwährungen. In den vergangenen 24 Stunden kletterte der Rohölpreis am Spotmarkt bis auf 83,31. Branchenberichten zufolge sind die US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche gesunken, was den Ölpreis ankurbelte. Etwas Konjunkturoptimismus über eine gesteigerte Energienachfrage angesichts der abklingenden Wirtschaftskrise wurde geweckt.

Heute können Rohöl-Anleger ihre Aufmerksamkeit vorzugsweise auf die aktuellen Kursbewegungen des USD richten. Angesichts der zu veröffentlichenden US-Arbeitslosenerstanträge, könnten sich Kursschwankungen am Markt ergeben. Sollte der Jobabbau weiterhin rückläufig bleiben, ist es wahrscheinlich, dass der USD Unterstützung erfährt und der Ölpreis in der Folge wieder abrutscht. Im Hinterkopf zu behalten sei jedoch, dass die Rohstoffpreise wiederum steigen, sobald die Zahl der Arbeitslosen in den USA zunimmt.

Technische News

EUR/USD

Die Tages-Chart gibt für EUR/USD unterschiedliche Signale aus. Ihr RSI schwankt im neutralen Bereich. Mittlerweile hat sich jedoch ein neues rückäufiges Cross des 4-Stunden-Slow Stochastic herausgebildet, das innerhalb des nächsten Zeitfensters eine Preiskorrektur nach unten vermuten lässt. Hier könnte es von Vorteil sein, bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, sobald die Überwindung der unteren Handelsspanne erfolgt.

GBP/USD

GBP/USD zeigte sich in den vergangenen Handelstagen äußerst zinsbullisch. Dieser Trend könnte sich jedoch bereits heute ändern. Der RSI der 4-Stunden-Chart zeigt, dass sich GBP/USD inzwischen im „überkauften“ Bereich eingefunden hat. Demnach ist hier eine Kurskorrektur nach unten jederzeit möglich. Bei eng gesetzten Stopps zu verkaufen, könnte heute ein gute Entscheidung sein.

USD/JPY

Der Kurs dieses Paars scheint in den „überkauften“ Bereich der Tages-Chart gedreht zu haben. Ihr RSI deutet auf eine bevorstehende Abwärtsausrichtung hin. Die fallende Tendenz des Momentum-Oszillators auf der 4-Stunden-Chart bestätigt diesen Trend. Verkaufen könnte eine gute Entscheidung für heute sein.

USD/CHF

Dieses Paar unterliegt bereits seit geraumer Zeit hohen Kursschwankungen ohne erkennbare Ausrichtung. Der Slow Stochastic der Tages-Chart gibt aktuell unterschiedliche Signale aus. Auch die Oszillatoren der 4-Stunden-Chart lassen eine eindeutige Tendenz nicht erkennen. Wir empfehlen: Warten Sie bei diesem Kurspaar deutlichere Signale auf der Stunden-Chart ab.

Die Wild-Card

Rohöl

Der Ölpreis ist im Laufe der letzten Woche deutlich gestiegen und erreicht mittlerweile $83,50 pro Barrel. Der RSI der 4-Stunden-Chart bewegt sich jedoch im „überkauften“ Bereich, was bedeuten könnte, dass der jüngste Aufwärtstrend nachlässt und sich eine rückläufige Preiskorrektur ergibt. Forex -Anlegern bietet sich hier eine gute Handelsgelegenheit, bei diesem Trend zu einem äußerst frühen Zeitpunkt einzusteigen.

Aktuelle Zeit: 05/25 23:54 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
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