close
| |

Friday, 12 Feb 2010

USD profitiert von Griechenland-Rettungsplan

Am Donnerstag kletterte der USD auf ein 7-monatiges Hoch gegen den EUR, nachdem die europäischen Staats- und Regierungschefs beim gestrigen EU-Sondergipfel Griechenland zwar ihr Hilfsversprechen gaben, sich jedoch noch nicht über die Hilfsinstrumente einigten. Darüber hinaus fand der Dollar Unterstützung im überraschend positiv ausgefallenen am Donnerstag veröffentlichten Bericht des US-Arbeitsministeriums. Aus diesem ging hervor, dass sich die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in der Woche zum 6. Februar um 43.000 auf 440.000 verringerte hat und damit über den Erwartungen der Experten lag.

EUR/USDGBP/USDUSD/JPYUSD/CHFAUD/USDEUR/GBP
Tagestendenzdownupdownupnodown
Wochentendenznoupupnoupdown
Resistance1.37851.582090.651.08050.90000.8805
1.37351.577590.301.07750.89550.8775
1.37001.573590.001.07500.89250.8750
Support1.36401.565089.251.06750.88500.8675
1.36001.561588.951.06450.88200.8650
1.35701.557588.501.06000.87850.8620

Wirtschafts News

USD - US-Dollar steigt nach Arbeitslosen-Erstanträgen

Der USD konnte zuvor verbuchte Verluste gegen den Yen ausgleichen und darüber hinaus deutlich Boden gegen den EUR gutmachen. Dabei markierte der Dollar zur Gemeinschaftswährung ein neues Rekordhoch innerhalb der vergangenen drei Monate, nachdem die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA überraschend stark zurückgegangen waren. Die Zahl der Erstanträge für Leistungen im Rahmen der US-Arbeitslosenversicherung fiel deutlicher als von Experten zunächst erwartet und ließen den USD wiederaufleben.

Bei einer Sondersitzung der Euro-Länder am Donnerstag hatte die EU ihre Unterstützung für das hoch verschuldete Griechenland zugesichert. Während das Schulden beladene Mitgliedsland die europäische Gemeinschaftswährung bereits seit Wochen belastet, hatte die EU-Ankündigung gestern an den Märkten in Europa und in den USA für Erleichterung gesorgt. An der Wall Street schloss der Dow-Jones-Index 1,1% im Plus bei 10,144 Punkten.

Angesichts der heutigen Konjunkturindikatoren aus den USA kann noch vor dem Wochenende mit hoher Volatilität am Markt gerechnet werden. Um 14:30 Uhr steht das Ergebnis zum US-Einzelhandelsumsatz für den Monat Januar auf der Agenda. Der Index ist ein wichtiger Indikator für Konsumentenausgaben und das Verbrauchervertrauen und gilt als ein Schrittmacher der US-Wirtschaft. Des Weiteren veröffentlicht die Universität Michigan um 15:55 Uhr ihren Index der Verbraucherstimmung für Februar (1. Umfrage).

EUR - EUR fällt - Griechenland-Maßnahmen womöglich ungenügend

Die europäische Gemeinschaftswährung erreichte gestern neue Tiefstände gegen die Hauptwährungen, insbesondere den USD. Nach dem EU-Sondergipfel am Donnerstag zeigten sich die Händler verunsichert. Gewissermaßen sorgte die Ankündigung einer Hilfestellung der Euro-Länder für Griechenland für Erleichterung an den Märkten in Europa und in den USA. Offen bleibt jedoch zunächst, welche Form diese Hilfe annehmen wird.

Der EUR verzeichnete gestern ebenfalls Kursverluste gegen den japanischen Yen und das Pfund Sterling. Der Handel fiel am Donnerstag insgesamt gering aus. Die möglichen Instrumente, Griechenland zu helfen, den Schuldenberg abzubauen, sind nach wie vor unklar. Der EUR fiel gegen den JPY um 0,6% auf 122,78 Yen. Zum Pfund Sterling verlor der EUR 1,1% und notierte hier bei 87,16 Pence.

Zur 5. Woche in Folge ergeben sich damit Kursverluste für die europäische Gemeinschaftswährung zum US-Dollar. Seit Wochen bringen die wachsenden Haushaltsdefizite der Mitgliedstaaten Griechenland, Portugal und Spanien den EUR unter Druck.

Zu später Handelsstunde am Donnerstag notierte der EUR mit -0,3% bei $1,3680. Das Tagestief lag zwischenzeitlich bei $1,3596. Ein Tageshoch um die Marke von $1,3801 wurde zuvor ausgegeben. Händler konzentrieren sich beim EUR aktuell auf eine Handelsspanne zwischen $1,3550 und $1,3500.

JPY - Asien-Börsen dank Marktoptimismus im Plus

Die Börsen in Südost-Asien reagierten mit Gewinnen auf die getroffene Vereinbarung beim gestrigen EU-Sondergipfel zur Hilfe Griechenlands. Der MSCI Asia Pacific Index ging zum ersten Mal in 4 Wochen mit einem Plus aus dem Handel. Japans 225-Nikkei-Index schloss 1,3% höher auf 10,092 Zähler, während der Hang Seng Index mit einem Plus von 0,4% zu den Gewinnern in Hongkong zählte.

Als großer Nutznießer der jüngsten Marktstimmungen und der Sorgen um die Konjunkturerholung in Europa geht in den vergangenen Wochen Japans Yen hervor. In Japan waren gestern hauptsächlich Export- und Rohstoffwerte begehrt. Obwohl die Verschuldung Japans höher ist als die Griechenlands, profitiert der japanische Inselstaat davon, dass er äußerst geringe Zinsen auf seine Schulden zahlt. Im Laufe des Handelstages setzten Händler beim EUR verstärkt auf fallende Kurse und eröffneten im Austausch JPY-Long-Positionen. In der Folge kletterte der Yen auf neue Höchststände.

Rohöl - Rohöl erreicht $75-Barrel-Marke

Rohöl wertete im Donnerstagshandel weiter auf und setzte somit den Aufwärtstrend der vergangenen Tage fort. Zuvor legten die Aktienkurse an Wall Street mit Erleichterung über den EU-Gipfel zu.

Der Ölpreis stieg um 1% auf über $75 pro Barrel an, nachdem sich die EU zur finanziellen Unterstützung Griechenlands bereit erklärte und sich Investoren im Anschluss risikofreudig zeigten. Konkrete Maßnahmen zur Hilfe Griechenlands stehen jedoch bislang nicht fest. Entsprechend vorsichtig blieben Anleger gegenüber EUR-Positionen, was der Gemeinschaftswährung bis Handelsschluss deutliche Kursverluste gegenüber dem USD brachte.

Dem Thema Griechenland wurde laut Marktbeobachter in den USA große Beachtung beigemessen, da die Veröffentlichung wichtiger Konjunkturdaten wie der Öl-Lagerbestände aufgrund der schweren Witterungsverhältnisse in den USA verschoben worden war. Nicht wie gewohnt am Mittwoch, sondern erst heute gibt das US-Energieministerium die neuesten Zahlen zu den Rohöllagerbeständen der letzten Woche aus.

Technische News

EUR/USD

Seit dem 3. Dezember 2009 halten die Abwärtstendenzen dieses Währungspaares bereits an. Zu später Handelsstunde gestern konnten leichte Anzeichen für bestehenden Aufwärtsdruck beobachtet werden. Laut Tages-RSI hat der Preis des Paares den „überkauften“ Bereich mittlerweile verlassen und verbleibt in einer aufwärts gerichteten Stellung. Dies bestätigt die jüngste Aufwärtsausrichtung. Kaufen könnte demnach eine gute Strategie für heute sein.

GBP/USD

Aktuell verdeutlicht ein rückläufiges Cross des Slow Stochastic auf der 4-Stunden-Chart, dass ein Abwärtstrend unmittelbar bevorsteht. Andererseits hat der Preis des Paares gerade in den „überkauften“ Bereich des RSI auf der Tages-Chart gedreht. Dies kann als Zeichen für Aufwärtsdruck gedeutet werden. Möglicherweise ergibt sich hier heute noch eine leichte Kurskorrektur nach unten. Voraussichtlich tritt die tatsächliche Trendwende am Anfang der kommenden Woche ein.

USD/JPY

Dieses Paar handelt weiterhin innerhalb einer zinsbullisch flachen Spanne und scheint einen Konsolidierungstrend eingeschlagen zu haben. Sobald die Konsolidierungsmarke bei 89,75 erreicht wird, ist davon auszugehen, dass die zinsbullische Handelsspanne ihre Gültigkeit beibehält. Kaufen könnte für heute die zu bevorzugende Strategie sein.

USD/CHF

Im Moment ist der Peis dieses Paares konsolidiert. Die Preisbewegungen scheinen kurzfristig unterbrochen. Stunden- und Tages-RSI erreichen mittlerweile die obere Grenze des „überkauften“ Bereichs. Das Wochen-Momentum verbleibt zwar in aufwärts gerichteter Stellung, die nächsten Preisbewegungen für heute lassen sich jedoch nicht klar erkennen. Eine gute Strategie könnte daher lauten: Warten Sie deutlichere Signale ab.

Die Wild-Card

AUD/USD

Vor einigen Monaten wurde die langfristig zinsbullische Handelsspanne dieses Paares überwunden. AUD/USD scheint inzwischen eine Double-Top- (oder „M“-) Candlestick-Anordnung auf der Wochen-Chart zu formen. Der Wochen-RSI zeigt, dass sich der Preis stufenweise abwärts bewegt und sich neue rückläufige Impulse ergeben können. Der RSI der 4-Stunden-Chart gibt das Paar im „überkauften“ Bereich aus. Auf der 4-Stunden-Chart zeigt der Slow Stochastic ein neues rückläufiges Cross an. Alle Zeichen deuten darauf hin, dass sich für dieses Paar rückläufige Tendenzen ergeben werden. Forex -Anleger sollten die seltene Gelegenheit nutzen, die „M“-Formation zu ihrem zweiten Höhepunkt zu erkennen und sich daraus ergebende Profite abzugreifen.

Aktuelle Zeit: 05/26 00:00 GMT
# Zeit $€£¥ Ereignis Zeit Vor Pro Akt Wich
05/28
00:30JPY+ Household Spending3.4% --3
00:30JPY+ Unemployment Rate4.5% --1
00:50JPY+ Retail Sales 10.3% --3
05/29
07:00CHF+ UBS Consumption Indicator1.22--1
07:00EUR+ German Import Prices0.7% --1
11:00GBP+ CBI Realized Sales-6 --3
kompletter FOREXYARD Kalendar

Live-Konto eröffnen Demo-Konto eröffnen

Feedback Feedback Schliessen