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Friday, 19 Mar 2010
USD profitiert von Sorgen um Griechenlands Schuldenberg
Am Donnerstag verzeichnete der USD leichte Kursgewinne, nachdem gestern erneut Anspannung an den europäischen Märkten sowie Sorgen um das EU-Sorgenkind Griechenland zu spüren waren. Weitere Unterstützung fand der Dollar in neuen Spekulationen am Markt, nach denen die US-Notenbank Federal Reserve die Zinswende möglicherweise früher wagen wird, als bisher angenommen.
| EUR/USD | GBP/USD | USD/JPY | USD/CHF | AUD/USD | EUR/GBP | |
| Tagestendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Wochentendenz | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() | ![]() |
| Resistance | 1.3711 | 1.5333 | 91.36 | 1.0661 | 0.9283 | 0.9002 |
| 1.3680 | 1.5301 | 91.05 | 1.0632 | 0.9261 | 0.8981 | |
| 1.3652 | 1.5270 | 90.75 | 1.0600 | 0.9240 | 0.8960 | |
| Support | 1.3589 | 1.5209 | 90.14 | 1.0538 | 0.9198 | 0.8919 |
| 1.3557 | 1.5178 | 89.84 | 1.0509 | 0.9180 | 0.8899 | |
| 1.3526 | 1.5147 | 89.53 | 1.0480 | 0.9157 | 0.8877 |
Wirtschafts News
USD - USD klettert auf 1-Wochenhoch gegen EUR
Am gestrigen Donnerstag handelte die US-Währung nahe eines neuen Wochenhochs gegen den EUR, nachdem der Bericht der Notenbank von Philadelphia eine unerwartete Expansion für das Verarbeitende Gewerbe in der Region im Monat März verdeutlichte. Die jüngsten, viel versprechenden US-Konjunkturaussichten markieren weiterhin ein relatives Wirtschaftswachstum in den Staaten und verleihen der US-Währung neue zinsbullische Impulse.
Weiterer Auftrieb ergab sich aus aktuellen Mutmaßungen seitens der Marktbeobachter, nach denen die US-Notenbank ihren Diskontsatz für Bankkredite erneut erhöhen könnte, noch vor ihrem nächsten zweitätigen Treffen am 27. April.
Händler berichten, dass die Unsicherheit über die Situation Griechenlands weiterhin das bestimmende Thema am Devisenmarkt sei. Ferner soll sich Athen weiterhin die Option offen halten, beim Internationalen Währungsfonds (IWF) um Hilfe zu bitten.
EUR - EUR auf 17-Monatstief gegen Schweizer Franken nach geldpolitischer Lagebeurteilung der SNB
Der EUR konnte sich in den frühen Morgenstunden am Freitag zwar behaupten, blieb jedoch aufgrund neu aufkommender Sorgen um Griechenland unter Druck. Zuvor hatte Athen erklärt, dass es die versprochene Verringerung des Haushaltsdefizits möglicherweise nicht erreichen könnte, sollte das Zinsniveau weiterhin hoch bleiben. Am Donnerstagnachmittag musste die europäische Gemeinschaftswährung bereits weitere Verluste zum Dollar hinnehmen. Entsprechend fiel der Euro zeitweise unter die Marke von $1,36. Von zuvor $1,3735 auf $1,3620 rutschte die Gemeinschaftswährung bis Handelsschluss ab. Zu Japans Yen gab der EUR um 0,9% nach und notierte hier bei 122,95 Yen.
Gegenüber dem Schweizer Franken ergaben sich die deutlichsten Kursverluste: In der Nacht zum Freitag fiel der EUR gegen den Franken bis unter 1,44 Franken und markierte somit ein 17-monatiges Tief. Die Schweizerische Nationalbank hatte im Rahmen ihrer letzten geldpolitischen Lagebeurteilung bereits bestätigt, sie werde einer übermäßigen Aufwertung des Schweizer Franken gegen den Euro entschieden entgegenwirken und Kreditkosten sowie Leitzinsen anheben. Nachdem der EUR bereits im Tagesverlauf bis auf 1,4355 Franken gefallen war, rutschte die 16-Nationen-Währung heute Morgen um weitere 0,1% auf 1,4390 ab und nähert sich damit dem Allzeit-Tief von Oktober 2008.
Der EUR-Abwärtstrend behält aktuell seine Gültigkeit und wird von wiederkehrenden Sorgen um die Schuldenlast Griechenlands bestimmt. Unsicherheiten über die Zukunft Athens innerhalb der Eurozone bestimmen die europäischen Märkte grundsätzlich, so Marktbeobachter. Da heute keine bedeutenden Fundamentaldaten aus dem Euroraum erwartet werden, wird der Markt voraussichtlich überwiegend von Angebot und Nachfrage bestimmt werden. Kurzfristig ergibt sich Unterstützung für den EUR um die Marke von $1,3500, über der sich die Einheitswährung in der vergangenen Woche halten konnte.
JPY - Yen profitiert von anhaltender Unsicherheit um Griechenland
Japans Yen profitierte auch am Donnerstag von der anhaltenden Unsicherheit an den europäischen Devisenmärkten. Analysten gehen jedoch davon aus, dass der JPY bereits in Kürze unter Verkaufsdruck geraten dürfte, nach dem Entschluss der japanischen Notenbanker am Mittwoch, eine weitere leichte Ausweitung der geldpolitischen Lockerung durchzuführen. Für USD/JPY-Händler gilt, sollte ein Anstieg über den Widerstand bei 91,00 JPY erfolgen, könnte es von Vorteil sein, Long-Positionen auf USD/JPY einzugehen, da der Wechselkurs tendenziell steigen dürfte. Hier ergeben sich gute Handelschancen. Zum EUR handelte der Yen heute Morgen von zuvor 124,06 EUR bei 123,80 EUR. Zum USD kletterte der JPY um 0,3% in die Höhe.
Die Maßnahmen der BoJ verdeutlichen, dass Japan im Gegensatz zu den USA und zur Eurozone noch weit davon entfernt ist, die Geldpolitik wieder zu verschärfen, so Experten. Eine Zinserhöhung seitens der Fed könnte sich zum vierten Quartal ergeben, während die BoJ eine solche für 2010 noch nicht in Aussicht stellt. Aktuell bleibt die Schuldenkrise Griechenlands jedoch das beherrschende Thema am Devisenmarkt. Die EZB legte den Referenzkurs für einen Euro auf 123,33 japanische Yen fest.
Rohöl - Rohöl gibt aufgrund festem US-Dollar nach
Der Ölpreis gab am Donnerstag um 0,9%, bzw. 73 US-Cent nach, während die zögernde Haltung der EU-Staaten in Bezug auf ein gültiges Hilfspaket für Griechenland den EUR und Rohstoff-Anlagen bei gleichzeitiger USD-Aufwertung belastete.
Zum 2. Tag in Folge rutschte der Ölpreis ab. Als weitere Ursache weisen Händler auf die rückläufige Energienachfrage in den USA, der größten energieverbrauchenden Nation weltweit. Angesichts des gestärkten US-Dollar wirkten Rohöl sowie andere Rohstoffe in den Augen der Investoren weniger attraktiv als in den vorausgegangenen Tagen. Rohöl handelte um $82 pro Barrel, während die europäische Gemeinschaftswährung am Donnerstagnachmittag aufgrund der vorherrschenden Griechenland-Sorgen am Markt weitere Verluste zum Dollar hinnehmen musste. Trotz vereinbarter konstanter Förderquoten durch die zwölf Minister der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) am Mittwoch gehen Analysten davon aus, dass der Preis für Rohöl noch im Frühling fällt.
Technische News
EUR/USD
Die Tages-Chart zeigt, dass sich für dieses Währungspaar jüngst deutliche Abwärtsbewegungen ergeben haben und EUR/USD nun wieder in Übereinstimmung mit seinem bislang gültigen Langzeittrend handelt. Der Ausbruch, der an den oberen Bollinger Bands einsetzte, hat die 20-Tages Moving Average mittlerweile überschritten. Entsprechend wird sich der Preis voraussichtlich als nächstes in Richtung untere Bollinger Bands bewegen. Das MACD-Histogramm tendiert ebenfalls abwärts und deutet somit auf starke neue Impulse für EUR/USD. Es könnte von Vorteil sein, auf fallende Kurse zu setzen. Der nächste Richtpreis entspricht womöglich den unteren Bollinger Bands.
GBP/USD
Dieses Währungspaar lässt jüngst Abwärtsbewegungen erkennen. Die aufwärts gerichtete Trendlinie auf der Tages-Chart verdeutlicht, dass der 7-Tages-RSI überschritten wurde. Dennoch kann GBP/USD die Unterstützungsmarke um 1,5010 wiederholt nicht durchbrechen. Händler könnten eine Überwindung der Unterstützungsmarke abwarten und anschließend bei einem Richtpreis von 1,4850 Short-Positionen eingehen.
USD/JPY
Auf der Tages-Chart wird deutlich, dass dieses Paar seit 2 Wochen oberhalb der 20-Tages-Average der Bollinger Bands handelt. Dies könnte bedeuten, dass in Kürze ein starker Aufwärtstrend einsetzt. Die Widerstandsmarke um 90,80 hat nach wie vor ihre Gültigkeit. Händler könnten darauf warten, dass der Preis diese Widerstandsmarke erreicht und im Anschluss bei einem Gewinnmitnahme-Niveau um die 20-Tages-Average der Bollinger Bands auf fallende Kurse setzen.
USD/CHF
Während USD/CHF aktuell zwischen 1,0560 und 1,0590 handelt und ein Großteil der Indikatoren im neutralen Bereich schwankt, könnte sich im weiteren Tagesverlauf eine Kurskorrektur nach oben ergeben. Der RSI der Tages-Chart bewegt sich bereits auf den „überkauften“ Bereich zu, was ebenfalls ein Zeichen für eine unmittelbare Aufwärtsbewegung ist. Kaufen könnte für heute ein guter Tipp sein.
Die Wild-Card
NZD/JPY
Für dieses Paar könnte sich heute eine Kurskorrektur nach unten ergeben. Auf der Tages- und 8-Stunden-Chart hat der RSI in den „überkauften“ Bereich gedreht und signalisiert somit Abwärtstendenzen. Forex -Anleger könnten bei diesem Paar heute auf fallende Kurse setzen, um größtmögliche Profite zu erzielen.
| # | Zeit | $€£¥ | Ereignis | Zeit | Vor | Pro | Akt | Wich |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 02/14 | ||||||||
| 00:01 | GBP | RICS House Price Balance | -16% | - | - | ![]() | ||
| 00:30 | AUD | NAB Business Confidence | 3 | - | - | ![]() | ||
| 04:30 | JPY | Revised Industrial Production | m/m | 4.0% | - | - | ![]() | |
| 07:45 | EUR | French Prelim Non-Farm Payrolls | q/q | 0.0% | - | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | CPI | y/y | 4.2% | - | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | RPI | y/y | 4.8% | - | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | Core CPI | y/y | 3.0% | - | - | ![]() | |
| 09:30 | GBP | DCLG HPI | y/y | -0.3% | - | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | German ZEW Economic Sentiment | -21.6 | - | - | ![]() | ||
| 10:00 | EUR | Industrial Production | m/m | -0.1% | - | - | ![]() | |
| 10:00 | EUR | ZEW Economic Sentiment | m/m | -32.5 | - | - | ![]() | |
| 10:00 | GBP | CB Leading Index | m/m | -0.6% | - | - | ![]() | |
| 13:30 | CAD | New Motor Vehicle Sales m/m | -1.0% | - | - | ![]() | ||
| 13:30 | USD | Core Retail Sales | m/m | -0.2% | - | - | ![]() | |
| 13:30 | USD | Retail Sales | m/m | 0.1% | - | - | ![]() | |
| 13:30 | USD | Import Prices | m/m | -0.1% | - | - | ![]() | |
| 15:00 | USD | Business Inventories | m/m | 0.3% | - | - | ![]() | |
| 21:45 | NZD | NZD Core Retail Sales | q/q | 2.4% | - | - | ![]() | |
| 21:45 | NZD | Retail Sales | q/q | 2.2% | - | - | ![]() | |
| 23:30 | AUD | Westpac Consumer Sentiment | 2.4% | - | - | ![]() | ||




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